TeamViewer deinstallieren

Teamviewer deinstallieren

Die für private Anwender kostenlos erhältliche Remote-Unterstützungssoftware TeamViewer ist eine willkommene Möglichkeit, Bekannten, Freunden oder IT-Spezialisten Zugriff auf den eigenen PC zu gestatten. Auf diese Weise können PC-Probleme aus der Ferne behoben werden. Ebenso ist es möglich, einem in der weit entfernt wohnenden Verwandten ein Software-Programm zu erklären oder einen einführenden Internetkurs zu geben. Eine weitere Funktion ist das direkte Übersenden von Dateien von einem zum anderen Computer.

Private Daten sollen nicht in die Hände von Fremden gelangen.

Zugang zum Computer nur nach Zustimmung durch Nutzer

Im Regelfall ist eine Verbindung nur nach eindeutiger Zustimmung des Nutzers möglich. So benötigt die Gegenseite die konkrete TeamViewer-Session-ID sowie das dazugehörige Passwort, um entweder lediglich Sichtrechte, oder aber einen Vollzugang zum betreffenden Fremdsystem zu erhalten. In letzterem Fall kann die der Fremdcomputer aus der Ferne wie das eigene System genutzt werden. So ist es möglich, Einstellungen vorzunehmen, Daten wie Dokumente oder Fotos einzusehen, zu kopieren zu verschlüsseln oder auch zu löschen. Zudem lässt sich jede beliebige Webseite im Internet aufrufen.

Da diese Möglichkeiten gewisse Gefahren bergen, sollten Nutzer den Zugriff also nur solchen Personen gewähren, die sie kennen oder denen sie vertrauen, etwa der IT-Abteilung der Firma oder einem Bekannten oder Verwandten.

Betrug durch vermeintliche Microsoft-Mitarbeiter

In der Vergangenheit ist es häufiger vorgekommen, dass sich Betrüger telefonisch als vermeintliche Microsoft-Mitarbeiter ausgaben und um die Zugangs-Daten gebeten haben, um eine „Wartung“ am System vorzunehmen. Da es sich nicht um Microsoft-Mitarbeiter handelte, hatten diese folglich keine guten Absichten und richteten diverse Schäden an, etwa, indem sie die persönlichen Dateien der Nutzer verschlüsseln und ein Lösegeld für die Entsperrung verlangten. Lässt sich das Opfer darauf ein, bedeutet dies noch lange nicht, dass die Dateien wieder freigegeben werden: im schlimmsten Fall sind sowohl das Geld als auch die Dateien verloren.

Die Datei TeamViewer.exe sorgt oftmals für Beeinträchtigungen

Mithilfe der Datei TeamViewer.exe wird es der Remote-Software ermöglicht, ihren Aufgaben auf dem jeweiligen Rechner korrekt nachzukommen. Wer TeamViewer nicht entfernen möchte und in diesem Zusammenhang vergisst, die regelmäßig wiederkehrenden Programm-Updates herunterzuladen und im Anschluss zu installieren, riskiert mitunter starke Beeinträchtigungen an seinem System. Die auch als TeamViewer Remote Control Application bekannte Datei kann beispielsweise dafür verantwortlich sein, dass das PC-System an Rechengeschwindigkeit einbüßt oder zahlreiche Fehlermeldungen mit unabsehbaren Folgen erscheinen. Diese potentiellen Probleme sollte der User umgehen können.

Einige Hintergrundinformationen zu TeamViewer

Um TeamViewer sicher entfernen zu können, ist es wichtig zu wissen, wo die Datei abgelegt ist und welche zusätzlichen Dateien im Zusammenhang mit dem Programm stehen. In der Regel legt die Installationsroutine laut Hersteller-Anleitung ein Unterverzeichnis unter "C:\Programme" an. Grundsätzlich wird die Datei herstellerseitig als "Vertrauensschnittstelle" im Betriebssystem registriert. Da TeamViewer jedoch Tastatureingaben über das Netz zwangsweise mitprotokolliert und Informationen zu einer Vielzahl unterschiedlicher Anwendungen freigibt, erachten rund 15 Prozent aller Sicherheitsexperten das Programm für unsicher. Der Grund hierfür liegt in der zunehmenden Anzahl von getarnten und ebenso schädlichen Trojanern, die sich als TeamViewer.exe-Datei tarnen und sich auf diese Weise unbemerkt in den Tiefen des genutzten Betriebssystems einnisten. Wer an dieser Stelle über den Taskmanager ergänzende Informationen erhalten möchte, wird diese akute Bedrohung nicht ausfindig machen können.

Viele User möchten dieses Programm deshalb nur im Bedarfsfall für sich in Anspruch nehmen und den TeamViewer nach erfolgter Nutzung wieder entfernen, um auf diese Weise ihre Privatsphäre sowie wichtige Daten und Dokumente vor Zugriff von externer Seite zu schützen.

Anleitung zur Entfernung von TeamViewer

Sowohl unter Windows 7 als auch unter Windows 8 und Windows 10 findet sich ein entsprechender TeamViewer-Eintrag in der Systemsteuerung beziehungsweise in der Programmübersicht des Betriebssystems. Im nun geöffneten Fenster findet sich am oberen Abschnitt des Fensters eine Möglichkeit, TeamViewer einschließlich aller dazugehörigen Dateien vom Betriebssystem zu entfernen. Windows löscht hierbei nicht nur das zum Programm gehörende Verzeichnis, sondern auch eventuell vorhandene Einträge in der Registry-Datei, welche für viele Anwender ohnehin nur mit sehr viel Mühe zu finden ist. Sollte sich TeamViewer im Autostart befunden haben, erfolgt dort ebenfalls eine Bereinigung, welche nach einem Neustart des PCs wirksam wird.

TeamViewer Logo
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Wird er nicht genutzt, kann TeamViewer getrost entfernt werden.

Grundsätzliches zum Schutz der eigenen Daten

Generell schützen sich Verbraucher vor Gefahren, indem sie auf ihren Computern ein Antivirenprogramm installieren und stets auf dem neuesten Stand halten. Auch Programme, vor allem der verwendete Internet-Browser und die darin verwendeten Plug-ins, etwa Adobe Flash oder Java, sollten stets geupdatet werden, um Angreifern keine Angriffsmöglichkeit durch eine Sicherheitslücke zu bieten.

Generell ist die regelmäßige Sicherung der eigenen Dateien anzuraten. Dies sollte auf einem gesonderten Medium, etwa einer externen Festplatte, geschehen, die bei Nichtgebrauch durch Abschaltung vom restlichen System zu trennen ist. So haben Cyber-Kriminelle keinen Zugriff und können diese Dateien auch nicht verschlüsseln.