NordVPN

Andreas Kiener
Pro
  • Spezielle Technologie für einfaches Streaming
  • Hohe Sicherheit durch doppelte VPN-Verbindung
  • Maximale Anonymität mittels Onion over VPN
  • Keine Speicherung von Verbindungsdaten
  • Bezahlung mit Bitcoin, um Anonymität zu wahren
Kontra Support und Dokumentation nur auf Englisch
Fazit NordVPN ist eine sichere, schnelle, benutzerfreundliche und erschwingliche VPN-Software. Zudem lässt sie sich damit bis zu sechs Geräten gleichzeitig nutzen. Eine klare Empfehlung!

NordVPN Test

  • Durchschnittliche Download-Geschwindigkeit
    Mehr ist besser.
  • 2. NordVPN
    44,9 Mbit/s
  • 38,2 Mbit/s
  • 43,2 Mbit/s
  • Kategorie-Durchschnitt
    58,7 Mbit/s
  • Durchschnittliche Upload-Geschwindigkeit
    Mehr ist besser.
  • 2. NordVPN
    43,1 Mbit/s
  • 42,4 Mbit/s
  • 41,4 Mbit/s
  • Kategorie-Durchschnitt
    50,4 Mbit/s
  • Durchschnittliche Latenzzeit
    Weniger ist besser.
  • 2. NordVPN
    22,7 ms
  • 17,0 ms
  • 13,0 ms
  • Kategorie-Durchschnitt
    21,3 ms
NordVPN Zum Anbieter

Sicherheit

4,29 Pkt

Eine VPN-Software dient unter anderem der Sicherheit: Das virtuelle Netzwerk soll Anwender davor schützen, dass ihre Daten auf dem Weg über das Internet ausgespäht werden. Um das zu gewährleisten, setzt NordVPN auf Verschlüsselung mit AES-256.

Als Standard-Protokoll verwenden die Apps von NordVPN das sehr sichere OpenVPN. Der VPN-Anbieter unterstützt aber auch IKEv2/IPsec. Dieses Verschlüsselungsprotokoll vereint Sicherheit mit Stabilität und Geschwindigkeit. Es ist das Default-Protokoll für die iOS- und macOS-Apps.

Ad-Blocker mit eingebautem Malware-Schutz

Für eine Extraportion Sicherheit sorgt CyberSec. Dabei handelt es sich um einen Werbe- und Malware-Blocker, der in die Software von NordVPN eingebaut ist und ähnlich funktioniert wie die Browser-Erweiterungen Adblock Plus oder uBlock Origin. CyberSec überprüft Websites anhand von branchenüblichen Blocklisten und hält so Online-Werbung und Webseiten mit Malware vom Rechner des Nutzers fern. Das Feature kann mehr als eine Browser-Erweiterung: Da es den gesamten Datenverkehr überwacht, nicht nur den des Browsers, verhindert es auch, dass Malware „nach Hause telefoniert“, falls der Computer bereits infiziert ist.

VPN Software NordVPN Settings
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CyberSec kann der Anwender in den Einstellungen aktivieren.

Keine Logs, keine Leaks

Der Anbieter NordVPN verspricht, keine Logfiles der Internetaktivitäten der Nutzer zu speichern. Das versprechen so gut wie alle VPN-Anbieter. Ob sie sich an dieses Versprechen halten, können wir im Rahmen unseres Tests naturgemäß nicht nachprüfen. Wie ernst es gemeint ist, zeigt jedoch ein Blick in die Datenschutzrichtlinien. Ein genaues Protokoll aller besuchten Websites legt natürlich kein Anbieter an, viele speichern aber zum Beispiel den Datenverbrauch oder die Nutzungszeiten. Bei NordVPN ist laut Datenschutzrichtlinien auch das nicht der Fall. Der Anbieter beobachtet allerdings die Serverauslastung. Das ist für den reibungslosen Betrieb eines VPN-Netzwerks notwendig und kann kaum als Sammeln persönlicher Informationen gelten.

