Canto

Lena Groeben
Bereich:
Pro
  • Unterstützt alle Dateitypen
  • Praktische Analyse- und Statistikfeatures
  • Intuitive Bedienung und nutzerfreundliche Oberfläche
  • Kostenlose Testversion für 15 Tage
Kontra
  • Vergleichsweise lange Upload-Dauer im Test
  • Keine Kosten- und Konditionen-Übersicht
Fazit Canto ist eine einfach zu bedienende cloudbasierte DAM-Lösung für Unternehmen jeder Größe und lässt sich hinsichtlich Nutzeranzahl und Speicherplatz individuell anpassen. Lediglich beim Datei-Import besteht Optimierungsbedarf.

Canto Test

Funktionen

4,71 Pkt

Das deutsch-amerikanische Unternehmen Canto zählt zu den führenden Anbietern von DAM-Lösungen und ist seit 30 Jahren auf dem Markt aktiv. Im Angebot hat Canto sowohl ein DAM-System in Form eines cloudbasierten SaaS-Modells als auch eine On-Premise-Lösung, die Software Cumulus. Wir konzentrierten uns in unserem Test auf die SaaS-Lösung.

Was kann Canto?

Das DAM-System Canto bringt alle Funktionen mit, die eine gute DAM-Lösung braucht. Canto unterteilt seine Funktionen in folgende Kategorien:

  • Organisieren
  • Suchen
  • Teilen
  • Vorschau
  • Branding
  • Benutzerrollen
  • Sicherheit
  • Integration
  • Teamarbeit
  • Reporting

Organisieren, suchen und teilen

Zum Organisieren ihrer Bilddatenbank erstellen Canto-Nutzer Ordner und Alben, die mit verschiedenen Sortieroptionen, zum Beispiel nach Datum oder Alphabet, ausgestattet sind. Zudem bietet Canto die Möglichkeit, die gespeicherten Elemente unabhängig von der Ordnerstruktur nach Dateityp anzuzeigen sowie eine persönliche Favoritensammlung anzulegen. Indem die Nutzer ihre Assets mit Schlagwörtern und Metadaten anreichern, vereinfachen sie sich die Suche nach bestimmten Dateien. Ihnen stehen dabei sowohl eine einfache als auch eine erweiterte Suche sowie diverse Filteroptionen zur Verfügung.

Canto Filter Suchen
Vergrößern
Mit den praktischen Such- und Filtermöglichkeiten finden User die gesuchten Assets einfach und schnell.

Haben Nutzer das gewünschte Asset gefunden, können sie es direkt aus der Plattform heraus per E-Mail, Social-Media-Kanäle oder verschiedene Cloud-Speicher-Dienste teilen. Beim Teilen per E-Mail erhalten Empfänger einen Link, für den Canto-Nutzer eine Zeitbegrenzung festlegen können. Eine solche Option besteht beim Teilen auf Social-Media-Kanälen und Cloud-Speichern leider nicht.

Branding, Projektmanagement und Anbindung anderer Anwendungen

Neben den Basisfunktionen einer DAM-Software beinhaltet die SaaS-Lösung von Canto einige nützliche Zusatzfeatures. Dazu zählt zum Beispiel das Dashboard inklusive Aktivitäts-Feed. Hier erhalten Nutzer einen Überblick über ihre Mediendatenbank, unter anderem über die Anzahl gespeicherter Dateien, die Lizenzen der Nutzer und aktuelle Aktivitäten. Verschiedene, gut aufbereitete Statistiken geben einen Einblick, welche Dateien am häufigsten heruntergeladen oder kommentiert werden.

Canto Dashboard
Vergrößern
Das Dashboard hilft dabei, den Überblick über die Medienbibliothek zu behalten und auf dem Laufenden zu bleiben.

Darüber hinaus bringt Canto einige Funktionen zum Projektmanagement mit, zum Beispiel die Möglichkeiten, Aufgabenzuordnungen mit Deadlines einzurichten und Arbeitsschritte mit Kommentaren zu versehen.

Brands schützen ihre Mediendateien mit ihrem eigenen Wasserzeichen. Zudem erstellen sie Gestaltungsrichtlinien, die sie für alle Beteiligten zugänglich machen können. Praktisch und nutzerfreundlich: Canto stellt seinen Nutzern ohne Zusatzkosten eine vollständig dokumentierte REST API zur Verfügung, mit der sie ihre Medienbibliothek mit diversen anderen Anwendungen wie Google Drive, WordPress und Slack verbinden.

