Bier

Die 7 besten Biere im Vergleich

Menge
Alkoholgehalt
Herkunft
Geschmack
Bierstil
Ohne Gluten
Stammw√ľrzgehalt
Fettgehalt
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Bier-Ratgeber: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in K√ľrze
  • Bier wird hierzulande √ľblicherweise nach dem Reinheitsgebot aus Wasser, Gerste, Hopfen und Hefe gebraut.
  • Die Craftbeer-Szene verzichtet auf das Reinheitsgebot und setzt stattdessen auf die Verwendung verschiedener nat√ľrlicher Zutaten.
  • Oberg√§rige Biere werden bei hohen Temperaturen gebraut, w√§hrend unterg√§rige Biere w√§hrend des Brauprozesses gek√ľhlt werden.
  • Der Geschmack und das Aroma eines Bieres lassen sich an der Stammw√ľrze, der Farbe und dem Bitterstoffgehalt erkennen.
  • Nach dem Reinheitsgebot gebrautes Bier enth√§lt viele Kalorien und Kohlenhydrate, daf√ľr kaum Zucker und weder Fett noch Salze.

Skål, Prost und Cheers

Bier ist seit tausenden von Jahren ein kulinarischer Begleiter des Menschen. Das aus Wasser, Gerste, Hopfen und Hefe gewonnene Getr√§nk erfreut sich auch heute ungebrochener Beliebtheit. Mittlerweile gibt es tausende Brauereien weltweit. Die Wiege des Biers ist Europa. Auch heute noch gibt es hier viele gro√üe Bierregionen, von den b√∂hmisch-tschechischen Gebieten √ľber die deutschsprachigen L√§nder bis in den Norden Frankreichs, die Benelux-Staaten sowie Gro√übritannien und Irland. Europ√§isches Bier geh√∂rt nicht ohne Grund zu den besten Biersorten der Welt. Die klimatischen Bedingungen sind optimal f√ľr das Wachstum der Zutaten und das Reinheitsgebot gew√§hrleistet die Qualit√§t traditioneller Braukunst. Im internationalen Bereich setzt sich die Craftbeer-Szene immer mehr durch, die dem Reinheitsgebot den R√ľcken zuwendet und die individuelle Nat√ľrlichkeit eines Bieres in den Vordergrund stellt.

Viele Menschen haben ihr Lieblingsbier, das sie geschmacklich am meisten anspricht: Stammw√ľrze, Farbe und Bitterstoffgehalt spielen hierbei eine wichtige Rolle. Wenn Sie Ihr n√§chstes Bier kaufen, haben Sie ein Auge darauf, ob es sich um ein ober- oder ein unterg√§riges Bier handelt. Auch Leicht- und N√§hrbiere sowie alkoholfreie Biere und Craftbeers sind erh√§ltlich.

Was ist das Reinheitsgebot?

Das Reinheitsgebot schreibt vor, dass Brauereien in Deutschland bestimmte Herstellungsvorschriften einhalten m√ľssen. Im Jahre 1516 verf√ľgte die Stadt Ingolstadt, dass Bier nur aus drei Zutaten gebraut werden darf, um die Qualit√§t des alkoholhaltigen Trunks zu gew√§hrleisten: Wasser, Hopfen und Gerste, genau genommen Braugerste, galten als die Bestandteile, die ein wahres Bier ausmachen. Im Gegensatz zu Futtergerste ist Braugerste zum Brauen geeignet; das kurz gekeimte und wieder getrocknete Getreide wird als Malz bezeichnet. Die vierte Zutat ist Hefe, deren Bedeutung erst einige Zeit sp√§ter erkannt wurde. Seinerzeit war die Wirkung von Hefe noch nicht bekannt. Mit der Zugabe von Hefe zum Bier war das Reinheitsgebot geboren.

Diese unvergleichliche Brautradition findet mittlerweile weltweite Anerkennung. Um stets f√ľr die Branche einzutreten, gr√ľndete sich 1871 der Deutsche Brauer-Bund. Auch heute noch macht sich die Vereinigung f√ľr die Interessen der Landwirtschaft und den Erhalt des Reinheitsgebots stark. Im Laufe der letzten Jahrzehnte ist das Gebot jedoch etwas gelockert worden: Beispielsweise gilt seit 1968 auch Hopfenextrakt als zul√§ssige Zutat f√ľr Bier.

Die vier Säulen guten Bieres

Wasser, Malz, Hopfen und Hefe sind die vier Hauptbestandteile traditionellen Biers. Jede Zutat f√ľr sich bringt ihre einzigartigen Eigenschaften in die geschmackliche Gesamtkomposition des Biers mit ein.

Wasser
Wasser - Icon

Bier besteht zu mehr als 90 Prozent aus Wasser. Das Gebot schreibt vor, dass das Wasser Trinkwasserqualit√§t haben muss. Deshalb besitzen viele Brauereien einen eigenen Quellbrunnen, um Mineralwasser zu f√∂rdern. Die Mineralstoffe im Wasser haben Einfluss auf den Brauprozess: Sie beeinflussen die Haltbarkeit, die Schaumqualit√§t und den Geschmack. Weiches Wasser resultiert in hellem, hopfenbetontem Bier, w√§hrend hartes Wasser f√ľr Bier mit dunkler und voller Note sorgt.

