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Bitdefender Internet Security

Andreas Kiener
Pro
  • Einer der zuverlässigsten Virenscanner
  • Großer Funktionsumfang
  • Sehr guter Kinderschutz
  • Spitzenwerte bei der Performance
  • Funktioniert auch auf Mac und Android
Kontra
  • Der vollständige Systemscan dauert relativ lang
  • Anwender können vieles nicht selbst einstellen
Fazit Nahezu perfekte Internet-Security-Suite, die mit hervorragender Malware-Erkennung, großem Funktionsumfang sowie einem sehr umfassenden Kinderschutz überzeugt.
Bitdefender Internet Security Zum Download

Bitdefender Internet Security Test

Ausstattung

4,00 Pkt
Neue und verbesserte Funktionen von Bitdefender Internet Security 2018
  • Advanced Threat Defense: Die neue heuristische Schadenserkennung findet automatisch verdächtige Prozesse und Anwendungen. Jeder Prozess, der auf dem Computer läuft, wird analysiert und sein Bedrohungspotential bewertet. Sobald Bitdefender 2018 feststellt, dass eine Bedrohung von einem Programm ausgeht, blockiert die Sicherheitssoftware die Schadensquelle automatisch.
     
  • Dateishredder: Der Dateischredder wurde optimiert. Daten lassen sich jetzt noch einfacher dauerhaft löschen. Dafür stehen drei verschiedene Methoden zur Verfügung. Jede Datei kann überall in Windows mit einem Rechtsklick über das Kontextmenü geshreddert werden. Der Anwender kann aber auch den Schredder im Bitdefender aufrufen und dort Dateien und Ordner entweder über den Dateidialog oder per Drag-and-Drop löschen.
     
  • Passwortmanager: Der Passwortmanager wurde optimiert, so dass er jetzt noch benutzerfreundlicher ist.
     
  • Ransomware-Schutz: Den Ransomware-Schutz hat Bitdefender bereits mit Version 2016 eingeführt und seitdem stetig verbessert. In der neuen Version 2018 wurde für erhöhte Schutzwirkung mit mehreren Sicherheitsebenen ausgestattet. Bitdefender reagiert damit auf die steigende Gefahr, die von dieser Sorte von Malware ausgeht. So ist der Anwender auch weiterhin sicher vor Programmen, die die Festplatte verschlüsseln.

Funktionen der Bitdefender Internet Security

Zum besonderen Leistungsumfang der Internet-Security-Suite gehören ein Phishing-Schutz, ein sicherer Desktop für Online-Banking, ein Passwort-Schutz, ein Browser-Schutz und einen Datei-Shredder, der Dateien vollständig vom System löscht. Diese Vielzahl an Features der Bitdefender Internet Security ist für eine mittelpreisige Sicherheitssoftware keineswegs selbstverständlich.

Keine Angst vor Ransomware

Verbessert wurde dieses Jahr die Schutzfunktion vor Ransomware. Diese Art der Malware verschlüsselt Daten und gibt sie erst nach einer „Lösegeldzahlung“ wieder frei, vorzugsweise auf schlecht nachverfolgbaren Zahlungswegen. Ransomware infiltriert Systeme auf dem gleichen Wege wie Computerviren, beispielsweise über E-Mail-Anhänge oder Sicherheitslücken im Webbrowser.

Zuverlässig wie immer: die Bitdefender-Firewall

Die Firewall von Bitdefender bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene zum Schutz vor Cyber-Angriffen, Viren und Malware. Sehr erfreulich ist, dass sie mit dem standardmäßig eingestellten Autopilot-Modus sämtliche Angriffe im Hintergrund abwehrt und Bitdefender auf störende Warnmeldungen verzichtet. Die "Registry Settings" der Firewall sind umfassend geschützt, was das Manipulieren der Firewall-Einstellungen durch externe Angreifer nahezu unmöglich macht.

Die standardmäßig auf allen Windows-Systemen installierte Firewall von Microsoft wird bei der Installation der Bitdefender Internet Security deaktiviert, da es sonst zu Komplikationen zwischen den beiden Programmen kommen kann. Bitdefender Internet Security kontrolliert nach der Installation den Datenaustausch mit dem Internet, wobei anhand detaillierter Regeln festgelegt ist, welche eigenen Anwendungen überhaupt auf das Internet zugreifen dürfen und welchen fremden Programmen Zugriff auf den Rechner gewährt wird.

