Zum Anbieter
Surfshark erfüllt nicht nur alle Erwartungen, sondern übertrifft sie dank sinnvoller Zusatzfunktionen sogar. Das macht das ausgesprochen günstige VPN zu einem der besten.
Bei Surfshark handelt es sich um einen relativ jungen Anbieter. Seit 2017 mischt das Unternehmen auf dem hart umkämpften VPN-Markt mit. Der Späteinsteiger hat sich vor allem durch seine günstigen Preise einen Namen gemacht. Derzeit (Stand: September 2025) kostet ein 27-Moants-Abonnement im Tarif Surfshark Starter nur 53,73 Euro (im Voraus zu bezahlen), also 1,99 Euro monatlich. Die etwas krumme Monatsanzahl ergibt sich aus einem Zweijahrestarif mit drei Gratismonaten. Kürzere Laufzeiten bedeuten zwar mehr Flexibilität, sorgen aber auch für deutlich teurere Monatsraten. So kostet etwa derselbe Starter-Tarif 15,45 Euro bei einmonatiger Laufzeit.
Neuergings gibt es zwei weitere Tarife: Surfshark One und Surfshark One+. Im Tarif Surfshark One kommen zu den puren VPN-Funktionalitäten ein Virus-, Spy- und Malware-Schutz hinzu. Im 27-Monats-Abo kostet dieser 61,83 Euro; also 2,29 Euro monatlich, bei monatlicher Kündigungsoption 17,95 Euro. Der Tarif Surfshark One+ wartet zusätzlich mit der Option auf, Daten aus Unternehmensdatenbanken sowie von Personen-Suchmaschinen löschen zu lassen. Dafür werden 113,13 Euro, monatlich also 4,19 Euro, beziehungsweise 20,85 Euro bei der kürzest möglichen Vertragsbindung fällig.
Skeptische KundInnen befürchten vielleicht, dass ein VPN mit einem so günstigen Preis wie Surfshark nicht dieselbe Sicherheit und Leistung bieten kann wie die Konkurrenz. Im Test stellten wir jedoch fest, dass sich Surfshark bei der Sicherheit absolut keine Blöße gibt. Zudem ist das VPN schnell; zwar nicht auffallend schnell, aber auch nicht langsamer als seine etablierten Konkurrenten.
Der ursprüngliche Unternehmenssitz von Surfshark waren die Britischen Jungferninseln. Das passte zum Namen, denn Surfen gehört tatsächlich zu den Freizeitbeschäftigungen, denen Einheimische und Touristen dort nachgehen. Auch der eine oder andere Hai lässt sich bestimmt vor den Küsten der Karibikinsel blicken. Viel wichtiger war jedoch, dass das britische Überseegebiet nicht zu den sogenannten 14-Eyes-Staaten zählt, die untereinander freigiebig geheimdienstliche Informationen über ihre Bürger austauschen, und daher unter ÜberwachungsgegnerInnen als relativ sicher gilt. Im Herbst 2021 verlegte das Unternehmen seinen Firmensitz jedoch in die Niederlande, einem Land, das sehr wohl Mitglied der 14 Eyes ist. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Surfshark nun unsicher ist, aber ein etwas schaler Beigeschmack bleibt. Allerdings tut der Anbieter sonst alles, um seine NutzerInnen in Sicherheit zu wiegen.
Transparenz schafft Surfshark mit einem Warrant Canary. Ende Januar 2024 gab es eine tagesaktuelle Version des Dokuments. Bis dahin hatte Surfshark keine rechtlich gültigen Durchsuchungsbefehle erhalten. Auch unsere Recherche in den Nachrichtenmeldungen der vergangenen zwei Jahre förderte keine gegenteiligen Informationen zutage, die Angaben des VPN-Dienstleisters wirken somit glaubwürdig.

Surfshark speichert keine Verbindungs- und Aktivitätsprotokolle. Das versprechen viele Anbieter, bei einem Blick in die Datenschutzerklärung wird aber oft klar, dass sie gewisse Details des Nutzungsverhaltens, beispielsweise die Login-Zeiten und die übertragene Datenmenge, aus verschiedenen Gründen doch speichern. Surfshark hingen bestätigt auch in der Datenschutzerklärung, das Verhalten der UserInnen nicht zu protokollieren. Der Anbieter schließt unter anderem die Speicherung von Folgendem explizit aus:
Gespeichert werden hingegen E-Mail-Adresse, Passwort und Zahlungsdaten. Da eine anonyme E-Mail-Adresse leicht zu bekommen ist und Surfshark auch die Bezahlung mit Kryptowährungen akzeptiert, steht das einer vollständigen Anonymisierung der NutzerInnen nicht im Weg.