Malz
Malz - Icon

Die Braugerste beziehungsweise das Malz ist der Grundstein f√ľr die Farbe und den K√∂rper eines Bieres. Die Veredelung von Getreide zu Malz ist ein aufwendiger Prozess, weshalb jeder Brauer und jede Br√§uerin zus√§tzlich eine Ausbildung im M√§lzer-Handwerk machen muss. Die zur Keimung gebrachten Gerstenk√∂rner werden getrocknet. Je nach L√§nge der Trocknungszeit ver√§ndern sich das Aroma und die Farbe des Bieres. Es gibt √ľber 40 verschiedene Malzsorten, aus denen BraumeisterInnen w√§hlen k√∂nnen.

Hopfen
Hopfen - Icon

Hopfen pr√§gt den Charakter eines Bieres und sorgt f√ľr das spezifische Aromaprofil. Zudem bestimmt er, wie bitter das Endprodukt ist und wie sich die Schaumkrone entwickelt. Der Hopfen sorgt f√ľr die Haltbarkeit des Bieres. BraumeisterInnen haben die Wahl aus √ľber 200 verschiedenen Hopfensorten, um das gew√ľnschte Aromaprofil zu kreieren. Die verwendete Menge an Hopfen sowie der Zeitpunkt der Zugabe sind f√ľr das Resultat entscheidend.

Hefe
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Was einst als Wunder der Natur galt, ist heute der nat√ľrlichen Eigenschaft der Hefe zuzuschreiben: die G√§rung. Die Hefe wandelt den im Malz enthaltenen Zucker im G√§rprozess in Alkohol und Kohlens√§ure um. Dieser Vorgang wirkt sich ebenfalls auf das Aroma aus. Welcher der etwa 200 Hefest√§mme genutzt wurde, l√§sst sich im Endprodukt riechen und schmecken. Oberg√§rige Hefen sorgen f√ľr einen fruchtigeren Bierstil, w√§hrend unterg√§rige Hefen bei sogenannten schlanken Bieren Verwendung finden.

Bewusster Genuss

Die meisten Biersorten enthalten Alkohol, weshalb ein bewusster Genuss sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit den Getr√§nken zwingend sind. F√ľr Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist Bier hierzulande verboten. Auch Schwangere und stillende M√ľtter sollten auf alkoholhaltige Getr√§nke verzichten, da sich der Alkohol negativ auf Un- und Neugeborene auswirken kann. Am Steuer, bei der Arbeit und in Verbindung mit Medikamenten ist Alkohol ebenfalls tabu.

Die Brauweise

W√§hrend des Brauprozesses erh√§lt das Bier verschiedene Eigenschaften, die durch bestimmte Werte ausgedr√ľckt werden. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie mehr √ľber den Geschmack eines Bieres.

Die Stammw√ľrze

Die Stammw√ľrze des Bieres bezeichnet den N√§hrstoffgehalt, bevor die G√§rung einsetzt. Es handelt sich also um einen entscheidenden Einflussfaktor f√ľr den Alkoholgehalt eines Bieres: Je h√∂her der Stammw√ľrzegehalt ist, desto mehr Hefe wurde vergoren und desto h√∂her ist der Alkoholgehalt. Auch ein intensiverer und vollmundigerer Geschmack gehen damit einher. W√§hrend der G√§rung werden weitere Extrakte wie Aminos√§uren, Eiwei√üe und Vitamine freigesetzt. Des Weiteren wirkt sich die Menge des verwendeten Wassers auf die Stammw√ľrze aus. Der Stammw√ľrzegehalt beschreibt folglich die Dichte der N√§hrstoffe innerhalb des noch ‚Äěrohen‚Äú Bieres.

Jedoch kann der Stammw√ľrzegehalt nicht als Qualit√§tsindikator f√ľr alle Biersorten √ľbergreifend genutzt werden. Wenn Sie beim Kauf eines Bieres auf die Stammw√ľrze achten und zwei Biere miteinander vergleichen m√∂chten, sollten diese derselben Sorte angeh√∂ren.

BiersorteDurchschnittlicher Stammw√ľrzgehalt (in Prozent)
Stout 9 bis 16
Gose, Pils, Kölsch 10 bis 12
Märzen 11 bis 13
American Ale, Lagerbier, Altbier, Weißbier 11 bis 14
Pale Ale 16 bis 18
Porter, India Pale Ale (IPA) 16 bis 19
Tripel Bier 18 bis 21
Quadrupel 18 bis 28
Die Tabelle zeigt den durchschnittlichen Anteil an Stammw√ľrze der verschiedenen Biersorten.

Die Farbe

Seine markante F√§rbung erh√§lt ein Bier w√§hrend des Brauprozesses. Die Farbe hat Auswirkungen auf den Geschmack. Der Farbwert eines Bieres wird in EBC angegeben, was ‚ÄěEuropean Brewery Convention‚Äú bedeutet. Je mehr dunkles Malz ein Braumeister verwendet, desto dunkler ist letztendlich das Bier. Das Malz wiederum nimmt seine Farbe im Prozess des Darrens an, also im Laufe der Trocknung und je nach Temperatur. Auch andere Zutaten, wie etwas dunkler Kandiszucker, k√∂nnen einem Bier eine dunkle F√§rbung geben.

