OneNote

Timm Hendrich
Pro
  • Hoher Funktionsumfang
  • Zeichnungen und Texterkennung aus Handschrift
  • Gute Bedienbarkeit
  • Hohe Performance
  • Für sämtliche Plattformen kostenlos verfügbar
Kontra
  • Nur gesamte Notizbücher können geteilt werden
  • Mangelhafte Übersicht auf mobilen Endgeräten
  • iPhone-Version mit eingeschränktem Funktionsumfang
  • Kostenpflichtiger Support
Fazit Microsoft OneNote ist eine leistungsfähige Software zum Anfertigen und managen von Notizen. Der hohe Funktionsumfang ebenso wie die Peformance. Bei den mobilen Versionen müssen Abstriche hinsichtlich der Übersichtlichkeit hingenommen werden.
OneNote Zum Anbieter

OneNote Test

Zusammenfassung

4,60 Pkt

Funktionen

Eine Software zur Verwaltung von digitalen Notizen muss heute in der Lage sein, die gespeicherten Notizbücher über viele verschiedene Gerätekategorien hinweg übersichtlich und mit einer hohen Performance managen zu können. OneNote möchte genau dies leisten und dazu gegenüber vergleichbaren Anwendungen eine besonders hohe Funktionalität bieten. Der Entwickler Microsoft bietet dafür zweifelsohne das notwendige Know-how. Zudem stellt der Software-Gigant die Anwendung kostenlos zur Verfügung und implementiert diese in das Betriebssystem Windows 10

Zu den besonderen Stärken von OneNote zählt insbesondere die Flexibilität. Nutzer können in der Anwendung problemlos malen, zeichnen oder auch Notizen von Hand schreiben. Sofern Sie über einen Laptop oder ein Tablet mit Stifteingabe verfügen, können Sie sogar die Texterkennung nutzen. Diese Texterkennung unterstützt sogar Bildmaterial – OneNote erkennt somit Textfelder auf Bildern, wodurch diese mit der Hilfe eines Textverarbeitungsprogrammes bearbeitet oder elektronisch durchsuchbar gemacht werden. Hierdurch hebt sich OneNote eindeutig von anderer Notiz-Software ab.

Natürlich lassen sich auch ganz einfache ToDo-Listen anlegen, die Nutzer nach deren Erledigung abhaken können. Ein weiterer Vorteil: die Integration von OneNote ist sehr gut gelungen; Sie können mit wenigen Mausklicks Screenshots oder Links abspeichern, wenn Sie die Anwendung installiert haben. Zudem ist es problemlos möglich, einer Nutzergruppe Zugriff auf ein bestimmtes Notizbuch zu gewähren und damit zusammen an einem Projekt zu arbeiten. Schade ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass nur komplette Notizbücher geteilt werden können, und nicht einzelne Seiten.

Was OneNote künftig noch besser machen sollte

Den selben Funktionsumfang gibt es prinzipiell auch für Nutzer kompakterer Endgeräte allerdings leider nicht für das iPhone oder iPad. Die dafür verfügbare App ist hinsichtlich des Funktionsumfangs leider ein wenig beschränkt. Zudem gibt es keine besonderen Sicherheitsfunktionen wie die Verschlüsselung von Dokumenten.

Usability

Prinzipiell profitiert OneNote von der Expertise von Microsoft, weswegen es kaum verwundert, dass die Menüführung und Nutzerfreundlichkeit routiniert gelungen ist und zu überzeugen weiß. Die bei anderen Microsoft Office-Anwendungen häufig kritisierten Menübänder, von Microsoft als Ribbons bezeichnet, funktionieren in OneNote problemlos - im Vergleich zu anderen Office-Anwendungen fällt der Funktionsumfang ganz einfach ein wenig reduzierter aus, sodass sich hier nicht das Problem der fehlenden Übersicht ergibt. Ein weiteres Plus ist die bereits erwähnte Integration in das Betriebssystem, die insbesondere dann gilt, wenn auch andere Microsoft-Produkte wie der Internet-Browser Microsoft Edge oder die Cloud OneDrive genutzt werden. So ist es problemlos möglich, mit einfachem Rechtsklick einige Auswahlmenüs zu nutzen und Informationen direkt in das Notizbuch abzuspeichern.

