luckycloud

Jenny Gebel
Pro
  • Individuell anpassbare Leistungspakete
  • End-to-End-Verschlüsselung
  • Clients und Apps für alle gängigen Betriebssysteme
  • Drag-and-Drop-Bedienung
  • Datenversionierung
  • Kompetenter, freundlicher Support
Kontra
  • Noch keine Weboffice-Funktion
  • Keine integrierten Tutorials
Fazit luckycloud ist ein Cloud-Speicher mit besten Sicherheitsfeatures wie End-To-End-Verschlüsselung und Codierung nach AES-256-Standard. Flexible Konditionen sowie Mail- und Team-Funktionen machen den Dienst zu einer Empfehlung sowohl für Privatnutzer als auch für Unternehmen.
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Luckycloud Test

Funktionen

4,80 Pkt

Cloud-Speicher werden von einigen Internetusern in der heutigen Zeit sehr kritisch betrachtet. Einerseits ist es bequem, Daten auf einem Server im Internet zu speichern. Über eine mobile oder eine Web-App kann der User bei Bedarf von jedem internetfähigen Gerät darauf zugreifen. Andererseits beweisen Meldungen in den Medien über Datendiebstähle und Hackerangriffe, dass die Datenspeicherung in der Cloud auch ein Sicherheitsrisiko ist. Hinzu kommt die Frage: Wer kann außer mir noch auf meine gespeicherten Daten zugreifen?

luckycloud startseite
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luckycloud kombiniert Cloud-Speicher mit Verschlüsselung und Datenschutz.

Sichere Cloud-Speicherung ohne Überwachung

Für diese Sicherheitsbedenken bietet der Cloud-Speicher luckycloud eine Lösung an. Er möchte den Usern die Furcht, vor Datendiebstahl nehmen. Sichere End-to-End-Verschlüsselung und Zero-Knowledge-Cloud sind die "Zauberwörter", die das Angebot des Berliner Cloud-Speicher-Anbieters auszeichnen.

Das Speicherplatzangebot beginnt bei 10 Gigabyte und ist nach oben hin offen. Damit lassen sich auch größere Datenmengen, die in einem kleinen oder mittelgroßen Unternehmen anfallen, in luckycloud sichern. Der User hat in jedem Tarif die Möglichkeit, die Speicherkapazität flexibel anzupassen.

luckycloud konfigurator
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Per Schieberegler passt der User die gewünschte Speicherkapazität im Dashboard an.

Ansonsten bietet luckycloud alle Funktionen, die man von einem modernen Cloud-Speicher erwartet:

  • Übersichtliche Dateiorganisation
  • Einfacher Datenaustausch mit registrierten und nichtregistrierten User
  • Zuverlässige Dateisynchronisation
  • Einbindung als Netzlaufwerk
  • Inkrementelle Datensicherung
  • Diverse Zugriffsmöglichkeiten über Clients, mobile Apps und andere Schnittstellen (unter anderem WebDAV)
  • Intuitive Drag-and-Drop-Bedienung

Für den sicheren Datenaustausch legt der User fest, ob ein Link zum Download beziehungsweise zum Upload dienen soll. Auch die Freigabe ganzer Ordner und Bibliotheken ist möglich. Ergänzend dazu kann der Anwender den Gültigkeitszeitraum der Freigaben zeitlich einschränken.

Arbeiten im Team

Darüber hinaus punktet luckycloud mit seinen Kollaborationsfunktionen. Bei der Erstellung neuer Benutzerprofile legt der Administrator im Team-Manager die Benutzer- und Zugriffsrechte für jeden User genau fest. Unbefugte Einblicke in Dokumente oder Zugriffe sind damit ausgeschlossen.

Des Weiteren können User direkt auf dem Portal Office-Dokumente erstellen. Die Bearbeitung ist jedoch nur lokal auf dem PC mit der entsprechenden Software möglich. Nach Angaben des Herstellers soll sich dies jedoch demnächst ändern. Geplant ist ein Update, bei dem die Open-Source-Officesoftware Collabora integriert wird. Dann wird auch die Online-Bearbeitung von Dokumenten möglich sein.

Eine Locking-Funktion sperrt den Zugang zu einem Dokument, wenn es bereits bei einem anderen Benutzer geöffnet ist. Dies hilft, Dateikonflikte und Speicherfehler zu vermeiden.

