Ashampoo WinOptimizer 19 logo Zum Anbieter
Bewertung
9,7
Pro
  • Sehr viele Funktionen
  • Klare Benutzerführung
  • Support in deutscher Sprache
  • Verbesserungen bei der Windows-Startzeit
Kontra
  • Wenig Zugewinn an Festplattenspeicher
FAZIT

Ashampoo WinOptimizer 19 zeichnet sich durch eine breite Funktionspalette und die sehr benutzerfreundliche Menüführung aus. Der Support ist gut, die Kommunikationswege sind noch ausbaufähig. In puncto Reinigungs-Performance gibt es noch Luft nach oben.

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Bewertungskriterien
Funktionen
Bedienung & Performance
Hilfe & Support

Ashampoo WinOptimizer Test

Funktionen9,30

Die Tuning-Software Ashampoo WinOptimizer 19 ist ein Tool zur Leistungsoptimierung von Computern. Es erwirkt eine verkürzte Windows-Startzeit, verbessert die allgemeine Rechengeschwindigkeit, entfernt unnötige oder doppelte Daten von der Festplatte, ordnet die Festplatteninhalte und Installationen neu und hilft so, mehr Speicherplatz für andere Daten freizugeben.

Auch in puncto Privatsphäre leistet es gute Dienste: Durch das Zurücksetzen der Browserhistorie und des Protokolls der in Windows geöffneten Dateien sind Nutzer vor neugierigen Familienmitgliedern oder WG-Mitbewohnern geschützt. Diese sehen dann nicht die zuletzt geöffneten Webseiten oder Dateien. Vor einer potentiellen Durchsuchung der Festplatte durch Neugierige schützt es natürlich nicht.

Die Software verfügt des Weiteren über eine Echtzeitüberwachung, genannt „Live-Tuner“, die den Start von Anwendungen durch automatische Beendigung zuvor definierter Prozesse beschleunigt. So konstatierten wir im Test, dass alle Funktionen einer klassischen Tuning-Software vorhanden sind.

Menüstruktur

Der WinOptimizer ist in sieben Bedienmenüs aufgeteilt, die Nutzer durch Anklicken der Symbole auf der linken Seite aufrufen.

1. Übersicht

Beim ersten Menüsymbol handelt es sich um das sogenannte Dashboard,das als  zentrale Übersichtsseite beschrieben werden kann. Auf dieser erfährt der Nutzer von Verbesserungspotentialen, die im Anschluss an einen Scan durch eine Reinigung möglich wären. Ein Klick auf „Analysieren“ startet den Scan nach Optimierungsmöglichkeiten. Dies ist jedoch nur möglich, wenn im Hintergrund kein weiteres Programm läuft. Andernfalls weist die Software darauf hin und schließt gegebenenfalls sämtliche Programme

Ein Klick auf „Optimieren“ startet die Ausführung aller zuvor festgestellten Bereinigungsmöglichkeiten aus den Bereichen „Browser Spuren“, „Unnötige Registry-Einträge“, „Unnötige Dateien“ und „Defekte Verknüpfungen“, „Unnötige aktive Dienste“, „Optimierbare Systemeinstellungen“ und „Optimierbare Sicherheitseinstellungen“ und leert den Windows-Papierkorb.

Diese Funktion wird auch als „Ein-Klick-Optimierung“ bezeichnet, da der Nutzer keine Feineinstellungen vornimmt und etwa bestimmte Bereiche von der Reinigung ausschließt, sondern die Optimierung durch einen Klick startet. Sowohl während des Scans als auch während der Optimierung selbst beendet er die jeweilige Aktion bei Bedarf vor dem Abschluss durch einen Klick auf „Abbrechen“.

