Kinderroller

Die 7 besten Kinderroller im Vergleich

Allgemeine Merkmale
Material
Maße
Trittbrettbreite
Gewicht
Belastbarkeit maximal
Ausstattung
Griff gummiert
Höhenverstellbar
Klappbar
Sicherheitsreflektoren
Tragegurt
Bremse
Vorteile
Nachteile

Kinderroller-Ratgeber: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in K√ľrze
  • Kinderroller, Scooter und Kickboards sind f√ľr den Nachwuchs oft die Zwischenstufe vom Drei- oder Laufrad zum Fahrrad.
  • Rollerfahren beansprucht verschiedene Muskelgruppen und trainiert so schon fr√ľhzeitig die K√∂rpermotorik und den Gleichgewichtssinn.
  • Je nach Erfahrung und Fahrverhalten kommt f√ľr Kinder eher ein dreir√§driges Kickboard oder ein professionelleres Footbike infrage.
  • Zus√§tzliche Schutzma√ünahmen wie ein Fahrradhelm und Knieschoner sowie Licht und Reflektoren sorgen f√ľr mehr Sicherheit ‚Äď gerade bei ersten Erfahrungen im Stra√üenverkehr.

Zum ersten Mal selbst mobil

Roller sind f√ľr Kinder oft ein Schritt vom Laufen zum Radfahren. Wenn es schneller von A nach B kommen oder sich spielerisch fortbewegen m√∂chte, ist der Kinderroller ein idealer Einstieg in die Unabh√§ngigkeit. Meist k√∂nnen die Kleinen schon im Kindergartenalter mit einem solchen Gef√§hrt umgehen. Ab wann Eltern ihren Nachwuchs mit einem Roller durch die Gegend sausen lassen, bleibt aber nat√ľrlich ihnen √ľberlassen und h√§ngt von der Entwicklung des Kindes ab. Auf jeden Fall ist es eine gute¬†√úbung f√ľr Balance und K√∂rperbeherrschung: Es werden Bein-, Bauch- und R√ľckenmuskulatur beansprucht, sodass das Kind seine K√∂rperspannung trainiert. Mit Schutzma√ünahmen wie Fahrradhelm, Knie- und Ellenbogenschonen wissen Sie Ihr Kind au√üerdem gesch√ľtzter. Zudem d√ľrfen Roller auch auf dem Fu√üweg gefahren werden, was die Gefahr durch den Stra√üenverkehr im Gegensatz zum Fahrrad minimiert.

Eine runde Sache

Die R√§der der Tretroller besitzen meist ein Kerngestell aus Plastik, umgeben von einem Reifen aus Polyurethan (PU). Dieser Kunststoff wird beispielsweise auch bei Rollen f√ľr Skateboards und Inlineskates verwendet. Abh√§ngig davon, ob die Kinder l√§ngere Strecken fahren wollen oder √∂fters auf unebenem Untergrund unterwegs sind, sollten Sie den R√§dern besondere Aufmerksamkeit schenken. Einige Roller haben R√§der mit einem besonders gro√üen Durchmesser von etwa 18 bis 23 Zentimetern und gummierten Reifen. Sie¬†federn auf Kopfsteinpflaster oder Sandwegen¬†besser ab; selbst Kieswege k√∂nnen damit befahren werden.

Kleine Rollen ‚Äď bei den Tretrollern im Durchmesser zwischen 10 und 14 Zentimetern ‚Äď sind eher f√ľr glatte und gut ausgebaute Strecken geeignet. Unebenheiten sp√ľren die Kinder hier jedoch schnell. Generell gilt: Gr√∂√üere Reifen versprechen mehr Komfort, weil sie sich sanfter und sicherer fahren lassen; Tretroller mit kleineren R√§dern sind dagegen wendiger. Stuntroller werden beispielsweise mit kleinen Rollen versehen, da bei Tricks eine schnelle Reaktion gefragt ist und die Parcours auf Beton gebaut sind.

Sicherer Stand

Die Trittfl√§che sollte rutschfest und mit einem rauen Griptape beklebt sein. Von der Oberfl√§chenstruktur erinnert es an grobes Schmirgelpapier und wird beispielsweise auch an Skateboards verbaut. Befindet sich die Fl√§che maximal f√ľnf Zentimeter √ľber dem Boden, spricht man von einem tiefergelegten Roller. Da der Abstand zum Boden in diesem Fall sehr gering ist, k√∂nnen besonders kleinere Kinder¬†komfortabler Schwung holen. H√∂here Standbretter sind dagegen weniger anf√§llig gegen√ľber Hindernissen wie Bodenwellen oder Steinen.

