Yoopies

Laura Voigt
Pro
  • Internationales Spektrum
  • Detaillierte Filterkriterien
  • Strenge Verifizierungsvorschriften
Kontra
  • Uneinheitliche Übersetzung der Webseite
  • Kein kompletter Zugriff auf die Funktionen ohne Premium-Account
Fazit Bei Yoopies handelt es sich um einen international agierendes, modernes Netzwerk für Betreuungssuchende, das allerdings noch der ein oder anderen Überarbeitung bedarf.

Yoopies Test

Yoopies Zum Anbieter

Serviceleistungen

4,60 Pkt

Das jüngste unter den getesteten Babysitter-Portalen, Yoopies, wurde im Jahr 2012 als soziales Netzwerk für Kinderbetreuung gegründet. Aus diesem Grund versteht sich das Unternehmen nicht nur als Babysitter-Dienst zur Vermittlung, sondern auch als Community, in der sich Eltern mit Babysittern und Tagesmüttern vernetzen. Seit 2015 hat Yoopies seine Plattform erweitert, indem es zusätzliche häusliche Dienste wie Nachhilfe, Seniorenbetreuung, Tiersitter und Haushaltshilfen anbietet. Das Kinderbetreuungsangebot inkludiert leider keine Au-pairs, Nannys, Leihomas. In unserem Test beschränkten wir uns ausschließlich auf die Kinderbetreuung.

yoopies betreuungsformen
Vergrößern
Yoopies bietet nicht nur für Babysittern eine Plattform.

Benutzerfreundlichkeit für die Betreuer

4,65 Pkt

Die Benutzeroberfläche der Webseite wirkt anspruchsvoll, modern und übersichtlich, wobei die Startseite zunächst für Eltern und Babysitter vergleichbar ist: In der oberen Menüleiste befinden sich Verlinkungen zum Profil, den Anzeigen und den Nachrichten. Prominent in der Mitte steht ein Erklärungsvideo bereit. Daneben sind die neuesten Anzeigen sowie allgemeine Informationen zum Dienst von Yoopies platziert. Im unteren Abschnitt befinden sich Ratschläge und Hilfsleistungen. Im Detail unterscheiden sich allerdings die Oberflächen bei den Eltern und einem Babysitter, wie es die nachfolgen Erläuterungen darlegen.

yoopies startseite
Vergrößern
Das Portal macht einen modernen und übersichtlichen Eindruck.

Die Suche: funktionsreich, aber unübersichtlich

Unter „Mein Yoopies“ hat der Nutzer direkten Zugriff auf seine Anzeige, alle Bewerbungen sowie Tipps und Hinweise, wie er besser auf sich aufmerksam machen kann. Die Bewerbungen gliedern sich in noch ausstehende und bereits abgelehnte. Hierbei sind es vor allem die kleinen Details, die beweisen, wie liebevoll das Netzwerk gestaltet ist. So rotieren beispielweise auf Kinder bezogene Symbole während des Ladevorgangs. In der Kategorie „Bewerbungen“ befinden sich auf der linken Seite jeweils die Häufigkeit der Betreuung beziehungsweise der Starttermin, die Höchstanzahl der Kinder und der Ort. Darunter sehen Interessierte zudem das Alter der Anzeige, was Aufschluss darüber gibt, wie aktuell die darin enthaltenen Angaben sind. Rechts finden sie eventuell ein Foto des Auftraggebers, den Titel der Anzeige sowie erste Informationen.

Für mehr Details erscheinen bei einem Klick auf den Link. Hat der Babysitter Interesse an einen Kontakt, schreibt er eine Nachricht. Falls auf dem Zielprofil eine Rufnummer zu finden ist, kann er sogar direkt anrufen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, das Profil zunächst einmal auf die Favoritenliste zu setzen. Bei den abgelehnten Bewerbungen können Nutzer auch „ihre Meinung ändern“ und erneut eine Nachricht senden.

In der Inbox findet der Betreuer seine Konversationsliste. Er hat die Möglichkeit, sie nach „gelesen“ und „ungelesen“ zu sortieren sowie nach Kategorien, wie etwa Kinderbetreuung, Nachhilfe, Haushaltshilfe, Tierbetreuung und Seniorenbetreuung, zu filtern. Die Mitteilungen wirken wohlsortiert und sind mit Foto, Namen und einem Datum versehen. Leider erhielt unser 24-Jähriges, weibliches Babysitter-Testprofil im Raum Berlin keine einzige Nachricht (Zeitraum des Tests: eine Woche).

yoopies Nachrichten
Vergrößern
Das Postfach ist schlicht und übersichtlich.

