Weihnachtsbaumkauf – Alternativen zur Nordmanntanne

Weihnachtsbaumkauf – Alternativen zur Nordmanntanne

In die meisten heimischen Wohnzimmer wird auch in diesem Dezember wieder eine Nordmanntanne einziehen. Das robuste Nadelgewächs, das gut mit Zimmertemperaturen zurechtkommt, ist der Klassiker unter den Weihnachtsbäumen. Wer aus der Masse hervorstechen möchte, braucht eine Alternative zum Dauerbrenner Nordmanntanne.

So verschieden können Weihnachtsbäume sein

Im Jahr 2019 wurden in Deutschland fast 30 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Rund 75 Prozent davon entfielen auf die beliebteste Sorte, die Nordmanntanne. Weit dahinter folgte die Blaufichte mit 15 Prozent Marktanteil (Quelle: Statista). Die Beliebtheit der Nordmanntanne kommt nicht von ungefähr: Sie hat eine gleichmäßige Wuchsform, weiche Nadeln und bleibt unter guten Bedingungen drei Wochen grün. Trotz ihres skandinavisch anmutenden Namens stammt die Nordmanntanne nicht von dort, sondern aus dem Kaukasus.

Aufgrund der Beliebtheit der Nordmanntanne zeigt sich in vielen Wohnzimmern zur Weihnachtszeit ein ähnliches Bild. Dabei gibt es noch viele andere Tannen, die sich ebenfalls als Weihnachtsbaum eignen. Manche von ihnen ähneln in ihrem Aussehen der Nordmanntanne, andere haben ein auffälligeres Erscheinungsbild.

Blaufichte

Die Blaufichte zeichnet sich durch ihr blau schimmerndes Nadelkleid aus. In Kombination mit den bläulichen Nadeln kommt der alte Weihnachtsbaumschmuck ganz neu zur Geltung. Die Fichte hat einen gleichmäßigen Wuchs und verströmt einen angenehmen Waldduft. Ihr kräftiges Astwerk trägt auch schweren Schmuck und echte Kerzen.

Nachteil des auch als Stechfichte bekannten Baums sind die spitzen Nadeln. Kinder werden eher keine Freude daran haben, den Baum zu schmücken. Hinzu kommt die Empfindlichkeit der Pflanze. Schon nach etwa einer Woche beginnt die Blaufichte zu nadeln. Es ist also ratsam, den Baum erst einige Tage vor Weihnachten zu kaufen. Preislich liegt die Blaufichte mit der Nordmanntanne in etwa gleichauf.

Korktanne

Die Korktanne oder Felsengebirgstanne ähnelt der Blaufichte, hat aber im direkten Vergleich einen entscheidenden Vorteil: Die Nadeln stechen nicht. Die Korktanne weist auch bei kleineren Exemplaren einen kompakten, dichten Wuchs auf. Aus diesem Grund ist sie ein hervorragender Weihnachtsbaum für kleinere Räume. Das stabile Astwerk hält auch schweren Baumschmuck. Dank der kurzen Nadeln kommt auch kleinerer Schmuck gut zur Geltung. Die Korktanne verbreitet einen dezenten, zitronigen Duft.

Edeltanne

Die Edeltanne oder auch Nobilistanne hat einen natürlichen und rustikalen Look. Grund dafür ist ihr dichter, aber oft recht unregelmäßiger Wuchs. Die langen, weichen Nadeln sind ein besonderer Hingucker. Ihre Farbe kann zwischen grün und blaugrün changieren. Die Zweige der Tanne Die Edeltanne riecht intensiv nach Wald und Harz, was Geschmackssache ist. Oft wird ihr auch ein leichter Orangenduft zugeschrieben.

Größtes Argument für die Edeltanne ist ihre lange Haltbarkeit. Wenn sie entsprechend gepflegt wird, behält sie ihr Aussehen für mehrere Wochen. Wer also schon während der Adventszeit einen Weihnachtsbaum aufstellen möchte, ist mit der Edeltanne gut beraten. Was den Preis betrifft, so liegt sie in etwa auf dem Niveau der Nordmanntanne.

Fraser-Tanne

In den USA liegen die Geschenke meist unter einer Fraser-Tanne. Sie ist der beliebteste Weihnachtsbaum in Nordamerika. Auch beim „National Christmas Tree“ vor dem Weißen Haus handelt es sich um eine Fraser-Tanne. Sie hat einen geraden, kegelförmigen Wuchs. Die schmalen Nadeln sind wie bei der Nordmanntanne dunkelgrün. Die Äste stehen zwar dicht, sind aber eher dünn und somit weniger gut für schweren Schmuck wie Kerzen geeignet. Wer amerikanische Weihnachtsfilme liebt, wird an der Fraser-Tanne definitiv Gefallen finden. In Deutschland ist sie noch ein echter Geheimtipp und schwer zu finden. Folglich ist sie auch teurer als die gewöhnliche Nordmanntanne.

Colorado-Tanne

Wer eine Alternative zum üblichen Tannengrün sucht, ist mit der Colorado-Tanne gut beraten. Die silbrig-grauen Nadeln sind das charakteristische Merkmal dieses Baumes. Die geradwüchsige Tanne ist wohlgeformt und weist oft eine nahezu perfekte Kegelform auf. Die mit dünnen, langen Nadeln besetzten, buschigen Äste hängen nicht herunter, sondern stehen waagerecht vom Stamm ab.

Ihre lange Haltbarkeit ist ein zweites Argument für die Colorado-Tanne. Sie ist robust und wenig pflegebedürftig und verträgt auch warme und trockene Luft, wie sie in beheizten Räumen herrscht. Die Colorado-Tanne nadelt kaum und behält bei guter Pflege für drei Wochen ein ansprechendes Aussehen.

Korea-Tanne

Die Korea-Tanne ist in Deutschland noch selten zu finden, aber ein wahrer Hingucker. Ihr besonderes Merkmal sind die zweifarbigen Nadeln: Die Oberseiten sind sattgrün, während die Unterseiten eine gräuliche bis weiße Färbung aufweisen. Auf den Zweigen können schöne violette Zapfen stehen. Die Korea-Tanne weist ein ausladendes, dichtes Astwerk auf. Die kräftigen Äste lassen sich einfach behängen. Die Nadeln der Tanne stehen in dichten Büscheln. Sie sind stumpf und stechen nicht. Die Korea-Tanne ist lang haltbar und verträgt auch Zimmertemperaturen.