Auch die Trittfl√§che ist, gerade bei gr√∂√üeren Kindern, ein wichtiger Faktor. Die Standfl√§che muss breit genug sein, damit beide F√ľ√üe darauf passen, aber auch so lang, dass die Kinder die F√ľ√üe bequem hintereinander daraufstellen k√∂nnen. Je l√§nger die Standfl√§che ist, desto stabiler f√§hrt der Roller auf gerade Strecken.

Fl√ľssige Fahrt

Ein wichtiges Detail der R√§der ist das Kugellager, wie es auch in Rollen von Inlineskates oder Skateboards verbaut ist. Je hochwertiger das Kugellager, desto geringer der Rollwiderstand und desto fl√ľssiger die Fahrt. Gute Kugellager erkennen Sie an einem hohen¬†ABEC-Wert (Annual Bearing Engineering Committee); die Skala reicht von eins bis neun. Sie werden viele Roller mit einem Wert zwischen f√ľnf und sieben finden, was bei Kindermodellen f√ľr den Alltag v√∂llig ausreichend ist.

Was sonst noch wichtig ist

Neben den R√§dern gibt es eine Reihe weiterer Komponenten eines Tretrollers, die f√ľr die Entscheidung f√ľr ein bestimmtes Modell ausschlaggebend sind oder zumindest einen gewissen Einfluss haben. √úberlegen Sie, was Ihnen wichtig ist und lassen Sie Ihr Kinde an der Entscheidung f√ľr das erste Gef√§hrt teilhaben.

Hoch und runter

höhenverstellbarer Lenker

Wenn mehrere Kinder ‚Äď oder vielleicht sogar Erwachsene ‚Äď den Roller nutzen wollen, sollte der Haltegriff h√∂henverstellbar sein. Die Lenker k√∂nnen meist teleskopartig ausfahren und bis zu 30 Zentimeter in der H√∂he ver√§ndert werden. Optimal eingestellt ist der Lenker, wenn er sich vom Boden aus gemessen etwa auf H√ľfth√∂he befindet, da die Haltung w√§hrend der Fahrt dann am schonendsten ist. Auf ein paar Zentimeter mehr oder weniger kommt es aber nicht an, wenn es sich dann bequemer anf√ľhlt.

Auf die Bremse

Bremse

Kickroller sind f√ľr gew√∂hnlich mit einer kleinen Trittbremse am Hinterrad ausgestattet. Diese bremst das Gef√§hrt, wenn das Kind mit einem Fu√ü darauf steigt. Alternativ gibt es Reibungsbremsen, die wie ein kleines Schutzblech aussehen und ebenfalls mit dem Fu√ü ausgel√∂st werden. Manche Modelle, besonders Footbikes, verf√ľgen zus√§tzlich √ľber Bremshebel am Lenker. Dieser bet√§tigt entweder eine kleine Bremsscheibe am Hinterrad oder unterst√ľtzt die Trittbremse. Stellen Sie sicher, dass das Kind die Bremse auch w√§hrend der Fahrt problemlos ausl√∂sen kann.

Klappmechanismus

Klappmechanismus

Manche Kinderroller besitzen einen praktischen Klappmechanismus. So k√∂nnen die Kinder das Gef√§hrt einfach transportieren ‚Äď oft sogar mit einem Tragegurt ‚Äď etwa im Bus oder beim Treppensteigen. Ein zus√§tzlicher Effekt ist, dass der Roller weniger Platz wegnimmt und in jeder Ecke im Haus oder in der Garage abgestellt werden kann. Der Klappmechanismus ist in der Regel sehr einfach per Hebel zu bedienen, der automatisch einrastet, sobald der Roller ein- oder wieder ausgeklappt ist. So ist er innerhalb von Sekunden einsatzbereit.

Material

Material

Im Gro√üen und Ganzen setzen sich Kinderroller aus einer Lenkstange und einem Trittbrett zusammen. Die meisten Kickroller bestehen haupts√§chlich aus Aluminium, das sehr robust und gleichzeitig leicht ist. Dadurch halten sie lange ‚Äď was bei einem eventuell unachtsamen Umgang nicht unwichtig ist ‚Äď und lassen sich leicht tragen. Die Haltegriffe am Lenker sind f√ľr gew√∂hnlich mit Gummi oder Schaumstoff √ľberzogen und ergonomisch geformt. So wird das Rollerfahren selbst nach l√§ngerer Zeit nicht unbequem an den H√§nden.

