OmniPage Ultimate

Timm Hendrich
Pro Durch den Einsatz von OmniPage Ultimate erspart man sich eine Menge Arbeit. Dieses Programm ist eines der besten Lösungen, wenn es um die Texterkennung bei gescannten oder fotografierten Dokumenten geht. OmniPage schafft es, das eingescannte Dokument in Windeseile als editierbare Textdatei auszugeben.
Kontra So effizient und schnell das Programm OmniPage Ultimate auch ist, der Preis ist nicht gerade gering. Daher ist es nicht für jeden erschwinglich. Im Vergleich zum Vorgänger ist der Preis zwar geringer, jedoch bietet das Programm keine gravierend neuen Funktionen, die diesen Preis rechtfertigen würden.
Fazit Möchten Nutzer einen Text möglichst schnell zum weiteren Bearbeiten in eine Textdatei umwandeln, dann ist dieses Programm eine schnelle und einfache Abhilfe. Abtippen ist nicht nötig. Zudem ist die Fehlerquote bei der Texterkennung überraschend gering. Das spart dem Nutzer viel Zeit. Trotzdem ist eine Korrekturlesung immer empfehlenswert.
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OmniPage Test

Zusammenfassung

4,75 Pkt

Das OCR-Flaggschiff aus dem Hause Nuance trägt den schillernden Namen OmniPage Ultimate und garantiert die blitzschnelle Konvertierung von PDF-Dokumenten, Formularen und Bildern von einer Digitalkamera in elektronische Dateien, die Nutzer anschließend speichern, bearbeiten oder teilen können – selbst an die Anbindung einer Cloud haben die Entwickler gedacht. Das ist vor allem dann praktisch, wenn ein bestimmtes Dokument nur in Papierform vorliegt und digital gespeichert, weiterbearbeitet oder versandt werden soll. Lästiges und zeitraubendes Abtippen ist so überflüssig geworden.

Bei Bedarf konvertieren Nutzer auch Dokumente in und aus einer Cloud heraus. Außerdem verfügt die Anwendung über eine hohe OCR-Genauigkeit, weswegen selbst wichtige Dateien problemlos mit OmniPage Ultimate konvertiert und archiviert werden können. Hierbei erkennt die Software das gesamte Layout, egal ob es sich hierbei um Spalten, Tabellen, Nummerierungen oder Grafiken handelt. Weiterhin werden alle gängigen PC-Anwendungen sowie über 120 Sprachen unterstützt – mit dieser OCR-Software erhalten Nutzer wirklich eine sehr große Hilfe an die Hand, die vor allem dank ihrer hohen Geschwindigkeit, Qualität und vielseitigen Funktionen überzeugt. Lästiges Abtippen war gestern! OmniPage Pro 12 unterstützt dabei Sprachen, die auf dem lateinischen, dem griechischen oder dem kyrillischen Alphabet basieren sowie Chinesisch, Japanisch und Koreanisch.

Den Entwicklern ist es gelungen, die Fehlerquote bei der Texterkennung im Vergleich zur früheren Version noch einmal deutlich zu senken. Darüber hinaus bringt das Programm weitere Extras mit, wie die Option, durchsuchbare PDFs zu erstellen und Dateien in passenden Formaten für Word, Excel oder Outlook auszugeben. So bleibt es bei der seit Jahren flotten Arbeitsweise und der sehr guten Texterkennung, die – gute Lesbarkeit des Scans oder Fotos vorausgesetzt – wenige Fehler einbaut. Schnörkelige Schriftarten sind genauso zu vermeiden wie geringe Auflösungen. Wir empfehlen eine Auflösungs-Einstellung ab 300 dpi. Verarbeitet werden Bild-Dateien der Formate TIFF, PCX, DCX, BMP, JPG, GIF, PNG und MAX. Zudem entschlüsselt die Software PDF-Dateien und ermöglicht durch die korrekte Zuordnung jedes einzelnen Buchstabens auch die Benutzung der Suchfunktion.

Textpassagen hervorheben oder schwärzen

Durch eine Stichwortvorauswahl ist es möglich, einzelne Passagen automatisch hervorheben zu lassen. Auch das Schwärzen gewisser Passagen – etwa persönlicher Angaben in Dokumenten – wird nach einmaliger Programmierung automatisiert vorgenommen.

Intelligente Vorlesefunktion

Besonders praktisch für unterwegs ist die integrierte Sprachtechnologie, die es ermöglicht, Dokumente auf kompatiblen Geräten, etwa iPhone, iPad oder Android-Devices, oder einem anderen Gerät, das MP3-Dateien unterstützt, vorlesen zu lassen.

Systemvoraussetzungen

Die Minimalvoraussetzungen, die die Systeme der Benutzer erfüllen müssen, um OmniPage Ultimate stabil ausführen zu können, sind nicht allzu hoch und sollten daher von aktuellen Modellen erfüllt werden. Dazu gehören ein Windows-Betriebssystem der Versionen 7, 8.1 oder 10, jeweils in 32- oder 64-Bit-Architektur, ein Gigabyte an Arbeitsspeicher (RAM), Microsoft Internet Explorer 8 oder Microsoft Edge und etwa drei Gigabyte an freiem Festplattenspeicher für die einzelnen Programmelemente: Davon entfallen:

  • 400 Megabyte auf die Anwendungskomponenten,
  • 1,2 Gigabyte auf die einzelnen Sprachmodule,
  • 250 Megabyte für das Modul RealSpeak Solo (einzelne Sprachen können abgewählt werden),
  • 200 Megabyte auf den Nuance PDF Create,
  • 700 Megabyte auf den Programmbestandteil PaperPort,
  • und noch einmal 30 Megabyte auf den Nuance Cloud Connector

Da sämtliche Angaben ausdrücklich Mindestanforderungen sind, kann die Performance und vor allem die Geschwindigkeit gesteigert werden, wenn der Computer diese übersteigt. Das gilt vor allem für die Konvertierung umfangreicher PDF-Farbdateien.  

Die Software ist sowohl auf CD als auch als Download erhältlich. Diese sind preislich zwar identisch, Interessenten sollten aber bedenken, dass beim Kauf auf dem Datenträger noch eine Versandpauschale in Höhe von neun Euro dazukommt. Außerdem ist für diese Version im Gegensatz zum Download ein entsprechendes Laufwerk erforderlich. An sich eignet sich für die Digitalisierung jeder handelsübliche Scanner, solange dieser über WIA-, TWAIN- oder ISIS-Scanner-Treiber verfügt. Alternativ fotografiert der Nutzer die Dokumente ab. Die hierfür verwendete Kamera sollte über einen Autofokus und eine Mindestauflösung von zwei Megapixeln verfügen. Ansonsten kann es zu Probleme bei der Texterkennung kommen. Das Produkt muss online aktiviert werden. Auch für das Installieren von Programmverbesserungen durch regelmäßige Updates ist eine Online-Verbindung erforderlich. Diese wird auch für die Nutzbarkeit des Nuance Cloud Connectors benötigt.