Die besten Google-Alternativen

Die besten Google-Alternativen

Google dominiert das Web 4.0 in vielen Bereichen. Allerdings ist das Unternehmen auch als Datensammler bekannt. Im Zuge dessen kommt bei vielen Nutzern der Wunsch nach mehr Anonymität auf. Wir zeigen die besten Suchmaschinen-Alternativen.

Google ist omnipräsent

Das Internet ist ohne Google-Dienste kaum vorstellbar: Google ist die mit Abstand meistverwendete Suchmaschine. Aber nicht nur letztere gehört zum Unternehmen. Auch viele andere Dienste, die wir täglich nutzen, sind Teil des Unternehmens aus Kalifornien.

Ein Video auf der größten Plattform YouTube ansehen oder Google Maps für die Navigation im Auto, auf dem Fahrrad oder beim Spaziergehen nutzen – mit jeder Anwendung hinterlassen wir Spuren beim Unternehmen Alphabet, zu dem Google und alle anderen Dienste gehören.  Das Gleiche gilt für das Abrufen unserer vom E-Mail-Provider Gmail gehosteten E-Mails, das Nutzen des Google Übersetzer zum Verstehen eines fremdsprachlichen Textes, das Sichern von Daten im Cloud-Speicherdienst Google Drive oder das Nutzen von Google Docs beziehungsweise Google Tabellen zum kollaborativen Arbeiten mit Freunden, Kollegen oder Geschäftspartnern.

Das lässt die Zahl der kritischen Nutzer wachsen, die die Datenkrake Google nicht mit unnötig vielen Daten füttern möchten. Auch wenn die meisten Anwender mindestens einen der genannten Google-Dienste nutzen, wünschen sich viele eine Alternative in puncto Websuche.

Kritik an Googles Suchmaschinen-Vorherrschaft

Viele Nutzer sehen in der Quasi-Monopolstellung von Googles Suchmaschine einen Nachteil. Diese weist in Deutschland einen Marktanteil von über 90 Prozent auf.

Außerdem wird bezahlte Werbung innerhalb der Suchergebnisse vorgezogen – wenn auch als solche gekennzeichnet. In der Vergangenheit gab es mehrfach Vorwürfe, Google würde seine hauseigenen Produkte und Dienstleistungen zum Nachteil der Verbraucher vor denen der Konkurrenten platzieren.

Was sind die Vorteile eines gelegentlichen Suchmaschinenwechsels?

Nutzer, die sich auch abseits von Google auf die Internetsuche begeben, profitieren unter anderem von den folgenden Vorteilen: Mitunter werden andere Websites angezeigt, die nicht in der Google-Suche auftauchen oder auf einer der hinteren Google-Suchergebnisseiten platziert wären. Auf welchem Platz eine Webseite „rankt“, also für wie wichtig Google einen Link erachtet, hängt vom Algorithmus ab, der für Dritte nicht nachprüfbar ist und sich laufend ändert. Das „Fremdgehen“ kann also zu neuen Internetfunden führen.

Zudem bieten einige Konkurrenten die Möglichkeit, das Suchen ohne Tracking des Surfverhaltens an. So werden keine Profile der Nutzer erstellt, wodurch der Datenschutz gewahrt bleibt, etwa, weil keine Benutzerdaten gespeichert werden.

Kritik von Constanze Kurz, Chaos Computer Club (2010)

Google ist nicht in erster Linie eine Suchmaschine, sondern vor allem ein Datensammler.“

Im Folgenden stellen wir eine Auswahl an alternativen Suchmaschinen vor, gehen auf Meta-Suchmaschinen ein und listen einige kindgerechte Suchmaschinen auf, die nicht geeignete Inhalte aus der Suche ausschließen.

Die besten Suchmaschinen-Alternativen

Wie erwähnt hat Google vor allem im Suchmaschinen-Segment eine De-facto-Monopolstellung: Auch weltweit starten knapp 90 Prozent aller Internetnutzer ihre Suche nach Tipps, Themen und neuen Websites mit Google. Den kleinen Rest teilen sich Konkurrenten wie Bing oder Yahoo, aber auch kleinere, unbekanntere Suchmaschinen, die einen eigenen Nutzen haben können.

Die Stiftung Warentest nahm 2019 in einem Test zehn Suchmaschinen unter die Lupe. Im Gesamtergebnis, also unter Berücksichtigung der Kriterien „Qualität der Suchergebnisse“, „Nutzungskomfort am PC“, „Nutzungskomfort auf dem Smartphone“, „Datensendeverhalten App (Android)“, „Datensendeverhalten App (iOS)“ und „Mängel in der Datenschutzerklärung“ landete eine Suchmaschine vor dem Platzhirsch Google:

Es handelt sich um startpage.com aus den Niederlanden – eine Suchmaschine, die die Eingaben an Google weiterleitet und damit die anonyme Anzeige von Google-Suchen ermöglicht. Die Finanzierung erfolgt durch die Einblendung nicht-personalisierter Werbung.

