PowerDVD

Lena Groeben
Pro
  • Sehr großer Funktionsumfang
  • Zur Medienverwaltung geeignet
  • Anbindung an verschiedene Social-Media-Portale
  • Gut zur Wiedergabe auf dem TV geeignet
  • Viele Einstellungsoptionen
  • Download von YouTube-Videos
Kontra
  • Vergleichsweise hoher Preis
  • Recht hohe CPU-Auslastung während der BD-Wiedergabe
Fazit Wer eine Blu-Ray-Player-Software nicht nur zur Medienwiedergabe, sondern auch zur Medienverwaltung nutzen möchte und auf eine Anbindung an Social-Media-Portale Wert legt, ist bei Power DVD richtig. Das Programm überzeugt nicht nur mit seinem großen Funktionsumfang, sondern auch mit einer intuitiven Bedienung und einer guten Performance.

PowerDVD Test

  • So bewerten wie das Preis-Leistungs-Verhältnis auf einer Skala von 1 bis 5.
    Mehr ist besser.
  • 1. PowerDVD
    4,5 /5
  • 4,5 /5
  • 5,0 /5
  • Kategorie-Durchschnitt
    3,0 /5
  • So hoch war die maximale CPU-Auslastung, die wir im Test maßen.
    Weniger ist besser.
  • 1. PowerDVD
    28,0 %
  • 10,0 %
  • 10,0 %
  • Kategorie-Durchschnitt
    22,8 %
  • So viele digitale Videoformate kann die Software abspielen.
    Mehr ist besser.
  • 1. PowerDVD
    53,0
  • 23,0
  • 44,0
  • Kategorie-Durchschnitt
    42,2
PowerDVD Zum Anbieter

Funktionsumfang

4,64 Pkt

Seit Mitte April 2018 ist eine neue Version von Cyberlink PowerDVD erhältlich. Wie auch seine Vorgänger gibt es PowerDVD 18 in drei unterschiedlich umfangreichen Varianten:

  • Power DVD 18 Standard zur DVD-Wiedergabe, ohne TV-, 360°- und VR -Modus für rund 50 Euro
  • PowerDVD 18 Pro zur DVD und BD-Wiedergabe, ohne TV-, 360°- und VR-Modus für rund 75 Euro
  • PowerDVD 18 Ultra mit TV-, 360°- und VR -Modus für rund 100 Euro

Wir haben uns im Test CyberLink PowerDVD 18 Ultra angeschaut. Der Grund für diese Entscheidung ist, dass wir von allen Anbietern im Test die jeweils umfangreichste Version gewählt haben.

Mehr als nur eine Blu-Ray-Player-Software

In unserem Vergleich ist CyberLink PowerDVD 18 Ultra das teuerste Programm. Allerdings rechtfertigt der beeindruckende Funktionsumfang den hohen Preis.

Die Luxusversion von Cyberlink spielt Blu-Ray-Discs, DVDs, CDs und diverse digitale Formate ab. Sie bietet aber noch einige Funktionen mehr. Mit der integrierten Medienbibliothek eignet sich die Software gut als Medienverwaltungssoftware für Bilder, Videos und Musik. Nutzer erhalten außerdem Zugriff auf die Cyberlink Cloud und ein Jahr lang 30 Gigabyte Speicherplatz. Dort können sie ihre Medien sichern und von unterwegs aus darauf zugreifen. Das ist nicht nur äußerst praktisch, sondern auch ein Alleinstellungsmerkmal in unserem Test.

PowerDVD - Cloudspeicher
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Zum Programm gibt es für ein Jahr 30 Gigabyte Speicherplatz in der Cyberlink Cloud.

Darüber hinaus hebt sich CyberLink PowerDVD 18 Ultra mit der Anbindung an viele Social-Media-Portale von der Konkurrenz ab – sowohl durch die Anzahl der Social-Media-Schnittstellen als auch durch die Funktionsvielfalt. Mit ihr laden Nutzer sehr bequem Videos auf YouTube, Facebook und Vimeo sowie Bilder auf Facebook und Flickr hoch. Bilder können sie zudem aus der Software heraus per E-Mail verschicken oder ausdrucken.

Tolles Extra: CyberLink PowerDVD bietet die Möglichkeit, sich Videos von YouTube und Vimeo in der Software anzeigen zu lassen und diese dort zu sortieren. Ein Account bei den Portalen ist dafür nicht notwendig. Darüber hinaus können Anwender YouTube-Videos „pinnen“ – dann lädt das Programm sie herunter, sodass Nutzer die Videos künftig auch ansehen können, ohne mit dem Internet verbunden zu sein. Neu in der aktuellen Version ist außerdem die Untertitel-Unterstützung in YouTube, die im Test gut funktionierte.

PowerDVD - Youtube Anbidnung
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Praktisch: Die Anbindung an YouTube.