Wie wichtig NordVPN die Privatsphäre seiner Kunden ist, zeigt auch der Unternehmenssitz in Panama. In diesem Land sind die Daten des Unternehmens sicher vor dem Zugriff durch europäische oder amerikanische Behörden. Wer gänzlich anonym bleiben möchte, auch gegenüber NordVPN, bezahlt mit Bitcoin. So erhält der Anbieter außer einer E-Mail-Adresse keinerlei Informationen, die den Kunden identifizieren.

Bravourös schlug sich NordVPN im Test auf DNS-Leaks. Bei jedem der Versuche stellte der Rechner immer nur die Verbindung zu einem einzigen DNS-Server (IPv4) her, der offenbar zu dem Anbieter gehört. IPv6 ist deaktiviert, so dass es zu keinen IPv6-Leaks kommen kann.

Doppelt hält besser

Um die Sicherheit noch weiter zu erhöhen, stellt NordVPN Server für einen doppelten VPN-Zugang zur Verfügung, die die Anwender einfach aus der Serverliste wählen. Technisch funktioniert das so: Der Nutzer stellt eine VPN-Verbindung zu einem Server her. Dieser leitet die Anfrage über eine gesicherte VPN-Verbindung an einen zweiten Server weiter und erst dieser schickt eine Anfrage an den Zielserver. Dadurch wird die Identifikation des Anwenders so gut wie unmöglich.

Tor für maximale Anonymität

Wer noch einen Schritt weitergehen will, kann mit NordVPN sogar Onion over VPN verwenden. Damit werden die Vorteile eines VPN und diejenigen des Tor-Netzwerkes („Tor“ steht für „The Onion Router“) kombiniert. Der Traffic des Users geht in diesem Fall zuerst über eine verschlüsselte Verbindung an einen Server von NordVPN und wird dann über mehrere Tor-Nodes geleitet. Diese Art von Verbindung ist relativ langsam und fehleranfällig, dafür ist aber eine Rückverfolgung zum User so gut wie ausgeschlossen.

Der Nutzer kann über das Tor-Netzwerk auch .onion-Sites aufrufen und hat somit Zugang zum Darknet. Das ist zwar die Heimat etlicher illegaler und moralisch fragwürdiger Sites, gilt aber zugleich als eine der letzten Bastionen der ursprünglichen Utopie eines freien, offenen Internets.

VPN Software NordVPN connected
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Unter den Servern von NordVPN befinden sich auch solche, die Onion over VPN zulassen.
Sicherheitsmerkmale
ProtokolleOpenVPN (TCP, UDP)
VerschlüsselungAES-256
Server5.189 in 62 Ländern
ExtrasDouble VPN, Onion over VPN, CyberSec, Kill Switch
Die wichtigsten Sicherheitsmerkmale von NordVPN.

Geld spart, wer sich lange bindet

Beim Leistungsumfang macht NordVPN keinen Unterschied zwischen seinen Kunden. Es gibt nur einen Tarif, alle Kunden steht dasselbe Leistungsspektrum zur Verfügung. Wie oft bei VPNs erhalten Kunden aber deutliche Ermäßigungen, wenn sie sich langfristig binden. Während ein Monatsabo 11,95 US-Dollar (rund 10,50 Euro) pro Monat kostet, ist ein Dreijahres-Abonnement für im Voraus bezahlte 107,55 Dollar (rund 94,00 Euro) zu haben – das entspricht einem Monatspreis von nur etwa 3,00 Dollar (rund 2,60 Euro). Der einzige VPN-Betreiber mit einem vergleichbar günstigen Angebot ist Konkurrent CyberGhost.

