Anne Röttgerkamp

Valentinstag

Valentinstag: Schenken oder nicht schenken?

Es ist ein großes Glück und eine Freude, ein Geschenk von einem geliebten Menschen zu erhalten. Doch wie sieht es eigentlich am Valentinstag aus? Ist es da ratsam, sich für den Partner mächtig ins Zeug zu legen, etwa Blumen über einen Online-Blumenversand ins Büro zu schicken, in einem Süßigkeiten-Shop die teuersten Pralinen auszusuchen oder in einem Schmuckladen ein bezauberndes Armband zu kaufen? Doch nicht jeder möchte überhaupt ein Geschenk zum Valentinstag. Das ganze Jahr über ein einfühlsamer, humorvoller und aufmerksamer Partner zu sein ist nämlich ein weit größeres Geschenk als ein Strauß Blumen an einem Tag, den die Konvention dafür vorsieht. Wem es besonders schwerfällt, etwas Angemessenes auszusuchen, der schaut einfach in die Netzsieger-Infografik und lässt sich inspirieren.



Infografik Valentinstag

Woher kommt der Valentinstag?

In vielen Teilen der Welt wird der Valentinstag am 14. Februar als der Tag der Liebenden gefeiert. Blumengeschäfte sind zwar die großen Gewinner des Brauches, haben ihn aber nicht erfunden.

Der Heilige Valentin von Terni

Der Name des Brauchs geht wohl auf den Heiligen Valentin von Terni zurück. Der Legende nach lebte Valentin im dritten Jahrhundert als armer Priester in Rom. Er soll Paare christlich getraut haben – entgegen dem Verbot des Kaisers Claudius II auch Soldaten, die zu dieser Zeit unverheiratet bleiben sollten. Den frisch verheirateten Ehepaaren schenkte er Blumen aus seinem Garten. Der Überlieferung nach standen die von ihm geschlossenen Ehen unter einem besonders guten Stern. Aufgrund seines illegalen Handelns soll Valentin auf Befehl des Kaisers am 14. Februar im Jahr 269 enthauptet worden sein. So wurde er zum Märtyrer und später heiliggesprochen.

Die Göttin Juno

Wahrscheinlich hat der Tag der Liebenden aber noch weiterreichende Ursprünge. Im römischen Reich war der 14. Februar ursprünglich der Göttin Juno als Beschützerin von Ehe und Familie geweiht. An diesem Tag opferte man der Göttin Juno Blumen und beschenkte auch die Frauen mit Blumen. Junge Mädchen holten sich an dem hohen Festtag im Juno-Tempel ein Liebesorakel, um den richtigen Partner zu finden.

Der Valentinstag im Mittelalter

Der Brauch, dass heiratswillige Männer ihrer Liebsten am Valentinstag einen Blumenstrauß überbringen, kam im Mittelalter auf. Die Männer machten sich möglichst früh am Morgen auf den Weg zu ihrer Angebeteten, denn eine Volksüberlieferung besagte, dass ein Mädchen denjenigen zu ihrem Ehemann nähme, den es am Valentinstag als erstes sähe. Damit setzte die Verbreitung des Valentinstages als nicht-religiöser Feiertag ein.

Von England in die USA

Besonders populär war der Valentinstag im Mittelalter in England. Dies wird auf einen Dichter des 14. Jahrhunderts zurückgeführt, der in einem seiner Gedichte davon schreibt, dass mit Hilfe der Vögel jeder Mensch einen Partner finden könne. Passend: Der Valentinstag fällt genau in die Paarungszeit der Vögel. Daraus entwickelte sich die Sitte, „Valentins-Paare“ zusammenzuführen, die sich gegenseitig Liebesgedichte oder kleine Geschenke schickten. Auswanderer brachten den Brauch schließlich von England mit in die USA.

Der Valentinstag in Deutschland

In Deutschland gewann der Valentinstag in der Form, wie wir ihn heute kennen, erst nach dem zweiten Weltkrieg an Bedeutung, als amerikanische Soldaten damit ihren Brauch außerhalb ihrer Heimat fortführten. Zugleich begannen jetzt Floristen und Süßwarenhersteller damit, Werbung für den Valentinstag und das Beschenken der Liebsten zu machen. Ganz unbeteiligt an der heutigen Popularität des Valentinstags sind die Blumenhändler also doch nicht.

Valentinstag international – wie feiern andere Länder?

In Deutschland stehen Blumen, Süßigkeiten und Karten bei den beliebtesten Geschenken zum Valentinstag ganz oben. Wie sieht es in anderen Ländern aus? Wir haben im Folgenden drei Beispiele für besondere Bräuche zum Valentinstag gesammelt.

Italien – mit Schlössern die Liebe besiegeln

In Italien treffen sich Paare am Valentinstag auf Brücken, um dort ein sogenanntes Liebesschloss anzubringen, das Glück bringen und die Liebe festigen soll. Neben den Vornamen oder Initialen der Liebenden wird manchmal auch das Datum ihres Kennenlernens in das Schloss eingraviert. Nachdem das Paar das Schloss an einer passenden Stelle angebracht hat, wirft es den dazugehörigen Schlüssel gemeinsam ins Wasser.

Wales – mit hölzernen Löffeln die Liebe zeigen

Der walisische Valentinstag wird etwas früher – nämlich bereits am 25. Januar – gefeiert. Zu diesem Anlass schenken Waliser dem beziehungsweise der Liebsten Liebeslöffel („Love Spoons“) als Zeichen ihrer Zuneigung. Der Brauch stammt aus dem 17. Jahrhundert, als heiratswillige Männer für den Schwiegervater in spe filigrane Holzlöffel anfertigten, um ihn von ihrem handwerklichen Geschick zu überzeugen.

Finnland – auch an die Freunde denken

In Finnland gilt der Valentinstag als Tag der Freundschaft. Hier stehen also nicht ausschließlich die Verliebten im Vordergrund und werden mit Geschenken bedacht, sondern alle Freunde und Bekannte. An einigen finnischen Schulen ist es Brauch, sich am Valentinstag ein großes selbstgebasteltes Herz umzubinden. Damit wandern die Schüler dann durchs Gebäude und sammeln Unterschriften, Sprüche, Zeichnungen und Umarmungen von ihren Mitschülern und Lehrern.

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