Ein Kinoerlebnis auf dem TV

Ein weiteres Highlight von PowerDVD 18 Ultra ist der TV-Modus: Davon profitieren Nutzer, die Medien vom PC oder Laptop in hoher Qualität (etwa in Ultra HD 4K) auf ihrem Fernseher wiedergeben möchten. In diesem Modus ist die Nutzeroberfläche für den TV optimiert. Mit TrueTheater-Verbesserungen erhöhen User die Farb- und Audio-Qualität. Zudem ermöglicht der TV-Modus eine BD-Wiedergabe auf dem Fernseher im Full-Screen, also ohne störende schwarze Balken und Schriftfelder. Darüber hinaus ist CyberLink PowerDVD 18 Ultra mit den Streaming-Boxen beziehungsweise Sticks von Roku, Fire TV, Chromecast und Apple TV kompatibel und ermöglicht so ein besseres Media-Casting.

Viele Video- und Audio-Einstellungen

User profitieren außerdem von sehr vielen Audio- und Video-Einstellungen. Bei der Wiedergabe haben sie die Wahl zwischen Kopfhörern und zwei, vier, sechs oder acht Lautsprechern sowie zwischen Stereo, Dolby Surround Compatible Downmix, Dolby Virtual Speaker und TrueTheater Surround. Zudem besteht die Möglichkeit, die Audioausgabe zu synchronisieren.

In den Videoeinstellungen wählen Anwender ein Seitenverhältnis (beibehalten, strecken, füllen) und aktivieren bei entsprechendem Ausgangsmaterial den High-Performance-Modus zur Wiedergabe von 4K UHD-Inhalten. Zudem gibt es ein paar Deinterlacing-Einstellungen zur Vermeidung von horizontalen Streifen bei der Wiedergabe auf dem PC-Monitor. Mit den TrueTheater-Einstellungen optimieren Nutzer die Ton- und Bildqualität ihrer Videos.

Ähnlich viele Optionen bietet in unserem Test nur WinDVD. Mit den übrigen Programmen sind Nutzer wesentlich eingeschränkter, bezahlen dafür aber auch weniger Geld.

Die Untertitel und der Regionalcode

Viele Einstellungsmöglichkeiten bietet PowerDVD auch hinsichtlich der Untertitel. Nutzer können die Schriftart, die Schriftgröße, die Schriftartfarbe, die Randfarbe und die Position anpassen. Das Hinzu- und Abschalten der Untertitel und der Wechsel der Tonspur während der Wiedergabe funktionieren problemlos. Ähnlich viele Möglichkeiten bietet ansonsten nur Leawo.

Den Regionalcode wechseln User wie auch mit WinDVD bis zu fünfmal. Mehr Flexibilität bietet nur die Regionalcode-freie Software von Leawo.

PowerDVD - Untertitel Einstellungen
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PowerDVD 18 Ultra bietet viele Möglichkeiten, die Untertitel anzupassen.

Bedienung

4,06 Pkt

Download und Installation des Programms verliefen im Test problemlos ohne Drive-by-Installationen oder sonstigen Störungen. Im Anschluss ist eine Registrierung bei Cyberlink notwendig. Insgesamt fällt die Installation dennoch wesentlich weniger aufwendig aus als bei WinDVD. Beim Start des Programms steht der PC- und der TV-Modus zur Auswahl. Um diesen Schritt beim nächsten Öffnen zu überspringen, setzen sie ein Häkchen zum Speichern ihrer Auswahl.

Angenehme Nutzeroberfläche und intuitive Bedienung

Trotz des großen Funktionsumfangs wirkt die Nutzeroberfläche aufgeräumt und übersichtlich. Das gut strukturierte, aufklappbare Menü gliedert sich in die Punkte „Medienbibliothek“, „Mein Computer“, „Wiedergabelisten“, „Online-Video“, „Cyberlink Cloud“ und „Geräte und Heimmedien“. Alle Funktionen und Einstellungsmenüs sind intuitiv auffindbar und verständlich.

In den Voreinstellungen haben Anwender die Möglichkeit, ihre Nutzeroberfläche zu individualisieren. Dazu steht ihnen eine große Auswahl an Hintergrundbildern zur Verfügung. Alternativ wählen sie ein eigenes Bild.

PowerDVD - Hintergrund anpassen
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Mit einem selbstgewählten Hintergrund individualisieren Nutzer ihre Programmoberfläche.

Auch während der Wiedergabe lässt sich PowerDVD 18 Ultra problemlos mit der Maus steuern. Alternativ finden User in den Einstellungen eine Liste von Tastatur- und Mausrad-Abkürzungstasten. Einige von ihnen können sie bei Bedarf ändern. Wem diese Bedienungsmodi nicht zusagen, der kann mit der PowerDVD-Remote-App, die für iOS und Android erhältlich ist, sein Smartphone in eine Fernbedienung verwandeln. Für Nutzer der Ultra-Version ist diese kostenlos erhältlich. Die App eignet sich vor allem bei Wiedergabe über den Fernseher. Anwender können damit über Wifi Inhalte kabellos auf dem TV abspielen und das Ganze bequem vom Sofa aus steuern.

