Schaurige Kürbislaternen schnitzen

Schaurige Kürbislaternen schnitzen

Einmal im Jahr bietet Halloween die Gelegenheit, Vorgarten und Haustür gruselig zu dekorieren. Die bekannteste Halloween-Deko ist die Kürbislaterne. Die beleuchteten Grimassen sehen im Dunkeln besonders eindrucksvoll aus und zeigen den Kindern, wo es Süßigkeiten zu holen gibt.

Kreativer Gruselspaß zu Halloween

Wenn die Tage im ausgehenden Oktober kürzer werden, rückt ein ganz besonderer Tag näher: Halloween. Der Tag vor Allerheiligen ist auch hierzulande schon seit vielen Jahren für Spuk und Grusel reserviert. Für Kinder ist es ein großer Spaß, kostümiert durch die Nachbarschaft zu ziehen und an den Haustüren mit der Forderung „Süßes oder Saures“ nach Schokolade und Weingummi zu verlangen.

Vor den Türen werden die Kinder oft von einer schaurigen Kürbisfratze begrüßt. Diese ausgehöhlte Kürbislaterne, die durch ein Teelicht erhellt wird, trägt in den USA den Namen „Jack O’Lantern“ und gilt als Symbolfigur für Halloween. Die geschnitzten Laternen aus Rüben oder Kürbissen gehen auf eine irische Halloween-Tradition zurück, die Einwanderer mit nach Amerika brachten.

Das Schnitzen einer Kürbislaterne ist ein großer Spaß für Kinder. Wie soll der Kürbis aussehen? Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Für einige Tage wird die Kreation zum Hingucker vor der eigenen Haustür. Auch jüngere Kinder, die im Umgang mit Messern noch nicht sicher sind, können beim Kürbisschnitzen helfen.

Welcher Kürbis eignet sich?

Grundsätzlich ist jeder Kürbis zum Schnitzen geeignet. Der klassische Halloween-Kürbis ist der große, orangene Riesenkürbis. Aufgrund seiner Ausmaße bietet er viel gestalterischen Spielraum. Für Kinder ist es beispielweise leichter, auf einer großen Oberfläche zu schnitzen. Außerdem ist viel Fläche für besonderes detaillierte Grimassen vorhanden.

Beim Riesenkürbis handelt es sich um einen Zierkürbis, der Bitterstoffe enthält und nicht zum Verzehr geeignet ist. Wer sich schwer damit tut, das Fruchtfleisch zu entsorgen und gern Kürbissuppe isst, sollte stattdessen einen großen Hokkaidokürbis oder anderen Speisekürbis wählen. Im Herbst gibt es in Supermärkten ein großes Angebot sowohl an Zier- als auch Speisekürbissen.

Dieses Werkzeug wird benötigt

Im Internet gibt es spezielle Schnitzsets, die auf das Kürbisschnitzen ausgelegt sind. Sie enthalten Schnitzmesser, Schaber, Fruchtlöffel und kleine Sägen. Einmal angeschafft können Sie das Set jedes Jahr wieder benutzen.

Für den Fall, dass Sie kein Schnitzset kaufen möchten, haben Sie wahrscheinlich alle notwendigen Werkzeuge schon in Ihrer Küche. Mit einem großen Esslöffel wird der Kürbis ausgehöhlt. Kleine Schälmesser eignen sich perfekt für das Herausschneiden der Grimasse. Kreative Köpfe haben vielleicht bereits ein Linolschnittmesser oder ein Schablonenmesser zu Hause, mit denen sie ebenfalls hervorragend schnitzen können. Vom Gebrauch von Cutter- und Teppichmessern, die im Kürbis steckenbleiben oder abbrechen, ist jedoch abzuraten.

So bekommt der Kürbis sein Gesicht

Wenn der Kürbis und das geeignete Werkzeug bereitliegen, kann es schon fast losgehen. Da das Aushöhlen des Fruchtkörpers eine „matschige“ Angelegenheit ist, sollten Sie reichlich Küchenpapier in Griffweite haben. Wer das Innere des Kürbisses gar nicht an den Fingern haben möchte, benutzt Einweghandschuhe. Für die Vorzeichnungen auf dem Kürbis benötigen Sie Fineliner oder einen Edding.