Screenshot vom Bitdefender-Ordnerschutz
Anwender können besonders sensible Daten vor unberechtigtem Zugriff sichern und auf eine Schutzliste setzen.

Zudem schlägt Bitdefender Internet Security bei unzulässigen Vorgängen Alarm und unterbindet sie direkt. Im Anschluss entscheidet der User jedoch stets selbst, ob er die gemeldete Aktion erlaubt oder nicht. Vertrauenswürdige Webseiten listet die Bitdefender Firewall in der sogenannten „White List“, dubiose Seiten und Applikationen hingegen werden auf der „Black List versammelt und standardmäßig geblockt.

Außerdem wird der ein- und ausgehende Datenverkehr nun auch bei WLAN-Verbindungen kontrolliert. So ist das System stets geschützt, egal, wo und mit welchem Verbindungstypen er sich ins World Wide Web einloggt.

Kinderschutz per Remote-Control

Auch eine umfassende Kinder- und Jugendschutz-Funktion, die unangemessene Inhalte blockiert und den Internetzugang zu festgelegten Zeiten einschränkt, ist mit an Bord. So können die Online-Aktivitäten der Kinder per Fernzugriff kontrolliert werden; denn eine Kinderschutzfunktion sollte nicht mehr nur auf dem Computer funktionieren, auf dem sie installiert ist. Sie muss eine Vielzahl vernetzter Geräte überwachen und bei Bedarf benachrichtigen. Bitdefender Internet Security erstellt für jedes Mitglied des Haushalts auf Wunsch ein eigenes ein Profil. Instant-Messenger und Facebook-Aktivitäten können durch Bitdefender ebenso überwacht werden wie URLs oder bestimmte Keywords.

Um das System eines Familienmitglieds zu überwachen, installiert der Nutzer zunächst die Bitdefender Internet Security mit Hilfe des Online-Dienstes Bitdefender-Central auf dem Ziel-Rechner. Auch Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem werden unterstützt. Anschließend aktiviert der Anwender die Kindersicherung für jedes Gerät und Windows-Benutzerkonto. Eine entsprechende Liste zeigt alle Geräte und Konten an, für die eine Kindersicherung aktiviert ist.

Über den Elternberater-Tab in Bitdefender-Central kann der Anwender nun eine Remote-Kindersicherung einrichten und alle weiteren Einstellungen vornehmen. Websites werden anhand von vordefinierten Kategorien wie „Glücksspiele“, „Drogen“ und „Partnersuche“ gesperrt. Zusätzlich können Eltern Seiten white- beziehungsweise blacklisten, also Ausnahmen definieren. Dass das manuelle Sperren einzelner Seiten über eine Blacklist möglich ist, ist sinnvoll und bei weitem nicht selbstverständlich. Bei vielen Internet-Securitys der Mitbewerber ist das nicht vorgesehen.

Bei der zeitlichen Sperre ist es leider nur möglich, den Zugriff auf alle registrierten Geräte des Kindes gleichzeitig zu sperren. Dafür kann sowohl eine maximale tägliche Nutzungszeit festgelegt werden, und zwar separat für Wochentage und Schultage, als auch Ruhezeiten, zu denen die Geräte nicht verwendet werden können. Die Kindersperre sieht allerdings nicht vor, beispielsweise nur die Verwendung des Smartphones oder des PCs zu limitieren.

Komplette Überwachung möglich

Eltern können so einsehen, wie viele Stunden ihr Kind im Internet verbracht hat, welche Anwendungen es auf dem eigenen Rechner nutzt oder welche Kontakte es auf seinem PC gespeichert hat. Unerwünschte Telefon-Kontakte des Kindes können Eltern sogar sperren, sofern Bitdefender auch auf dem Smartphone installiert ist.

Auch ein Ortungsdienst gehört zum Repertoire des Kinderschutzes. Betritt oder verlässt das Kind vordefinierte Orte wie etwa das Schulgelände oder das Wohnhaus, schickt das Programm eine Nachricht an die Geräte der Eltern.

Likes und hochgeladene Bilder auf Facebook überwachen Eltern auf diese Weise ebenfalls. Die Funktionen zur Überprüfung der Aktivitäten des Kindes fallen damit bei Bitdefenders Internet-Security enorm umfangreich aus. Letztendlich müssen Eltern selbst entscheiden, welche dieser Überwachungsfunktionen sie in welchem Umfang nutzen wollen.