Sicherheitsmaßnahmen beim Rollerfahren

Generell besitzen Kinderroller von sich aus bis auf wenige Ausnahmen kein Licht; das ist auch bei der Nutzung auf Fu√üwegen in der Dunkelheit nicht vorgeschrieben. In Fahrrad-Shops, Baum√§rkten und vielen L√§den f√ľr Haushaltswaren finden Sie¬†kleine Lichter oder LED-Scheinwerfer. Achten Sie lediglich darauf, dass Sie diese anbringen k√∂nnen, beispielsweise an der Lenkerstange. Zus√§tzlich lassen sich reflektierende Elemente, beispielsweise in Form von Aufklebern oder Klettb√§ndern, an Helm oder Kleidung befestigen. Dann k√∂nnen die Kleinen gefahrlos selbst in der D√§mmerung auf den Stra√üen umherflitzen und werden dabei von Passanten und Autos gesehen. Selbst wenn Kinderroller keine Stra√üenzulassung haben, nehmen sie mitunter auf den Verkehr Einfluss. Daher sollten Sie entsprechende Vorkehrungen treffen.

Ebenso wenig ist ein Schutzhelm f√ľr Roller vorgeschrieben. Besonders f√ľr Anf√§nger, die noch nicht so sicher mit dem Gef√§hrt unterwegs sind, empfehlen sich aber entsprechende Schutzma√ünahmen, beispielsweise auch in Form von Knieschonern oder Fahrradhandschuhen. Gerade in belebteren Gegenden oder in Fu√üg√§ngerzonen kann es schnell zu einem Zusammensto√ü kommen. F√ľr Kinder, die unbedacht im Stra√üenverkehr unterwegs sind, ist entsprechende Schutzausr√ľstung ein Muss.

Gerade in der Anfangszeit sollten Sie Ihr Kind auf jeden Fall begleiten, wenn es in der Nachbarschaft mit dem Roller unterwegs ist, um sicherzugehen, wie es sich mit dem neuen Gefährt macht. Auch an belebten Straßen sollte es nicht allein herumfahren, wenn es noch nicht viel Erfahrung mit dem Straßenverkehr hat. Nicht nur die Geschwindigkeit von Autos, sondern auch von Fahrrad- und E-Scooter-Fahrern werden von Kindern oft falsch eingeschätzt.

Vom einfachen Tretroller bis zum Kickboard

Wer an den Roller aus der eigenen Kindheit denkt, hat wahrscheinlich ein sehr klares Bild vor Augen. Heutzutage findet sich auf dem Markt aber ein ganzes Potpourri unterschiedlicher Roller mit verschiedenen Designs, Materialien, Einsatzm√∂glichkeiten und Bezeichnungen. Neben dem englischen Begriff Scooter sind Kick- oder Tretroller am verbreitetsten ‚Äď sie alle meinen in der Regel dasselbe. In Skateparks und auf Halfpipes werden Sie Kinder und Jugendliche antreffen, die auf¬†Stunt-Scootern¬†Tricks √ľben. Diese sind robuster, daf√ľr aber nicht ganz so wendig. Umfangreich ausgestattete Modelle sind die¬†Footbikes, die √ľber einen Stahlrahmen, aufpumpbare Reifen und Felgenbremsen verf√ľgen.

Das dreirädrige Modell

Wenn sich Ihr Kind auf dem Roller unsicher f√ľhl, bietet sich ein sogenanntes¬†Kickboard¬†an. Durch die zwei R√§der an der Vorderseite und ein breiteres Trittbrett erm√∂glicht es einen stabilen Stand. F√ľr Kinder, die ihre ersten Fahrversuche mit dem Spielzeug vornehmen, ist das Kickboard eine sicherere Alternative, da es nicht so leicht kippt. Es ist allerdings etwas langsamer als ein Standard-Scooter und hat einen gr√∂√üeren Wenderadius. Dieser ergibt sich unter anderem daraus, dass sich das Kickboard anders lenken l√§sst als ein gew√∂hnlicher Tretroller. Aufgrund des breiten Radstands kann der Lenker nicht so einfach gedreht werden: Das Kind muss immer auch durch Gewichtsverlagerung steuern.