Im Falle einer erfolgreichen Vermittlung erfolgt die Bezahlung nicht über das Portal, sondern jeder Auftraggeber vereinbart individuell mit dem Babysitter das Gehalt. Die Eltern sollten den Babysitter per Überweisung bezahlen, damit sie einen Beleg haben, etwa für ihre Steuererklärung.

Die Anzeigen wirken trotz der zahlreichen Informationen nicht überlastet. In der ersten Zeile wählen Mitglieder die Art der Betreuung sowie ihren Wohnort aus. Darunter befinden sich die Kategorie, eine Beschreibung und das Aktualisierungsdatum. Der Status gibt an, wie sichtbar die Anzeige ist und verweist auf den ein oder anderen Tipp, um diese zu erhöhen. Auch die Besucheranzahl gibt darüber Aufschluss. Schließlich können Babysitter ihre Anzeige bearbeiten oder pausieren, falls sie momentan nicht zur Verfügung stehen.

Möchten Babysitter selbst nach Jobchancen Ausschau halten, steht ihnen zwar keine große Auswahl, dafür aber einige Kriterien zur Verfügung:

  • die Art der Betreuung
  • die Häufigkeit der Betreuung
  • der Ort und die Entfernung in Kilometer
  • die gewünschte Verfügbarkeit

Zudem können sie mithilfe eines Schlüsselwortes suchen. Die Ergebnisse können sie anschließend nach der Relevanz, der Entfernung oder dem Datum sortieren. In der Liste sind bereits die wichtigsten Informationen sichtbar, nämlich

  • der Ort zusammen mit der Entfernung,
  • das Aktualisierungsdatum,
  • die Häufigkeit und der frühestmögliche Einstellungstermin,
  • die Stellenbeschreibung mit Titel,
  • die Anzahl der Kinder,
  • die letzte Online-Aktivität

sowie gegebenenfalls das Profilfoto, wobei jedoch nur ein Bruchteil der Eltern über ein Bild verfügt, denn eine Pflicht besteht bei Yoopies für keine der beiden Parteien.

yoopies ergebnisliste
Vergrößern
Bereits die Ergebnisliste enthält wichtige Informationen.

Das Profil: nur wenige Gestaltungsmöglichkeiten

Im Menü ist der Punkt „Mein Profil“ zweimal zu finden: Der eine führt zu „Mein Yoopies“, sprich einem Gesamtüberblick, während der andere ein Link zum eigenen Profil ist. Dies hat Yoopies leider wenig elegant gelöst – nicht nur unerfahrene User werden hier verwirrt sein.

Das Nutzerprofil ist etwas enttäuschend. Auf ihnen finden sich lediglich der Name, gegebenenfalls eine Telefonnummer und der Wohnort. Lediglich das Foto gibt einen ersten Eindruck über die Person hinter dem Profil. Eine Telefonnummer muss zwar angegeben werden, sie ist jedoch nur nach einer Freischaltung sichtbar. Im Account legt der User die Häufigkeit der E-Mail- beziehungsweise SMS-Benachrichtigungen bei neuen Aktivitäten fest. Ganz unten besteht die Möglichkeit, den Account zu löschen oder temporär zu deaktivieren.

Um sich des großen roten Stempels mit der Aufschrift „Profil nicht verifiziert“ zu entledigen, müssen Babysitter ihre Echtheit bestätigen lassen. Für die Zertifizierung lädt der Nutzer ein Profilbild, eine Personalausweis-Kopie und seine Zeugnisse hoch. Dadurch soll sich die Glaubwürdigkeit steigern, Yoppies zufolge um 20 Prozent. In den allgemeinen Geschäftsbedingungen ist hierzu vermerkt, dass eine Summe von vier Euro fällig wird.

Störend ist das Schwanken zwischen Englisch und Deutsch, sodass Nutzer eventuell das eine oder andere Wort nachschlagen müssen, etwa die Aufteilung der Anzeigen in „Pending“, Applications“ und „Declined“.

yoopies verifizierung
Vergrößern
Der Nutzer verifiziert sein Profil in drei Schritten.

