babysitter.de logo Zum Anbieter
Bewertung
7,9
Pro
  • Komplett kostenloser Account für Auftraggeber und Betreuer
  • Mehrere Profile möglich
  • Sehr detailreiches Profil
  • Schneller und hilfreicher Kundenservice
Kontra
  • Kaum Filterkriterien
  • Keine Profil-Bewertungen
  • Keine Merkliste
FAZIT

Bei babysitter.de handelt es sich um ein komplett kostenloses, bewährtes und eher schlicht gehaltenes Vermittlungsportal für Kinderbetreuer und Eltern.

Wir vergleichen, damit Sie Ihren Kauf nicht bereuen! Wie wir vergleichen
Zum Anbieter
Bewertungskriterien
Serviceleistungen
Benutzerfreundlichkeit für die Betreuer
Benutzerfreundlichkeit für die Auftraggeber
Anmeldung, Sicherheit & Zahlung
Hilfe & Support

babysitter.de Test

Serviceleistungen8,8

Das 1999 gegründete Vermittlungsportal babysitter.de bietet eine große Auswahl an Babysittern, Tagesmüttern, Nannys und Leihomas. Wie es der Name bereits andeutet, fokussiert sich das Portal auf die Kinderbetreuung, weshalb zusätzliche Serviceleistungen wie Nachhilfe oder Haushaltshilfe außeracht gelassen werden. Wie bei einem Großteil der getesteten Babysitter-Portale bietet allerdings auch babysitter.de keine Au-pair-Vermittlung an, was zu einem Punktabzug führt.

Benutzerfreundlichkeit für die Betreuer7,1

Die Plattform vermittelt nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich und der Schweiz. Wer einen Babysitter in letzteren Regionen sucht, findet ganz unten auf der Webseite die Verlinkungen zu den jeweiligen Portalen.

Insgesamt ist die Webseite – insbesondere aufgrund der Textlastigkeit – ein wenig unübersichtlich gestaltet – unabhängig davon, ob man sich als Auftraggeber oder Babysitter anmeldet. Auf der Startseite befinden sich Auskünfte über den Umgang mit der Plattform sowie die Möglichkeit, mithilfe einer Umkreis-Begrenzung nach Babysittern aus der Umgebung zu suchen. Im Hauptmenü sind zu den einzelnen Betreuungsformen sowie den Elterninseraten weitere Informationen einzuholen. Dort stellt babysitter.de auch Tipps und Informationen zu den geforderten Eigenschaften eines Babysitters, der Bezahlung sowie zu rechtlichen Hinweisen zur Verfügung.

Das Profil: reichlich Entscheidungsfreiheit

Anders als bei den meisten Babysitter-Portalen können Mitglieder auf babysitter.de mehrere Profile parallel anlegen. Unter dem Menüpunkt „Account“ wählen sie zwischen folgenden Optionen:

  • Babysitter-Profil
  • Tagesmutter-Profil
  • Nanny-Profil
  • Elterninserat
  • Leihoma-Inserat

Ähnlich ausufernd ist auch die untere Hälfte der Webseite gestaltet. Hier finden Interessierte Verlinkungen zu den Inseraten nach der jeweiligen Betreuungsform und den Großstädten, darunter Berlin, München und Hamburg, geordnet.

Bei der Gestaltung des Babysitter-Profils gibt es folgende Angaben-Felder:

  • das Geburtsdatum
  • der Benutzername
  • der Profiltext mit Überschrift
  • die Berufsangabe
  • die bisherige Schulbildung
  • die Religion
  • die Muttersprache und Fremdsprachenkenntnisse
  • Probleme mit Haustieren
  • die Ernährungsgewohnheiten
  • Angaben über sichtbare Tattoos und Piercings
  • der gewünschte Stundenlohn
  • die Altersgruppe, auf die der Babysitter aufpassen möchte
  • die Anzahl der Kinder, die er gleichzeitig betreuen kann
  • spezielle Qualifikationen wie einen Babysitter-Kurs, Erste Hilfe am Kind, eine kinderbezogene Berufsausbildung oder Gebärdensprache
  • die Erfahrung in Jahren
  • die Anzahl der Familien, deren Kinder er betreut hat
  • die Anzahl der Kinder, die er insgesamt betreut hat
  • die Altersspanne der Kinder, auf die er aufgepasst hat
  • diverse Referenzen
  • die Verfügbarkeit an Silvester

Babysitter haben die Option, ihr Profil vorübergehend zu deaktivieren, falls sie für einen gewissen Zeitraum nicht verfügbar sind. Ein Profilbild ist nicht obligatorisch, aber empfehlenswert, denn ein erster optischer Eindruck führt zu mehr Anfragen. Die Profile sind sehr aufschlussreich, denn sie enthalten viele Detailinfos.