Drei Jahre sind eine lange Zeit. Dass sich mancher Kunde selbst von der Qualität des VPNs überzeugen möchte, bevor er sich so lange daran bindet, ist nur zu verständlich. Glücklicherweise bietet NordVPN einen siebentägigen Gratistest an. Für diesen ist jedoch bereits die Eingabe der Zahlungsmethode erforderlich. Sofern der Kunde nicht innerhalb des Gratiszeitraums kündigt, erhält er anschließend automatisch ein Dreijahresabonnement. Dieses kann er dank einer 30-Tage-Geld-zurück-Garantie allerdings noch rund einen Monat lang relativ problemlos kündigen.

Mit NordVPN können Nutzer auf bis zu sechs Geräten gleichzeitig surfen, und zwar gänzlich ohne Traffic-Limits. Anwender können also das Internet über VPN ohne Einschränkungen so lange und so oft nutzen, wie sie möchten. Somit stellen auch das Streaming und der Download großer Datenmengen kein Problem dar. Wie gut die Netzwerkperformance ist, hängt auch vom genutzten VPN-Server ab. Die Software wählt automatisch einen Server in der Nähe mit niedriger Auslastung.

Download, Upload und Ping

Im Test kamen wir auf eine durchschnittliche Download-Geschwindigkeit von 44,9 Megabit pro Sekunde. Beim Upload waren es 43,1 Megabit pro Sekunde. Die Werte im Geschwindigkeitstest sind nicht überragend schnell, aber solide und vergleichbar mit dem Gros der anderen VPN-Dienste. Nur wenige Anbieter (Hotspot Shield, Avira VPN) sind im Download spürbar rascher. Immerhin ist NordVPN schneller als übliche Kabel- oder DSL-Anschlüsse mit einer Download-Geschwindigkeit von 16 Megabit pro Sekunde. Auch der durchschnittliche Ping-Wert im Test ist mit 22,7 Millisekunden nicht auffällig, allerdings mehr auf der langsamen Seite.

Der Download mit BitTorrent funktioniert über NordVPN ausgezeichnet. Die VPN-Software erlaubt es dem Anwender, sich mit speziellen Servern zu verbinden, die für P2P-Netzwerke vorgesehen sind. Aber offenbar ist die BitTorrent-Nutzung nicht auf diese beschränkt: Auch über einen zufällig mit der „Quick connect“-Funktion ausgewählten Server konnten wir problemlos Dateien mit BitTorrent downloaden.

Bequemes Video-Streaming dank SmartPlay

Video-Streaming mit NordVPN ist die reinste Freude. Kein mühsames Durchprobieren von Servern ist notwendig. Ob Netflix, Amazon Prime Video oder der BBC-iPlayer: Es reicht, einfach einen Server im Land des jeweiligen Streaming-Dienstes auszuwählen und den Stream zu starten. Ein ähnlich unkompliziertes Streaming-Erlebnis lieferte bei der Konkurrenz nur CyberGhost. Während dort das Streaming allerdings meistens nur mit speziell dafür bestimmten Servern funktionierte, klappte es im Test bei NordVPN immer.

Das fühlt sich fast an wie Magie. Wie schafft es NordVPN, dass die Streaming-Dienste seine Server im Gegensatz zu denen anderer Anbieter nicht blockieren? Die Antwort ist verblüffend einfach: Gar nicht. Aber NordVPN verwendet eine spezielle Technik namens SmartPlay. Diese leitet Streaming-Anfragen immer über einen Server, mit dem der betreffende Streaming-Dienst (noch) funktioniert.

NordVPN beschreibt sich selbst als ein benutzerfreundlicher VPN-Anbieter. Diese Selbstdarstellung können wir bestätigen: Mit der NordVPN-Anwendung gelingt es auch Laien, sich im Handumdrehen mit dem VPN zu verbinden. Auch die Nutzung von Streaming-Video-Portalen bereitet keine Mühe.