Unserer Meinung nach ist diese Aufteilung gelungen und für Benutzer einfach verständlich. Möchte er eine schnelle Optimierung in der Breite vornehmen, ohne einzelne Cleaning-Module einzeln aufzurufen, wählt er die Ein-Klick-Optimierung. Hat er einen speziellen Plan, welchen Bereich er mit welchem Tool optimieren möchte, oder welche Bereiche er explizit von einer Reinigung ausschließen möchte, so wählt er die verschiedenen Module einzeln und gezielt an.

2. Automatik

Hier nimmt der Nutzer Einstellungen vor, die die Funktionalität des Programmes im Hintergrund betreffen. Bei Aktivierung der Funktionen übernimmt das Programm folgende Aufgaben:

  • „Auto-Clean“: Bei Beendigung von Programmen und Internet-Browsern werden temporäre Dateien und Surfinformationen automatisch regelmäßig gelöscht
  • „Live-Tuner“: Beschleunigt den Start von Anwendungen durch definierbare Regeln bezüglich der Beendigung nicht benötigter Prozesse
  • „Game-Booster“: Optimiert die Leistung für Spiele-Anwendungen. Beendet unnötige Hintergrundprogramme und stellt dem Nutzer so eine maximale Anzahl an Ressourcen zur Verfügung

In unserem Test hatten wir bei der Game-Booster-Funktion zu bemängeln, dass sie zwar Hintergrundprogramme schließt und somit zur Performance-Steigerung beiträgt, dies aber auf sehr rabiate Weise umsetzt: In unserem Fall wurde ein Excel-Dokument ohne Nachfrage geschlossen, die Änderungen waren verloren.

Auf der rechten Seite der Programmoberfläche entnimmt der Nutzer die zuletzt durchgeführten Aktionen. An der Unterseite dieser werden die Statistik der drei zuletzt aufgeführten Funktionen sowie die Angaben bezüglich Anzahl gelöschter Dateien, Gesamtgröße der gelöschten Dateien und Laufzeit der Automatiken übersichtlich aufgeführt.

Neben der „Ein-Klick-Optimierung“, die aufgrund des tiefen Eingriffes in das System zu Problemen führen kann, haben Nutzer auch die Möglichkeit, bestimmte Funktionen einzeln anzuwählen. Diese Funktionen steuern sie über die im Folgenden vorgestellten Bedienmenüs. Positiv hervorzuheben ist der Ansatz „Sicherheit vor Effizienz“: In unserem Test führte die Ein-Klick-Optimierung mit der Ashampoo-Software zu keinerlei Problemen, anders als bei der Konkurrenzsoftware AVG PC TuneUp 16.

Generell sind die Funktionen aus dem Bereich Automatik positiv zu bewerten, da nach der Aktivierung während der normalen Computernutzung im Hintergrund dauerhaft Einstellungen vorgenommen werden, die die Geschwindigkeit des Rechners verbessern.

3. Alle Module

Praktisch für all jene, die ein bestimmtes Programm-Modul oder eine Funktion suchen, aber in der normalen Menü-Anordnung weniger schnell oder gar nicht finden würden.Dieser Bereich hält keine weiteren Optimierungsmöglichkeiten mehr bereit, sondern listet alle Optimierungsmöglichkeiten noch einmal übersichtlich auf einer Seite auf. Der Nutzer schaltet über einen Button oben rechts zwischen der Ansicht „Alle Module“ („Uninstall Manager“, „File Wiper“) und „Funktionen“ („Programme deinstallieren“, „Dateien unwiderruflich löschen“) um.

4. System warten

Hier hat der Nutzer Zugriff auf folgende Funktionen:

  • „One Click Optimizer“: Auch hier wird die erwähnte Optimierung mit einem Klick noch einmal aufgeführt. Da sie tief in das System eingreift, ist sie nicht uneingeschränkt zu empfehlen. In unserem Test führte diese Funktion allerdings zu keinerlei Problemen.
  • „Drive Cleaner“: Durchsucht die Festplatte nach nicht benötigten Dateien, um Speicherplatz freizugeben.
  • „Registry Optimizer“: Durchsucht die Windows-Registrierung nach nicht mehr genutzten oder defekten Verknüpfungen.
  • „Internet Cleaner“: Setzt die Surfhistorie zurück und trägt damit zur Privatsphäre der Nutzer bei.
  • „Defrag“: Prüft, ob Laufwerke defragmentiert werden sollten, um Zugriffszeiten zu verkürzen. Das Programm ist in der Lage, das im Testrechner verbaute SSD-Laufwerk zu erkennen und von einer Defragmentierung abzuraten.
  • „Registry Defrag“: Das Programm versucht, die Windows-Registrierung durch Neuanordnung weiter zu komprimieren.

Positiv hervorzuheben in diesem Abschnitt ist die Erkennung des SSD-Speichers verbunden mit dem eindeutigen Rat, das Medium nicht zu defragmentieren. Technisch bedingt sollten diese Laufwerke nicht neu geordnet werden, denn bei diesem Speichermedium werden die Daten in einzelne Zellen geschrieben, die eine maximale Anzahl an Speicherzyklen haben. Ein Geschwindigkeitsvorteil ergibt sich durch die Neuanordnung nicht und bei jedem Überschreiben verringert sich deren Lebensdauer.

5. Leistung steigern

Unter dem Menüpunkt „Service Manager“ sehen Nutzer ein, ob ein Programm-Service bei Systemstart automatisch mitgestartet wird, ob dieser manuell durch Anwählen eines Programms nachgestartet wird, oder ob dieser komplett deaktiviert wurde.

Bei Anwahl eines Dienstes sieht der Nutzer ferner eine Online-Bewertung anderer Nutzer darüber, ob dieser Dienst benötigt wird. Bei der schier endlosen Zahl an Diensten, die durch Programme verschiedensten Hersteller implementiert werden können, wirkt die Zuhilfenahme der Online-Community nützlich. Beispielsweise ist es nicht nötig, dass ein PDF-Dienst direkt bei Systemstart zur Verfügung steht. Nutzer starten diesen bei Bedarf nachträglich durch Anwählen des Programms. Ein Antivirus-Programm sollte hingegen direkt bei Systemstart in vollem Umfang arbeiten können.

Diese Bewertung beträgt zwischen 0.00 und 5.00 Punkten. Darüber hinaus hat der Anwender die Möglichkeit, sich Details anzusehen, etwa, von welchem Programm der Dienst genutzt wird. Deaktivierte Dienste startet er bei Bedarf manuell, ebenso stoppt er jene, von denen er sicher ist, dass sie nicht benötigt werden. Bei Diensten, die generell bei jedem Hochfahren mitstarten, definiert er, ob diese zeitverzögert starten sollen, um ein schnelleres Hochfahren zu ermöglichen.

Neu ist der Bereich „Boot Center“, in dem die gemessene Dauer von diversen Windows-Start-Vorgängen aus der Vergangenheit präsentiert werden. Der Anwender hat die Möglichkeit, Autostart-Einträge und Dienste aus einer Liste zu deaktivieren, um den Startvorgang zu beschleunigen.

Der „Internet Tuner“ passt die Windows-Netzwerkumgebung an die zur Verfügung stehende Breitbandverbindung an, um die Surf-Performance insgesamt zu optimieren.

Per „Uninstall Manager“ wählt der Nutzer nicht mehr benötigte Software aus und deinstalliert diese. Aufgebaut ist das Feature wie die Funktion „Programm deinstallieren“ in der Windows-Systemsteuerung.

Der „SSD Assistent“ nimmt von Hersteller empfohlene Einstellungen vor, die die Zugriffszeiten auf das Speichermedium verkürzen sollen.

Insgesamt sind die hier verfügbaren Tools allesamt nützlich. Durch die Community-Bewertung erhalten Anwender eine erste Einschätzung darüber, ob ein Dienst systemrelevant ist oder nicht. Praktisch! Die Funktionen „StartUp Tuner“ und „Uninstall Manager“ sind zwar ebenso über Windows-eigene Bordmittel optimierbar, aber gegen ein erneutes Aufführen, damit alle potentiellen Verbesserungen über ein Programm konfigurierbar sind, ist nichts einzuwenden.