In den Account-Einstellungen ist es möglich, das Profil durch einen Identitätsnachweis zu verifizieren. Der Nutzer lädt dazu, ein amtliches Dokument, etwa einen Personalausweis mit Vorder- und Rückseite, hoch. Das Dokument selbst ist für die anderen Nutzer nicht sichtbar; stattdessen erhält das Profil einen Vermerk. Auf diese Weise fühlen sich die Auftraggeber sicherer und spielen eher mit dem Gedanken, ein Mitglied einzustellen. Leider wird die Anzahl der Profilbesucher nicht angezeigt – ein Wert, der Aufschluss über die Attraktivität und Sichtbarkeit des eigenen Profils geben würde.

Die Suche: mehr Erfolg durch Eigeninitiative

Um einen Job in der Betreuung zu finden, geben Babysitter lediglich ihre gewünschte Betreuungsform und ihre Postleitzahl in die Suchfunktion ein. Anschließend erscheint eine Liste mit Aufträgen aus einem Umreis von 25 Kilometern. Wer die Ergebnisse eingrenzen möchte, hat unter dem Punkt „Suche verändern“ die Möglichkeit, die maximale Distanz zu ändern oder den Stundenlohn anzupassen. Dort kann er auch die Sortierung modifizieren. Bereits in der Liste sind wichtige Angaben wie die Anzahl der zu betreuenden Kinder, die maximale Höhe des Stundenlohns und der Wohnort einsehbar. Auf der linken Seite der Ergebnisse erscheinen normalerweise Bilder, im Rahmen unserer Suche hatte jedoch keines der aufgelisteten Profile ein Bild.

Klickt der Nutzer auf eines der Ergebnisse, öffnet er die entsprechende Profilseite und findet dort weitere Informationen. Der Kontakt erfolgt über eine Nachricht. Im Posteingang befindet sich eine Liste aller Konversationen, wobei neben jeder von ihnen das Bild des Konversationspartners sowie das Empfangsdatum und der Anfang der letzten Nachricht angezeigt werden. Somit gestaltet sich der Menüpunkt „Nachrichten“ durchaus strukturiert. Leider nahm über den gesamten Testzeitraum von einer Woche niemand Kontakt zu unserem Redaktionsprofil, eine 24-jährige Babysitterin im Raum Berlin, auf. Immerhin empfingen wir auf jede unserer eigenen Anfragen innerhalb von zwei Tagen positive Rückmeldungen.

Sollte eine Vermittlung zustande kommen, so läuft die Bezahlung nicht über das Portal ab, sondern die Auftraggeber vereinbaren individuell mit dem Babysitter das Gehalt. Bestenfalls bezahlen Eltern den Babysitter per Überweisung, damit sie, etwa für ihre Steuererklärung, einen Beleg haben.

Benutzerfreundlichkeit für die Auftraggeber7,1

Möchten die Eltern ihr Inserat einstellen oder bearbeiten, klicken sie einfach auf den entsprechenden Link. Dort haben sie die Möglichkeit, folgende Eingaben zu machen:

  • die Betreuungsform
  • ihre Haustiere
  • den Bedarf an bestimmten Tagen
  • den tragbaren Stundenlohn
  • spezifische Gesuche wie die Betreuung von kranken Kindern, von Kindern mit Behinderung, von Kindern mit spezieller Ernährung, von besonders schwierigen Kinder oder die Übernahme kleinerer Haushaltstätigkeiten
  • erforderliche Qualifikationen und Fähigkeiten, etwa der Abschluss eines Babysitter-Kurses, Erste Hilfe am Kind, eine bestimmte Berufsausbildung oder die Beherrschung einer Gebärdensprache
  • Alter und Geschlecht der Kinder
  • den Inseratstext

Zusätzlich können sie eine Gültigkeitsdauer einstellen, sodass ihr Gesuch automatisch an einem bestimmten Datum ausläuft.

Die Suche: begrenzte Filteroptionen

Wer sich selbst auf die Suche begeben möchte, gibt in die Suchleiste die gewünschte Betreuungsform sowie die Postleitzahl ein. Die Ergebnisliste ist im Grunde wie diejenige der Auftraggeber – mit dem einzigen Unterschied, dass hier mehr Profile ein Bild haben. Bereits in der Auflistung erscheinen zu jedem Profil das Alter, die Erfahrung in Jahren, der gewünschte Stundenlohn, die Sprachkenntnisse, der Wohnort, das Datum der Anmeldung und ein kurzer Begrüßungstext.

Zur Eingrenzung der Suchergebnisse können Eltern die Distanz verkleinern beziehungsweise vergrößern, den Stundenlohn anpassen und die Altersgruppen der Kinder definieren. Weiterhin besteht die Option, die Ergebnisse nach Alter zu sortieren. Die Filteroptionen beschränken sich somit auf ein Minimum.

Die Funktionen: Beschränkung auf das Nötigste

Klicken Interessierte ein Profil an, finden sie dort mehr Detailinformationen vor als bei den Auftraggebern – unter anderem Näheres zu der Erfahrung, dem persönlichen Hintergrund, dem bisherigen Betreuungsprofil und der Verfügbarkeit. Positiv hervorzuheben ist die Möglichkeit, aus vorgegebenen Zeitfenstern die verfügbaren Tage und Uhrzeiten auszuwählen. Leider wird dieses jedoch nicht als Kalender, sondern als Auflistung dargestellt, was den Überblick ein wenig erschwert.