Es gibt aber auch einige Ausnahmen, weshalb die Farbe nicht immer auf die Biersorte schlie√üen l√§sst. Vor allem zu Zeiten des Craftbeers haben sich einige BrauerInnen daran versucht, der Norm zu entgehen und neue Kreationen geschaffen. Ein Black IPA ist beispielweise ein ‚Äědunkles Blondes‚Äú, bei dem die feine Karamellnoten im Vordergrund stehen, die Farbe jedoch dunkelbraun ist. Ein White Stout ist hingegen ein Starkbier, das sich durch kr√§ftige Malzaromen auszeichnet, allerdings eine goldgelbe Farbe hat.

Der Bitterstoffgehalt

Der Bitterstoffanteil eines Bieres wird entweder durch die Abk√ľrzung BE (Bittereinheiten) oder IBU (International Bitterness Units) ausgedr√ľckt. Im Braugewerbejargon ist es √ľblich, von Bittere und nicht von Bitterkeit zu sprechen; beispielsweise kann eine Hopfensorte einem Bier eine besonders weiche Bittere geben. Die Bittere wird durch den Hopfen bestimmt, den ein Brauer oder eine Brauerin verwendet. Durch die Hitzeentwicklung beim Kochen l√∂sen sich aus dem Hopfen S√§uren, die unterschiedliche Mengen an Bitterstoffen freisetzen. Die Bittere beeinflusst den Charakter sowie das Aromaprofil eines Bieres und wird vorab von BraumeisterInnen errechnet. So k√∂nnen sie¬†sich sicher sein, dass der Wert f√ľr die jeweilige Biersorte am Ende des Prozesses weder √ľber- noch unterschritten wird.

BE- beziehungsweise IBU-WertBeispielhafte Biersorte
Unter 10 Berliner Weisse
10 bis 20 Weißbier
20 bis 30 Export, Kölsch, Schwarzbier
25 bis 35 Bockbier
20 bis 45 Porter, Pils
30 bis 60 Stout
40 bis 150  India Pale Ale
Die Tabelle zeigt exemplarisch den BE- beziehungsweise IBU-Wert verschiedener Biersorten. 

Welche Biersorten gibt es?

Die verschiedenen Biersorten werden vorrangig in ober- und unterg√§rige Biere unterteilt. Dar√ľber hinaus gibt es diverse Biere, die sich dieser Gliederung entziehen ‚Äď so zum Beispiel Leichtbiere, alkoholfreie Biere und N√§hrbiere. Craftbeers sind eine Klasse f√ľr sich, da ober- und unterg√§rige Biere vor allem auf der Brautradition und dem Reinheitsgebot beruhen. Die Craft-Szene entzieht sich diesem Brauch und schafft sowohl das eine als auch das andere, ohne die entstehenden Sorten nach ober- oder unterg√§rig zu klassifizieren.

Was sind obergärige Biere?

Oberg√§rige Biere werden mit Hefe gebraut, die bei moderaten bis warmen Temperaturen am besten ‚Äěarbeitet‚Äú: Der Zucker wird bei 15 bis 20 Grad Celsius in Alkohol umgewandelt. In den meisten F√§llen setzt sich oberg√§rige Hefe zudem an der Oberfl√§che des Bieres ab. Das ist jedoch nicht immer der Fall, weshalb die G√§rungstemperatur den ausschlaggebenden Unterscheidungsfaktor darstellt.

Berliner Weisse

Dieser Name darf nur von Berliner Brauereien genutzt werden. Bei der Weisse handelt es sich um ein schlankes Bier, das eine leicht tr√ľbe Farbe und einen s√§uerlichen Geschmack hat. Bei einer Trinktemperatur von acht bis zehn Grad Celsius wird es gern im Sommer mit einem Schuss Himbeer- oder Waldmeistersirup getrunken.

Alkoholgehalt: 2 bis 3 Prozent

Stammw√ľrzegehalt: 7 bis 8 Prozent

Bitterstoffgehalt: 3 bis 8

EBC-Wert: 5 bis 8

Kölsch

Die K√∂lner Spezialit√§t, deren Bezeichnung ein rechtlich gesch√ľtzter Markenname ist und nur von K√∂lner Brauereien verwendet werden darf, ist ein helles und schlankes Vollbier. Das Bier hat nur wenige Malzaromen; sein Geschmack wird eher als ‚Äěs√ľffig‚Äú bezeichnet.

Alkoholgehalt: 4 bis 5 Prozent

Stammw√ľrzegehalt: 11 bis 12 Prozent

Bitterstoffgehalt: 20 bis 25

EBC-Wert: 6 bis 9

Weißbier

Bei dem auch als Weizenbier bekannten Getr√§nk m√ľssen w√§hrend der Herstellung mindestens 50 Prozent Weizenmalz verwendet werden; der Rest ist entweder Gerstenmalz oder das Bier wird komplett aus Weizenmalz gebraut. Das Bier g√§rt in den Flaschen nach und erh√§lt einen leicht fruchtigen Geschmack.

Alkoholgehalt: 5 bis 6 Prozent

Stammw√ľrzegehalt: 11 bis 14 Prozent

Bitterstoffgehalt: 10 bis 15

EBC-Wert: 4 bis 12

Was sind untergärige Biere?

