pCloud

pCloud logo
BEWERTUNG
9.5 / 10
Jenny Gebel
Aktualisiert: 05/11/2019
Pro
  • Gratis-Version mit bis zu 10 GB Speicher
  • Schnelle Synchronisation
  • Download- und Uploadlinks mit Gültigkeitsbegrenzung
  • Mit allen Betriebssystemen kompatibel
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Kontra
  • Keine Online-Bearbeitung der Dokumente möglich
  • Server in den USA
  • Verschlüsselung müssen Premium-User separat erwerben
FAZIT

pCloud ist ein Cloud-Speicher mit deutlichem Fokus auf digitale Mediadateien. Bereits in der kostenlosen Version erhalten Nutzer relativ viel Speicherplatz. Die kostenpflichtige, client-seitige Verschlüsselungsfunktion verwandelt den Speicher in einen sicheren Datentresor.

pCloud logo
Gesamt
Funktionen
Tarifumfang und Kosten
Sicherheit
Benutzbarkeit
Hilfe & Support

pCloud Test

Funktionen9,56

Auf unseren internetfähigen Geräten sammeln wir gern Dokumente, Bilder, Musik-Dateien und Videos, und das in großen Mengen. Da kann es schnell passieren, dass wir nicht mehr wissen, wo wir welches Dokument abgespeichert haben. Das Schweizer Unternehmen pCloud möchte mit seinem Cloud-Speicher Ordnung und Struktur in dieses Dateien-Wirrwarr bringen.

Für unseren Test stand uns das Paket Premium Plus inklusive pCloud Crypto zur Verfügung. Getestet haben wir den Cloud-Speicher auf Windows 10 und Android 8 (Oreo).

Die Basics von pCloud

Die Grundfunktionen eines Cloud-Speichers wie Speichern, Teilen und Synchronisieren von Dateien und Ordnern beherrscht pCloud selbstverständlich.

Downloadlinks kann der User mit einem Passwort schützen. Bei Uploadlinks lässt sich die Datenmenge begrenzen. Für beide Linktypen kann der Benutzer eine Gültigkeitsdauer festlegen.

Dateiverwaltungsfunktionen wie Suche, Umbenennen, Ordner erstellen oder Archivieren gehören ebenfalls zur Ausstattung dazu.

pCloud als Multimedia-Speicher

pCloud schlägt dem Nutzer eine Ordnerstruktur vor, die deutlich zeigt, dass diese Cloud nicht ein herkömmlicher Online-Speicher sein möchte. Der User findet nach der Anmeldung Ordner für Bilder, Videos und Musik vor.

Dies lädt natürlich dazu ein, Multimedia-Dateien, die auf der Festplatte viel Platz einnehmen, bequem in die pCloud auszulagern. Sie stehen dann praktischerweise auf allen Geräten zur Verfügung. In dieser Form präsentiert sich die Cloudlösung aus der Schweiz als ideale Speichererweiterung für Smartphone, Laptop und PC.

Interessanterweise bringt pCloud einen eigenen Mediaplayer mit. Darin können User Playlisten erstellen und ganze Musikbibliotheken anlegen. Und auch mit seiner Streaming-Funktion für Audiodateien hebt sich pCloud von anderen Cloud-Speichern ab.

Datenwiederherstellung in der Cloud

Spannend ist die Rewindfunktion. Sie spult gewissermaßen die Zeit zurück und zeigt, welche Dateien und Ordner zu einem bestimmten Zeitpunkt gespeichert waren. Über einen Kalender wählt der User Datum und Uhrzeit aus. Der Vorteil: Der User kann nach verloren gegangenen Dateien, Dokumentversionen oder Ordnern suchen.

Unbegrenzt ist dieser Rückwärtsgang jedoch nicht. Nutzer der Gratis-Version können maximal 15 Tage zurückblicken, und sie haben nicht die Möglichkeit, Dateien herunterzuladen. Premium- und Lifetime-User haben hier mehr Spielraum. Sie können tiefer in das Speichergedächtnis eindringen und Dateien herunterladen oder wiederherstellen. Unklar war im Test jedoch, wie lang der Zeitraum ist, den zahlende Nutzer überblicken können. In den FAQs ist von 30 Tagen die Rede, im Programm (Premium Plus) dagegen von 365 Tagen.

Wenn der User ein bereits gespeichertes Dokument herunterlädt, bearbeitet und anschließend wieder im Cloud-Ordner ablegt, archiviert pCloud die alte Version. Frühere Versionen eines Dokumentes kann der User auch über das Kontextmenü aufrufen. Er muss nicht jedes Mal die gesamte Dateiensammlung zurücksetzen.