Übersicht leidet auf mobilen Endgeräten

Etwas gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Tatsache, dass das Dokument im Prinzip eine unendliche Größe hat, auf der eine Vielzahl von unterschiedlichen Tabellen oder Notizlisten abgelegt werden können. Mit zunehmender Anzahl an Elementen innerhalb eines Dokumentes leidet folglich auch die Übersicht. Diese Problematik ergibt sich insbesondere bei der Nutzung mit mobilen Endgeräten. Andere Notiz-Apps ordnen die Listen ganz einfach übereinander an, sodass sich diese Problematik nicht ergibt. Wer darauf Wert legt, wird allerdings auch bei Microsoft fündig: Mit "To-Do" wird in eigenem Hause ein Konkurrent angeboten, der ebenfalls kostenlos ist, allerdings im Vergleich zu OneNote einen deutlich geringeren Funktionsumfang bietet.

Leistung

Die Systemvoraussetzungen fallen ausgesprochen gering aus, selbst Windows XP oder Mac OS X ab 10.9 sind prinzipiell ausreichend, um OneNote verwenden zu können. Jeder Rechner, der in der Lage ist, diese Betriebssysteme auszuführen, hat ganz automatisch auch mit der sehr performanten Anwendung OneNote keine Schwierigkeiten. Hier zeigt sich die Expertise des Software-Giganten.

Mobile Anwendungen für jedes Betriebssystem 

Dasselbe gilt für die mobilen Betriebssysteme Android, iOS und Windows 10 Mobile. Auch hier genügen bereits ältere Versionen, damit eine Nutzung von OneNote mit sehr hoher Geschwindigkeit möglich ist. Dank der Anbindung an die OneDrive-Cloud können Nutzer immer und überall ihre Notizen synchronisieren.

Hilfe und Support

Die deutsche Support-Seite von Microsoft glänzt durch eine umfangreiche Dokumentation auch zum Thema OneNote. Eine Vielzahl unterschiedlicher FAQs sorgen dafür, dass auch weniger versierte Nutzer problemlos mit der Bedienung der Software zurechtkommen dürften. Darüber hinaus wird eine Hilfe-App angeboten, dies ermöglicht, einen Assistenten zur Problemlösung zu starten. Auch ein telefonischer Support kann genutzt werden, gewünscht wird dieser Weg von Microsoft aber offenkundig keinesfalls - die Hotline ist gut versteckt und zudem auch nicht kostenlos. Aktuell fallen die Gesprächsminute 0,12 Euro an, was allerdings vergleichsweise moderat erscheint. Alternativ ist es natürlich ebenso möglich, den Support-Mitarbeitern eine E-Mail zu schreiben und das Anliegen schriftlich zu schildern.

Zusammenfassung

Keine Frage: OneNote zählt eindeutig zu den empfehlenswerteren Notizanwendungen. Zu den besonderen Vorzügen gehört die Tatsache, dass ein hoher Funktionsumfang angeboten wird, der die Möglichkeiten der meisten Konkurrenten weit übersteigt - auch das Zeichnen ist möglich, und eine Texterkennung der Handschrift kann bei der Nutzung von Convertibles und Tablets helfen. Ein besonderer Vorteil ist auch die gelungene Integration in das Betriebssystem und andere Microsoft-Anwendungen, sodass sich Informationen häufig schon mit wenigen Mausklicks abspeichern lassen. Die Bedienung dürfte insbesondere Nutzern von Microsoft Office keine Schwierigkeiten bereiten, die Bedienung ist auch hier sehr konsistent. Der vergleichsweise große Funktionsumfang kann sich allerdings bei der Verwendung auf einem mobilen Endgerät als etwas problematisch erweisen, weil die Übersichtlichkeit der Dokumente schnell verloren gehen kann. Etwas schade ist es zudem, dass die Anwendung für das iPhone ein wenig eingeschränkt ist. Der Support glänzt durch eine sehr umfangreiche Dokumentation, dafür ist die Hotline nur sehr schwer zu finden und nicht kostenlos.