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E-Commerce-Software

Die beste Shopsoftware im Vergleich

Timm Hendrich

Online-Shop-Erstellung leicht gemacht

Der Handel über das Internet boomt wie nie zuvor. Dabei spielt die Gestaltung des eigenen Online-Shops für jeden Händler natürlich eine zentrale Rolle. Verschiedene Untersuchungen und Wirtschaftsprognosen rechnen auch in Zukunft mit stark wachsenden Umsätzen im E-Commerce. Wer einen E-Commerce-Shop eröffnen will, kann auf verschiedene Shop-Lösungen zurückgreifen. Doch welche Variante ist die richtige?

Online-Handel im ungebremsten Aufwärtstrend

Laut Aussage des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels (bvh) hat der Online-Handel im Jahr 2014 ein Umsatzvolumen von fast 42 Milliarden Euro erreicht. Auch in den nächsten Jahren ist mit einer deutlichen Steigerungsrate zu rechnen. Einkäufe im Internet gehören mittlerweile schon zum täglichen Leben. Dabei sind die Erwartungen der Kunden gestiegen. Kunden erwarten, dass sie sich mit der Ware schnell und problemlos zur virtuellen Kasse durchklicken können. Voraussetzung dafür ist ein passendes E-Commerce-Shop-System.

Mit der richtigen Shop-Lösung ins E-Commerce

Früher waren professionelle Internet-Shop-Lösungen für einen direkten Vertrieb auf einer Firmenwebseite finanziell fast unerschwinglich. Zudem war ein fundiertes Wissen in Bezug auf HTML- und Skriptprogrammierung Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Internetauftritt. Heute ist es verhältnismäßig einfach, einen Online-Handelsplatz einzurichten. Für einen unkomplizierten Start ins E-Commerce sorgen verschiedene Shop-Lösungen. Mit der entsprechenden Software pflegt der Anwender das Produkt ein, bestimmt die passende Optik anhand der bestehenden Designvorlagen, und schon kann der Online-Handel beginnen.

Was kostet eine E-Commerce Software?

Bevor Händler sich an die Wahl des richtigen Shop-Systems machen, sollten sie detailliert klären, welche Zielsetzung sie verfolgen. Sollen mit dem E-Commerce-Shop nur wenige Produkte verkauft werden oder wird direkt eine Konkurrenz zu Amazon oder Zalando angestrebt? Online-Shop-Systeme gibt es durchaus kostenlos, sie können aber auch schnell mehrere Tausend Euro kosten. Die kostenlosen Open-Source-Lösungen wie Magento und der OXID eShop sind in finanzieller Hinsicht sehr attraktiv. Allerdings erfordert die Anwendung eines solchen Systems sehr gute Kenntnisse in der Administration von Webservern und Datenbanken. Wer nicht über das erforderliche Wissen verfügt, muss in der Regel mit einer sehr zeitintensiven Einarbeitungsphase rechnen. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch Ressourcen. 

Die drei E-Commerce-Projekte

Wichtig: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. In dieser Kategorie war es uns aus Gründen der Verfüg- und Machbarkeit nicht möglich, vollumfänglich selbst zu testen, weshalb wir unsere Bewertung sowie das Ranking auf der Grundlage einer Analyse online recherchierter Informationen, Experteneinschätzungen, Berichten von Testinstitutionen, Online-Reviews und Kundenerfahrungen erstellten.

Im Wesentlichen kann zwischen den E-Commerce-Projekten Einsteigerklasse, Mittelklasse und Profiklasse unterschieden werden.

Einsteigerklasse

Stehen nur wenige spezialisierte Produkte zum Verkauf und nur ein kleines Budget zur Verfügung, handelt es sich um ein E-Commerce der Einsteigerklasse. Solche Einsteigershops sind häufig auf Anbietern wie shopify, volusion oder Rakuten.de zu finden. Dabei geht es den Shopbetreibern in der Regel um einen einfachen Verkauf mit geringem Kostenaufwand. Meist entsprechen SaaS-Systeme (Software as a Service) wie tictail.com diesen Ansprüchen. Jedoch kann schon eine geringe Abweichung der Anforderungen des Shopbetreibers zu Schwierigkeiten führen.

Mittelklasse

Die E-Commerce-Mittelklasse stellt hohe Anforderungen an die Funktionsvielfalt, die Schnittstellen und die Performance der Shop-Lösung. Diese E-Comerce-Lösungen kosten zwischen 20.000 und 250.000 Euro. Die meisten der E-Commerce-Projekte werden durch das Mittelklasse-System abgedeckt. Neben Amazon und eBay gehört das Mittelklasse-System zu den umsatzstärksten in Deutschland. Vor allem Magento als erstes modernes PHP-Shopsystem ist im Mittelklassebereich sehr erfolgreich tätig. In dieser Klasse gibt es viele unterschiedliche Systemvarianten. Doch keines hat sich so rasend schnell etabliert und verbreitet wie Magento. Aber auch andere Systeme werden immer besser, und viele kommen den hohen Sphären der Enterpriseklasse sehr nahe.

Der Profi: Die Enterprise-Klasse

Die Enterprise-Systeme sind die Premiumklasse des E-Commerce. Namhafte Systeme wie Intershop, Hybris und Demandware sind hier zu finden. Bei den Auftraggebern handelt es sich um Großunternehmen und Konzernkunden, die über einen millionenschweren finanziellen Hintergrund verfügen. Das ist bei dieser E-Commerce-Software-Lösung auch notwendig, denn ein Projekt in diesem Bereich kostet schnell mehrere Millionen Euro. Allein die Lizenzkosten für die verwendete Software liegen in der Regel bei der ein oder anderen Million. In Deutschland gehören unter anderem Unternehmen wie OTTO, BMW und Neckermann zur Enterprise-Klasse. Viele dieser Unternehmen wechseln aber auch in die Pure Play-Klasse und setzen auf die Entwicklung eigener Software.