AdmiralCloud

AdmiralCloud logo
BEWERTUNG
9,68 / 10
Lena Groeben
Aktualisiert: 26/05/2020
Pro
  • Kostenlose Basisversion
  • Leistungspakete für Unternehmen jeder Größe
  • Umfangreiche Filter-, Tagging- und Sortierfunktionen
  • Automatisiertes Tagging
  • Uploads im Hintergrund
  • Mehrsprachiges System
  • Hoher Bedienkomfort
  • Preise transparent einsehbar
Kontra
  • Verwaltung von Audio- und Text-Dateien kostenpflichtig zubuchbar
  • Fehlende Ordnerstruktur eventuell gewöhnungsbedürftig
FAZIT

Die DAM-Lösung von AdmiralCloud überzeugt mit ihrer Nutzerfreundlichkeit, zahlreichen Filter- sowie Suchoptionen und vielen praktischen Features wie dem einfachen Zuschneiden von Videos. Damit ermöglicht es das Tool zum Beispiel Marketing- und Presseabteilungen, ihre Medien komfortabel zentral zu verwalten und ansprechend ihren Kunden zu präsentieren.

AdmiralCloud logo
Gesamt
Funktionen
Benutzerfreundlichkeit
Zielgruppen & Konditionen
Datensicherheit & Service

AdmiralCloud Test

Funktionsumfang10

Die Firmengeschichte der heutigen Digital-Asset-Management-Plattform AdmiralCloud begann vor rund 20 Jahren mit der Bewegtbildagentur mmpro, einer international agierenden Filmproduktion mit Sitz in Berlin. Drehteams, die sich über die ganze Welt verteilen, arbeiten eng zusammen und benötigen dafür ein gutes System zur Organisation sowie zum Austausch ihrer Dateien.  Vorhandene DAM-Lösungen enthielten nicht den gewünschten Funktionsumfang.

Die Lösung: Ein eigens erstelltes DAM-System, das exakt an die Ansprüche und Bedürfnisse angepasst wurde. Vor ungefähr vier Jahren setzte das Unternehmen die Plattform basierend auf den aktuellen Technologien noch einmal komplett neu auf. Daraus entwickelte sich schließlich das Tool, das Kunden heute als AdmiralCloud zur Verfügung steht. Bei seiner DAM-Lösung legt der Anbieter besonderen Wert auf ein ansprechendes User-Interface-Design und Schnelligkeit.

Medien verwalten, bearbeiten und mehr

AdmiralCloud ist eine moderne DAM-Plattform, die mit zahlreichen Features zu überzeugen weiß und Unternehmen die Verwaltung ihrer Medien erleichtert. Ursprünglich konzentrierte sich AdmiralCloud auf das Verwalten von Bildern und Videos, mittlerweile arbeitet das Tool auch mit Dokumenten und Audio-Dateien. Letztere Optionen müssen Nutzer allerdings hinzubuchen, während Bilder und Videos in allen Leistungspaketen standardmäßig enthalten sind.

Zu den Basisfunktionen des Tools zählen:

  • verschiedene Upload-Optionen
  • zahlreiche Filter-, Such- und Sortiermöglichkeiten
  • das Erstellen personalisierter digitaler Medienportfolios
  • die Einbettung von Medien auf Webseiten und Social-Media-Kanälen
  • das Umwandeln von Dateien in diverse Formate

Beispielsweise kann eine Marketing-Abteilung ihre Medien zentral in AdmiralCloud verwalten und dort gegebenenfalls bearbeiten beziehungsweise in die benötigten Formate umwandeln. Anschließend kann sie das Endprodukt ansprechend aufbereitet als digitales Medienportfolio an Kunden oder Partner versenden. Bilder lassen sich unter anderem in die passenden Formate für Instagram, Twitter und Facebook umwandeln. Die Funktion Easy Cut soll es jedem ermöglichen Videos zu schneiden. Unkompliziert werden Start- und Endzeitpunkt bestimmt und Kapitel eingefügt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Untertitel einzubinden.