Unterg√§rige Biere werden in einer kalten Umgebung gebraut. W√§hrend der G√§rung muss die Umgebungstemperatur zwischen vier und neun Grad Celsius betragen, damit die Hefe ‚Äěarbeiten‚Äú kann. Zudem handelt es sich bei unterg√§riger Hefe um einzelne Hefest√§mme, die sich nicht im Verbund an der Oberfl√§che des Bieres sammeln, sondern am Boden des Braubottichs.

Schwarzbier

Seine schwarze Farbe erhält das Bier durch die während des Brauprozesses verwendeten dunklen Malze, die bei hohen Temperaturen geröstet werden. Schwarzbier besitzt vielfältige Geschmacksnoten und meist einen vollmundigen Charakter, der vor allem zu deftigen Speisen passt.

Alkoholgehalt: 5 Prozent

Stammw√ľrzgehalt: 11 bis 14 Prozent

Bitterstoffgehalt: 20 bis 30

EBC-Wert: 50 bis 60

Lagerbier

Das helle Lager besticht durch seine gelbe F√§rbung und ist vergleichbar mit der Pilsener Brauart. Bei einem dunklen Lager werden stark ger√∂stete Malze genutzt, die es vielf√§ltig an Aromen machen. Das Export ist ebenfalls sehr malzbetont und weltweit bekannt. International wird der Begriff Lager gern als Sammelbegriff f√ľr nahezu alle unterg√§rigen Vollbiere eingesetzt.

Alkoholgehalt: 4 bis 7 Prozent

Stammw√ľrzegehalt: 11 bis 14

Bitterstoffgehalt: 5 bis 25

EBC-Wert: 4 bis 16

Pilsener

Das Pils ist das meistgetrunkene Bier Deutschlands. Es ist sehr hopfenbetont, schlank und spritzig im Geschmack. Die Schaumkrone ist fein und schneeweiß. Die optimale Trinktemperatur liegt zwischen sieben und acht Grad Celsius. Die Vorzeigebiere der meisten Traditionsbrauereien sind Pilsener.

Alkoholgehalt: 4 bis 5 Prozent

Stammw√ľrzegehalt: 10 bis 12 Prozent

Bitterstoffgehalt: 30 bis 45

EBC-Wert: 4 bis 6

Weitere Biersorten

Neben den standardmäßigen ober- und untergärigen Bieren, die nach dem Reinheitsgebot gebraut werden, gibt es diverse andere Biersorten zu kaufen.

Leichtbier
Light Bier - Icon

Leichtbiere, die oft den Namenszusatz ‚ÄěLight‚Äú haben, sind kalorienarm und haben etwa 40 Prozent weniger Brennwert sowie Alkohol als Vollbiere. Der Alkoholgehalt betr√§gt zwischen 2,0 und 3,2 Prozent. W√§hrend der G√§rung wird die Bildung von Alkohol entweder gebremst oder dem Bier nach der G√§rung entzogen. Auf diese Weise wird auch bei der Herstellung von alkoholfreiem Bier verfahren.

Alkoholfreies Bier
Alkoholfreies Bier - Icon

Diese Biersorte wird ebenfalls nach dem Reinheitsgebot gebraut und enth√§lt maximal 0,5 Prozent Alkohol. Nach dem deutschen Lebensmittelrecht gilt sie somit als alkoholfrei, da das Getr√§nk, ebenso wie Mischbrot oder Fruchts√§fte, einer nat√ľrlichen G√§rung unterliegt. Es ist wissenschaftlich belegt, dass der Alkoholanteil keinen physiologischen Einfluss auf den menschlichen K√∂rper hat. Einige Biere enthalten dennoch sogar 0,0 Prozent Alkohol.

Malzbier
Malzbier - Icon

N√§hrbiere oder auch Malztr√ľnke genannt bestehen aus dunklem Malz, Zucker, Zuckerlik√∂r und oberg√§riger Hefe. Die G√§rung, die essenziell f√ľr die Herstellung von Bier ist, wird maschinell unterdr√ľckt. Da diese nicht erfolgt ist, z√§hlen sie gesetzlich nicht als Biere. Mit einem Alkoholgehalt von weniger als 0,5 Prozent gelten Malzbiere als alkoholfrei.

Craftbeer

F√ľr Craftbeers gilt das Reinheitsgebot nicht. Somit entziehen sie sich der darauf basierenden Definition. Beer-Crafting ist ein Handwerk, bei dem Bier mit hochwertigen, alternativen Zutaten gebraut wird, wie zum Beispiel Aromahopfen, Kaffee- und Kakaobohnen sowie Orangenschalen. Auf diese Weise entstehen unkonventionelle Geschmacksrichtungen.

F√ľr Beer-CrafterInnen stehen alte Brautraditionen im Vordergrund, die sich abseits des Reinheitsgebots auf die Kreativit√§t der BraumeisterInnen und den individuellen Geschmack eines Bieres st√ľtzen. Craftbeers sind mittlerweile Trend-Getr√§nke, die zusehends in Mode kommen und sich in alternativen Szenen sowie unter Biersommeliers gro√üer Beliebtheit erfreuen. Die Craft-Breweries, von denen einige mittlerweile international zu finden sind, stehen weiterhin den gro√üen Braukonzernen gegen√ľber. Vielen Craftbeer-BraumeisterInnen ist es wichtig, den KonsumentInnen zu verstehen zu geben, dass es sich bei Craftbeer nicht nur um die Gesamtheit individueller Biersorten handelt, sondern dass es auch eine Einstellung gegen√ľber der Brautradition darstellt.