Wiederherstellung und Datensicherheit

luckycloud arbeitet mit einer Versionierung, das heißt bei jeder Änderung erstellt die Cloud einen "Schnappschuss" beziehungsweise einen Sicherheitspunkt, der dokumentiert, wie die Bibliothek vor der Veränderung aussah. In ähnlicher Weise werden auch Änderungen in den Dokumenten erfasst. Bei Bedarf kann der User so eine frühere Version aufrufen oder (versehentliche) Änderungen rückgängig machen, auch wenn die Datei bereits im Papierkorb gelandet ist.

luckycloud dateiversionen
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Die Versionen einer Datei ruft der User im Auswahlmenü auf.

Praktisch ist außerdem die Funktion Remote Wipe. Diese erlaubt es, per Fernsteuerung Daten von einem mobilen Gerät zu entfernen, welches aus der Cloudkonfiguration entfernt wurde. Die Maßnahme sorgt vor allem bei einem Gerätediebstahl oder bei einem Personalwechsel in einer Firma für Daten- und Zugriffssicherheit.

Erweiterung durch Mail-Funktionen

luckycloud kombiniert Cloud-Speicher- und E-Mail-Funktionen. Beide Bereiche stehen in dem Angebot unabhängig nebeneinander. Unternehmen können jedoch auf diese Weise Kommunikationstools und Kollaborationsoptionen für die Teamarbeit aus einer Hand erhalten. Auch der E-Mail-Bereich bietet alle üblichen Funktionen, die der Nutzer auch von anderen Anbietern kennt. Ähnlich wie beim Cloud-Speicher lassen sich Speicherplatz und Anzahl der E-Mail-Adressen flexibel einstellen.

Kosten

4,90 Pkt

Aktuell nimmt luckycloud einen Relaunch vor und stellt auch sein Preissystem um. Das neue Pricing sieht folgende Tarifstaffelungen vor:

TarifStarterTeamsProfessional
Preis pro Monat2 Euro8 Euro14 Euro
Speicherplatz10 GB50 GB50 GB
Kosten Speicherplatz20 Cent / GB10 Cent / GB10 Cent / GB
Team-Manager
Mail-Speicher5 GB
E-Mail-Adressen2
Preisübersicht von luckycloud.

Die oben genannten Preise und Leistungspakete sollten interessierte Kunden jedoch als Vorschläge verstehen.

Flexible Anpassung der Leistungen

Über den Tarif-Konfigurator im Dashboard von luckycloud passt der Nutzer die Konditionen nach Bedarf an. Wer kurzfristig weiteren Speicherplatz, E-Mail-Adressen oder Benutzeraccounts für das Team benötigt, verschiebt den entsprechenden Regler und erhält ein neues Leistungsangebot. Danach bleiben dem User zwei Möglichkeiten, um die gewünschten Dienstleistungen zu bezahlen: Entweder er nimmt eine verringerte Restlaufzeit seines laufenden Vertrages in Kauf oder er bucht die neuen Konditionen und zahlt diese mit Geld.

luckycloud Restlaufzeit verrechnen
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Für kurzfristige Tarifänderungen lohnt sich die Verrechnung mit Restlaufzeit.

Kostenlose Nutzung von luckycloud?

Kostenlose Servicepakete bietet luckycloud nicht an. Zu den Grundsätzen der Anbieter gehört es, keine Kundendaten zu sammeln oder die Nutzerkonten für Werbeeinblendungen zur Verfügung zu stellen. Interessierte User können das Angebot 14 Tage lang kostenfrei und unverbindlich testen.

Sicherheit

5,00 Pkt

Die Sicherheit der Daten ist eines der wichtigsten Kriterien beim Vergleich von Cloud-Speichern.

Kryptographisches Speichern in der Cloud

Durch die sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung unterscheidet sich der deutsche Cloud-Anbieter luckycloud von Konkurrenten wie Dropbox oder Google Drive. Sie erfolgt über den Synchronisations-Client, den der User auf dem PC installieren muss. Die Open-Source-Software, die luckycloud dafür verwendet, basiert auf dem erprobten, freien Programm Seafile. Mit der AES256/CBC-Methode werden die Daten auf dem PC verschlüsselt bevor sie in die Cloud synchronisiert werden. Die verschlüsselte Übertragung ist jedoch kein Muss.

