Eusanet

Thomas Güth
Pro
  • Flatrate-Angebote mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten
  • Gute Upload-Raten
Kontra Unübersichtlicher Internetauftritt
Fazit Internet via Satellit ohne Ecken und Kanten – das Angebot von EUSANET ist insgesamt solide.

Eusanet Test

  • Der maximale Upload.
    Mehr ist besser.
  • 4. Eusanet
    6,0 Mbit/s
  • 1. Filiago
    2,0 Mbit/s
  • 2. SkyDSL
    2,0 Mbit/s
  • 3. StarDSL
    2,0 Mbit/s
  • Kategorie-Durchschnitt
    3,3 Mbit/s
  • Der maximale Download.
    Mehr ist besser.
  • 4. Eusanet
    22,0 Mbit/s
  • 1. Filiago
    30,0 Mbit/s
  • 2. SkyDSL
    30,0 Mbit/s
  • 3. StarDSL
    22,0 Mbit/s
  • Kategorie-Durchschnitt
    24,3 Mbit/s
  • Kosten für die SAT-Anlage.
    Weniger ist besser.
  • 4. Eusanet
    399,0 €
  • 1. Filiago
    500,0 €
  • 2. SkyDSL
    399,9 €
  • 3. StarDSL
    399,0 €
  • Kategorie-Durchschnitt
    379,5 €
Eusanet Zum Anbieter

Angebot

4,60 Pkt

Die EUSANET GmbH mit Sitz in Bischberg hat offenbar erkannt, dass Verbraucher vom heimischen Internetanschluss einen unbegrenzten Zugang erwarten.

Entsprechend hat der Anbieter mehrere Flatrate-Modelle mit unterschiedlichen Übertragungsgeschwindigkeiten im Portfolio. Je nach gebotener Bandbreite variiert der monatliche Preis für den Anschluss. Für Verbraucher, die den Internetzugang unregelmäßig beanspruchen, steht zudem ein Flex-Tarif zur Auswahl. Dabei richtet sich der monatliche Preis nach dem Verbrauch des Nutzers. Je nach gebuchter Bandbreite steigt der monatliche Preis für den Anschluss.

TarifMax. DownloadMax. UploadPreis
Flatrate 16 Mbit/s500 Kbit/s39,90 €*
Flatrate 216 Mbit/s1,2 Mbit/s49,90 €*
Flatrate 322 Mbit/s6 Mbit/s69,80 €*
Flatrate 430 Mbit/s6 Mbit/s79,80 €*
Flexus20 Mbit/s6 Mbit/s18,90 € - 54,90 €*
* Preise gelten für eine Vertragslaufzeit von 24 Monaten.

Auch wenn der Anbieter auf die „Fair-Use-Policy“ bei den Flatrate-Tarifen verzichtet, behält er sich vor, spezielle Dienste wie P2P oder Video-Streaming zu Stoßzeiten für User mit hohem Datenaufkommen zu sperren, um den Service für alle zu garantieren.

Neben den Angeboten für Privatanwender gibt es bei EUSANET auch eine breite Produktpalette an Business-Tarifen. Auf diese gehen wir im Test nicht genauer ein, wir erwähnen sie jedoch der Vollständigkeit halber.

Telefonie-Optionen

Zusätzlich zum Internetservice bietet EUSANET auch verschiedene Telefonie-Pakete an. Dabei schlägt die Neubeantragung einer Telefonnummer im deutschen oder österreichischen Ortsnetz mit 19,90 Euro zu Buche, die Portierung einer bestehenden Ortsnetzrufnummer kostet einmalig 29,90 Euro.

Kunden haben zwei Möglichkeiten: Telefonieren sie nur wenig, bietet sich die Prepaid-Abrechnung nach Verbrauch pro Minute an. Für Vieltelefonierer lohnen sich in den meisten Fällen die offerierten Flatrates in das deutsche Festnetz (monatlich 5,95 Euro) oder in das europäische Festnetz (monatlich 12,95 Euro). Eine Flatrate in deutsche oder europäische Mobilfunknetze wird im Gegensatz zu einigen Konkurrenten nicht angeboten.

Auch Fernseh-Empfang möglich

Durch die Bestellung einer sogenannten „Multifeedleiste“ wird der gleichzeitige Empfang von Internet- und Fernsehsignalen möglich. Diese erwerben Kunden beim Anbieter für 59,90 Euro. Ebenfalls benötigt wird ein Signalumsetzer, ein sogenannter „LNB“, der zwischen 9,90 und 39,90 Euro kostet.