Benutzerfreundlichkeit für die Auftraggeber

4,30 Pkt

Der Aufbau des Posteingangs gleicht dem eines Auftraggeber-Profils. Eine Abweichung bei dem Profil der Eltern ist die Gestaltung der Anzeigen: Diese sind nach Dienstleistungen geordnet, wobei jede Kategorie eine eigene Zeile erhält. Darin enthalten sind die erhaltenen Nachrichten sowie die Möglichkeit, die Anzeigen zu bearbeiten oder pausieren.

Unser Redaktionsprofil, eine 30-jährige Mutter im Raum Berlin, Prenzlauer Berg, erhielt im einwöchigen Testzeitraum gerade einmal zwei Mitteilungen, wobei eine davon eine Rückmeldung war. Auf eine Rückmeldung bezüglich unserer eigenen Anfrage konnten wir nur bei einem Kontakt hoffen.

yoopies Anzeige
Vergrößern
Die Anzeigen sind dediziert festgelegt.

Zusätzlich gibt es noch den Kategorie-Punkt „Bewertete Profile“, worunter Eltern all ihre Bewertungen verzeichnet finden. Auch die Suchfilter sind bei den Eltern bei weitem ausführlicher als bei einem Babysitter. Neben dem bereits Genannten gibt es auch:

  • die Filterkriterien Profilbild, Referenzen, Verifizierung sowie Aktivität in den letzten drei Monaten
  • Informationen wie das Geschlecht, der Schulabschluss oder die Sprachkenntnisse
  • die Erfahrung in Jahren
  • Angaben zur Mobilität
  • das Rauchverhalten
  • besondere Qualifikationen
  • die Tarife

Dementsprechend unterscheiden sich die Informationen in der Ergebnisliste von der eines Jobsuchenden. Eltern finden in den Ergebnislisten neben einem Profilbild, dem Namen, dem Wohnort und der Entfernung auch eine Beschreibung mit Titel, die über das Alter des Babysitters, über seine Erfahrung und den gewünschten Stundenlohn sowie über seine allgemeine Verfügbarkeit und das Datum seiner letzten Anmeldung informiert. Im Profil des jeweiligen Babysitters finden Eltern zusätzlich einen Verfügbarkeitskalender sowie eine Auflistung all der Aufgaben, die der Babysitter übernehmen kann.

Auf den Profilen verschaffen sich Eltern einen detaillierten Überblick.

Anmeldung, Sicherheit & Zahlung

3,50 Pkt

Die Registrierung bei Yoopies ist nicht nur kostenlos, sondern funktioniert auch denkbar einfach. Interessierte wählen zunächst die gewünschte Betreuungsform sowie die Rubrik, sprich Hilfe oder Job, aus. Als Babysitter gibt man anschließend seine Adresse ein, als Elternteil kann man sich entweder über Facebook einloggen oder neu registrieren. Daraufhin gibt der Nutzer seinen Namen, die E-Mail-Adresse und ein Passwort ein, wobei dessen Sicherheit nicht überprüft wird. Anschließend macht der Nutzer Angaben zu seiner Person und seinem Gesuch, lädt eventuell ein Profilbild hoch und trägt seine Telefonnummer ein. Das Profil ist erst dann aktiviert, wenn das Neumitglied den Bestätigungslink per E-Mail erhält und anklickt.

Die Anmeldung ist für jeden kostenlos.

Der Basis-Account, den wir während unseres Tests benutzten, kann jederzeit zu einer kostenpflichtigen Premium-Mitgliedschaft erweitert werden, nur damit lassen sich alle Funktionen nutzen. Dafür muss der Nutzer jedoch sein Profil zuerst verifizieren lassen. Es stehen drei verschiedene Tarife zur Auswahl, die sie den allgemeinen Geschäftsbedingungen entnehmen können:

LaufzeitGesamtpreisSparpreis
1 Monat12,90 Euro-
3 Monate38,70 Euro29,70 Euro
1 Jahr154,80 Euro58,80 Euro
Die unterschiedlichen Preismodelle einer Premium-Mitgliedschaft.

Eltern ohne Premium-Account können nur eine einzige Nachricht versenden. Aus diesem Grund konnten wir im Zuge unseres Tests nicht alle Funktionen prüfen. Hingegen haben Kunden mit einem Premium-Account folgende Möglichkeiten:

  • unbegrenzte Kontaktaufnahme
  • Zugang zu allen Telefonnummern
  • Hervorhebung der Anzeige
  • Bewertungen lesen
  • dedizierte Kundenservice-Hotline
  • kostenlose Verifizierung von bis zu drei Profilen

Die Bezahlmöglichkeiten sind sehr eingeschränkt: Lediglich mit Kreditkarte sind die Beträge zu entrichten. Sollte ein Kunde außerdem nicht die „Erneuerung des Abonnements“ abwählen, verlängert sich der Buchungszeitraum stillschweigend.