Automatischer Upload & Backup

In der Smartphone-App kann der User einen automatischen Upload aktivieren. Mit dieser Einstellung lädt pCloud alle Fotos und Videos selbstständig in die Cloud hoch. Für eine automatische Sicherung von Festplatten oder Speichermedien ist diese Funktion jedoch nicht gedacht.

Der Menüpunkt „Backup“ ist ein wenig irreführend. Hierbei handelt es sich nicht etwa um die Sicherung von Festplatten, sondern in erster Linie um ein Backup von Medieninhalten aus sozialen Netzwerken. Wer auf Facebook und Instagram aktiv ist und seine Bilder oder Videos auf den dortigen Servern nicht sicher glaubt, kann in der pCloud noch eine Sicherheitskopie anlegen. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, alle Daten aus den Cloud-Speichern von Google, Microsoft und der Dropbox noch einmal zu sichern. Damit wird ein Wechsel zu pCloud vereinfacht.

Ein bisschen Webspace

Der Public-Bereich fungiert als eine Art Webspace. Das bedeutet, der Nutzer kann dort Bilder ablegen, einen Link dazu generieren und diesen in Forenbeiträgen, in einer Signatur oder auf einer Webseite einbetten. HTML-Text-Dateien wandelt pCloud sogar in eine statische Webseite um.

Vermisst haben wir eine Möglichkeit, Dokumente online zu bearbeiten oder ganz neu zu erstellen. Damit sind die Basis- und Premium-Pakete für die Nutzung im Unternehmensbereich eher ungeeignet. Für Business-Kunden hat das Schweizer Unternehmen die pCloud Business im Portfolio, die verschiedene Funktionen für eine Zusammenarbeit und Benutzerverwaltung umfasst.

Digital Assets Management: Wichtig für Unternehmen

Die DAM-Funktion ermöglicht es Unternehmen, die Download-Oberfläche nach ihren Vorstellungen zu individualisieren. Durch diese Branding-Funktion können auf den Downloadseiten ein individuelles Bild, beispielsweise ein Firmenlogo, einblenden, eine Überschrift einfügen und eine Beschreibung des Downloads bereitstellen. Kunden erkennen dann im Sinne des Corporate Design, von welchem Unternehmen die Daten angeboten werden, wenn sie einen entsprechenden Link anklicken. Außerdem versichern sie sich anhand der Beschreibung, auch wirklich die gewünschte Datei herunterzuladen.

Dabei stehen die gewohnten Standards 256-Bit-Verschlüsselung, unbegrenzte Dateigröße, Datei-Versionierung, Wiederherstellungsfunktionen, ein optionaler Passwortschutz sowie ein Linkablaufdatum und eine Online-Preview-Funktion für Bilder, Audio- sowie Videodateien zur Verfügung. Neu ist die Möglichkeit, für jeden Link eine Download-Statistik einzusehen. Die Funktion ist in allen Premium-Tarifen enthalten.

Tarifumfang und Kosten7,56

Für Privatnutzer hat pCloud zwei Premium-Pakete zusammengestellt. Die untenstehende Übersicht zeigt die jeweiligen Preise und Leistungen im Vergleich:

PaketnamePremiumPremium Plus
Speicherplatz 500 GB 2 TB
Download-Link-Traffic 500 GB 2 TB
Remote-Upload-Traffic unbegrenzt unbegrenzt
Dateien im Papierkorb werden gelöscht nach: 30 Tagen 30 Tagen
Preis bei monatlicher Zahlung 4,99 € 9,99 €
Kosten pro Jahr bei monatlicher Zahlung 59,88 € 119,99 €
Preis bei jährlicher Zahlung 47,88 € 95,88 €
Kosten pro Monat bei jährlicher Zahlung 3,99 € 7,99 €
Einmalige Zahlung (auf Lebenszeit*) 175 € 350 €
*) Lebenszeit wird angesetzt bei 99 Jahren des Zugangskonten-Besitzers

Wer sich für die Bezahlversion von pCloud entscheidet und jährlich zahlt, erhält also für durchschnittlich vier Euro im Monat einen Speicherplatz von 500 Gigabyte. Das ist im Vergleich zu anderen Wettbewerbern ein sehr gutes Preis-Leistung-Verhältnis.

Allerdings muss der Nutzer daran denken, dass das Verschlüsselungsfeature pCloud Crypto nicht inkludiert ist. Hierfür muss der Nutzer noch einmal in die Geldtasche greifen und, je nach Zahlungsintervall, zusätzlich rund vier bis fünf Euro pro Monat einplanen.