Die BraumeisterInnen missachten bewusst das Reinheitsgebot, da sie dieses als √ľberholt ansehen. Sie berufen sich auf die kreative Braukultur von damals, als es noch √ľblich war, Bier mit Kr√§utern und diversen nat√ľrlichen Zutaten herzustellen. Statt des Reinheitsgebots postulieren sie ein Nat√ľrlichkeitsgebot.

Zu den beliebtesten und verbreitetsten Craft-Bier-Stilen gehören die folgenden:

Pale Ale: Dieses Ale ist ein helles, hopfenbetontes und oberg√§riges Bier aus Gro√übritannien. Oft wird der Begriff als Synonym f√ľr alle oberg√§rigen Craft-Biersorten verwendet.

India Pale Ale: Ein IPA ist ein ebenfalls hopfenbetontes, obergäriges Bier, das stärker als Pale Ales ist. Es besitzt oftmals fruchtige Aromen und einen hohen Alkoholgehalt.

Porter: Porter unterscheiden sich geschmacklich sehr voneinander. Grundsätzlich handelt es sich aber um obergärige Biere von dunkler, tiefschwarzer Farbe mit malzigem Geschmack.

Stout: Bei diesem tiefschwarzen Bier steht das Malz im Fokus. Der Hopfen ist eher zweitrangig, um der Malzs√ľ√üe eine Bitternote entgegenzusetzen.

Gose: Das Bier ähnelt Berliner Weisse. Es ist säuerlich und aufgrund des Kochsalzes leicht salzig. Das Besondere an diesem erfrischenden Bier ist die Zugabe von Koriander.

Biermischgetränke

Wie es der Name bereits vermuten l√§sst, bestehen Biermischgetr√§nke nur zum Teil aus Bier. Ihnen wird ein weiteres Getr√§nk hinzugegeben. Entweder mischen Sie das Getr√§nk selbst oder Sie kaufen es bereits abgef√ľllt. Mittlerweile stellt nahezu jeder gro√üe Braukonzern auch Biermischgetr√§nke her, die vor allem im Sommer sehr beliebt sind.

Zu den geläufigsten Biermischgetränken gehören die folgenden:

Alster: In Norddeutschland ist das ein Bier, meist Pils, mit Zitronenlimonade. Andernorts wird stattdessen Orangenlimonade hinzugegeben.

Black Velvet: Dieser Biercocktail besteht zu gleichen Teilen aus dunklem Bier und Sekt.

Diesel: Bier, √ľblicherweise ein Pils, wird mit Cola gemischt. Das Mischverh√§ltnis bleibt Ihrem Geschmack √ľberlassen.

Monaco: Hier wird helles, obergäriges Bier mit einem Schuss Grenadinesirup oder -saft versetzt.

Potsdamer: Dem Bier, in der Regel ein Pilsener, wird rote Fassbrause hinzugegeben.

Radler: Hierbei handelt es sich um eine Bier-Limonade-Mischung; in Norddeutschland Orangenlimonade, andernorts auch Zitronenlimonade. Es gibt keine einheitliche Definition.

Trockenes Radler: Ein herkömmliches Bier wird mit kohlensäurehaltigem Mineralwasser versetzt.

Immer wieder dieses "s√ľffig"

‚ÄěS√ľffig‚Äú ist ein gern und viel genutztes Wort, wenn es darum geht, den Geschmack eines Bieres zu beschreiben. Die Definition des Dudens lautet: ‚Äěangenehm schmeckend und gut trinkbar‚Äú. In diesem Sinne ist ‚Äěs√ľffig‚Äú folglich eine subjektive Beurteilung, die Kenner alkoholischer Getr√§nke individuell heranziehen, um ein wohlschmeckendes Bier zu charakterisieren.

Die Inhaltsstoffe

Nach dem Reinheitsgebot gebrautes Bier enth√§lt kaum Zucker und weder Fette noch Salze. Im Craftbeer-Bereich kann es aufgrund der Individualit√§t anders aussehen. Den Energiegehalt, also die Kalorien, erh√§lt das Bier √ľber den Alkohol, der w√§hrend der G√§rung entsteht. Zudem enth√§lt Bier Kohlenhydrate und geringe Mengen Eiwei√ü.

Kalorien
Kalorien - Icon

Die Kilokalorien eines Bieres beschreiben dessen Energiegehalt. Ein 300-Milliliter-Glas Pilsener enth√§lt rund 130 Kilokalorien, w√§hrend ein 500-Milliliter-Glas Hefeweizen √ľber 200 Kilokalorien und damit bereits die gleiche Menge wie ein Drittel einer Tafel Schokolade hat. Der t√§gliche Energiebedarf unterscheidet sich von Mensch zu Mensch, zudem haben M√§nner einen h√∂heren Bedarf als Frauen. Um den Energiehaushalt zu decken, sollten Sie auf eine ausgewogene Ern√§hrung achten.