Viele Support-Optionen, aber etwas unübersichtlich

Hilfesuchende finden im Programm über das Glühbirnensymbol Unterstützung in Form einer umfangreichen Video-Tutorial-Sammlung zu diversen Themen (zum Beispiel zu den ersten Schritten, zum TV-Modus und zur Cloud) sowie eine umfangreiche, gut strukturierte und verständliche Bedienungsanleitung. Dagegen fällt das Support-Angebot auf der Anbieter-Webseite etwas unübersichtlich aus. Zwischen diversen Hilfsoptionen wie FAQs zu verschiedenen Bereichen, Foren und Downloads sind die Kontaktmöglichkeiten leicht zu übersehen. Bei der Suche hilft auch die Anmeldung im Mitgliedsbereich kaum weiter. Hilfesuchende erreichen den Support online über ein Ticket-System oder telefonisch (montags bis freitags von 10:00 bis 20:00 Uhr).

Kompatibilität & Performance

3,90 Pkt

PowerDVD 18 Ultra unterstützt nicht nur gängige CDs, DVDs und BDs, sondern auch Ultra-HD-BDs, 3D-DVDs sowie 360°-Videos und -Fotos. Zudem ist das Programm mit Virtual-Reality-Headsets kompatibel. Zudem gibt die Software 26 Bild-, 19 Audio- und 53 Video-Formate wieder. Dafür fallen aber auch die Systemanforderungen etwas höher aus als bei „kleineren“ Programmen.

Die Systemanforderungen

Schlechte Nachricht für Mac-User: Sie müssen auf PowerDVD verzichten, das Programm ist nämlich nur mit Windows-Systemen kompatibel. Die Mindestanforderungen sehen wie folgt aus:

  • Unterstützte Betriebssysteme: ab Windows 7 SP1
  • Festplattenspeicher: 500 Megabyte
  • Prozessor: Pentium 4 (2,4 Gigahertz), Athlon 64 2800+ (1,8 Gigahertz), AMD Fusion E-series & C-series
  • Arbeitsspeicher: Mindestens 1 Gigabyte
  • Grafikkarte: PCI Express Grafikbeschleunigung mit Unterstützung von DirectX 9.0

Die Angaben zu Prozessor, Arbeitsspeicher und Grafikkarte beziehen sich auf die DVD-Wiedergabe. Für die BD-, Die UHD-BD- und die 4k-Wiedergabe sowie für den VR-Modus gelten teilweise höhere Systemanforderungen. Diese präsentiert Cyberlink übersichtlich auf der Anbieter-Homepage.

Die CPU-Auslastung – nicht besonders ressourcenschonend, aber auch nicht zu hoch

Die Performance der verschiedenen Blu-Ray-Player-Programme verglichen wir im Test, indem wir für jedes Programm die CPU-Last vor und während der BD-Wiedergabe maßen. Die Informationen zu unserem Test-Rechner befinden sich im Kategorietext.

Im Ruhezustand blieb PowerDVD 18 Ultra unter 0,5 Prozent. Beim Start der BD-Wiedergabe stieg die CPU-Auslastung auf maximal 28 Prozent an und pendelte sich bei 25 Prozent ein. Im Vergleich zu den übrigen Programmen ist das eher hoch, liegt aber noch im Rahmen. Wer nach einem besonders ressourcenschonenden Programm sucht, der ist mit dem Leawo Blu-ray Player gut beraten. Allerdings ist sein Funktionsumfang auf das Nötigste beschränkt.

Beim Pausieren sinkt die CPU-Last von PowerDVD auf unter fünf Prozent. Im Gegensatz dazu stieg sie bei den Softwares von Aiseesoft und AnyMP4 beim Klick auf „Pause“ auf über 30 Prozent an.

PowerDVD - CPU-Auslastung
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PowerDVD 18 Ultra zählt im Test zu den Programmen mit der höchsten CPU-Auslastung während der Wiedergabe.

Zusammenfassung

4,20 Pkt

Mit einem Preis von knapp 100 Euro ist PowerDVD 18 Ultra die teuerste Blu-Ray-Player-Software in unserem Test. Gleichzeitig bietet das Programm aber auch den größten Funktionsumfang – das Preis-Leistungsverhältnis ist also durchaus fair. Die featurereiche Software, die neben vielen Extras auch eine Social-Network-Schnittstelle mitbringt, dient nicht nur zum Abspielen verschiedener Discs und digitaler Formate auf Laptop und PC, sondern auch zur Medienverwaltung und zur Wiedergabe auf dem TV. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, YouTube-Videos zu „pinnen“ und ohne Internetverbindung abzuspielen. Das Programm begeistert auch mit seiner intuitiven Bedienung, den vielen Einstellungsmöglichkeiten und seiner tollen Performance. Ein verdienter Testsieger!

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