Zwei R√§der hinten¬†Einige Modelle weisen zwei R√§der an der Hinterachse auf. Sie sind gewisserma√üen ein Hybrid aus Dreirad und Tretroller. Damit k√∂nnen selbst kleinste Kinder erste Roller√ľbungen machen, ohne gro√üer Gefahr durch St√ľrze ausgesetzt zu sein. Zudem lassen sich diese Modelle einfach lenken und auch eine federnde Luftbereifung ist h√§ufig vorhanden.

Langlebigkeit unterst√ľtzen

Selbst Tretroller aus robustem Material sind nicht unendlich haltbar. Kinder gehen mit Spielzeug und anderen Dingen h√§ufig sorglos um. Schnell wird der Roller achtlos fallengelassen, an Kanten entlang geschrammt oder √ľber Nacht im Matsch liegengelassen Eltern sollten ein Auge darauf haben, dass die Kinder pfleglich mit ihrem Gef√§hrt umgehen, damit sie sich lange daran erfreuen k√∂nnen. Nehmen Sie die Roller bei Regen und √ľber Nacht mit ins Haus oder lagern sie in Garage oder Gartenhaus. Ziehen Sie regelm√§√üig die vorhandenen Schrauben sowie Muttern nach und schmieren Sie bei Bedarf die Kugellager mit √Ėl, sodass weiterhin alles fl√ľssig l√§uft.

Weiterf√ľhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Kinderroller nicht selbst getestet.

Tests von Kinderrollern, die von unabh√§ngigen Plattformen vorgenommen wurden, sind schwer zu finden. Solche Testreihen konzentrieren sich eher auf spezielle Roller wie Elektro-Scooter oder Footbikes f√ľr Erwachsene. Der einzige Test der¬†Stiftung Warentest¬†ist bereits √ľber 20 Jahre alt und kann daher nicht als Referenz angef√ľhrt werden. Auch der Kinderroller-Test von¬†√ĖKO-TEST¬†stammt aus dem Jahre 2016 und sollte mit Vorbehalt genossen werden, da seitdem neuere Modelle und weitere Hersteller auf den Markt gekommen sind. Damals bekamen renommierte Hersteller wie¬†Kettler, Puky¬†und¬†Smoby¬†eine Empfehlung. Modelle von¬†Hudora¬†und¬†Johntoy¬†erhielten wegen fehlerhaft verarbeiteter Teile eine Abwertung.

Der¬†Rollenshop¬†unterzog im Jahr 2016¬†vier Kickboards¬†einem Praxistest. Die Tester empfehlen vor allem den¬†Powerslide Worx Movemax¬†mit einer Bewertung von 82 von 90 Punkten. Das Modell √ľberzeugt durch seinen kurzen und sowie die vier festen Einrastpunkte bei der H√∂henverstellbarkeit des Lenkers. Zudem sind die Kugellager qualitativ hochwertig, sodass die R√§der ideal ausrollen k√∂nnen. Ebenfalls im guten Bewertungsbereich liegt das Modell¬†Maxi Micro¬†von¬†Micro Mobility¬†mit 77 von 90 Punkten. Auch dieser Roller hat optimal laufende Kugellager in den R√§dern und begeisterte die Tester durch die leichtg√§ngige Lenkung, mit der Kurven und Slalomparcours kein Problem darstellen. Verstellen l√§sst sich dieses Modell nur in zwei Gr√∂√üen. Au√üerdem kann es nicht zusammengeklappt, sondern der Lenker zum Transport lediglich abmontiert werden.

Wenn Sie sich f√ľr den Kauf eines Tretrollers ‚Äď ob nun Kickboard f√ľr Anf√§nger oder Footbike f√ľr Fortgeschrittene ‚Äď entscheiden, beachten Sie auf jeden Fall die in diesem Text behandelten Details, die Kinderroller bieten. Nicht jeder Roller ist f√ľr jedes Einsatzgebiet zugeschnitten. Anf√§nger, Fortgeschrittene, Stuntfahrer: F√ľr jeden gibt es die optimalen Scooter-Modelle.


Abb. 1: ¬© Tomsickova / stock.adobe.com | Abb. 2: ¬© Viewpoint / stock.adobe.com | Abb. 3-7: ¬© Netzvergleiche | Abb. 8: ¬© –ě–Ľ—Ć–≥–į –ü–ĺ—ā—č–Ľ–ł—Ü—č–Ĺ–į / stock.adobe.com