Kohlenhydrate
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Auch Kohlenhydrate sind eine wichtige Energiequelle und f√ľr zahlreiche Stoffwechselvorg√§nge vonn√∂ten. Sie bilden einen gro√üen Teil der menschlichen Nahrung. St√§rke ist eines der wichtigsten Kohlenhydrate und als energieliefernde Glucose-Einheit ein wichtiger Kohlenhydratspeicher. Sie l√§sst sich unter anderem in Getreide, H√ľlsenfr√ľchten und Vollkornprodukten finden. Je nach Sorte enthalten 100 Milliliter Bier ungef√§hr zwei bis f√ľnf Gramm Kohlenhydrate.

Zucker
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Zucker ist in den meisten Biersorten nur in Spuren enthalten und kommt sowohl als Einfach- als auch Zweifachzucker vor. Zwar liefert er schnelle Energie, er sorgt jedoch auch f√ľr ein bald wiederkehrendes Hungergef√ľhl. Die t√§gliche Zuckerzufuhr in reguliertem Ma√üe ist wichtig f√ľr eine gesunde Ern√§hrung. 100 Milliliter eines Pils enthalten ungef√§hr 0,3 Gramm Einfach- oder Zweifachzucker.

Eiweiß
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Proteine, die umgangssprachlich als Eiweiße bezeichnet werden, bestehen aus Aminosäuren, die der Körper benötigt, da sie wesentlicher Bestandteil von Zellen und Gewebe sind. In Lebensmitteln wie Milchprodukten, Fisch und Eiern sind Proteine enthalten. Bier hingegen besitzt nur wenig Eiweiß in schwankenden Mengen: Durchschnittlich kommt auf 100 Gramm Bier ein halbes Gramm Eiweiß. Von diesem Protein kann der Körper rund 65 Prozent verwerten.

Fett
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Fette sind tierischen sowie pflanzlichen Ursprungs und bestehen aus Fetts√§uren. Sie stellen einen wichtigen Energielieferanten dar und sind essenziell f√ľr den K√∂rper. Zahlreiche Vitamine k√∂nnen nur √ľber Fett aufgenommen werden; zudem macht es Speisen als Tr√§ger von Aromen erst schmackhaft. Gerste besitzt zwar kleine Mengen an Fett, welches jedoch beim M√§lzen abgebaut wird. Deshalb ist in Bier kein Fett enthalten.

Salz
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Bier ist ein Mineralstoff und lebensnotwendig, da der menschliche K√∂rper Natriumchlorid, also Kochsalz, nicht selbst produzieren kann. Als t√§gliche Dosis empfehlen sich etwa sechs Gramm Salz, um das Nervensystem, die Verdauung und den Knochenaufbau zu unterst√ľtzen; auch f√ľr den Wasserhaushalt ist Salz entscheidend. In Bier ist Salz ebenfalls nur in geringen Spuren zu finden.

Die Trinkgefäße

Um Bier zu konsumieren, bedarf es eines entsprechenden Beh√§lters. Bier wird in der Regel entweder in Flaschen oder in F√§ssern abgef√ľllt. Aus der Flasche k√∂nnen Sie es direkt trinken, w√§hrend Sie das Fassbier in ein Glas f√ľllen m√ľssen. Biersommeliers setzen auch beim Flaschenbier auf den Genuss aus einem Glas.

Bierflaschen

Im Laufe des 20. Jahrhunderts haben sich vier verschiedene Bierflaschen auf dem Markt etabliert:

Steinieflasche: Die Norm der Steinieflasche stammt aus dem Jahr 1953; sie fasst 0,3 Liter. Die braune Flasche ist klein, stabil und bauchig.

Euro-Flasche: Diese Flasche fasst 0,5 Liter und hat eine gerade Form, die sich nach oben hin verj√ľngt. Sie ist schwer, robust und hat dank des breiten Bodens einen sicheren Stand.

NRW-Flasche: Die Flasche, die erstmals in Nordrhein-Westfalen vertrieben wurde, ist schlank und handlich. Sie etablierte sich im Laufe der letzten Jahrzehnte als Standard.

B√ľgelflasche: Dank des B√ľgels brauchen die Flaschen keinen Kronkorken. Beim √Ėffnen ert√∂nt das markante ‚ÄěPlopp‚Äú, das mittlerweile Kultstatus genie√üt.

Sind Bierdosen von Vorteil?

Entgegen dem Ger√ľcht, dass Bierdosen die Qualit√§t des Inhalts vermindern, ver√§ndert eine Dose nicht den Geschmack des Getr√§nks. In einigen Situationen sind Dosen sogar von Vorteil; zum Beispiel sind sie f√ľr Licht undurchl√§ssig, weshalb das Bier l√§nger frisch bleibt. Au√üerdem lassen sie sich aufgrund des geringen Gewichts und der Stabilit√§t gut transportieren F√ľr einige Brauer sind die Aluminiumgef√§√üe ein Statement: So nutzt zum Beispiel die Craftbeer-Szene gern Bierdosen, um sich von den Braukonzernen abzuheben und die Dose als Trinkgef√§√ü bei der biertrinkenden Masse beliebter zu machen. Denn bis dato genie√üen Bierdosen einen eher schlechten Ruf und werden mit Billigbier sowie Alkoholismus in Verbindung gebracht. Auch wenn Dosen weniger nachhaltig als Glasflaschen sind und das Aluminium generell nicht gesundheitsf√∂rdernd ist, sind Bierdosen praktisch und schlicht.