USB-Sticks werden immunisiert

Mobile Speichergeräte wie USB-Sticks immunisiert Bitdefender auf Wunsch, um zu verhindern, dass sie beim Einstecken in den Computer automatisch Viren und Schadsoftware übertragen. Dazu steckt der Anwender den Stick in den USB-Port des PCs, rechtsklickt auf das entsprechende Datenträger-Symbol im Windows-Menü und wählt die Option „Dieses Laufwerk immunisieren“. Danach startet der Datenträger nicht mehr automatisch auf Windows-Systemen.

Werden Datenträger per USB mit dem Computer verbunden, gibt es keine Aufforderung, den Datenträger zu prüfen, so wie das bei vielen anderen Internet-Security-Programmen üblich ist. Ein Blick in die Protokolle zeigt jedoch, dass in solchen Fällen automatisch ein Geräte-Scan durchgeführt wird. Das lässt sich in den Einstellungen abschalten. Alternativ kann der Anwender auch festlegen, dass er jedes Mal gefragt wird, ob eine Überprüfung auf Viren durchgeführt werden soll.

Integrierte Rescue Disk

Sollte das System doch einmal schwerwiegend mit Schadprogrammen infiziert und Bitdefender nicht mehr in der Lage sein, diese ohne Weiteres zu entfernen, steht dem Käufer ein integrierter Rettungsmodus zur Verfügung. Somit ist kein Download einer Rescue Disk mehr nötig, denn die Internet-Security-Suite lagert das entsprechende Programm bei der Installation in einer separaten Partition der Festplatte ab. Im Notfall reinigt das Rettungsprogramm Windows-basierte Systeme, ohne Windows selbst zu starten.

Funktionen der Bitdefender Virenscanner im Überblick

ProgrammAntivirus Plus 2018Internet Security 2018Total Security 2018
Firewall
Kindersicherung
Cloud-Spam-Schutz
Online Speicher
Diebstahlschutz
Verschlüsselung
Grund- und Zusatzfunktionen der Bitdefender-Security-Programme.

Sicherheit

4,94 Pkt

Die Internet-Security-Software von Bitdefender belegt in den Testdurchläufen der Prüflabore regelmäßig exzellente Platzierungen unter den besten drei PC-Programmen. Egal ob AV Test, AV-Comparatives oder Virus Bulletin, alle bescheinigen dem rumänischen Hersteller eine hervorragende Erkennung und Entfernung von Viren. AV Test bewertet die die Antivirus-Software mit sechs von sechs möglichen Punkten. Beim Test unter Realbedingungen erkannte das Programm 100 Prozent aller Malware, mit der es in Berührung kam, und auch die mehr als 11.000 Samples aus dem Labor identifizierte es zu 99,9 Prozent. Auch im Malware Protection Test von AV-Comparatives erkannte es fast alle Malware-Samples und zeichnete sich durch eine sehr geringe Anzahl von falschen Warnungen aus, daher erhält es auch von diesem Labor die Bestnote, nämlich drei Sterne. Mit diesen Ergebnissen ist Bitdefender bei der Malware-Erkennung eines der besten Programme in unserem Test.

Der Malware-Schutz ist bei allen Bitdefender-Produkten ausnahmslos auf gleich hohem Niveau. Ob Bitdefenders Antivirus, Internet Security oder Total Security – alle Programme basieren auf der gleichen Schutz-Engine. Der Virenscanner arbeitet proaktiv und erkennt somit auch bisher unbekannte Schadsoftware, wodurch bereits im Vorfeld potenziell bösartige Codes erkannt, als verdächtig markiert und durch Bitdefender abgeblockt werden.

Performance

5,00 Pkt

Hinsichtlich der Systembelastung ist Bitdefender Internet Security 2018 ein Leichtgewicht. Das Programm läuft äußerst flüssig und ohne spürbare Verlangsamung des Computers. Der Bootvorgang verläuft im Test nach der Installation der Sicherheitssoftware noch genauso schnell wie vorher.

Das Kopieren von großen Dateien dauerte im Test drei bis vier Prozent länger, das Packen und Entpacken von Dateien acht bis neun Prozent. Insgesamt verlangsamte sich der Computer nach der Installation somit im Schnitt um kaum mehr als vier bis fünf Prozent. Ein Spitzenwert, der verdeutlicht, wie ressourcenschonend Bitdefender Internet Security programmiert ist.