6. Windows anpassen
  • „Tweaking“: Hier passen Nutzer verschiedenste Systemeinstellungen, etwa bezüglich einer automatischen Nutzeranmeldung, verschiedener Peripheriegeräte, Laufwerke, Browser und Windows-Software wie Outlook oder des Media Players, an.
  • „Privacy Manager“: In diesem neuen Modul wurden Einstellmöglichkeiten in puncto Privatsphäre und Datenschutz gebündelt. Zwei Beispiele: Windows-Dienste, die nicht zwingend notwendig sind, stellen ein Risiko für die Privatsphäre der Nutzer dar. Nutzer deaktivieren sie bei Bedarf. Außerdem legen sie fest, ob zuletzt verwendete Dokumente beim Herunterfahren gelöscht werden sollen. Sie können zudem Einstellungen bezüglich des Versandes von Telemetrie-Daten an Microsoft, der Geo-Ortung und der Cortana-Datensammlung festlegen.
  • „File Associator“: Verknüpfungen, die keinem Programm mehr zugeordnet sind, werden angezeigt. Nutzer löschen sie bei Bedarf.
  • „Context Menu Manager“: Nutzer entschlacken auf Wunsch Rechtsklick-Menüs, die nach diversen Programminstallationen schnell überladen wirken.
  • „Browser Extension Manager“: Informiert über verfügbare Plug-Ins sämtlicher installierter Browser und bietet die Option, die jeweiligen Erweiterungen zu entfernen.

Diese Einstellungen sind äußerst nützlich, da sie ohne Expertenwissen nicht über das normale Windows-Einstellungsmenü verfügbar sind. Berechtigungen und Verknüpfungen sind gewöhnlicherweise über die Windows-Registry verwaltbar. Für Unerfahrene ein gefährliches Terrain, falsche Einstellungen können die Systemstabilität gefährden. Daher empfiehlt sich hier die Konfiguration über den WinOptimizer.

7. System analysieren

Über das Symbol „Informieren“ rufen Nutzer eine Maske auf, die Auskunft über verbaute Hardware, die genutzte Windows-Version, installierte Software und Treiber, die Netzwerkumgebung sowie installierte Audio- und Videocodecs gibt.

Der „DiskSpace Explorer“ gibt mithilfe einer Balkendiagramm-Darstellung Auskunft über Speicherfresser. Das Feature „System Benchmark“ bewertet die Systemleistung in einem Hersteller-eigenen Ranking.

Die Funktion „HDD Benchmark“ gibt Auskunft über die tatsächliche Geschwindigkeit verbauter Festplatten. Diese konnten wir in unserem Test nicht benutzen, da eine Geschwindigkeitsanalyse für SSD-Festplatten nicht zur Verfügung steht. Unter „HDD Inspector“ stellen User fest, ob das Speichermedium Fehler aufweist. Das korrekte Arbeiten wird jedoch bereits in der Übersicht durch einen grünen Pfeil symbolisiert.

Der Befehl „Font Manager“ öffnet eine Übersichtstabelle aller auf dem System installierter Schriftarten.

Am unteren Programmrand wird erneut auf das korrekte Arbeiten der Festplatten hingewiesen. Ferner werden Arbeitsspeicher, Prozessor und Grafikkarte aufgelistet.