Was kostet die Business-Lösung von pCloud?

Das Leistungsangebot von pCloud Business umfasst einen Speicherplatz von einem Terabyte pro User zum Preis von rund 10 Dollar monatlich (etwa 8,50 Euro). Mindestens fünf User-Accounts sollte der Nutzer buchen; damit kostet ein Business-Account mindestens 50 Dollar im Monat (etwa 43 Euro). Bei jährlicher Zahlung gewährt pCloud einen Rabatt und berechnet nur rund 175 Euro pro Jahr. pCloud Crypto gehört bei dem Business-Paket zur Ausstattung dazu.
Auch die Erstellung eines kostenlosen Kontos ist möglich. Hier erhält der Nutzer einen Speicherplatz von zehn Gigabyte.

Die angegebenen Zahlungsoptionen beschränken sich auf PayPal und Kreditkarte (VISA, Mastercard und AMEX). Andere Zahlungsarten sind nach Absprache jedoch ebenfalls möglich.

Praktisch: pCloud for Family

Mit dem Paket pCloud for Family teilen Nutzer bis zu zwei Terabyte LIVETIME-Speicher und Premium-Funktionen mit bis zu vier Personen ihrer Familie. Der Speicherplatz kann hierbei individuell zwischen den Familienmitgliedern verteilt werden. Zudem erhält jedes Familienmitglied seinen eigenen persönlichen Bereich. Die einmaligen Kosten für das Paket betragen 500 Euro.

Sicherheit7,5

Datenschutz spielt gerade bei den Cloud-Speichern eine wichtige Rolle. Neben der obligatorischen TLS/SSL-Verschlüsselung der Datenübertragung sorgt pCloud für Ausfallsicherheit und garantierten Datenzugang. Die Daten werden auf mindestens drei Servern gespeichert, die sich nach Angaben von pCloud in hochsicheren Rechenzentren in Dallas, Texas, USA befinden. Der Service-Anbieter ist zertifiziert nach SSAE 16 SOC 1, Typ 2. Dieses Compliance-Zertifikat entspricht dem internationalen ISAE 3402-Standard und belegt, dass interne Kontrollprozesse einwandfrei funktionieren und keine Sicherheitsmängel auftreten.

pCloud greift damit nicht auf die Webservices von Amazon oder anderen Internetriesen zurück. Allerdings kann es für einige Nutzer ein Ausschlusskriterium sein, dass die Server in den USA stehen.

pCloud Crypto – Verschlüsselte Speicherung wichtiger Daten

Es besteht die Möglichkeit, das Verschlüsselungs-Feature pCloud Crypto dazu zu buchen (mehr zu den Preisen untern „Kosten“). Dieses ermöglicht eine client-seitige Verschlüsselung mit Passwortschutz. Die Daten werden also noch vor dem Upload in die Cloud verschlüsselt. Der Code, der nötig ist, um die Daten wieder zu entschlüsseln, und das Passwort kennt nur der User. Auch der Cloud-Anbieter kann nicht auf die gesicherten Dateien zugreifen. Damit folgt die gesicherte Datenspeicherung bei pCloud dem Zero-Knowledge-Prinzip.

Datenschutzregelung bei pCloud

Auch für die EU-Datenschutzgrundverordnung ist pCloud gerüstet. Ein Team von Verantwortlichen für Sicherheitsangelegenheiten sorgt dafür, dass die User von ihrem Recht auf Dateneinsicht sowie auf Löschung Gebrauch machen können.

pCloud erfüllt zwar die Sicherheitsauflagen und die Vorschriften der EU-DSGVO, aber der Server-Standort in den USA könnte dennoch Interessenten, vor allem aus dem geschäftlichen Bereich, abschrecken. Wer unsicher ist, kann sich an das Unternehmen wenden und sich informieren, warum welche Daten gespeichert und gesichert werden.

Benutzbarkeit9,78

Im Vergleich zu anderen Cloud-Services fällt zunächst auf, dass pCloud keine deutsche Sprachversion bietet. Davon einmal abgesehen, gehen Anmeldung und Installation schnell vonstatten. Der Anbieter fragt lediglich nach einer E-Mail-Adresse und einem selbstgewählten Passwort.

Ein kurzes Einführungs-Tutorial zeigt dem User, wie er seine Dateien vom jeweiligen Gerät in die Cloud befördert und welche Optionen zur Synchronisation es gibt.

Welche Zugangsoptionen habe ich bei pCloud?

