Fliegen mit Baby

Baby im Flugzeug am Fenster

Oft wissen frischgebackene Eltern nicht, was sie beim ersten Flug mit ihrem Nachwuchs beachten müssen. In diesem Ratgeber beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema Fliegen mit Baby.

Ab wann darf das Baby fliegen?

Die meisten Fluggesellschaften erlauben die Mitnahme eines Säuglings bereits ab einem Alter von sieben bis vierzehn Tagen. Abgesehen davon obliegt es den Eltern, zu entscheiden, ob das Kind fliegen sollte. Falls es gesundheitliche Beschwerden wie zum Beispiel eine Erkältung, Koliken oder Atemwegserkrankungen hat, ist vom Fliegen abzuraten. Daher empfiehlt es sich, vor der Flugreise immer einen Kinderarzt aufzusuchen.

Was braucht das Baby zum Fliegen?

  • Kinderreisepass
  • Wärmende Kleidung beziehungsweise Wechselkleidung
  • Schnuller
  • Windeln
  • Feucht- und Reingungstücher
  • Trinkfläschchen oder Brei

Übrigens unterliegt Babynahrung nicht den strengen EU-Handgepäckbestimmungen. Eltern dürfen diese also in einem Behälter mit an Bord nehmen, der größer als 100 Milliliter ist. Hierzu zählen:

  • Babybrei
  • Sterilisiertes Wasser
  • Baby-Sojamilch
  • Baby-Kuhmilch
  • Milchpulver
  • Muttermilch

Wie sichere ich mein Baby im Flugzeug?

Kinder, die jünger als zwei Jahre sind, haben im Flugzeug keinen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz. Laut den Beförderungsrichtlinien für Passagierflugzeuge in der EU fliegen Babys auf dem Schoss der Eltern mit. Aus Sicherheitsgründen ist pro erwachsenen Reisenden nur ein Baby im Flugzeug erlaubt. Wenn das Anschnallzeichen aufleuchtet, müssen Eltern den Nachwuchs mit einem speziellen Schlaufengurt (Loop Belt), den die Fluggesellschaft zur Verfügung stellt, anschnallen. Allerdings diskutieren Sicherheitsexperten hitzig über diesen Gurt – in den USA ist er verboten. Der TÜV Rheinland empfiehlt Eltern, einen Sitz für das Baby dazu zu buchen, um es im Flugzeug sicher im Autokindersitz zu transportieren.

Fliegen mit Baby Gurt
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Kinder unter zwei Jahren werden auf dem Schoss der Eltern mit einem Schlaufengurt gesichert.

Kindersitze, die zum Reisen mit dem Flugzeug zugelassen sind, sind an dem TÜV-Rheinland-Zeichen mit der Beschriftung „For use in aircraft“ erkennbar.

Was tun bei Start und Landung?

Bei Start und Landung kämpfen Flugpassagiere häufig mit Druck auf den Ohren. Säuglinge wissen nicht, wie sie den Druck ausgleichen. Hier sollten die Eltern ihrem Nachwuchs helfen: Nuckeln am Schnuller oder Fläschchen und Stillen führen zum Druckausgleich.

Für den Fall, dass die Nasenschleimhäute während des Flugs anschwellen, sollten Eltern zudem Nasentropfen mit Kochsalzlösung parat haben. Babys atmen nämlich in ihren ersten Monaten ausschließlich durch die Nase.

Sonstige Tipps für den Flug mit Baby

  • Den Reisezeitpunkt mit Bedacht wählen (am besten zu den Schlafenszeiten des Babys)
  • Den Kinderreisepass rechtzeitig beantragen
  • Bei der Fluggesellschaft über die genauen Sitzplatzmöglichkeiten und Gepäckbestimmungen informieren
  • Rechtzeitig einchecken oder das Pre-Boarding nutzen
  • Das Lieblingsspielzeug zum Ablenken mitnehmen

Und ganz wichtig: Immer entspannt bleiben.