Erster Schritt: Deckel aufzeichnen

Das Aufzeichnen des Deckels mit einem Filzstift können auch kleinere Kinder problemlos übernehmen. Die Linie muss nicht akkurat sein. Auch das oft verwendete Zickzackmuster ist kein Muss, der Deckel kann genauso gut rund ausgeschnitten werden. Wichtig ist, das Messer beim Schneiden schräg anzusetzen, sodass der Deckel später nicht in den Kürbis hineinfällt.

Zweiter Schritt: Innenraum aushöhlen

Nun liegt das Innere des Kürbisses offen. Das faserige Gewebe lässt sich am besten mit der Hand herausziehen. Wer nicht mit den bloßen Händen hineingreifen will, zieht nun die Einweghandschuhe an. Sobald das Gewebe entfernt ist, geht es daran, mit einem Esslöffel an den Innenseiten das Fruchtfleisch abzuschaben. Das ist eine Aufgabe, die Kinder gut erledigen können, denn vom Löffel geht wenig Verletzungsgefahr aus. Je mehr Fruchtfleisch Sie entfernen, umso einfacher wird es später: Eine dünnere Kürbiswand ist nämlich leichter zu schnitzen.

Dritter Schritt: Gesicht aufmalen

Hier lassen Sie den Kindern am besten freie Hand. Sie können aber auch gemeinsam überlegen und auf Papier vorzeichnen. Muss ein Halloween-Kürbis wirklich gruselig sein? Wie wäre es zur Abwechslung mit einem lustigen Gesicht? Für jüngere Kinder sind einfache Formen leichter umsetzbar.

Das Gesicht wird dann mit einem Folienstift oder Edding auf den Kürbis gezeichnet. Im Internet gibt es viele Vorlagen zum Herunterladen und Ausdrucken. Wenn Sie die Grimasse aus dem Papier herausschneiden, erhalten Sie eine Schablone. Diese legen Sie auf den Kürbis und zeichnen die Schnittkante mit einem Stift nach.

Vierter Schritt: Grimasse schnitzen

Beim Schnitzen ist etwas Vorsicht geboten, nicht nur zum eigenen Schutz, sondern auch, um Fehler zu vermeiden. Es ist ratsam, kleine Bereiche zuerst auszuschneiden, damit die Kürbiswand stabil bleibt. Somit ist in der Regel der Mund des Kürbisgesichts zuletzt an der Reihe. Wenn einmal etwas abbricht, ist die Laterne aber nicht hinüber. Mithilfe von Zahnstochern können Sie die abgebrochenen Teile wieder an ihre ursprüngliche Stelle stecken.

Nicht jeder Teil des Gesichts muss voll durchstochen sein. Sie können die Grimasse modellieren, indem Sie unterschiedlich tief hineinschneiden. So wird das Gesicht besonders ausdrucksstark. Es hat außerdem den Effekt, dass das Licht durch die dünneren Stellen atmosphärisch hindurchscheint.

Auch kleinere Kinder, die noch nicht mit einem Messer umgehen können, lassen sich hier einbinden. Schneiden Sie die Fratze vor, ohne die Kürbisteile herauszudrücken. Diese Aufgabe können Kinder mit einem stumpfen Gegenstand, zum Beispiel einem Holzlöffel oder Bleistift, übernehmen.

Abschluss: Laterne beleuchten

Sobald die Kürbislaterne ihren Platz gefunden hat, muss sie beleuchtet werden. Handelsübliche Teelichter sind gut dafür geeignet. Falls Sie kein Feuer verwenden wollen, können Sie eine Taschenlampe in den Kürbis legen. LED-Lichter sind besonders gut geeignet, da sie nicht sehr warm werden. Die Lampe wird hinter einem dünnen Blatt Papier verborgen, dass Sie von Innen hinter die Grimasse spannen.

Wie lang ist ein geschnitzter Kürbis haltbar?

Ein geschnitzter Kürbis, der kühl und trocken steht, ist bis zu zwei Wochen haltbar. Wärme, Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit verträgt er nicht. Am besten wird der Kürbis frisch geschnitzt an Halloween vor die Tür gestellt. Eine etwas eingefallene Kürbisfratze sieht zwar besonders gruselig aus, sobald der Kürbis fault, ist der Spuk aber endgültig vorbei. Das Schimmeln können Sie hinauszögern, indem Sie das Innere des Kürbisses mit Essig reinigen.