In der Desktop-App integriert sich pCloud als virtuelles Laufwerk auf dem Windows-Rechner. Darin sammelt der User alle Dateien und Ordner, die er in der Cloud sichern möchte. Dies erfolgt einfach über das Kontextmenü von Windows (Klick mit rechter Maustaste). Alle diese Ordner und Dateien werden sofort in die Cloud geladen und stehen damit auch auf anderen Geräten, die mit der Cloud verbunden sind, zur Verfügung.

pCloud funktioniert auch mit Mac OS und Linux. Bei der App für mobile Geräte hat der Anbieter ebenfalls an alle gängigen Betriebssysteme (Android, iOS und Windows Mobile) gedacht. Der Webzugang macht die Zugangsliste komplett.

Ist noch alles up to date? – Die Synchronisation

Die Synchronisation funktionierte im Test tadellos. Bei der Anzeige einer Bilddatei blieb der Bildschirm jedoch schwarz, und das Laderädchen drehte sich unaufhörlich. Als Grund identifizierten wir allerdings eine schwache WLAN-Verbindung. Wie bei allen Online-Services ist eine stabile Internetverbindung natürlich zwingende Voraussetzung für die einwandfreie Funktionalität.

Die Benutzeroberfläche (Webversion)

Die Benutzeroberfläche im Web ist sehr übersichtlich aufgebaut. Auf der linken Seite befindet sich das Hauptmenü, mit dem der User durch die verschiedenen Dateien und die verschlüsselten Ordner navigiert sowie Übersichten aller Download-Links und geteilter Inhalte aufruft. Dank dieser schnellen Abfrage der erstellten Links und der geteilten Dateien und Ordner behält der User den Überblick darüber, wer von außen auf welche Bereiche der pCloud zugreifen kann; er kann mit wenigen Klicks entsprechende Anpassungen vornehmen.

pCloud als Musikspeicher

In der Webversion ist außerdem noch ein Audio-Ordner ausgelagert, der als Musikbibliothek fungiert. Alle Audio-Dateien, die der User bereits in dem Ordner „My Music“ gespeichert hat, werden hier noch einmal erfasst und, wenn vorhanden, auch Metadaten wie Interpret, Album und Genre anzeigt. Eine Möglichkeit, die Daten zu ergänzen, scheint jedoch nicht vorhanden zu sein. Weder im Musikverzeichnis noch im Ordner „My Music“, dem eigentlichen Ablageort der Datei, fanden wir eine Option, um die Informationen zu ergänzen. Songs im Mediaplayer abspielen und Playlisten erstellen kann man allerdings auch direkt im Musik-Ordner. Der separate Audio-Bereich ist dafür nicht nötig.

In der Android-App ist der Audiobereich nicht vorhanden. Dort ruft der User die Audiodateien über die Filter oder über den Musik-Ordner auf. Wenn er sich an die Struktur von pCloud hält, findet er sie alle dort aufgelistet. Das Fehlen des Audiobereichs in der Android-Version ist wenig nachvollziehbar: Gerade in der App würde sich eine gesonderte Musikbibliothek anbieten, da viele User über das Smartphone Musik hören.

Videos gibt der Mediaplayer nicht wieder. Dazu greift die pCloud-App auf den Videoplayer des Smartphones zu.

Ein Pluspunkt geht an die App-Version für ihr deutschsprachiges Hauptmenü.

Dateien suchen und finden

Die Suchfunktion bietet eine Filterung nach Dateitypen (Dokumente, Audio, Video, Bilder oder Archiv). Praktisch ist der Wechsel zwischen Listen- und Grid-Ansicht. Fotos lassen sich oft einfach besser durchsuchen, wenn der User das Bild als großes Symbol sieht. Irritierend ist jedoch, dass für beide Ansichten nur ein Icon verwendet wird, und zwar das Grid-Symbol. Das Listensymbol daneben verbirgt die Auswahl der Sortiermodifikationen (Ascending, Descending, Folders First und weiteres).

Und wenn es keine Internetverbindung gibt?

In der mobilen Anwendung kann der User einzelne Dateien und Ordner für die Offline-Nutzung markieren. Bei der PC-Version stehen die Dateien jederzeit im pCloud-Laufwerk zur Verfügung. Nur auf die Liste mit den Dateiversionen muss der User leider verzichten.

Vermisst haben wir eine Möglichkeit, Dateien zu bearbeiten. Der User kann eine Voransicht aufrufen, aber keine Änderungen vornehmen, zumindest nicht in der Premium-Plus-Version. Für ein kleines Team ist dieses Paket daher wenig geeignet. Die Business-Version von pCloud ist kein Bestandteil des Tests.