Für folgende Plattformen ist eine eigene Software von NordVPN verfügbar:

  • Windows
  • macOS
  • iOS (iPhone und iPad)
  • Android
  • AndroidTV
  • Firefox (Add-on)
  • Chrome (Add-on)
VPN Software NordVPN AndroidTV
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Sogar für die Smart-TV-Plattform AndroidTV hat NordVPN eine spezielle App entwickelt. Bild: NordVPN

Das Programm von NordVPN ist zwar die einfachste Möglichkeit, sich mit dem VPN zu verbinden, allerdings längst nicht die einzige. Fast jedes Betriebssystem ist kompatibel; die Verbindung zu NordVPN wird entweder mit Bordmitteln oder mit kostenloser Software hergestellt. Unterstützt werden dabei nicht nur Desktops, Laptops, Tablet-PCs und Smartphones, sondern auch eine ganze Reihe von Routern verschiedener Hersteller. Konfigurationsanleitungen für diese Geräte sind auf der Homepage verfügbar.

Die Bedienung von NordVPN ist kinderleicht dank selbsterklärender Benutzeroberfläche. Der Anwender wählt entweder auf einer Weltkarte oder aus einer Liste einen Server, und schon wird die entsprechende Verbindung zum jeweiligen Standort aufgebaut. Besonders praktisch: Die Server-Liste zeigt die Serverauslastung in Echtzeit an. Unschlüssige können einfach auf „Quick connect“ drücken und die Serverauswahl der Software überlassen.

Die Dokumentation auf der NordVPN-Website ist ausführlich, und das Support-Team agiert freundlich, hilfreich und schnell. Die Kunden sollten allerdings des Englischen mächtig sein. Nur kleine Teile der Homepage wurden auf Deutsch übersetzt, und auch die Mitarbeiter im Kundendienst sprechen nur Englisch.

Auf Deutsch gestellte Fragen werden im Live-Chat dennoch beantwortet – offenbar verwenden die Mitarbeiter ein Übersetzungstool. Die Antwort erfolgt jedoch immer auf Englisch. Beim Test des Live-Chats wurden wir beinahe ohne Wartezeit mit dem Kundenservice verbunden, der selbst absichtlich ungeschickt gestellte Fragen zufriedenstellend und in einem netten Tonfall beantwortete — mehr kann man als Kunde von einem Support nicht erwarten.

Für Support-Anfragen per E-Mail wird eine Bearbeitungszeit von maximal 48 Stunden angegeben. Im Test erfolgte die Antwort in weniger als 24 Stunden und war genauso zufriedenstellend wie die Erklärungen im Chat.

Die Dokumentation auf der Website ist in vier Bereiche eingeteilt:

  • „Getting Started“,
  • „Knowledge-Base“,
  • „Troubleshooting“
  • und „Billing Information“.

Jeder dieser Bereiche ist sehr umfangreich. Von den technischen Grundlagen über Konfigurationsanleitungen für Router bis hin zu Lösungen von konkreten Problemen wird hier alles genauestens erklärt.

VPN Software NordVPN Hilfe
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Im Hilfe-Bereich der Website findet der Anwender nicht nur Text, sondern auch einige Video-Tutorials. Praktisch ist die Suchfunktion am oberen Seitenrand.

Zusammenfassung

4,30 Pkt

Mit Bezahlung per Bitcoin, einer doppelten VPN-Verbindung und einem Hauptsitz in Panama tut NordVPN mehr als das Übliche, um die Sicherheit und Anonymität seiner Kunden zu gewährleisten. Dass der Anbieter modernste VPN-Protokolle und Verschlüsselungsalgorithmen verwendet, mutet vor diesem Hintergrund beinahe selbstverständlich an. Toll ist auch, dass dank SmartPlay das Video-Streaming so gut wie immer funktioniert. Hinzu kommen eine sehr benutzerfreundliche Client-Software, eine gute Geschwindigkeit, ein höchst zufriedenstellender Support und konkurrenzfähige Preise. Fazit: Die Netzsieger-Redaktion spricht eine klare Empfehlung für NordVPN aus.

NordVPN Zum Anbieter