Benutzerfreundlichkeit

4,36 Pkt

Auf der Canto-Homepage loben Kunden das Tool vor allem für seine einfache, intuitive Bedienung. Dem können wir, nachdem wir die Testversion ausprobiert haben, nur zustimmen. Die Benutzeroberfläche von Canto ist strukturiert aufgebaut und wirkt aufgeräumt. Am linken Rand lässt sich ganz nach Bedarf die Ordnerstruktur ein- und ausblenden. Nutzer, die vorher noch nicht mit Canto gearbeitet haben, werden mit einer guten Einführung begrüßt. Sie stellt die wichtigsten Funktionen vor, die alle einfach auffindbar und intuitiv bedienbar sind.

Damit eignet sich die Software auch bestens für Einsteiger. Bei der Anzeige ihrer Assets wechseln Nutzer zwischen den folgenden Ansichten:

  • Listenansicht
  • Miniaturansicht
  • Mauerwerkansicht
  • Geo-Ansicht

Bei der Miniaturansicht wählen sie zusätzlich zwischen einer kleinen, einer mittleren und einer großen Darstellung. Zudem haben Nutzer diverse Optionen, ihre Benutzeroberfläche individuell anzupassen. Dafür verwenden sie entweder eines der bereitstehenden Beispiel-Designs oder erstellen ihr ganz eigenes.

Der Datei-Import: Einfach, aber mit Luft nach oben

Das Importieren von Dateien in die Canto-Datenbank funktioniert entweder per Klick auf den entsprechenden Button oder per Drag-and-drop. Im Gegensatz zum DAM-System von Bynder dürfen sich die Dateien allerdings nicht in einem Ordner befinden. Das Uploaden eines oder mehrerer Ordner funktioniert mit Canto nicht. Insgesamt fällt der Upload im direkten Vergleich mit Bynder etwas weniger komfortabel aus und dauert auch länger.

Canto Upload
Vergrößern
Der Upload von Dateien in die Canto-Datenbank dauert vergleichsweise lange.

Für den Import unserer 1,93 Gigabyte großen Test-Dateien benötigt Canto etwas über sieben Minuten und damit zwei Minuten länger als Bynder. Das ist immer noch absolut in Ordnung, ginge aber eben auch ein wenig schneller. Ein weiterer Nachteil gegenüber Bynder: Nutzer können die hochzuladenden Dateien nur vor oder nach, aber nicht während des Hochladens mit Metadaten versehen.

Zielgruppen & Konditionen

2,86 Pkt

Bei Canto finden Interessenten eine DAM-Lösung sowohl als cloudbasiertes SaaS-Modell als auch als On-Premise-Software. Letztere trägt den Namen Cumulus und wird auf dem lokalen In-House-Server des Kunden installiert. Die Dateien speichern Nutzer in diesem Fall auf lokalen Datenspeichern. Damit ist Cumulus eine gute Option für Unternehmen, die ihre Dateien ungern auf fremden Servern speichern beziehungsweise eine gewissen Größe erreicht haben und einen eigenen Server und einen Administrator unterhalten können. Dass Canto seine Kunden zwischen einer SaaS- und einer On-Premise-Lösung wählen lässt, fließt positiv in unsere Bewertung ein.

Individuelle Preise und Konditionen

Die Canto-Plattform ist in verschiedenen Sprachen, darunter Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch, verfügbar. Eine App, mit der Nutzer mit Mobilgeräten auf ihre DAM-Plattform zugreifen, gibt es aktuell nicht. Die Konditionen und Preise müssen Interessenten anfragen, eine Übersicht darüber gibt es auf der Canto-Homepage nicht. Das liegt daran, dass die Kosten je nach Nutzeranzahl und Speicherkapazität variieren; das wird von den meisten DAM-Anbietern so gehandhabt. Ein allgemeiner Preis- oder Konditionenvergleich ist daher nicht möglich.

Canto Profil
Vergrößern
In ihrem Profil wählen Canto-Nutzer die gewünschte Sprache ihrer Plattform aus.

Die vielen Individualisierungsoptionen haben den Vorteil, dass sich Canto sowohl für kleine als auch für mittlere und große Unternehmen eignet. Mit dem integrierten Dashboard und den Statistiken ist das Tool optimal für Unternehmen, die eine Software zur Kombination von Digital-Asset- und Projektmanagement suchen, etwa Marketing- oder PR-Agenturen.

