FamilySearch

Simon Halder
Pro
  • Einfache Bedienbarkeit bei der Stammbaumerstellung
  • sofortiger Abgleich mit der Datenbank
Kontra
  • Wenig Schutz der Privatsphäre
  • Daten sollten von allen Mitgliedern bearbeitet werden können
Fazit Mit über vier Milliarden verfügt FamilySearch über die größte Menge an Personendaten weltweit. FamilySearch bündelt Ahnenforschung und Stammbaumerstellung auf einer Webseite.
FamilySearch Zum Anbieter

FamilySearch Beschreibung

Leistung

4,80 Pkt

FamilySearch ist ein Dienst der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, besser bekannt als Mormonen. Die Familie, die eigene Familiengeschichte sowie die Verbindung der unterschiedlichen Generationen sein für Mormonen von zentraler Bedeutung. Das liegt daran, dass es nach ihrem Glauben möglich ist, mittels eines Stellvertreters auch Verstorbene zu taufen. Damit werden die Toten rückwirkend in die Mormonengemeinde aufgenommen und können sozusagen noch im Jenseits zum „richtigen“ Glauben finden.

Ursprünglich wurde FamilySearch im Jahr 1984 als Genealogische Gesellschaft von Utah gegründet und widmet sich dem Erhalt von Aufzeichnungen (beispielsweise Geburts- und Sterbeurkunden) der gesamten Menschheit. Die Datenbank verfügt aufgrund dieser langjährigen Praxis über die weltgrößte Sammlung genealogischer und historischer Aufzeichnungen und kann somit auf vier Milliarden Personendaten zurückgreifen.

Stammbaum
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Ausschnitt aus einem Stammbaum bei FamilySearch

Suche in der Datenbank mit über vier Milliarden Personen

Nutzer können, nachdem sie sich registriert haben, die Suchfunktion uneingeschränkt nutzen, um in der Datenbank nach ihren Ahnen zu forschen. Bei der Suche hat der Nutzer die Möglichkeit, nach dem Namen, dem Vornamen, dem Geburts- und Sterbeort sowie den Geburts- und Sterbedaten zu filtern. Bei der Suche sollten die Forscher allerdings beachten, nicht mehr Felder auszufüllen als unbedingt nötig, denn mit einer ungenauen Suche lassen sich auch unvollständige Einträge finden. Für die Suche sollte der Kunde am besten mit dem Familiennamen und einem Ortsnamen starten.

Neben der großen Datenbank bietet FamilySearch auch die Möglichkeit einen eigenen Stammbaum anzulegen. Neben den reinen personenspezifischen Daten lassen sich auch Notizen, Fotos, Dokumente und Scans zu den Datensätzen hinzufügen. Alle hochgeladenen Medien können in einer Erinnerung-Galerie jederzeit betrachtet werden. FamilySearch bietet sogar die Möglichkeit, einzelne Fotos und Dokumente als Favoriten zu markieren und damit besonders hervorzuheben. Auch die Anzeige des Stammbaums lässt sich variieren und an die Vorlieben des Nutzers anpassen. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich den Stammbaum als Fächer anzeigen zu lassen.

Wie auch bei anderen Genealogie Softwares besteht bei FamilySearch die Möglichkeit, bereits erstellte Ahnenforschung als GEDCOM auf die Webseite zu übertragen.

GEDCOM

Hierbei handelt es sich um ein Datenformat, das den Austausch von Daten zwischen verschiedenen Computerprogrammen zur Genealogie ermöglicht. Es ist rein textbasiert und erhält die Daten der einzelnen Personen eines Familienstammbaums sowie Informationen über ihre familiären Beziehungen. Entwickelt wurde das Datenformat von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen).

Tarifsystem

4,80 Pkt

FamilySearch versteht sich als gemeinnütziger Dienst und kann daher komplett kostenlos in Anspruch genommen werden. Nach einer Registrierung kann der Kunde bereits loslegen und den eigenen Stammbaum gestalten sowie in der Datenbank nach Vorfahren suchen.

Bedienung und Performance

4,30 Pkt

Die Webseite steht neben Deutsch und Englisch auch in acht weiteren Sprachen zur Verfügung. Obwohl FamilySearch ursprünglich aus den USA stammt, befinden sich auch sehr viele deutschsprachige Dokumente in der Datenbank.

Eingaben werden automatisch mit der Datenbank abgeglichen

Die Erstellung des eigenen Stammbaums funktioniert sehr einfach. Die Benutzeroberfläch bedient sich universell verständlicher Symbole. Der Anwender kann ohne Schwierigkeiten weitere Familienmitglieder zu seinem Stammbaum hinzufügen und diesen so stetig ausbauen. Beim Hinzufügen einer neuen Person gleicht FamilySearch die Angaben umgehend mit der Datenbank ab. Ergibt dieser Vorgang eine Übereinstimmung, können die kompletten Datensätze in den eigenen Stammbaum integriert werden. Die Webseite macht den Nutzer außerdem durch Icons darauf aufmerksam, bei welchen Personen noch Angaben, wie beispielsweise Geburts- oder Sterbedaten fehlen.

Im Unterschied zu vielen anderen Online-Datenbanken zeichnet sich der Familienstammbaum von FamilySearch dadurch aus, dass nahezu jede Angabe individualisierbar ist - Ausnahmen stellen lediglich die Daten von lebenden Personen dar. Die Datenbank ist darauf ausgerichtet, auch in Zukunft die erste Anlaufstelle in Sachen Familienforschung zu sein. Auch nach dem Tod der jetzigen Bearbeiter soll die Datenbank stetig erweitert und vervollständigt werden können. Forscher, die einen Datensatz eines anderen Nutzers ändern, sollen diese Korrekturen begründen, im Idealfall mit einer Informationsquelle. Werden Daten geändert, kann dies in der Rubrik Diskussionen nachvollzogen werden.

FamilySearch bietet Apps für Android und iPhone an, mit der die Ahnenforschung auch mobil betrieben werden kann.

Personenueberpruefung
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FamilySearch gleicht die erfassten Daten sofort mit der Software ab und macht auf Übereinstimmungen aufmerksam.

Support & Datenschutz

4,00 Pkt

FamilySearch bietet eine gebührenfreie Telefonhotline an. Daneben besteht die Möglichkeit, den Support per E-Mail zu kontaktieren. Auch ein ausführlicher FAQ Bereich ist unter „Hilfe“ auf der Webseite zu finden.

Zusammenfassung

4,48 Pkt

FamilySearch besitzt die weltweit größte Datenbank an historischen und genealogischen Daten. Interessierte Ahnenforscher können sich kostenlos anmelden und sowohl nach weiteren Verwandten suchen, als auch einen eigenen Stammbaum anlegen. Die Webseite lässt sich einfach bedienen und verfügt über viele nützliche Funktionen.