Werden Daten über den Browser in die Cloud geladen, greift eine Sicherung über das TLS-Protokoll.

Nur nicht den Schlüssel verlieren!

Als Zero-Knowledge-Cloud speichert luckycloud die Verschlüsselungspasswörter nicht ab. Die Zugangsdaten zum Entschlüsseln der Daten verbleiben komplett beim User. Die Betreiber kennen die Verschlüsselungsdaten ebenfalls nicht und können daher nicht auf die gespeicherten Daten zugreifen, auch nicht über "Hintertürchen" (Backdoors). Das bedeutet für den User, dass er selbst für die Decodierungsschlüssel verantwortlich ist. Dieses Verfahren gewährleistet andererseits hohe Sicherheit der gespeicherten Daten. Mehr als einige Metadaten könnte ein Hacker durch diese Verschlüsselung nicht herausziehen.

Der Serverstandort Deutschland versteht sich bei diesem Sicherheitskonzept von selbst.

luckycloud Passwortschutz
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Egal ob Web-Interface oder Desktop-Client: Für eine verschlüsselte Bibliothek braucht der User das richtige Passwort.

Benutzbarkeit

4,70 Pkt

Für den Test von luckycloud erhielten wir dankenswerterweise einen Testzugang sowie eine Einführung in die Funktionen durch den Gründer Luc Mader.

Anmeldung und Client-Installation

Die Anmeldung bei luckycloud ist innerhalb von einer Minute erledigt. Mit einem Benutzernamen, einer E-Mail-Adresse und einem Passwort ist der User dabei. Weitere persönliche Daten gibt der Benutzer freiwillig an. Eine E-Mail-Adresse für die Rücksetzung des Zugangspasswortes ist keine Pflichtangabe. Sie wird jedoch empfohlen.

Eine Anmeldung via Facebook-Account oder Google+ ist nicht möglich.

Die Installation des Desktop-Clients Seafile geht ebenfalls leicht von der Hand. Im Zweifelsfall helfen die Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die der User auf der Webseite findet. Mithilfe der Software Seadrive lässt sich luckycloud auch als virtuelles Laufwerk auf dem Rechner integrieren.

Das Login- und Logout-Prozedere wurde in der neuen Version deutlich vereinfacht. Früher musste sich der User im Dashboard und im Cloud-Speicher oder im Mail-Account jeweils separat an- beziehungsweise abmelden. Nach dem Relaunch ist der User mit dem Login im Dashboard automatisch auch bei den anderen Anwendungen angemeldet. Auch die Abmeldung erfolgt bequem über einen Klick.

luckycloud Anmeldung
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Für die Registrierung benötigt der User nur eine E-Mail-Adresse und ein Passwort.

Die Dateiorganisation in luckycloud

Dateien und Ordner werden bei luckycloud in sogenannten Bibliotheken organisiert. Diese kann sich der User als verschließbare beziehungsweise "verschlüsselbare" Stahlschränke vorstellen.

Per Drag- and Drop verschiebt der User die Dateien über den Client oder über das Web-Interface in den gewünschten Cloud-Ordner. Dateiupload und -synchronisation erfolgten im Test schnell und zuverlässig. Symbole wie eine Wolke oder ein grünes Häkchen zeigen dem User im Client, dass die Bibliothek in der Cloud oder vollständig synchronisiert auf dem Rechner liegt.

Das Dashboard

Die Benutzeroberfläche im Web hilft dem User dabei, Übersicht über die Verwendung der gespeicherten Daten zu behalten.

Mithilfe der Volltextsuche findet der User auch bei großen Datenmengen schnell das richtige Dokument. Die Suchfunktion umfasst Dateinamen sowie Inhalte der Dokumente.

Über das Seitenmenü ruft der Benutzer alle Aktivitäten auf, die in der Cloud erfolgt sind und listet die freigegebenen Bibliotheken, Dateien und Ordner auf.

luckycloud teammanager
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Das Web-Dashboard zeigt die Konfiguration übersichtlich an.

Auch die Geräte, die mit luckycloud verbunden sind, kann sich der User anzeigen lassen und den Zugang gegebenenfalls sperren.