Hilfe & Support8,0

Die Support-Angebote findet der User im Footerbereich der Produktwebseite aufgelistet. Die häufigsten Fragen beantwortet die umfangreiche Sammlung an FAQs. Diese überzeugt durch eine übersichtliche Gliederung und eine Suchfunktion. In der Android-App sind die FAQs sogar auf Deutsch abrufbar.

Das Team vom technischen Support erreicht der Kunde per E-Mail beziehungsweise über das Kontaktformular auf der Webseite. Die Telefonnummer für den Support versteckt sich im Abschnitt „Request Help“. Die Mitarbeiter sind montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr über eine Schweizer Festnetznummer erreichbar. Zahlende Kunden (Premium-User) dürfen sogar einen 24/7-Support erwarten. Nach 17 Uhr erfolgt dieser dann nur per E-Mail. Ein Live-Chat ist nicht vorhanden.

Kunden sollten beachten, dass pCloud bei diesen Anfragen keinen deutschen Kundenservice anbietet. Nur mit Englisch kommt man hier weiter.

Positiv ist uns im Test die schnelle Reaktion aufgefallen. Innerhalb von wenigen Minuten wurden unsere Anfragen freundlich und ausführlich beantwortet.

Vom Umfang her reicht das Support-Angebot auf jeden Fall aus – schließlich ist die Bedienung eines Cloud-Speichers leicht verständlich. Einziges Manko: Die Kommunikation mit dem Support-Team erfolgt ausschließlich auf Englisch.

Zusammenfassung9,48

Der Schweizer Cloud-Speicher pCloud stellt sich mit soliden Leistungspaketen auf. Schon in der kostenfreien Basisversion verfügt der User über 10 Gigabyte Speicherplatz. Dies ist im Vergleich zu anderen Anbietern relativ viel. Die MagentaCloud bietet ebenfalls 10 Gigabyte an. Nur Google Drive bleibt mit 15 Gigabyte der Spitzenreiter.

Erweitern lässt sich die pCloud durch ein Empfehlungssystem, das viele User schon von der Dropbox kennen. Maximal 10 Gigabyte zusätzlichn Speicher kann der User erhalten, wenn er den Cloud-Speicherdienst erfolgreich im Freundes- und Bekanntenkreis bewirbt. Dieses Angebot wird in diesem Cloud-Speicher-Vergleich nur von der Telekom übertrumpft, die ihren Festnetz- und Mobilkunden insgesamt 25 Gigabyte Cloud-Speicher zur Verfügung stellt.

Wer bereit ist, Geld für den pCloud-Premium-Service zu bezahlen, erhält stolze 500 GB bis 2 TB Speicherplatz.

Features wie Mediaplayer, Diashow und Social-Media-Backup machen pCloud zu einer Empfehlung für Nutzer, die ihre Musik-Dateien und Fotos zentral in einer Cloud ablegen und organisieren möchten. Funktionen zur Erstellung oder Bearbeitung von Dokumenten fehlen hingegen.

Im Praxistest überzeugte pCloud mit einer schnellen Synchronisierung auf allen Geräten. Die Bedienung erschließt sich sehr leicht. Pluspunkte gibt es außerdem für die Kompatibilität mit allen gängigen Betriebssystemen und die Funktionen zur Datenwiederherstellung.

Der Serverstandort liegt in den USA. Für viele Privatnutzer ist dies sicherlich kein Ausschlusskriterium, eine Firma könnte dies jedoch kritischer sehen. Das Schweizer Unternehmen hält sich selbstverständlich an die neue EU-DSGVO. pCloud bietet zudem eine client-seitige Verschlüsselungsfunktion mit Zero-Knowledge-Privacy. Premiumkunden müssen dafür jedoch extra bezahlen.

pCloud stellt seinen Nutzern bietet viele hilfreiche Info auf seiner Homepage, und das Support-Team beantwortet Anfragen äußerst schnell. Allerdings sind für einen Direktkontakt und für den Hilfebereich der Desktop-Version Englischkenntnisse erforderlich. In der App waren Menü und FAQs erfreulicherweise auch auf Deutsch verfügbar.

Insgesamt ist pCloud ein Cloud-Speicher, der sich vor allem an User richtet, die Fotos, Video und Musikdateien zentral und für jedes internetfähige Gerät zugänglich speichern möchten. Die kostenlose Basisversion ist auf jeden Fall einen Test Wert.