Die 5 besten Safari-Plug-ins

Safari-Plug-ins Teaser

Safari ist benutzerfreundlich, schnell und auf dem Mac vorinstalliert. Für viele Nutzer von Apple-Computern ist er daher der Browser der Wahl. Er ist mit einigen praktischen Funktionen ausgestattet, zum Beispiel mit einer Leseansicht und dem Tracking-Schutz ITP (Intelligent Tracking Protection). Wie die meisten anderen Browser auch verfügt Safari zudem über eine Erweiterungsschnittstelle. Dank dieser können interessierte Nutzer den Funktionsumfang nahezu beliebig mit Plug-ins erweitern.

Installation von Erweiterungen für Safari

Zur Installation von Erweiterungen für Safari sind nur wenige Schritte nötig:

  1. Klicken Sie in der Menüleiste des Browsers auf „Safari“.
  2. Wählen Sie den Eintrag „Safari-Erweiterungen“ aus dem Drop-down-Menü.
  3. Jetzt öffnet der Browser die Safari Extensions Gallery. Sie können in den Kategorien stöbern, Begriffe in das Suchfeld eingeben und die Erweiterungen nach Popularität und Aktualität sortieren.
  4. Wenn Sie eine Erweiterung gefunden haben, die Ihnen gefällt, klicken Sie auf „Install now“. Safari installiert die Erweiterung, und Sie können sie sofort verwenden.

Welche Erweiterungen sinnvoll sind, hängt natürlich sehr vom jeweiligen Anwender ab. Je nachdem, wie er seinen Rechner und das Internet nutzt, benötigt er ganz unterschiedliche. Bei den folgenden Empfehlungen haben wir darauf geachtet, dass die Erweiterungen universell nützlich sind. Plug-ins für Spezialaufgaben, die beispielsweise nur für Suchmaschinenoptimierer oder Grafiker interessant sind, befinden sich nicht darunter. Jede Erweiterung ist eine Empfehlung in ihrer Kategorie.

Bitwarden

Es gibt mittlerweile einige Anbieter von Passwort-Managern. Bekannte Namen sind LastPass, Dashlane und Bitwarden. Letzterer sticht dabei besonders klar aus der Masse hervor. Im Gegensatz zu beispielsweise LastPass, das unangenehm träge reagiert, wirkt Bitwarden schlank und schnell. Keine sekundenlange Verzögerung, bis ein Passwort im Tresor gefunden ist!

Ein wichtiger Vorteil von Bitwarden ist auch, dass es sich um ein Open-Source-Projekt handelt. Das gibt Skeptikern Vertrauen, denn jeder kann den Quellcode des Programmes einsehen und –Programmierkenntnisse vorausgesetzt – nachprüfen, ob das Programm wirklich genau das tut, was es verspricht. Im Gegensatz zu anderen Passwortmanagern verschlüsselt es nicht nur die Passwörter selbst, sondern auch sämtliche anderen Daten wie URLs und Benutzernamen.

Das Open-Source-Programm Bitwarden speichert alle Nutzerdaten verschlüsselt.

Zu Bitwarden gehört auch ein Online-Dienst, mit dem die gespeicherten Passwörter über die Server des Anbieters synchronisiert werden. Das Gute daran: Für Privatanwender ist die Nutzung kostenlos. Die geringen Nutzungsgebühren muss nur zahlen, wer seine Passwörter mit mehr als einem anderen Anwender teilen möchte oder wer Bitwarden im gewerblichen Umfeld verwendet.

Pocket

Pocket ist wie eine Kombination von Safaris Leseliste und Leseansicht nur besser. Mit einem Klick auf das Pocket-Icon werden Texte aus dem Web auf getpocket.com gespeichert. Dort kann der Anwender später in seinen Artikeln schmökern, und zwar in einer lesefreundlichen Ansicht, die den Text von unnötigen Formatierungen befreit. In der Regel entfernt Pocket auch störende Werbung.

Die Nutzung ist nicht nur mit dem Webbrowser möglich, sondern auch mit Apps für iPhone und Android. Mit diesen synchronisiert der Dienst automatisch die gespeicherten Artikel, sodass sie auch offline zur Verfügung stehen. Es ist also problemlos möglich, die ausgewählten Artikel auch ohne Netz zu lesen, beispielsweise auf dem Arbeitsweg in der U-Bahn. Im Gegensatz zur eingebauten Leseliste von Safari arbeitet Pocket nicht nur mit Apple-Geräten zusammen; die abwechselnde Nutzung auf Computern, Smartphones und Tablets unterschiedlicher Hersteller ist problemlos möglich. Sogar mit E-Book-Readern des Herstellers Kobo funktioniert Pocket.

Pocket Plug-In
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Die Leseliste von Pocket kann im Web genutzt werden.