8. Dateiwerkzeuge
  • „File Wiper“: Daten sicher löschen. Unter anderem mit der besonders sicheren, 35-fachen Überschreibung nach der Gutmann-Methode.
  • „File-Manipulator“: Dateien verschlüsseln und wieder entschlüsseln. Besonders große Dateien lassen sich in mehrere Stücke trennen, etwa, um sie auf CDs, DVDs, aber auf Dateisystemen speichern zu können, die eine maximale Dateigröße vorschreiben – etwa FAT32. Selbstverständlich setzen Nutzer zuvor getrennte Dateien auch wieder zu einem Stück zusammen.
  • „Undeleter“: Nach Versehentlich gelöschten Dateien suchen und einen Wiederherstellungsversuch starten.
  • „Link Checker“: Prüft Programmverknüpfungen auf dem Desktop und im Startmenü auf Defekte.
  • „Duplicate Finder“: Sucht die Festplatte auf doppelt vorhandene Dateien ab. Negativ: Wir fanden im Test keine Option, um jeweils eine der Dateien, etwa die neueste, die älteste oder die zuletzt geöffnete, zu behalten. Somit muss der User bei jedem Konflikt per Klick entscheiden, welche Dateien gelöscht werden sollen. In unserem Test haben wir 127.743 Duplikate gefunden, die wir nur schwerlich alle manuell überprüfen können. Daher ist diese Funktion unserer Meinung nach unbrauchbar.
  • „ADS-Scanner“: Sucht nach unsichtbaren „Alternativen Datenströmen“ und bietet die Option, diese zu löschen.

Die Funktion der restlichen Features wurde im Test deutlich. Die Wiederherstellung von versehentlich gelöschten Dateien funktionierte gut – sofern entsprechende Bereiche auf der Festplatte nicht bereits durch andere Inhalte überschrieben wurden.

9. Verwaltung

Im Bereich „System Restore Manager“ verwalten Benutzer Wiederherstellungspunkte. Sie werden darauf hingewiesen, dass sie alte Punkte wirklich nur dann löschen sollen, wenn feststeht, dass sie diese nicht mehr benötigen. Es folgt der Hinweis, dass diese Löschungen keinen weiteren Speicherplatz-Zugewinn bedeuten, da die Bereiche, in denen diese Dateien abgelegt werden, so oder so von Windows gegen Fremdnutzung reserviert sind. Gut, denn so kommt kein Nutzer in die Versuchung, sie nur aus diesem Grund zu löschen.

Der „Icon Saver“ bietet die Möglichkeit, die Desktop-Symbolanordnung zu speichern und bei Veränderung wiederherzustellen. Im Bereich „Einstellungen“ nehmen User allgemeine Änderungen, etwa bezüglich des Skins oder der Programmsprache vor. Ferner sind weitere Detaileinstellungen bezüglich der einzelnen Programmfunktionen möglich.

Die Erklärung, dass das Löschen von Wiederherstellungspunkten keinen Einfluss auf den Speicherplatz hat, werten wir positiv. Die Sicherungsfunktion für die Desktop-Symbole ist praktisch, wenn auch nicht zwingend notwendig.

Mit Hilfe des „User-Rights Managers“ schränkt der Anwender Benutzerrechte ein, etwa durch Sperren des Kontextmenüs oder der Verhinderung des Zugriffs auf einzelne Anwendungen im Task-Manager.

Der „Energy Manager“ bietet die Möglichkeit, Energiesparpläne zu verwalten und zwischen diesen auszuwählen. Neben den Modi „Ausbalanciert“, „Höchstleistung“ und „Energiesparmodus“ steht es dem Nutzer frei, die einzelnen Pläne den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

Die „Statistik“ führt sämtliche vom Ashampoo WinOptimizer 19 durchgeführten Prozesse statistisch gegliedert auf und gibt einen guten Überblick über die Nutzung des Programms.

Im Bereich „Aufgabenplanung“ wird dem Anwender die Möglichkeit gegeben, der Software zu erlauben, in einem regelmäßigen Intervall Wartungen durchzuführen. Täglich, wöchentlich oder monatlich kann somit die Systemwartung oder die „Ein-Klick-Optimierung“ automatisch umgesetzt werden. Auch die Uhrzeit ist frei wählbar.