Zusätzliche Sicherheit schafft Surfshark durch die Verwendung von virtuellen RAM-Servern. Die Server laufen also vollständig im flüchtigen Arbeitsspeicher des jeweiligen Rechenzentrums. Im Falle einer Beschlagnahmung würden sämtliche Speicherinhalte gelöscht werden, sobald die Server vom Stromnetz getrennt werden.
Surfshark setzt auf sichere Standards. Für die Verschlüsselung nutzt es den bislang unknackbaren AES-256-Algorithmus. Als VPN-Protokoll ist standardmäßig das moderne Protokoll WireGuard eingestellt, zu dessen Vorteilen unter anderem zählt, dass es besonders ressourcenschonend arbeitet. Alternativ können AnwenderInnen IKEv2/IPsec und OpenVPN wählen, die ebenfalls als sehr sicher eingestuft werden.
Während alle VPNs die übers Internet übertragenen Inhalte verschlüsseln, erlauben sie sich einige Schwächen bei den DNS-Anfragen, sogenannte DNS-Leaks. DNS-Anfragen richtet der Browser an DNS-Server, um zu erfahren, auf welche IP-Adresse ein Domain-Name (etwa netzsieger.de) verweist. Sie ermöglichen dem Betreiber des DNS-Servers, den gesamten Website-Verlauf des Nutzers oder der Nutzerin nachzuvollziehen, daher sollte ein VPN nur die Kommunikation mit den eigenen DNS-Servern zulassen und nicht etwa mit denen von Dritten wie Google. Surfshark erwies sich in dieser Hinsicht als absolut wasserdicht: Egal, über welchen VPN-Server wir die Verbindung herstellten, es kam zu keinerlei DNS-Leaks. Auch IPv6-Leaks traten nicht auf.
Zum Nachweis der Sicherheit seines Netzwerks hat Surfshark seine Browser-Erweiterungen von einem unabhängigen Prüfinstitut beurteilen lassen. Die TesterInnen von Cure53 sind auf Website- und Anwendungssicherheit spezialisiert. Sie verwenden dieselben Techniken wie kriminelle HackerInnen, um Sicherheitslücken zu finden. Ihrer Meinung nach sind die Surfshark-Erweiterungen außergewöhnlich sicher und sowohl hinsichtlich des Datenschutzes als auch bei generellen Sicherheitsaspekten völlig unproblematisch. Dass sich Surfshark einer solchen Prüfung unterzieht, ist alles andere als selbstverständlich und zeugt davon, wie wichtig es dem Unternehmen ist, bei seinen KundInnen Vertrauen herzustellen.
Eine Besonderheit ist, dass Surfshark auch Shadowsocks unterstützt. Dabei handelt es sich genau genommen nicht um ein VPN-Protokoll, sondern um ein Proxy-Protokoll für die Umgehung von Zensur. Ursprünglich wurde es entwickelt, um innerhalb Chinas auf Websites zugreifen zu können, die die staatliche Firewall blockiert. Anders als bei der Nutzung eines VPNs wird der Datenverkehr mit Shadowsocks nicht speziell verschlüsselt. Die Entwickler setzen dagegen auf Heimlichkeit: Das Protokoll wurde so gestaltet, dass der Datenstrom, den es erzeugt, möglichst unauffällig ist – er ist kaum von gewöhnlichem HTTPS-Traffic zu unterscheiden.
Auch mit dem Multi-Hop-Verfahren kann sich Surfshark von anderen Anbietern absetzen. Dabei leitet das VPN den Traffic nicht nur über einen VPN-Server, sondern über zwei Server in zwei unterschiedlichen Ländern. Das macht es Angreifern noch schwerer, den Ursprung der Datenverbindung herauszufinden. Da die Daten aber einen längeren Weg haben und jeder der beiden VPN-Server einen potenziellen Flaschenhals darstellt, ist diese Variante meistens langsamer als eine gewöhnliche VPN-Verbindung.
Besonders gut gefällt uns, dass Surfshark mit CleanWeb unerwünschte Inhalte blockiert, sofern AnwenderInnen diese Einstellungsoption aktivieren. Die Funktion unterbindet nicht nur Werbung und Tracker, sondern verhindert auch den Zugriff auf gefährliche Inhalte wie Malware-Downloads und Phishing-Websites. Surfshark integriert also einen Ad-Blocker und übernimmt wichtige Funktionen eines Virenscanners.
Apple Bypasser sowie App für Apple TV
Neu bei Surfshark ist der Apple Bypasser: Somit wird es auf Apple-Geräten möglich, vertrauenswürdige Websites ohne VPN-Verbindung aufzurufen und den restlichen Internetverkehr über den Surfshark-Dienst abzuwickeln – derzeit ein Alleinstellungsmerkmal des Anbieters. Zudem gibt es seit Kurzem die Surfshark-App für Apple TV, wodurch Geoblocking sowie Geschwindigkeitsdrosselungen umgangen werden können.
