Anne Röttgerkamp

Online-Videotheken auf dem Vormarsch

Der Siegeszug von Video on Demand

Auch wenn Kinos noch immer Millionen von Zuschauern in die Lichtspielhäuser locken, befindet sich die Filmlandschaft im Wandel. Immer mehr Cineasten bleiben lieber Zuhause, legen die Füße hoch und frönen der Filmkunst von der Couch aus. Video on Demand heißt das Zauberwort. Die Streaming-Dienstleister befinden sich seit mehreren Jahren auf einem unübersehbaren Siegeszug. Günstige Abo-Preise und Angebote garantieren Film- und Serienvergnügen für hunderte von Stunden. Auf dem PC, der Gaming-Konsole oder dem Smart-TV lassen sich ohne Wartezeiten oder umständliche Wege zu Kino und Videothek die aktuellen Blockbuster streamen. Die unterschiedlichen VoD-Anbieter kämpfen mit Exklusivangeboten um die Vorherrschaft. Aber welcher Anbieter hat die Nase vorn und welche Serie schauen deutsche User am liebsten? Mit welcher Bandbreite sollten Interessierte aufwarten, um die Online-Inhalte in vollem HD flüssig abspielen zu können? Wissenswerte Fakten rund um Video on Demand zeigt die Netzsieger-Infografik.

 

Infografik Video on Demand

Siehe auch: Video on Demand

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Die beliebtesten Fernsehserien in Deutschland

Stringtheorie und Doppelhelix – The Big Bang Theory belegt Platz eins

Rund 24 Prozent der Deutschen zwischen 14 und 19 Jahren begeistert die US-Serie The Big Bang Theory. Die Sitcom rund um die hochintelligenten Physiker Leonard Hofstadter und Sheldon Cooper liegt auf Platz eins der beliebtesten Fernsehserien in Deutschland. Die Erstausstrahlung erfolgte in den USA im September 2008 auf dem Sender CBS, in Deutschland zwei Jahre später auf ProSieben. Insgesamt läuft die Serie heute in mehr als 50 Ländern und verfügt bisher über elf Staffeln mit jeweils zwischen 17 und 24 Folgen. Die Sitcom befindet sich im Repertoire zahlreicher Streaming-Portale wie Netflix, Amazon-Prime, Sky oder maxdome enthalten. Aber auch auf dem deutschen Fee-TV-Sender ProSieben laufen wöchentlich die aktuellen Folgen. Zwei Besonderheiten des Publikumslieblings sind zum einen die wissenschaftliche Korrektheit und zum anderen Gastauftritte diverser Wissenschaftler wie beispielsweise Stephen Hawking. Sogar ein Physikprofessor berät die Serienmacher, damit Gleichungen und Laborexperimente bis ins kleinste Detail stimmig sind.

Alkohol und Partys im sonnigen Malibu – Two and a Half Men auf dem zweiten Platz

Auch bei Platz zwei des Rankings handelt es sich um eine US-amerikanische Sitcom, ebenfalls vom Fernsehsender CBS erstmalig ausgestrahlt (September 2003). Wie The Big Bang Theory stammt auch Two and a Half Men aus der Feder des Filmproduzenten Chuck Lorre. Protagonisten sind die beiden Brüder Charlie und Alan Harper sowie Alans Sohn Jake. Die beiden Brüder könnten nicht kontrastreicher sein: Charlie, gespielt von Charlie Sheen, lebt ein ausschweifendes Leben, das jedoch eine Wendung erfährt, als sein Bruder Alan (Jon Cryer) bei ihm einzieht. Bizarre Alltagssituationen sind Grundlage der Sitcom, die sich dem Leben der beiden Brüder widmet. Dies ändert sich auch nicht, als Ashton Kutcher Charlie Sheen aufgrund von Alkoholproblemen und Beleidigungen ersetzt. Von nun an ist der Internetmilliardär Walden Schmidt Alan Harpers reicher Gegenpart.
Die deutschsprachige Erstausstrahlung lief im März 2005 auf ProSieben und ORF – zunächst noch unter dem Titel Mein cooler Onkel Charlie. Erst ab der zweiten Staffel kannten die Zuschauer den Serienliebling auch in Deutschland unter der Bezeichnung Two and a Half Men. Zahlreiche Auszeichnungen wie Emmys und People’s Choice Awards belegen die fortwährende Beliebtheit der Serie, deren Folgen sich 20 Prozent der Deutschen regemäßig anschauen, womit sie die zweitbeliebteste des Landes ist. Die Serie ist bei den Streaming-Diensten Amazon-Prime, Sky, maxdome (nur Staffel sieben) und iTunes zu finden.