Schnittstellen und Zugänge

Für folgende Betriebssysteme bietet luckycloud Clients und Apps an:

  • Desktop-Sync-Client für Windows (ab Vista bis Windows 10)
  • Desktop-Sync-Client für Mac (ab 10.7 oder neuer)
  • Desktop-Sync-Client für Linux (Ubuntu, Debian, Fedora)
  • App für Android
  • App für iPad / iPhone
  • Drive-Client für Windows und Linux
luckycloud Client Ordnersynchronisation
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Die Synchronisation einzelner Ordner ist über den Client ebenfalls möglich.

Hinzukommen wird noch ein Drive-Client für Mac OS. Ein Upload via FTP ist auch Sicherheitsgründen nicht möglich.

Insgesamt bietet luckycloud damit den gleichen Bedienkomfort, den User auch von großen Anbietern wie Dropbox kennen, jedoch erweitert um die End-to-End-Verschlüsselung und den Zero-Knowledge-Ansatz.

Hilfe & Support

4,65 Pkt

Neben der Datensicherheit in der Cloud spielen für das Team von luckycloud selbstverständlich auch Service und Kundenzufriedenheit eine wichtige Rolle.

Auf der Webseite findet der Nutzer gut strukturierte FAQs, die eine Überblick über das Angebot und die Funktionen geben. Detaillierte Installationsanleitungen helfen bei der Einrichtung von Clients und E-Mail-Diensten. Das Scroll-Rädchen der Maus wird dabei zwar stark beansprucht, doch das schmälert nicht den Nutzen des Support-Angebotes. Ein integriertes Tutorial, das den Nutzer direkt in der Anwendung alle Funktionen zeigt, wäre für die Zukunft wünschenswert.

luckycloud Hilfe Client einrichten
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Ein kurzer Info-Text hilft dem User bei der Einrichtung des Clients.

Ergänzend dazu beantwortet das Team Kundenanfragen per Telefon und via E-Mail. Die Hotline ist für Privatnutzer werktags von 9 bis 20 Uhr geschaltet. Geschäftskunden erhalten einen 24/7-Service. Nur einen Chat-Support haben wir vermisst.

Das Team nimmt sich viel Zeit, um die Kundenanfragen ausführlich zu beantworten. Bei dieser persönlichen Betreuung nimmt man als Nutzer gern etwas Wartezeit in Kauf.

Zusammenfassung

4,81 Pkt

Der deutsche Cloud-Anbieter luckycloud kombiniert den Komfort eines Cloud-Speichers mit sicherer End-to-End-Verschlüsselung. Bei der Verschlüsselung setzen die Entwickler von luckycloud auf ein sicheres Verfahren, bei dem das Entschlüsselungspasswort beim Nutzer bleibt. Auch die Anbieter haben damit keinen Zugriff auf die Daten im Cloud-Speicher.

Die Client-Software basiert zudem auf Open-Source-Programmen. Wer sich mit Programmierung auskennt, kann den vollständigen Code einsehen. Auch sonstige Zweifler können die Software auf mögliche Hintertürchen prüfen lassen.

Beim Bedienkomfort überzeugte der Cloud-Speicher mit vielen Schnittstellen, schneller Synchronisation und verschiedenen Funktionen für die Teamarbeit.

Darüber hinaus bietet das Team von luckycloud den Usern zahlreiche Online-Hilfen an und beantwortet Kundenfragen per E-Mail und am Telefon.

Anders als Dropbox & Co. bietet luckycloud keine kostenlosen Dienste an. Der Preis, den Internetuser für kostenlose Dienstleistungen zahlen sind Werbeeinblendungen und/oder ein eingeschränkter Funktionsumfang. Die Anbieter möchten den Nutzer jedoch nicht zum Produkt machen und Daten oder Zugänge für Werbung freischalten. Knapp zwei Euro pro Monat kostet das Starterpaket. Das ist für einen Cloud-Speicher mit sicherer Verschlüsselung nicht zu viel verlangt.

Insgesamt ist luckycloud eine Empfehlung für Privatnutzer und kleine bis mittelgroße Unternehmen mit einem Bewusstsein für Datenschutz und Privatsphäre im Internet.