Die Auftraggeber können die Babysitter leider nicht bewerten. Das ist ein klares Manko, denn Erfahrungsberichte und Bewertungen sind gute Entscheidungshilfen. Es besteht nicht die Möglichkeit, interessante Profile auf eine Merkliste zu setzen und diese gegebenenfalls mit Notizen zu versehen. Alle weiteren Angaben gleichen der Benutzeroberfläche eines Auftraggeber-Accounts.

Leider erhielten wir auch mit unserem Test-Profil als 30-jährige Mutter keinerlei Anfragen (Testzeitraum: eine Woche). Zumindest antworteten zwei von fünf Profilen auf unsere Nachrichten. Zwar fielen die Rückmeldungen recht bündig aus, mit der Angabe der Telefonnummer können weitere Details jedoch auch in einem persönlichen Gespräch geklärt werden.

Anmeldung, Sicherheit & Zahlung7,1

Die Registrierung ist zunächst, sprich die ersten neun Monate nach dem Neubeginn der Webseite im März 2017, für beide Parteien kostenlos. Mit welchen Kosten die Kunden nach diesem Zeitraum zu rechnen haben, darüber finden sich keine Angaben. Dementsprechend existieren vorerst kein Premium-Bereich und somit auch keine Kündigungsfrist. Die einzige Voraussetzung ist ein Mindestalter von 15 Jahren.

Für die Registrierung sind lediglich die Angabe einer E-Mail-Adresse, ein Passwort und der Name erforderlich. Anschließend erhält der Nutzer eine E-Mail, mit der er seinen Account bestätigen muss. Erst nach dem Login stellt er ein, ob er sein Account als Babysitter oder als Auftraggeber verwendet. Als Letztes folgen die Wohnortsangaben. Der Registrierungsprozess gestaltet sich also einfach und nimmt nur wenige Minuten in Anspruch.

Alle wichtigen Angaben zum Datenschutz sowie die allgemeinen Geschäftsbedingungen sind leicht auffindbar. Sensible Daten werden mit einer sicheren SSL-Verschlüsselung übertragen. Sicherheitsbescheinigungen wie ein TÜV-Siegel oder ein Trusted-Shop-Zertifikat fehlen allerdings.

Für alle, die unterwegs nach einer Kinderbetreuung oder Jobs Ausschau halten wollen, hält babysitter.de ebenfalls eine mobile Seite bereit. Auf eine App müssen Smartphone- und Tablet-Nutzer jedoch verzichten.

Hilfe & Support7,5

Die Betreiber der Plattform haben einen FAQ-Bereich eingerichtet, in dem die gängigsten Fragen beantwortet werden. Dieser ist zwar nicht sonderlich ausführlich, deckt jedoch alle wichtigen Themenbereiche ab. Für Ratschläge zur Kinderbetreuung können sich Mitglieder im Bereich „Tipps und Infos“ umsehen. Dort finden sie unter anderem einen Informationsbogen für Betreuer mit wesentlichen Angaben zu den Kindern und Erziehungsberechtigten sowie möglichen Ansprechpartnern vor. Ebenfalls zum Download bereit steht ein Datenblatt mit den wichtigsten Informationen zum Babysitter.

Bei offenen Fragen wendet sich der Nutzer per E-Mail, Telefon oder Kontaktformular an den Kundenservice. Angaben zur Erreichbarkeit gibt es leider nicht, lediglich die Kosten für ein Telefonat sind aufgeführt. Diese liegen bei 14 Cent pro Minute beziehungsweise maximal 42 Cent pro Minute aus den Mobilfunknetzen. Einen Chat-Support gibt es leider nicht. Auch über das Kontaktformular erhielten wir auf unsere Testanfrage innerhalb von wenigen Stunden eine sehr hilfreiche Antwort. Alles in allem ist der Kundenservice somit sehr empfehlenswert.

Zusammenfassung7,9

babysitter.de vermittelt nicht nur Babysitter, sondern auch Tagesmütter, Nannys und Leihomas. Besonders positiv ist die Tatsache, dass das Portal ohne kostenpflichtige Premium-Accounts auskommt. Leider ist die Webseite zum Teil etwas verwirrend aufgebaut – insbesondere die parallele Anlage von mehreren Accounts kann bei dem einen oder anderen Nutzer zu Irritationen führen. Erfreulicherweise ist das Portal jedoch international vertreten, sodass auch Kunden aus Österreich und der Schweiz nach einem Babysitter Ausschau halten können.

Die Profile und Gesuche sind erfreulicherweise sehr aussagekräftig – sie enthalten viele Details, sodass die Suche trotz der wenigen Filterkriterien schnell und bequem ist. Auch der Kundenservice ist zufriedenstellend. Lediglich die hohen Kosten für einen Support-Anruf stechen hier negativ ins Auge.