Zumindest sind die sensiblen Daten über ein SSL-Sicherheitsprotokoll geschützt. Ein TÜV-Siegel oder ein Trusted-Shop-Zertifikat kann Yoopies nicht vorweisen. Die Datenschutzbestimmungen und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen befinden sich gut sichtbar auf der Startseite.

Für die Babysitter-Suche unterwegs bietet das Portal auch eine mobile Version seiner Webseite an. Eine App für mobile Geräte gibt es jedoch nicht.

Hilfe & Support

4,00 Pkt

Wer sich für das Thema Kinderbetreuung interessiert, kann einen Blick auf den Blog „Mama Darf Alles“ werfen. Darin finden sich unter anderem Blogger-Portraits, Bekenntnisse der Mütter, diverse Videos und mehr Informationen zum Unternehmen. Mit dem letzten Eintrag im Oktober 2015 und wenigen Beiträgen ist dieser Blog nur leider alles andere als aktuell und empfehlenswert. Unter „Yoopies im Ausland“ haben Kunden zudem die Möglichkeit, auf die länderspezifischen Portale zuzugreifen, darunter die Plattform für

  • Frankreich,
  • Spanien,
  • Belgien,
  • das Vereinigte Königreich,
  • die Schweiz,
  • die Niederlande,
  • Italien,
  • Österreich und
  • Portugal.
yoopies Blog
Vergrößern
Im dazugehörigen Blog finden Eltern alles rund ums Thema Kinderbetreuung.

Für ein allgemeines Verständnis der Funktionsweise von Yoopies gibt es zwar den Menüpunkt „Wie funktioniert es?“, da die grafische Erklärung jedoch nur auf Schwedisch oder Englisch existiert, ist sie wenig hilfreich. Die Ratschläge im unteren Abschnitt der Webseite sind unterteilt in einen Ratschlag-Katalog und einen „User Guide“. Ersterer bietet allgemeine Informationen zu Folgendem:

  • den Qualifikationen
  • dem Auswahlverfahren
  • der Bezahlung
  • den staatlichen Hilfen
  • der Versicherung
  • der Freizeit

Der Punkt „Witziges und Wissenswertes“, der den Nutzer scheinbar zu einer Art FAQ-Bereich führen soll, ruft lediglich eine leere Seite auf. Bei ungeklärten Fragen wenden sich Nutzer an den Kundendienst, entweder per Kontaktformular, Telefon oder Live-Chat. Letzterer befindet sich in der unteren rechten Ecke der Website. Der telefonische Service ist montags bis freitags jeweils von 10 bis 18 Uhr zu erreichen. Zudem bietet das Unternehmen einen Chat-Support an, der in der unteren rechten Ecke der Webseite zu finden ist. Leider erhielten wir auf unsere Testanfrage über das Kontaktformular nie eine Antwort.

Zusammenfassung

4,21 Pkt

Als Netzwerk gestartet, bietet der französische Babysitter-Dienst Yoopies eine modern gestaltete Website mit vielen nützlichen Funktionen. Die Plattform ist sehr benutzerfreundlich, jedoch ist den Betreibern bei der deutschen Umsetzung der Webseite der ein oder andere Fehler unterlaufen. Die Texte sind nicht vollständig in das Deutsche übertragen und die Übersetzungen weisen gelegentlich Fehler auf.

Aufgrund der zahlreichen Informationen erscheint die Benutzeroberfläche zunächst etwas unübersichtlich. Nach einer kurzen Einarbeitung wissen Mitglieder allerdings das detaillierte, umfangreiche Funktionsangebot zu schätzen. Betreuern, die nach einem passenden Job suchen, stehen nur wenige Filterkriterien zur Wahl; Eltern haben hingegen sehr viele Filteroptionen.

Die Anmeldung ist für beide Seiten kostenlos, allerdings kann der Nutzer mit einer Basis-Mitgliedschaft nur eine einzige Nachricht senden. Um diese Einschränkung aufzuheben, muss der User den kostenpflichtigen Premium-Account wählen.

Leider konnte der Kundenservice des Babysitter-Dienstes trotz des umfangreichen Support-Angebots nicht überzeugen.