Das Programm belegt direkt nach der Installation fast 700 Megabyte Festplattenspeicher. Damit ist Bitdefender Internet Security in diesem Bereich zwar nicht das sparsamste Programm, der Speicherbedarf der meisten anderen Internet-Security-Suites ist aber vergleichbar. Nur wenige liegen deutlich darunter, einige darüber, Bitdefender ist hier Mittelmaß.

Blitzartiger Quick-Scan

Bitdefender Internet Security hat den flottesten Schnellscan im Vergleichsfeld. Nur rund drei Sekunden braucht er auf unserem Test-PC. Laut Erklärung in den Hilfe-Dokumenten funktioniert er im Gegensatz zum vollständigen Scan mit einem „In-the-Cloud-Verfahren“. Der Quick-Scan arbeitet also nicht mit einer lokalen Scan-Engine, sondern schickt einzelne Bits verdächtiger Dateien an die Server von Bitdefender, wo sie untersucht werden. Ähnlich schnell ist nur F-Secure, alle anderen Internet-Security-Suites brauchen deutlich länger. Der vollständige Systemscan benötigte etwas mehr als zehn Minuten, damit liegt Bitdefender im langsameren Bereich des Mittelfelds.

An Software wird zudem unterstützt:

  • Internet Explorer 10 oder höher
  • Mozilla Firefox 30 oder höher
  • Google Chrome 34 oder höher
  • Thunderbird 14 oder höher
  • Skype 6.3 oder höher
  • Outlook 2007, 2010, 2013

Bedienung

4,70 Pkt

Die Benutzeroberfläche ist nahezu identisch mit der von Bitdefender Antivirus Plus und in seriösem Schwarz gehalten. Die übersichtliche Aufmachung der Bedienfelder spricht sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene an. Die Gestaltung der Internet-Security-Software ist minimalistisch und kompakt, mit ihren abstrakten Icons auf schwarzem Grund erinnert sie ein wenig an die Computer aus der Science-Fiction-Serie Star Treck.

Ein farbiger Ring in der oberen linken Ecke zeigt auf einen Blick den Schutzstatus des Computers an. Leuchtet er grün, ist das System optimal geschützt, Gelb hingegen deutet auf ein kleineres Problem im Sicherheitsstatus hin, während ein roter Ring ein dringendes oder schwerwiegendes Problem signalisiert.

Über die Kacheln der Bedienoberfläche gelangen wir zu den Detail-Einstellungen und den Unterfunktionen der Internet-Security. Überdies können auf der Hauptseite die Profile angelegt und verwaltet sowie der Autopilot eingeschaltet werden. Ist dieser aktiviert, werden alle Einstellungen auf die Standardwerte zurückgesetzt und das Internet-Security-Programm entscheidet selbständig über seine Vorgehensweise bei der Absicherung des Computers, so dass Benutzereingaben nicht notwendig sind.

Der Startbildschirm von Bitdefender Internet Security
Bitdefender präsentiert sich kompakt und übersichtlich.

Ein Klick auf den neuen Button „Extras“ im Hauptmenü, öffnet sich eine Seite mit Werbung für die Bitdefender Total Security-Suite 2018. Diese beinhaltet zusätzlich diverse Systemoptimierungs-Tools und einen Diebstahlschutz.

Eine Oberfläche für alle Produkte: Bitdefender Central

Bitdefender Central ist ein neues Sicherheits-Hub, das es den Käufern der Bitdefender-Produkte ermöglicht, alle geschützten Geräte von einer zentralen, einheitlichen Online-Bedienoberfläche aus zu steuern. Neben einer Liste aller bereits registrierten Geräte finden sich hier die Tabs zum Anmelden weiterer Geräte im Schutz-Netzwerk sowie die Fernsteuerung für Windows-basierte Systeme. Zusätzlich sieht der User hier ein, welche Tech-Unterstützungs-Dienstleistungen er gekauft hat, um Probleme beheben zu lassen, welche Abonnements er abgeschlossen hat und welche personalisierten Angebote Bitdefender ihm unterbreitet.

Alle Scan-Typen direkt auf der Startseite

Bei anderen Anbietern von Internet-Security-Suites muss der Nutzer sich oft zunächst durch einige Auswahlfenster klicken, bevor er zu den differenzierteren Scan-Typen findet. Bitdefender hingegen versammelt alle Typen übersichtlich auf der Startseite des Programms. Prominent im mittleren Bereich der Bedienoberfläche platziert befinden sich die Hauptfunktionen für den „Quick-“, „Schwachstellen-“ sowie „System-Scan“.