Links generieren und Bildrechte managen

Nutzer können mit AdmiralCloud für ihre Medien Download- und Weblinks generieren. Download-Links eignen sich zum Beispiel, um externen Mitarbeitern Medien in bestimmten Formaten bereitzustellen, Weblinks lassen sich direkt in Websites einbinden. Bei beiden Optionen legen Nutzer die Gültigkeitsdauer der Links fest. Download-Links können sie zusätzlich mit einem Passwort vor unerwünschten Zugriffen sichern.

Darüber hinaus verfügt AdmiralCloud über ein umfangreiches Bildrechte-Management, das individuell an den Kunden anpassbar ist. Nutzer ordnen ihren in AdmiralCloud gespeicherten Bilder die erworbenen Rechte und Lizenzen zu. Diese lassen sich dann zum Beispiel als kleine Flagge neben jedem Asset in der Gesamtübersicht anzeigen. Ebenfalls sehr praktisch: Das DAM-System lässt sich mit Adobe Stock verknüpfen. Dort erworbene Bilder können dann mit den zugehörigen Lizenzen automatisch in AdmiralCloud übertragen werden.

Mit Tags und Metadaten Ordnung halten

Zur Verwaltung ihrer Medien stehen AdmiralCloud-Anwendern diverse Möglichkeiten zum Suchen, Filtern und Sortieren bereit. Das Herzstück der DAM-Lösung ist das Tagging-System. Nutzer versehen ihre Medien mit passenden Tags und können so gezielt danach suchen. Sehr praktisch: Dank Bild- und Texterkennungsfunktionen fügt AdmiralCloud beim Hochladen von Medien selbstständig passende Tags hinzu. Das funktionierte in unserem Test problemlos. Beispielsweise erhielt ein von uns hochgeladenes Bild mit einem Hund auf einer Wiese die Tags „Hund“, „Tier“, „Tierwelt“, „Boden“ und „Natur“. Sollte doch einmal ein unpassender Tag dabei sein, löschen Nutzer ihn einfach mit einem Mausklick. Ebenso lassen sich Tags sowohl vor dem Upload als auch nachträglich manuell hinzufügen.

Neben einem Suchfeld inklusive Volltextsuche gibt es eine erweiterte Suche, deren Parameter Nutzer auch speichern können. Über das Suchfeld durchsuchen sie ihre Medienbibliothek mit Tags, Bestandteilen des Titels sowie anderen Metadaten wie dem Fotografen, dem Produktionsland oder der Helligkeit. Metadaten liest das Tool beim Upload aus; Nutzer können sie manuell ergänzen oder bearbeiten. Mit dem praktischen Multitool wählen sie beliebig viele Medien aus und können sie zeitgleich bearbeiten.

Suchergebnisse zeigt AdmiralCloud nach Relevanz an, wobei der Titel die höchste Wichtigkeit hat. Filtern lassen sich die Medien unter anderem nach ihren Tags, dem Produktionsjahr, dem Erstellungsdatum sowie der Lizenz. Vor allem für Designer ist die Möglichkeit praktisch, Bilder und Videos gezielt nach einem Farbton zu suchen.

Benutzerfreundlichkeit10,00

Wer sich für eine DAM-Lösung von interessiert, vereinbart mit dem Anbieter eine Einführung via Demo. Dabei lernen Interessierte das Programm kennen und besprechen ihre individuellen Wünsche sowie benötigte Funktionen. Darauf aufbauend erstellt der Anbieter ihnen ihre AdmiralCloud-Version, die sie für einen individuell vereinbarten Zeitraum testen können. Wir erhielten für unseren Test von AdmiralCloud einen Testzugang, über den wir uns das DAM-Tool genau ansehen und damit auch die Nutzeroberfläche und die Bedienbarkeit beurteilen konnten.

Klarer Aufbau und intuitive Bedienung

AdmiralCloud-Nutzer wählen sich über eine Login-Seite mit ihrer E-Mail-Adresse und einem selbstgewählten Passwort in ihr DAM-System ein. Hierbei fiel uns positiv auf, dass das Passwort auf seine Sicherheit überprüft wird. Für die Erstellung eines sicheren Passworts steht Anwendern außerdem unter den Login-Feldern ein Passwortgenerator bereit.