Vorteile
  • Lichtundurchl√§ssig
  • Geringes Eigengewicht
  • Nicht zerbrechlich
Nachteile
  • Weniger nachhaltig als Glasflaschen
  • Aluminium ist nicht gesundheitsf√∂rdernd
  • Geringes Ansehen in der √Ėffentlichkeit

Bierfässer

In der Herstellung besteht zwischen Fassbier und Flaschenbier kein Unterschied. Geschmacklich heben sie sich jedoch voneinander ab. Fassbier verf√ľgt √ľber f√ľnf Prozent mehr Kohlens√§ure und wirkt deshalb frischer. Die h√∂here ‚ÄěSpritzigkeit‚Äú, die Sommeliers und Sommeli√®ren als ‚ÄěRezenz‚Äú bezeichnen, macht das Fass bei vielen Biergenie√üern beliebter. Der Grund daf√ľr ist simpel: Ein Fass h√§lt mehr Druck aus als eine Flasche, weshalb dem Bier in einem Fass mehr Kohlens√§ure beigesetzt werden kann. Dar√ľber hinaus ist ein Fass licht- und luftdicht verschlossen. Bierflaschen sind zwar meist dunkel eingef√§rbt, dennoch gelangt Sonnenlicht an das Bier und wenn die Flasche einmal ge√∂ffnet wurde, auch Luft. Die Folge ist, dass das Getr√§nk schnell schal wird und ranzig schmeckt.

Deshalb ist auch die Qualität der Zapfanlage entscheidend: Bei der qualitativ minderwertigen Bierzapfanlage kann Kohlensäure aus dem Fass entweichen, wenn sich dieses leert. So wird auch das Bier im Fass schneller schal. Eine gute Zapfanlage stellt den benötigten Druck her, damit die Kohlensäure nicht entweichen kann. Damit die Anlage hygienisch sauber bleibt, sollten Sie diese regelmäßig reinigen.

Gläser

Wahre Biersommeliers trinken ihr Bier aus einem Glas, egal ob es zuvor in einer Flasche oder in einem Fass abgef√ľllt wurde. Erst in einem Glas entfaltet sich f√ľr den Kenner das volle Aroma. Dar√ľber hinaus sehen Sie erst dann die Farbe des Biers und die Bildung der Schaumkrone. All diese Faktoren sind ausschlaggebend f√ľr die Bewertung eines guten Bieres.

Bierkrug: Diese klassische Form ist sehr klein und dicklich. An der Seite befindet sich ein Griff. Heutzutage gibt es auch schmale, hohe Kr√ľge.

Export-Becher: Das Glas f√ľr Export-Bier hat eine neutrale Form und √Ąhnlichkeiten zum universell verwendbaren Willibecher.

Kölsch-Stange: Das schmale Gefäß fasst 0,2 Liter. Durch die Form geht weniger Kohlenstoffdioxid verloren und das Bier wird in der geringen Menge nicht schal.

Maßkrug: Der klassisch bayrische Krug ist auf dem Oktoberfest populär. Er fasst einen Liter und wiegt leer mehr als ein Kilogramm.

Pils-Tulpe: Dies ist das bekannteste Bierglas. Es gibt Variationen von hoch und schmal bis hin zu klein und dicklich.

Pint: Das Glas wird nach oben hin breiter. Diese Form ist besonders im englischsprachigen Raum verbreitet und wird bis zum Rand gef√ľllt. Die Schaumkrone wird abgestrichen.

Pokal: Hierbei handelt es sich um ein relativ flaches Glas, aus dem vorrangig Berliner Weisse, Trappistenbiere oder Abteibiere getrunken werden.

Craftbeer-Glas: Das Gefäß ist oben weit geöffnet, damit das Bier besonders gut atmen kann. Es wird gern zum Verkosten genutzt und am Stiel festgehalten.

Weißbierglas: Dieses hohe, geschwungene Glas fasst 0,5 Liter. Das Bier muss langsam eingeschenkt werden, da Weißbier zu starker Schaumbildung neigt.

Willibecher: Das d√ľnnwandige Glas wird aufgrund seiner schnell abk√ľhlenden Eigenschaften gern in der Gastronomie verwendet und gilt als ‚Äěneutrales‚Äú Bierglas f√ľr diverse Sorten.

Steinkrug: Der Vorfahre s√§mtlicher Biergl√§ser findet heute kaum noch Verwendung. Stattdessen erf√ľllt er mit Aufdrucken repr√§sentative und dekorative Aufgaben.

Tipps f√ľr angehende Biersommeliers und -sommeli√®re

Wer sich hobbymäßig an einer Bierverkostung probieren möchte, kann bereits mit wenigen Schritten zum Novizen-Sommelier oder zur Sommelière avancieren. Auch hier macht Übung den Meister oder die Meisterin. Es geht also im wahrsten Sinne des Wortes um das Probieren statt Studieren.