Bing

Die Microsoft-Suchmaschine Bing kann als Hauptkonkurrent verstanden werden, hat aber einen deutlich kleineren Marktanteil. Bing ist vor allem seit Windows 10 präsent und mit der Sprachassistentin Cortana verzahnt. Größter Pluspunkt ist die starke Suche bei Bildern und Videos.

DuckDuckGo

Bei der Suchmaschine mit dem etwas sperrigen Namen DuckDuckGo handelt es sich um ein US-amerikanisches Unternehmen, das damit wirbt, nicht von seinen Nutzern zu profitieren, da es keine persönlichen Nutzerinformationen sammle und allen Aufrufern die gleichen Ergebnisse anzeige. Statt der meistgesuchten würden also die passendsten Suchergebnisse angezeigt. Diese werden aus Quellen wie Bing zusammengetragen.

Ecosia

Eine spannende Alternative ist die ökologische Suchmaschine Ecosia. Sie nutzt die Suchtechnologie von Microsoft Bing und ermöglicht gleichzeitig komplett transparentes und datenschutzfreundliches Surfen. Doch es wird noch besser: Einen Großteil der Werbeeinnahmen nutzt Ecosia, um damit dort Bäume zu pflanzen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Bis jetzt (Stand: Mai 2021) wurden bereits mehr als 125 Millionen Bäume finanziert.

WolframAlpha

Eine außergewöhnliche Suchmaschine ist Wolfram Alpha. Ein semantischer Ansatz sorgt dafür, dass bei der Nutzung keine Suchergebnisse, sondern synthetische Antworten auf konkrete Fragen geliefert werden. Eine Suche nach „ocean“ liefert nicht wie andere Suchmaschinen Websites mit Treffern, sondern themenspezifische Antworten, etwa zum Tiefpunkt des Pazifiks oder einen tabellarischen Vergleich zwischen dem Indischen Ozean und der Südsee. Der Schwerpunkt liegt also auf wissenschaftlichen Themenbereichen.

Meta-Suchmaschinen

Interessant sind auch sogenannte Meta-Suchmaschinen, die die Ergebnisse mehrerer Suchanbieter zu einem neuen Ranking zusammenfassen. Sie nutzen also zur Suche keinen eigenen Algorithmus, sondern geben die Suchbegriffe an eine gewisse Anzahl weiterer Suchmaschinen weiter.

Sie streichen doppelte Suchergebnisse und sortieren die Funde der einzelnen Anbieter in einem eigenen Ranking. Die Suchergebnisse werden genauso übersichtlich angeordnet wie bei normalen Suchmaschinen. Allerdings dauert die Suche in Meta-Suchmaschinen teilweise etwas länger, da die Seite auf das Ergebnis sämtlicher Suchmaschinen warten muss.

Die beliebteste Meta-Suchmaschine im deutschsprachigen Raum ist MetaGer. Sie ist gleichzeitig die älteste und die ausgereifteste. Betrieben wird sie von der Universität Hannover. Ihre Stärken zeigt MetaGer vor allem bei der Suche in Forschungsberichten und anderen wissenschaftlichen Dokumenten.

Weitere erwähnenswerte deutschsprachige Meta-Suchmaschinen sind metacrawler, meta-spinner, suchhaus, websuche und etools.

Suchmaschinen für Kinder

Im Internet können Kinder mit Themen und Bildern konfrontiert werden, die nicht für ihre Augen bestimmt sind. Daher gibt es eine Reihe von Suchmaschinen, die speziell auf die Bedürfnisse und Fragen von Kindern eingehen. Sie geben Lese- sowie Spieletipps und kritische Inhalte werden in der Suche ausgenommen. Wir stellen eine Auswahl deutschsprachiger Suchmaschinen für Kinder vor.

Blinde Kuh: Zielgruppe sind Kinder zwischen acht und zwölf Jahren. Das Projekt wird von der Regierung gefördert und gilt als seriös sowie jugendsicher. Auch Eltern werden fündig: Die Seite liefert Tipps für kindgerechte Websites, Buchtipps sowie kindgerecht erklärte Sicherheitstipps zu den folgenden Themen:

  • Jugendschutzgesetz
  • Datenschutz
  • Flirten im Netz
  • Tipps zum Verhalten in sozialen Netzwerken
  • Bildrechte
  • Rechte von Kindern und Jugendlichen im Netz

FragFINN: Es handelt sich um eine Suchmaschine für Heranwachsende, die auch als App für Smartphones und Tablets angeboten wird. FragFINN bietet sogar ein Lexikon, das Begriffe wie Browser kindgerecht erklärt. Zudem wird eine Variante >speziell für den Einsatz in der Schule angeboten.

Helles Köpfchen: Hier gibt es nicht nur eine kindgerechte Webseitensuche, sondern auch verständliche Artikel zu verschiedensten Themengebieten, etwa zur deutschen Einheit oder zur Diskussion um die Umstellung der Sommerzeit.