15 Tage kostenlos testen

Interessenten haben bei Canto die Möglichkeit, die DAM-Lösung in Form einer kostenlosen Testversion für 15 Tage kennenzulernen. Dafür geben sie ihre persönlichen Daten wie E-Mail-Adresse und Telefonnummer an. In unserem Fall meldete sich kurz darauf ein freundlicher Canto-Mitarbeiter bei uns, um die passende DAM-Lösung für uns zu finden. Er erklärte uns, dass es Canto wichtig ist, im Fall bestehenden Interesses schnell abzuklären, ob die Unternehmen zueinander passen, und beantwortete kompetent unsere Fragen zum DAM-System.

Die Testversion an sich kommt sehr gut bei uns an und punktet mit einer angenehmen Nutzeroberfläche und einer intuitiven Bedienung. Die Testversion von Bynder ist zwar doppelt solange verfügbar und gefällt uns hinsichtlich ihrer Aufmachung im direkten Vergleich noch ein klein wenig besser. Dafür gibt es bei Canto mehr auszuprobieren, zum Beispiel das Downloaden und Teilen von Dateien. Zudem beinhaltet die Canto-Testversion fünf Benutzerkonten.

Datensicherheit & Service

3,85 Pkt

Wie auch Bynder wird das Canto-System auf den Amazon Web Services (AWS) ausgeführt, die zu den sichersten und flexibelsten Cloud-Speicher-Systemen zählen und eine Verfügbarkeit von 99,8 Prozent ermöglichen.

Alle Assets, die Nutzer in Canto ablegen, werden mit einer SSL-Verschlüsselung gespeichert. Die Administratoren legen die Zugriffs- und Bearbeitungsrechte für alle Nutzer der Datenbank fest. Beim Hinzufügen eines neuen Nutzers wählen sie in der Testversion zwischen drei verschiedenen Rollen (Administrator, Redakteur, Konsument). Darüber, ob Canto regelmäßig Backups der Assets durchführt, um seine Nutzer gegen Datenverluste abzusichern, konnten wir trotz eigener Recherche nichts finden.

Viele Tutorials und umfangreiche Knowledge Base

Die Internetpräsenz von Canto erscheint in Weiß mit orangen Akzenten und macht einen übersichtlichen, aufgeräumten Eindruck. Interessenten finden hier viele Informationen zu den Funktionen von Canto sowie eine umfangreiche Knowledge Base, die sie nach Fragen und Schlagwörtern durchsuchen können. Während die Homepage auch in deutscher Sprache verfügbar ist, gibt es die Wissensdatenbank bislang nur auf Englisch.

Gut gefällt uns die Einführung in die Testversion. Hier werden Nutzern zunächst alle wichtigen Features der Plattform vorgestellt. Zusätzlich gibt es dazu Tutorial-Videos. Das erleichtert Einsteigern das Einfinden in das DAM-System; wer die Einführung nicht benötigt, kann sie einfach wegklicken.

Die persönliche Kontaktaufnahme mit einem Canto-Support-Mitarbeiter ist per Telefon, Kontaktformular oder E-Mail möglich. Einen Live-Chat bietet Canto nicht.

Canto Tutorials
Vergrößern
Alle wichtigen Funktionen werden anschaulich in Tutorial-Videos erklärt.

Zusammenfassung

4,06 Pkt

Canto bietet seinen Kunden eine nutzerfreundliche, intuitiv bedienbare DAM-Plattform mit allen notwendigen Funktionen zur Verwaltung und Organisation von Medieninhalten aller Formate. Der Import von Dateien könnte noch ein wenig schneller und nutzerfreundlicher sein, ansonsten gibt es an Canto aber nicht viel auszusetzen. Eine Übersicht über die Kosten und Konditionen fehlt auf der Homepage, was jedoch bei den meisten DAM-Anbietern der Fall ist. Sie müssen individuell angefragt werden. Wer seine Assets nicht mit einem cloudbasierten Modell verwalten möchte, findet bei Canto auch eine On-Premise-Lösung, mit der er seine Daten lokal speichert. Insgesamt eignet sich Canto für Unternehmen jeder Größe, besonders PR-Redaktionen und Marketing-Agenturen.