Laut eigener Angaben betreibt der Anbieter etwa 3.200 Server in rund 100 Ländern. Bezüglich der Serverstruktur wurde aufgerüstet: So sind Übertragungsgeschwindigkeiten von 20 Gigabit pro Sekunde in der Spitze möglich. Schade ist allerdings, dass NutzerInnen im Client nur Standorte auswählen können, also Länder beziehungsweise Städte, nicht aber einzelne Server. Dadurch ist es nicht möglich, beim nächsten Verbindungsversuch wieder einen Server zu nutzen, mit dem man gute Erfahrungen gemacht hat, beispielsweise, weil das Streaming problemlos funktioniert. Eine Ausnahme stellen nur die Server mit statischer IP-Adresse dar, diese können sehr wohl gezielt gewählt werden. Die Auswahl ist aber eher bescheiden: Solche Server gibt es nur in Deutschland, Japan, Singapur, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten. In jedem dieser Länder stehen maximal fünf Server mit statischer IP-Adresse zur Verfügung. Die einzige Ausnahme bildet Japan mit 13 Servern.

Die Downloadgeschwindigkeit ist mit durchschnittlich 100,4 Megabit pro Sekunde erfreulich hoch. Auch beim Upload erreicht Surfshark mit durchschnittlich 54,0 Megabit pro Sekunde sehr ordentliche Werte. Die hohen Upload-Raten können allerdings nur AnwenderInnen mit einem besonders schnellen Internetzugang ausreizen, da die meisten privaten Internetanschlüsse beim Download deutlich weniger als 100 Megabit pro Sekunde unterstützen. Das bremsende Element ist in diesen Fällen nicht das VPN, sondern die Leistung des Internetzugangs.
Geschwindigkeit hängt auch vom Protokoll ab
Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, testen wir bei allen VPNs die Geschwindigkeit mit den Standardeinstellungen. Bei Surfshark ist das neue und besonders effiziente Protokoll WireGuard voreingestellt. Nach einer manuellen Änderung des VPN-Protokolls auf OpenVPN/UDP sank die Downloadgeschwindigkeit auf 76,03 Megabit pro Sekunde. Dafür konnten wir eine sehr gute Uploadgeschwindigkeit von 65,64 Megabit pro Sekunde und einen Ping von nur 17 Millisekunden erzielen.
Streaming funktionierte im Test mit Netflix und dem iPlayer der BBC auf Anhieb und problemlos. Auch Inhalte von Amazon Prime Video konnten ohne Schwierigkeiten gestreamt werden. Damit unterscheiden sich die Erfahrungen im aktuellen Test deutlich von unserem letzten Surfshark-Test im Jahr 2019. Damals funktionierten Netflix und der iPlayer sehr gut, allerdings gelang es uns nicht, Inhalte von Prime Video zu streamen.
Normale VPN schützen die Internetverbindung, indem ein Tunnel zwischen dem eigenen Gerät und einem Server des Anbieters aufgebaut wird. Durch das Routing über diesen einen Server entsteht dann für gewöhnlich die Verbindung zu der ausgewählten Webseite. Daten werden verschlüsselt und der Zielseite wird eine von der eigenen abweichende IP-Adresse angezeigt.
Surfshark geht mit Nexus einen Schritt weiter: Sämtliche anbietereigenen Server werden mit SDN-Technologie zu einem großen Netzwerk verbunden. Bei Benutzung des Surfshark-VPN lässt sich also eine Verbindung zu diesem Netzwerk statt zu nur einem einzelnen Server herstellen. Auf Wunsch passt das System die Route, über die die Verbindung mittels mehrerer Server zustande kommt, kontinuierlich an. So soll die optimale, schnellste und stabilste Verbindung erreicht werden. Das Feature ist für sämtliche Geräte verfügbar, die die Surfshark-App nutzen.

Mit FastTrack hat Surfshark eine Technologie entwickelt, die die Verbindungsgeschwindigkeit deutlich steigern und gleichzeitig die Latenz verringern soll. FastTrack basiert auf der Nexus-Serverinfrastruktur. Globale Messpunkte überwachen kontinuierlich Stabilität, Geschwindigkeit sowie Latenz der Verbindung. Verbindungsrouten werden automatisch umgeleitet, wenn eine bessere Option verfügbar wird. Dadurch liefert FastTrack eine um bis zu 70 Prozent schnellere Verbindung als Standard-VPN-Tunnel – das gilt insbesondere bei internationalen Verknüpfungen.