Gebühren nur für Privatsender in HD

Weitere Monatsgebühren für die Nutzung fallen nicht an, außer der Kunde möchte hochauflösendes HD-Privatfernsehen empfangen. Diese Kosten sind jedoch anbieterunabhängig durch den Erwerb einer HD+-Entschlüsselungskarte zu entrichten. Auch der Fernseher beziehungsweise der Satelliten-Receiver muss diese Funktion unterstützen. Damit ist EUSANET einer der wenigen Anbieter im Test, der sogenanntes Triple-Play, also Internet, Telefonie und Fernseh-Empfang aus einer Hand anbietet.

Vertragsgestaltung

4,25 Pkt

Bei der Vertragslaufzeit haben Kunden die Wahl zwischen einer Laufzeit von einem oder 24 Monaten. Für Tarife mit einer kurzen Dauer von einem Monat erhebt EUSANET einen Aufschlag von fünf Euro im Monat. Die Kündigungsfrist – für lange Laufzeiten – beträgt zwei Monate. Eine Kündigung ist ausschließlich per Post möglich.

Kosten für Bereitstellung, Hardware und Co.

Zusatzkosten gehören bei jedem Internet-Provider dazu. Bei EUSANET entfällt derzeit die Aktivierungsgebühr (zuletzt noch 59,90 Euro). Die Satelliten-Anlage – falls notwendig – erhalten Kunden entweder zum Kaufen oder zur Miete. Der Kaufpreis liegt bei 399 Euro, die Miete beträgt 5,90 Euro monatlich. Die dafür notwendige Hardware – eine FritzBox – kostet 99,90 Euro. Der TV-Empfang komplettiert das Triple-Play von EUSANET.

Hilfe und Support

4,50 Pkt

Beim Thema Informationsangebot und Kundenservice überrascht uns EUSANET wenig. Ein klassischer FAQ-Bereich ist zwar nicht vorhanden, Informationen zu den Themen „Allgemeine Geschäftsbedingungen“, „Bestellung & Rücklieferung“, „Datenschutz“, „Widerrufsbelehrung“, „Versandkosten“, dem Fair Use Prinzip (FUP) und den Zahlungsarten finden Kunden auf den entsprechenden Themenunterseiten im Footer der Anbieter-Homepage.

Weiterführende Fragen richten Verbraucher entweder an die E-Mail-Adresse oder an die Hotline. Allerdings ist letztere nur für das Informationsangebot kostenfrei, technische Hilfestellung wird ausschließlich an der kostenpflichtigen Technik-Hotline gegeben. Diese fällt mit einem Minutenpreis von 1,86 Euro leider sehr teuer aus. Dieses Phänomen mussten wir leider auch bei einigen Konkurrenten feststellen. Das ist kundenunfreundlich, denn bei Problemen bei Installation oder Benutzung sollte eine kostenfreie Hilfestellung seitens des Anbieters eine Selbstverständlichkeit sein.

Die Geschäftszeiten gibt EUSANET mit wochentags 9:00–12:00 und 13:30–17:00 an. Über die Internetseite des Anbieters erhalten Bestandskunden Zugriff auf ihre Rechnungen, Tarif- und Telefon-Einstellungen. Zudem stellt der Satelliten-Internet-Dienst hier ein Video mit Montageanleitung für die Satelliten-Anlage zur Verfügung.

Zusammenfassung

4,45 Pkt

EUSANET tritt im Privatkundenbereich dadurch positiv in Erscheinung, dass für alle Nutzertypen ein passender Tarif verfügbar ist. Gelegenheitsnutzer wählen den Prepaid-Tarif und zahlen je nach Verbrauch. Positiv: Die maximale Monatsgebühr ist mit 54,90 Euro gedeckelt, es kommt also nicht zu bösen Überraschungen, wenn das Datenvolumen überschritten wird. Für Nutzer, die auf größere Datenübertragungen angewiesen sind, bieten sich die Flatrates mit unterschiedlich schnellen Übertragungsraten an. Das bietet auf der einen Seite erfreuliche Freiheiten, schlägt sich aber vor allem beim Einstiegstarif in höheren Kosten nieder. Ansonsten bewegt sich das Angebot etwa auf Augenhöhe mit der Konkurrenz.

Alles in allem erfreut die Möglichkeit, bei diesem Anbieter sowohl Internet-, als auch Telefonie- und Fernsehdienste in Anspruch zu nehmen.