10. Backups

Hier machen Nutzer getätigte Änderungen bei Bedarf rückgängig. Positiv: Die Backups werden dabei ohne Zutun des Users erstellt.

Bedienung & Performance6,74

Nach Download der etwa 27 Megabyte großen Datei lässt sich diese in rund einer Minute problemlos installieren. Alternativ bestellen Interessierte die Software auf DVD für 12,95 Euro inklusive Versandkosten. Der Nutzer entscheidet sich während dieser Prozesses zwischen zwei „Skins“, also farblich unterschiedlich gestalteten Benutzeroberflächen. Diese wurden in Vergleich zur Vorgängerversion farblich angepasst und wirken nun moderner. Wir entschieden uns in unserem Test für die Variante "Dark Blue“. Positiv: Während der Installationsroutine wurde uns keinerlei Werbung für weitere Produkte angezeigt. Das ist bei Konkurrenzprodukten teilweise anders.

Standardmäßig erwirbt der Nutzer eine Lizenz für einen Haushalt und bis zu zehn Computer, die zur dauerhaften Programmnutzung berechtigt. Die Lizenz ist unbegrenzt gültig.

Das Programm erstellt zwei Desktopverknüpfungen: Eine für den klassischen Programmstart und eine, die direkt in die Ein-Klick-Optimierungs-Analyse führt. Hier beauftragt der Nutzer mit einem Klick den Optimierungsstart. Auch ein schneller Wechsel zwischen den einzelnen Programmbereichen ist jederzeit möglich.

Nutzer finden sich durch die klare Menüstruktur schnell zurecht. Die einzelnen Funktionen rufen sie über Reinigungsmenüs auf der linken Programmseite auf. Vermisst haben wir eine Suchfunktion, mittels derer wir durch eine Stichworteingabe einzelne Menüpunkte finden würden. Eine solche gibt es allerdings bei keinem der Produkte im Test.

Performancegewinne

Ashampoo WinOptimizer 19 verkürze die Startzeit des Rechners um etwa zweieinhalb Sekunden. Das Programm schafft sieben Gigabyte an zusätzlichem Festplattenspeicher. Unter anderem wird der Windows-Papierkorb über die „Systemanalyse“ bereinigt.

MesswertVor AnwendungMit Ashampoo WinOptimizer 19Mit Performace-Sieger iolo System Mechanic 17 Pro
Windows-Startzeit (Sekunden) 28,0 25,8 19,0
Gewonnener Festplattenspeicher (GB) - 7 7
PCMark 10: Essentials 7.020 7.059 7.150
PCMark 10: Productivity 5.291 5.321 5.313
PCMark 10: Digital Content Production 2.562 2.551 2.581
PCMark 10: Score 3.273 3.280 3.306
Ergebnisse der Messungen zwischen Ashampoo WinOptimizer und iolo System Mechanic 17 Pro im Vergleich.

Negative Auswirkungen auf die Systemstabilität, die wir bei der Software AVG PC TuneUp beobachteten, haben wir bei der Verwendung der Ashampoo-Software nicht feststellen müssen.

Das Programm belegt 80,9 Megabyte auf der Festplatte. Das ist mehr als akzeptabel – Programme der Konkurrenz, etwa von AVG, belegen mit knapp zwei Gigabyte deutlich mehr Speicherplatz.

Die Systemleistung prüften wir in drei verschiedenen Kategorien: „Essentials“, „Productivity“ und „Digital Content Production“. In der Kategorie „Essentials“ misst die Software die Leistung bei Programmstarts, Videokonferenzen und Webbrowsing. Vor der Optimierung ergab sich hier ein Wert von 7.020 Punkten, danach waren es 7.059 Punkte. In dieser Kategorie erreicht die Konkurrenzsoftware Norton Utilities 7.194 Punkte.