Zusätzlich wird die eigene IP-Adresse und somit die Privatsphäre durch das Durchlaufen einer Reihe von Servern deutlich besser geschützt. Es wird noch schwieriger, die Aktivitäten mit der ursprünglichen IP-Adresse in Verbindung zu bringen. Einziger Wermutstropfen: Derzeit ist FastTrack lediglich für macOS-Systeme verfügbar, auf denen die neuste Version der Surfshark-App installiert ist. Serverstandorte, die für FastTrack geeignet sind, befinden sich in Seattle, Sydney und Vancouver. Ein Update für weitere Betriebssysteme sowie zusätzliche Serverstandorte wurde anbieterseits aber bereits in Aussicht gestellt, ohne dabei ein konkretes Datum zu nennen.
Für alle relevanten Betriebssysteme bietet Surfshark Anwendungen an, die die Nutzung des VPN zum Kinderspiel machen. Für folgende Plattformen sind Surfshark-Clients verfügbar:
Im Test konzentrierten wir uns auf die Windows-Version. Sie erwies sich als äußerst einfach zu bedienen. Wie eine Verbindung mit dem VPN herzustellen ist, wird sofort klar. Auch die restlichen Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten sind übersichtlich angeordnet und verständlich beschriftet. Kurze eingeblendete Erklärungen machen die Funktionsweise des Programms für alle NutzerInnen nachvollziehbar und unter jeder Einstellungsoption beschreibt ein Satz, was diese bewirkt. In Summe ergibt das eine hervorragende Benutzerfreundlichkeit des Programms.

Etwas störend ist allerdings, dass links im Programmfenster Schaltflächen für die kostenpflichtigen Zusatzdienste Surfshark Antivirus, Surfshark Alertund Surfshark Search angezeigt werden. Diese Schaltflächen lassen sich nicht ausblenden. Wer für eine Software bezahlt, will eigentlich nicht wie bei der Nutzung von Freeware mit Werbung belästigt werden.
KundInnen von Surfshark sind allerdings nicht darauf angewiesen, den offiziellen Client zu verwenden. Sie können jede VPN-Software nutzen, die mit einem der unterstützten Protokolle kompatibel ist. Der Anbieter veröffentlicht auf den Hilfeseiten Anleitungen für die Konfiguration mit OpenVPN und IKEv2/IPsec auf Windows, macOS, Android, iOS und Linux.
Die Hilfeseiten beschäftigen sich ausführlich mit der Einrichtung von Surfshark auf verschiedenen Geräten, von Windows-Rechnern über Konsolen bis hin zu Routern. Unter „Troubleshooting“ wird auf diverse Probleme bei der Verwendung von Surfshark eingegangen. Die „Surfschool“ geht auf spezielle Anwendungsszenarien ein und erklärt auch Allgemeines zur Funktion und Verwendung von VPNs. Darüber hinaus geht es in einem weiteren Abschnitt um Account- und Rechnungsfragen. Insgesamt sind die Hilfeseiten recht umfangreich und helfen nicht nur bei konkreten Problemen mit Surfshark weiter, sondern vermitteln auch nützliches Basiswissen. Obwohl die restliche Website und auch die Surfshark-App auf Deutsch übersetzt wurden, ist dieser Bereich leider nur auf Englisch verfügbar.

Den Support können AnwenderInnen über ein Chat-Fenster auf der Website oder per Kontaktformular erreichen. Im Test machten wir sehr gute Erfahrungen mit dem Support-Chat. Die lästige Eingabe einer Kundennummer war nicht nötig. Nach einer kurzen Wartezeit von etwa einer halben Minute stand ein Mitarbeiter zur Verfügung, der unsere Fragen sofort, schnell und hilfreich beantwortete. Er stellte die nötigen Rückfragen, ohne aufdringlich zu wirken, und half uns dadurch, unser Problem mit Surfshark zu lösen. Wie auch für die Hilfeseiten gilt allerdings, dass KundInnen des Englischen mächtig sein sollten.
Surfshark gibt sich bei der Sicherheit keine Blöße und ist mit einer Palette von sinnvollen Extras ausgestattet. Besonders gut gefällt, dass es trotz des geringen Preises kein Limit für die Anzahl gleichzeitig genutzter Geräte gibt. Das Videostreaming funktioniert sehr gut, weder mit Netflix noch mit Amazon Prime Video oder dem BBC iPlayer gab es Probleme. Als Negativpunkt dürften einige InternetnutzerInnen den Firmensitz in den Niederlanden empfinden – das Land ist Mitglied der 14 Eyes. Für alle, die mit dieser Datenschutz-Einschränkung gut leben können, stellt Surfshark jedoch eine zuverlässige und vor allem kostengünstige Alternative dar. Für Surfshark spricht auch, dass der Anbieter seinen KundInnen bei Problemen rasch und unkompliziert hilft.
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