Insgesamt ist die Benutzeroberfläche von AdmiralCloud sehr ansprechend und übersichtlich strukturiert. Es gibt weder verschachtelte Menüs noch unverständliche Symbole. Sollten einige Symbole doch unverständlich sein, verrät eine praktische Mouseover-Funktion, was sich dahinter verbirgt. Mit der klaren Struktur und der intuitiven Bedienung ist AdmiralCloud ideal für Einsteiger ohne Erfahrung mit DAM-Systemen.

Zentrales Speichern ohne Ordnerstruktur

Eine Besonderheit, mit der sich AdmiralCloud von der Konkurrenz abhebt, ist die fehlende typische Ordnerstruktur, die vor allem von Windows bekannt ist. Stattdessen finden User alle im Tool gespeicherten Medien in einer Übersicht. Das bedeutet allerdings nicht, dass bei AdmiralCloud keine Ordnung herrscht. Die Organisation der Assets erfolgt über diverse Such-, Filter- und Sortieroptionen sowie Tags. Medien, die sie immer griffbereit haben möchten, fügen Nutzer per Klick auf das ein Herzsymbol zu ihren Favoriten hinzu. Auf diese Weise besteht keine Gefahr, Assets in falschen Ordnern abzulegen oder sich in einem zu verzweigten Netz aus Verzeichnissen zu verheddern – eine nutzerfreundliche und erfrischende Alternative zu weit verzweigten Ordnerstrukturen, die für viele Nutzer aber zunächst eine Umstellung bedeutet.

Weitere Besonderheit: Die Mehrsprachigkeit

AdmiralCloud ist darauf ausgerichtet, die Arbeit mit Medien zu vereinfachen. Hierzu zählt auch die Zusammenarbeit von Personen unterschiedlicher Nationalitäten. Diese vereinfacht das System mit seiner Multilingualität. Das Programm beherrscht also mehrere Sprachen, zum Beispiel Deutsch, Englisch und Spanisch. Lädt nun zum Beispiel ein spanisch sprechender Fotograf Bilder für seinen Auftraggeber in das DAM-Tool und versieht sie mit spanischen Tags, übersetzt AdmiralCloud die Tags in die verfügbaren Sprachen. Auf diese Weise kann ein Mitarbeiter die Tags auf Deutsch eingeben und findet damit die Bilder.

Dateien komfortabel hochladen

Der Medien-Upload erfolgt über eine von drei Optionen:

  • Upload vom PC
  • Upload per URL
  • Erstellen einer Dropsite

Dateien von ihrem PC laden Nutzer entweder über den Auswahl-Button oder per Drag-and-drop in das DAM-Tool. Für Externe, zum Beispiel Fotografen, können Nutzer eine sogenannte Dropsite generieren, auf der sie diese Medien in das DAM-Portal laden. Bereits beim Upload erkennt das System auch Duplikate und markiert diese. Das Löschen muss manuell erfolgen. Sorge über unerwünscht gelöschte Duplikate müssen Anwender also nicht haben. Der Upload geht selbst bei großen Datenmengen schnell vonstatten und läuft immer im Hintergrund. Nutzer müssen folglich nicht warten, sondern können parallel in AdmiralCloud weiterarbeiten.

Zielgruppen & Konditionen9,50

In seinen Anfängen konzentrierte sich AdmiralCloud auf Enterprise-Lösungen. Seit rund einem Jahr bietet die Agentur auch für mittelständische und kleine Firmen passende DAM-Systeme an. Damit eignet sich das Tool für Unternehmen jeder Größe, die Medien mit der Öffentlichkeit teilen und sich die damit verbundenen Prozesse erleichtern möchten. Dank seiner Multilingualität ist AdmiralCloud außerdem ideal für internationale Unternehmen.

Aktuell ist AdmiralCloud in fünf verschiedenen Paketen erhältlich, die sich an unterschiedlich große Betriebe richten. Für kleine Unternehmen oder Start-Ups gibt es sogar eine kostenlose Version für einen Nutzungszeitraum von zwei Jahren.

LeistungspaketFreeDAMBasicMediumLargeEnterprise
Monatliche Kosten Keine 149 Euro 450 Euro 990 Euro Ab 1.500 Euro
Speicherbare Medien 1.000 5.000 10.000 20.000 Individuell
Anzahl: Admins 1 1 1 3 Individuell
Anzahl: Nutzer 2 5 5 20 Individuell
Zielgruppe Starter Einsteiger Mittelstand Big Player Großunternehmen
Die verschiedenen AdmiralCloud-Pakete im Überblick. 