Eine noch größere Leistung konnten wir im Bereich „Productivity“ feststellen. Hier simuliert die Benchmark-Software die Leistung des Rechners bei der Nutzung von Tabellen- und Schreibprogrammen, also bei klassischen Bürotätigkeiten. Hier ergab sich eine nominale Steigerung von 5.291 auf 5.313 Punkte. Der Testsieger von iolo schafft es hier auf sage und schreibe 5.520 Punkte.

In der Kategorie „Digital Content Production“ wird die Performance bei der Verwendung von Foto- und Videobearbeitungsprogrammen gemessen. Hier sank der Wert gar von 2.562 auf 2.551 Punkte. Dieses Phänomen konnten wir im Rahmen unseres Testes nicht erklären, ist aber nichts Ungewöhnliches: Eine Abnahme in diesem Arbeitsbereich haben wir bei sechs von neun Programmen festgestellt.

Sehr große Funktionspalette

Beim Zugewinn an Speicherplatz rangiert das Programm im Vergleich an der unteren Performancegrenze, vor allem, weil die Software es unterlässt, den Papierkorb bei der Reinigung zu berücksichtigen. Bei der Startzeitoptimierung ist die Verbesserung gering. Die Zuwächse in den Kategorien „Essentials“ und „Productivity“ sind in Ordnung. Insgesamt verbessert sich der Score bei Messung mit PCMark 10 hierdurch von 3.273 auf 3.280 Punkte.

Hilfe & Support4,30

Auf der Herstellerhomepage finden Nutzer einen FAQ-Bereich, in dem programmübergreifend Lösungswege für die typischen Probleme aufgezeigt werden, die bei der Benutzung von Ashampoo-Software auftreten können.

Tutorials in Text- oder Videoform sind inzwischen einige vorhanden, sodass Anwender Hilfe zur Selbsthilfe finden. Ein Community-Forum, in dem sich Nutzer austauschen und so gegenseitig Lösungen aufzeigen können, haben wir in unserem Test vermisst.

Bei Fragen bemühen Anwender den Support via Kontaktformular oder auch direkt per E-Mail: Erstere Form ist anzuraten, da Hilfesuchende mit der Anfrage auch direkt eine Ticketnummer erhalten. So ist eine schnelle Betreuung auch bei Folgefragen gewährleistet. Ashampoo garantiert die Bearbeitung von Support-Anfragen via E-Mail binnen 48 Stunden. Oft sind die Mitarbeitenden aber auch schneller: In unserem Test wurde unsere Anfrage binnen eines Werktages freundlich und zufriedenstellend beantwortet.

Der Anbieter betont des Weiteren, dass es sich bei WinOptimizer 19 um ein sehr stabiles Programm mit einem geringen Supportaufkommen handelt.

Mehr Service? Premium-Support!

Noch schneller geht es mit dem Premium-Support: Auf Wunsch buchen Nutzer diesen Service hinzu und werden 24 Monate priorisiert betreut. Dieser Service schlägt mit 4,95 Euro für zwei Jahre zu Buche. Einen Support per Telefon oder Chat bietet der Hersteller bislang nicht. Das ist sehr schade, denn vor allem eine Telefon-Hotline unterstützt unerfahrene Nutzer bei der Lösung ihrer Computer-Probleme. Zumindest für Premium-Kunden sollte diese angeboten werden und würde dann auch den preislichen Aufschlag rechtfertigen.

Zusammenfassung9,70

Die Funktionspalette von Ashampoo WinOptimizer 19 fällt groß aus und die Einfachheit der Bedienung beeindruckt. Doch hätten wir uns im Bereich Support mehr Hilfestellungen, etwa durch ein Community-Forum, eine Telefonhotline oder eine Chat-Funktion gewünscht. Ein klar hervorzuhebender Pluspunkt ist bei Ashampoo der Support in deutscher Sprache.

In puncto Bereinigungsleistung besteht noch etwas Luft nach oben. Besser schneidet hier beispielsweise der Performance-Sieger iolo System Mechanic 17 Pro ab, die bei der Windows-Startzeitverkürzung den ersten Platz belegt.

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