Das korrekte Einschenken

Sp√ľlen Sie das Glas vor dem Einschenken des Bieres unbedingt mit kaltem Wasser aus und bringen Sie es im Idealfall auf die gleiche Temperatur wie das Bier. Halten Sie die Flasche nun schr√§g zum Glas und gie√üen Sie das Getr√§nk ein, bis die Schaumkrone den Rand erreicht. Lassen Sie das Glas anschlie√üend stehen, damit sich der Schaum absetzen kann. Gie√üen Sie erst dann weiter nach. Alternativ k√∂nnen Sie auch das Glas schr√§g an die Flasche halten und das Bier schwungvoll eingie√üen. Auf diese Weise bildet sich die Schaumkrone erst, wenn Sie das Glas abstellen. Da die verschiedenen Biersorten zu unterschiedlich starker Schaumbildung neigen, sollten Sie auf den Alkoholgehalt achten. Bier mit niedrigem Alkoholgehalt haben eine st√§rkere Schaumentwicklung.

Die richtige Temperatur

Die ideale Trinktemperatur f√ľr den Gro√üteil aller Biersorten liegt zwischen 7 und 9 Grad Celsius; dies entspricht einer normalen K√ľhlschranktemperatur. Manche Sorten entfalten erst bei einer leicht h√∂heren Temperatur von 10 bis 14 Grad Celsius ihr volles Aroma. F√ľr KennerInnen gilt, dass Biere weder zu schnell abgek√ľhlt noch erw√§rmt werden sollten. Auf das rasche K√ľhlen in der Gefriertruhe verzichtet der Sommelier oder die Sommeli√®re. Wenn das Bier zu kalt ist, bildet sich keine Schaumkrone; wenn es zu warm ist, schmeckt es schnell schal und schaumig.

Das Tasting-To-Do f√ľr Bier-Beginner

Wenn sich das Bier im Glas befindet, kann es beurteilt werden. Hieran sind mehrere Sinne beteiligt: H√∂ren, Sehen, Riechen, F√ľhlen und Schmecken sind entscheidend f√ľr einen allumfassenden Eindruck.

Hören: Hören Sie, wie der Schaum knistert und die Kohlensäure prickelt. Achten Sie auch auf das gluckernde Geräusch des Bieres, wenn Sie es eingießen.

Sehen: √úberpr√ľfen Sie das Erscheinungsbild des Bieres: die Farbe, den Schaum, die Tr√ľbung. Sehen Sie, wie die Bl√§schen aufsteigen und eine Schaumkrone bilden.

Riechen: Pr√ľfen Sie das Aroma und das Bouquet des Bieres. Hier erhalten Sie einen ersten Eindruck von der S√ľ√üe, S√§ure oder Bittere des Getr√§nks.

Schmecken: Nun wird der Gesamteindruck √ľberpr√ľft. Achten Sie auf die Ausgewogenheit der Aromen, die in ihre Nase steigen.

Ber√ľhren: Ber√ľhren Sie das Bier mit Gaumen und Zunge; pr√ľfen Sie dessen Rezenz und w√§gen Sie ab, ob es eher vollmundig oder schlank ist. Sp√ľren Sie das Prickeln der Kohlens√§ure.

Nachtasten: Achten Sie darauf, wie lang und intensiv die Komponenten nachwirken und ob sich die Bittere im Nachhinein aromatisch oder trocken äußert.

Reflektieren: Pr√ľfen Sie nun den Gesamteindruck des Bieres und reflektieren Sie, ob es in allen Tasting-Phasen pr√§sent war.

Weiterf√ľhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Bier-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

Das Test- und Verbraucherportal √ĖKO-TEST nahm 2020 insgesamt 42 Biersorten unter die Lupe. Die TesterInnen lie√üen die verschiedenen Biere in einem Labor untersuchen und √ľberpr√ľfen, ob sich daran Problemstoffe befinden. Unter anderem achteten die TesterInnen auf das Vorhandensein des gesundheitssch√§dlichen Stoffes Glyphosat, das gelegentlich in getreidehaltigen Lebensmitteln zu finden ist. Die Dosenbiersorten im Test √ľberpr√ľften die Laborarbeiter auf m√∂glicherweise hormonell wirksame Stoffe wie Bisphenol A. Den Geschmack der Biere testeten die RedakteurInnen nicht, da er unter anderem von korrekter Lagerung abh√§ngt, die sich je nach Getr√§nkemarkt unterscheiden kann.

Das Ergebnis des Tests zeigt, dass die meisten Biere empfehlenswert sind. Mehr als die H√§lfte der Sorten erhielt das Urteil ‚Äěsehr gut‚Äú, unter anderem Astra Urtyp, Beck‚Äôs, Berliner Pilsner, Bitburger Premium Pils, Hasser√∂der Premium Pils, Holsten Pilsener Premium und Krombacher Pils. Zw√∂lf Biere, darunter Flensburger Pilsener und Jever Pilsener, schnitten mit ‚Äěgut‚Äú ab, w√§hrend 25 ein ‚Äěsehr gut‚Äú erhielten. Die schlechtesten Resultate im Test erzielten f√ľnf Biersorten mit dem Testurteil ‚Äěbefriedigend‚Äú, darunter 5,0 Original Pils, Perlenbacher Premium Pils, Schultenbr√§u Pilsener, Stephans Br√§u Pils Premium und Turmbr√§u Premium Pils. Grund daf√ľr sind Glyphosat-R√ľckst√§nde, eine schlechte Schaumqualit√§t sowie mangelnde Nachhaltigkeit der Verpackung.


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