Interessenten finden auf der AdmiralCloud-Website eine transparente Übersicht über die verschiedenen Leistungspakete und die enthaltenen Features. Optional buchen Kunden zu ihrem Tarif Zusatzleistungen hinzu, wie etwa das Verwalten von Dokumenten und Audio-Dateien, weitere Sprachversionen oder eine Online-Schnittfunktion.Kunden bezahlen ihre DAM-Lösung jährlich, alternativ ist eine monatliche Zahlung möglich. Die Mindestlaufzeit beträgt für alle kostenpflichtigen DAM-Services jeweils zwölf Monate. Falls Kunden den Service nicht innerhalb einer Frist von einem Monat kündigen, verlängert er sich um weitere zwölf Monate. Ein Wechsel zu einem umfangreicheren Paket ist jederzeit möglich. Bei den Leistungspaketen Medium, Large und Enterprise sind die Konditionen individuell verhandelbar.

Datensicherheit & Service8,92

Bei AdmiralCloud handelt es sich um eine cloudbasierte DAM-Lösung. Das Unternehmen arbeitet mit dem etablierten Cloudanbieter AWS zusammen und profitiert damit von einer sicheren Rechenzentrums- und Netzwerkarchitektur. Die Rechenzentren unterliegen höchsten Sicherheitsvorkehrungen und werden rund um die Uhr streng überwacht. Innerhalb des DAM-Systems verwenden sämtliche Infrastrukturen das sichere HTTPS-Protokoll.

Die Kontrolle über die Zugriffs- und Bearbeitungsrechte liegt beim Administrator. Er kann in den Einstellungen Sicherheitsgruppen definieren und Nutzern zuordnen. Beispielsweise lässt sich so zentral festlegen, welche Medien die Marketingabteilung sehen und bearbeiten kann. Dank des integrierten Lizenzmanagements haben Unternehmen mit AdmiralCloud alle Lizenzen und Bildrechte unter Kontrolle.

Umfangreiches Handbuch und Video-Tutorials

Unternehmen, die sich für eine AdmiralCloud-Lösung interessieren, wenden sich per Kontaktformular, E-Mail oder Telefon an den Anbieter. Darüber hinaus finden sie auf der Website alle wichtigen Informationen zum Produkt und können sich bei Fragen an den Live-Chat wenden. Über ihr DAM-System gelangen Nutzer zu einem umfangreichen Handbuch, das übersichtlich strukturiert alle Features erläutert. Dieses ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar. Einen guten Überblick über die DAM-Lösung bieten außerdem die Video-Tutorials, die Nutzer ebenfalls im Tool finden.

Zusammenfassung9,68

Die DAM-Lösung von AdmiralCloud überzeugte in unserem Test mit ihrem beeindruckendem Funktionsumfang, einem ansprechenden User-Interface-Design und einer hohen Nutzerfreundlichkeit. Anstelle eines Ordnersystems sortieren User sämtliche Medien basierend auf Tags, Rechten und Sicherheitsstufen. Zahlreiche Filter- und Suchoptionen inklusive Volltextsuche machen das Auffinden einzelner Dateien zum Kinderspiel. Praktische Features wie das automatische Tagging von Bildern mittels Bilderkennung, das einfache und schnelle Erstellen professioneller Pressepräsentationen und das Generieren von Weblinks helfen Unternehmen jeder Größe und diverser Branchen, ihren Workflow zu verbessern. Sie können damit auf einer Plattform ihre Medien bearbeiten, sie in diversen Formaten zur Verfügung stellen und ansprechend präsentieren.

AdmiralCloud-Kunden wählen aus fünf festen Paketen, die sie jederzeit erweitern und um individuell zubuchbare Features ergänzen können. Mit auf der Website einsehbaren Preisen für die verschiedenen Paketen und einer kostenlosen DAM-Variante mit den wichtigsten Basisversionen hebt sich AdmiralCloud zusätzlich positiv von der Konkurrenz ab.