Social Fixer for Facebook

Social Fixer erweitert Facebook um Einstellungen, die das Social Network nicht hat – aber haben sollte. Wer die Erweiterung installiert und sich bei Facebook anmeldet, findet dort ein zusätzliches Menü. Das Plug-in ermöglicht es dem Nutzer beispielsweise, Benachrichtigungen zu erhalten, wenn dem Anwender jemand die Freundschaft auf Facebook kündigt. Normalerweise passiert das unbemerkt, nur die angezeigte Freundeszahl wird niedriger. Auch bei Namensänderungen von Facebook-Freunden können sich Nutzer von Social Fixer benachrichtigen lassen.

Für Screenshots ist die Anonymisierungsfunktion nützlich. Dabei werden alle von Facebook angezeigten Namen mit Fantasienamen überschrieben. Der Stealth Mode sorgt dafür, dass alle Eingabefelder sowie „Like“- und „Freund/in hinzufügen“-Buttons ausgeblendet werden – so kann der Nutzer recherchieren und stöbern, ohne in Gefahr zu laufen, versehentlich auf sich aufmerksam zu machen.

Die Optionen ermöglichen es dem Anwender, die Benutzeroberfläche von Facebook weitgehend so einzurichten, wie er will. Mit der Erweiterung kann er die Vorgaben des Unternehmens zumindest teilweise umgehen. Ein geheimer Algorithmus sorgt bei Facebook beispielsweise dafür, welche Beiträge bei jedem einzelnen Anwender im Newsfeed ganz oben stehen. Mit einem einzigen Klick sorgen Nutzer von Social Fixer dafür, dass die Beiträge in chronologischer Reihenfolge angezeigt werden.

Eine weitere Option aktiviert Benachrichtigungen bei Nachrichten von Menschen, mit denen der Anwender nicht „befreundet“ ist. Das sind nur die Highlights von Social Fixer – es gibt viele weitere nützliche Funktionen.

Social Fixer for Facebook Plug-In
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Social Fixer erweitert Facebook um ein Einstellungsmenü mit inoffiziellen Optionen.

Stylish

Mach dir das Web wie es dir gefällt! Stylish ist eine Erweiterung, die es Anwendern ermöglicht, eigene Themes (die in der Erweiterung „Styles“ genannt werden) für Websites zu verwenden. Jeder, der die Layout-Sprache CSS beherrscht, kann diese Styles selbst entwickeln.

Wer kein CSS kann oder nicht so viel Zeit und Muße aufwenden will, kann aus unzähligen Styles wählen, die andere Anwender auf userstyles.org hochgeladen haben. Groß ist die Auswahl für populäre Sites wie Google, Wikipedia und Twitter. Der Nutzer blättert in ihrem Fall durch viele Seiten mit verfügbaren Styles. Aber auch für weniger bekannte Websites stehen welche zur Verfügung. Das Spektrum reicht von Styles, die mit nur wenigen Zeilen CSS-Code kleine Anpassungen vornehmen, bis hin zu solchen, die das Aussehen von Websites völlig verändern.

uBlock Origin

Stylish Plug-In
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Wenn Super Mario über die Startseite von Google hüpft, könnte das ein Google-Doodle sein.

Während Stylisch das Web vordergründig verändert, kontrolliert uBlock Origin, was im Hintergrund passiert; oder besser gesagt: was im Hintergrund nicht passiert. Diese Erweiterung als Ad-Blocker zu beschreiben, wäre zu kurz gegriffen. Sie ist vielmehr ein universeller Filter für Web-Content, den der Anwender mit Filterlisten sehr weitgehend konfigurieren kann.

Zusätzlich zu Werbung lässt sich so auch Tracking verhindern. Darunter wird Aufzeichnung des Anwenderverhaltens verstanden. Großen Tracking-Netzwerken, die von Werbetreibenden und Internetkonzernen wie Google und Facebook betrieben werden, gelingt es oft, das den Surfweg des Nutzers über viele Websites hinweg zu verfolgen. Anwendern fällt das zum Beispiel dann auf, wenn sie auf einer Website Werbe-Banner für Produkte sehen, nach denen sie auf einer ganz anderen Website gesucht haben. Ob diese Filterliste als Ergänzung oder Alternative zu Safaris eingebautem Tracking-Schutz ITP sinnvoll ist, muss jeder Nutzer selbst entscheiden.

uBlock Origin Plug-In
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Mit eigenen Filterregeln ergänzen Anwender von uBlock Origin die vordefinierten Filterlisten.

Auch Kryptojacking, also das heimliche Schürfen nach Kryptowährungen wie Bitcoin oder Monero mit der Rechenpower des Users, das einige Websites mit JavaScript-Code umsetzen, unterbindet uBlock Origin, wenn der Anwender die entsprechende Filterliste aktiviert.