Intrigen und Machtkämpfe – Platz drei geht an Game of Thrones

Mit 18 Prozent liegt die US-amerikanische Fantasy-Fernsehserie auf dem dritten Platz des Rankings. Die Erfolgsserie basiert auf der Romanreihe A Song of Ice and Fire von George R. R. Martin, der ebenfalls an der Produktion mitwirkt. Die US-Erstausstrahlung erfolgte im April 2011, die deutschsprachige Erstausstrahlung bereits kurze Zeit später im November 2011. Das Handlungsgerüst ist in einer fiktiven Welt verortet und spielt auf den Kontinenten Westeros und Essos. Mit einer Episodenlänge von 50 bis 80 Minuten liegt Game of Thrones weit über der Dauer von The Big Bang Theory und Two and a Half Men, die mit rund zwanzig Minuten pro Folge um ein vielfaches kürzer sind. Verzweigte Handlungsstränge, Machtkämpfe, Kriege – gefüllt mit vielschichtigen Charakteren – machen den Serienhit um ein Vielfaches komplexer als Platz eins und zwei des Rankings. Bisher sind sieben Staffeln erschienen, die bis auf die siebte Staffel jeweils zehn Episoden enthalten. Das Staffelfinale ist mit sechs Folgen für Mitte 2019 geplant. Game of Thrones steht Zuschauern unter anderem kostenpflichtig bei maxdome, iTunes und Amazon-Video zur Verfügung.

The Walking Dead bewegt mit seiner Zombie-Apokalypse und belegt den vierten Platz

Dicht hinter Platz drei folgt mit 17 Prozent die US-amerikanische Fernsehserie The Walking Dead. Im Oktober 2010 startete die Serie bei dem amerikanischen Fernsehsender AMC mit einer rund einstündigen Pilotepisode. Nur einen Monat später erschien The Walking Dead auf dem Pay-TV-Sender FOX. Mittlerweile gibt es bereits acht Staffeln der mehrfach ausgezeichneten Serie, im Herbst 2018 erscheint voraussichtlich Staffel neun. Thematisiert wird die Geschichte einer kleinen Gruppe Überlebender nach einer weltweiten Zombie-Apokalypse, die auf der Suche nach einer sicheren und dauerhaften Unterkunft ist – moralische Abstumpfung, Kannibalismus, Konflikte sowie Selbstmord eingeschlossen. Zuschauer finden die Staffeln unter anderem auf Netflix, Amazon-Prime, maxdome und iTunes.

Freundschaft über alles – How i met your mother belegt den fünften Platz

Insgesamt 208 Folgen beinhalten die neun Staffeln der Erfolgsserie How i met your mother, die in Deutschland erstmals im September 2008 auf ProSieben lief. Serienstart im US-Fernsehen war bereits drei Jahre früher. Hier freuten sich die Zuschauer schon im Jahr 2005 über die neue Sitcom. Rund 14 Prozent der Deutschen zwischen 14 und 49 Jahren schauen hierzulande regelmäßig die Serie rund um die Hauptfigur Ted Mosby. Dieser erklärt seinen Kindern in allen Details, wie er ihre Mutter kennengelernt hat. Im Fokus der mehrfach ausgezeichneten Sitcom stehen dabei die Freunde Marshall, Lily, Robin und Barney, die einem Abend in der Stammkneipe nie abgeneigt sind. How i met your mother ist unter anderem bei Netflix, iTunes und maxdome im Repertoire zu finden.

Übrigens: Erst bei Platz zehn der beliebtesten Fernsehserien handelt es sich um eine deutsche Produktion. Mit elf Prozent hat es die Tatort-Reihe noch knapp in das Ranking geschafft.

Quelle: Statista