Der Schwachstellen-Scan etwa meldet veraltete und damit potenziell unsichere Windows-Programme und Erweiterungen; zudem alarmiert er, wenn Bitdefender ein Passwort für zu unsicher befindet. Der Anwender hat die Möglichkeit, die verschiedenen Scantypen jeweils täglich, wöchentlich oder auch monatlich durchführen zu lassen. Bitdefender erlaubt es dem User außerdem, den Umfang in mehreren Stufen einzustellen.

Screenshot vom Bitdefender-Schwachstellen-Scan
Bitdefender Internet Security unterzieht die Passwörter verschiedener Accounts einem Sicherheitstest.

Von einem großzügigen Scan-Typus, der nur nach Malware sucht und externe Manipulationen des Systems verhindert, über eine mittlere Einstellung, bei der sämtliche ausführbaren Programme geblockt werden, bis hin zu einem aggressiven Scan, der etwa das Keylogging und das Verändern der Browser-Startseite oder des Bildschirmschoners unterbindet, stehen dem Nutzer je nach persönlicher Präferenz viele Optionen offen. Darüber hinaus findet sich hier neben dem Update-Server das „Safepay“-Feature.

Hinter der Funktion verbirgt sich ein eigener abgesicherter Webbrowser, der weder Plug-ins noch Erweiterungen zulässt und das sogenannte Phishing, also das kriminelle Abschöpfen von Passwörtern und Kontodaten verhindert. Mit ihm können vor allem Kunden von Online-Banken und -Shops sicherere Finanztransaktionen durchführen.

Auf Wunsch übernimmt der Auto-Pilot

Jeder Nutzer einer Internet-Security-Software möchte auf jeden Fall umfassend vor den verschiedenen digitalen Bedrohungen geschützt sein, doch kaum jemand möchte sich ständig mit aktuellen Meldungen und Berichten seines Security-Programms auseinandersetzen. Für alle Anwender, die gern ungestört bleiben, hat Bitdefender die „Auto-Pilot“-Funktion ins Internet-Security-Programm integriert. Auf Wunsch übernimmt die Software hier komplett die Steuerung und Überwachung.

So muss sich niemand mit aufpoppenden Sicherheitsmeldungen oder Erlaubnisanfragen herumschlagen. Zusätzlich hat der User jedoch auch die Möglichkeit, etwa ausschließlich wöchentliche Sicherheitsberichte zu erhalten. Die Ergebnisse sämtlicher Scan-, Optimierungs- und Gefahrenabwehr-Prozesse bereitet Bitdefender außerdem gesammelt für eventuelle spätere Überprüfungen auf.

Achtung

Werden im Einstellungen-Fenster manuell Änderungen vorgenommen, schaltet dies den Auto-Piloten-Modus aus.

Bitdefender optimiert die Systemressourcen

Um stets eine optimale Performance des Systems zu gewährleisten, wählt der Nutzer der Internet-Security je nach Bedarf aus den drei verschiedenen Leistungsprofilen „Arbeit“, „Film“ und „Spiel“. Das Arbeitsprofil erkennt automatisch Arbeitsprogramme und optimiert die Systemleistung sowie die Einstellungen etwa für Microsoft-Office-Anwendungen. Das Filmprofil unterbindet Unterbrechungen durch andere Programme, während das Spielprofil zusätzlich Systemressourcen bündelt, um mehr Leistung für anspruchsvolle Game-Software bereitzustellen.

Schwierigkeiten bei der Installation

An sich ist die Benutzerführung von Bitdefender Internet Security vorbildlich. Allein die Installation war ärgerlich. Auf jedem unserer Testrechner brach die Installation in einer sehr frühen Phase ab.

Erst mit gründlicher Recherche fanden wir eine Lösung in Form des Offline Installation Kits. Diese Installationsdatei lädt nichts mehr aus dem Internet nach. Damit funktionierte die Installation auf dem PC dann problemlos. Warum genau die normale Installation auf dem PC im Test nicht funktioniert, war nicht zu klären und bleibt uns weiterhin ein Rätsel. Es bleibt zu hoffen, dass das eine Ausnahme darstellt und sich die Internet-Security-Software normalerweise problemlos installieren lässt.

