So finden Sie den richtigen Lichtschutzfaktor

So finden Sie den richtigen Lichtschutzfaktor

Für viele ist der Lichtschutzfaktor nichts weiter als eine fettgedruckte Nummer auf der Sonnencreme-Tube. Hier gilt zwar im Großen und Ganzen der Grundsatz „viel schützt viel“, allerdings spielt auch die Eigenschutzzeit Ihrer Haut eine Rolle. Wir verraten Ihnen, wie Sie den geeigneten Lichtschutzfaktor finden.

Sonnenschutz: Für jeden ein Muss

Sonnenschutz brauchen wir alle. Unabhängig davon, wie dunkel Ihre Haut ist, wie lange Sie sich in der Sonne aufhalten und ob Sie in der Nähe des Äquators wohnen oder nicht, früher oder später wird jeder schädlichen UV-B und UV-A Strahlungen ausgesetzt. Nur weil Sie keinen Sonnenbrand bekommen, heißt das nicht, dass Sie gegen die schädlichen Strahlungen immun sind. Wer auf Sonnenschutz verzichtet und keinen trägt, erhöht das Risiko auf frühzeitige Hautalterung oder gar Hautkrebs.

Sonnencremes kommen in unterschiedlichen Lichtschutzfaktoren (LSF), beispielsweise 10, 15, 20, 30, 50 und 50+. Je heller und empfindlicher Ihre Haut ist, umso höher ist der benötigte Lichtschutzfaktor. Beim Kauf einer Sonnencreme taucht somit eine wichtige Frage auf: Welchen Lichtschutzfaktor brauche ich? Um diese Frage zu beantworten, müssen Sie erst Ihren Hauttyp bestimmen.

So ermitteln Sie Ihren Hauttyp

Die Hauttypfindung ist keine präzise Wissenschaft. Nicht jede Haut lässt sich eins zu eins einer Kategorie zuordnen. Dennoch gibt es Richtlinien, an denen Sie sich orientieren können. Wenn Sie sich unsicher sind, wie Sie Ihre Haut zuordnen sollen, ist es empfehlenswert, eher zu einem hohen als zu einem niedrigen Lichtschutzfaktor zu greifen.

Ihr Hauttyp bestimmt die Eigenschutzzeit Ihrer Haut, also wie lange Sie sich ohne Schutz in der Sonne aufhalten können, ohne dabei Ihre Gesundheit zu gefährden. Je dunkler Haut, Haare und Augen sind, umso länger ist in der Regel die Eigenschutzzeit.

HauttypHautmerkmaleWeitere MerkmaleMaximale Eigenschutzzeit
1: Keltischer Typ (hell-rötlich) Sehr helle Haut, gegebenenfalls mit Sommersprossen, keine Bräunung, schneller Sonnenbrand Helle Augen, rotes oder blondes Haar 10 Minuten
2: Nordischer Typ (hell) Helle Haut, sehr langsame Bräunung, oft Sonnenbrand Helle Augen, helles Haar 20 Minuten
3: Mischtyp (mittel) Mittlere Haut, langsame Bräunung, Sonnenbrand möglich Helle oder dunkle Augen, brauner Haarton 30 Minuten
4: Mediterraner Typ (bräunlich) Braune Haut, schnelle Bräunung, eher selten Sonnenbrand Dunkle Augen, dunkles Haar 45 Minuten
5: Dunkler Typ (braun) Dunkle Haut, selten Sonnenbrand Dunkle Augen, schwarzes Haar 60 Minuten
6: Schwarzer Typ (dunkelbraun) Sehr dunkle Haut, kaum Sonnenbrand Dunkle Augen, schwarzes Haar -
Diese Hauttyp-Klassifizierung wurde 1975 vom Dermatologen Thomas Fitzpatrick entwickelt. 

Was bedeutet der Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor gibt Auskunft darüber, um wie viele Minuten die Sonnencreme Ihre Eigenschutzzeit verlängert. Wenn Sie also Ihren Hauttyp definiert haben, können Sie anhand des Lichtschutzfaktors berechnen, wie lange Sie vor der Sonne geschützt sind. Dabei hilft eine einfache Formel:

Eigenschutzzeit x LSF = Schutzzeit in Minuten

Für jemanden mit dem keltischen Hauttyp (1), der eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 nutzt, gilt somit:

10 x 50 = 500 Minuten

Der Schutz hält somit mehr als 8 Stunden. Wenn Sie den für Ihre Haut geeigneten Lichtschutzfaktor finden möchten, müssen Sie bloß umrechnen:

Schutzzeit in Minuten / Eigenschutzzeit = LSF

Bei den gleichen Werten gilt demnach:

500 Minuten / 10 Minuten = LSF 50

Hautärzte empfehlen allerdings, die Schutzzeit nicht ganz auszudehnen und sich, nachdem etwa zwei Drittel vergangen sind, wieder einzucremen. In diesem Fall sollten Sie also nach etwa fünf bis sechs Stunden die Sonnencreme neu auftragen. Hinzu kommt, dass durch das Schwitzen, die Reibung an Klamotten und Wasser ein Teil der Sonnencreme vom Körper abgetragen wird.

Welcher Lichtschutzfaktor passt zu mir?

Zwar können Sie selbst entscheiden, welchen Schutzfaktor Sie für angemessen halten. Es gibt jedoch allgemeine Richtlinien, anhand derer den Hauttypen unterschiedliche Lichtschutzfaktoren zugeordnet werden. Auch wenn Ihnen ein geringer Lichtschutzfaktor zugeordnet wird, ist es nicht verkehrt, sich sicherheitshalber für einen höheren zu entscheiden. Andersherum trifft der Rat allerdings nicht zu:

Hauttyp Maximale Eigenschutzzeit LSF Maximale Schutzzeit mit LSF
Keltischer Typ (1) 10 Minuten 50+ 500 Minuten
Nordischer Typ (2) 20 Minuten 50 1.000 Minuten
Mischtyp (3) 30 Minuten 30 900 Minuten
Mediterraner Typ (4) 45 Minuten 20 900 Minuten
Dunkler Typ (5) 60 Minuten 15 900 Minuten
Schwarzer Typ (6) 90 Minuten 10 900 Minuten
Wenn Sie sich zwischen zwei Hauttypen einordnen, dann wählen Sie sicherheitshalber den höheren Lichtschutzfaktor.

Für Kinder gelten diese Richtlinien nicht. Da ihre Haut noch nicht komplett entwickelt ist, benötigt sie einen stärkeren Schutz. Pauschal ist für sie ein Lichtschutzfaktor von 50+ zu empfehlen. Erneuern Sie diesen außerdem etwa alle zwei Stunden.