Dokumentation und Support

4,20 Pkt

Bitdefender, der rumänische Hersteller von Sicherheitssoftware, betreibt weltweit Dependancen. Entsprechend vielfältig und weitreichend gestaltet sich auch der Supportbereich, den der Hersteller seinen Kunden anbietet.

Als erste Anlaufstelle befindet sich auf der deutschsprachigen Homepage ein sehr umfangreicher FAQ-Bereich. Er enthält ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Installieren des Programms, Upgraden auf die aktuelle Version, Einstellen der Firewall oder Beseitigen von Viren. Den Link-Button zu den Hilfeseiten finden die Nutzer in der rechten oberen Ecke der Bitdefender-Homepage.

Von dort führt die Navigation über Auswahlfenster für Privatanwender und Unternehmen zu den entsprechenden Bitdefender-Produkten, die in ihre jeweiligen Fragenbereiche untergliedert sind. Grammatik und Ausdruck auf der Support-Seite sind zwar teilweise ziemlich holprig, echte Verständnisprobleme sollte hier jedoch kein Kunde haben.

Kundensupport auf vielen Wegen

Können speziellere Fragen der Kunden nicht mithilfe der FAQ geklärt werden, bietet Bitdefender verschiedene Wege zur direkten Kontaktaufnahme an. Ein deutsches Servicetelefon ist täglich von 9:00 bis 19:00 Uhr besetzt. Für Anwender mit sicheren Englischkenntnissen steht die weltweite Hotline täglich über 24 Stunden zur Verfügung – ein ganztägiger Telefonservice für deutsche User wäre hier sehr wünschenswert.

Zudem können die Kunden jedoch auch ein E-Mail-Ticket an den Support senden. Laut eigener Aussage bemühen sich die Mitarbeiter, Anfragen schnellstmöglich zu beantworten. Noch direkteren Kontakt zu den Technikern stellen Bitdefender-Kunden via Live-Chat über den kostenpflichtigen Premium-Service her. Darüber hinaus bietet das Bitdefender-Forum eine internationale Plattform, auf der hilfesuchende Kunden sich miteinander austauschen, Tipps geben und mit Rat aushelfen können.

Auf Wunsch übernimmt Bitdefender gegen eine geringe Zuzahlung außerdem die Installation und Konfiguration der Software. Auf diese Funktion kann der Großteil der Käufer allerdings getrost verzichten, da die Installation der Internet-Security auch für Anfänger sehr einfach zu bewerkstelligen ist.

HotlineTelefonnummerErreichbarkeit
Deutschland(+49) 2319 892 8017, (+49) 2318 868 043Montag bis Freitag: 9:00-19:00 Uhr
Weltweit (Englisch)(+40) 21 264 1794, (+40) 374 303 09424 -Stunden-Service
Der Kundensupport ist zumindest in englischer Sprache ständig erreichbar.

Zusammenfassung

4,56 Pkt

Bitdefender Internet Security überzeugt in den Tests aller Fachmagazine seit Jahren mit einer perfekten Malware-Erkennungsrate und einer extrem niedrigen Fehlalarm-Quote. Die aktuelle Revision wartet neben der zuverlässigen Virenerkennung mit einem erneut gewachsenen Funktionsumfang auf. Vor allem der neue Ransomware-Schutz und die umfangreiche Jugendschutz-Funktion mit App-Anbindung und Remote-Zugriff sind Features, die kaum eine andere Internet-Security-Suite in dieser Qualität und Fülle anbietet.

Die Leistungen der Firewall haben die Entwickler für die aktuelle Programmversion ebenfalls noch einmal überarbeitet und an aktuelle technische Nutzungsstandards angepasst. So überwacht dieses Sicherheits-Feature nicht nur den üblichen Datenverkehr über die LAN-Verbindung, sondern auch den Datentraffic in WLAN-Netzwerken.

Schön ist, dass Bitdefender sowohl Nutzer- als auch Betriebsprofile in die Internet-Security-Software integriert hat. Der Auto-Pilot nimmt unerfahrenen Nutzern die Verwaltung der Sicherheitseinstellungen ab, während Profis sich über detaillierte Konfigurationsmöglichkeiten nach ganz individuellen Bedürfnissen freuen. Ein gutes Programm wurde so noch besser gemacht und kann als Sicherheitspaket allen Windows-Nutzern uneingeschränkt empfohlen werden.

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