Android-Viren - Historie ab 2013

Virus-Meldung auf Smartphone

Kaspersky Lab berichtet im Februar 2016, dass sich die Anzahl der mobilen Malware, die 2015 entdeckt wurde, im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht habe. 2014 verzeichneten die Antivirus-Experten 295.539 neue mobile Schadprogramme. Nur ein Jahr später registrierten sie bereits stattliche 884.774 neue mobile Malwareprogramme.

Einen Grund für den rasanten Anstieg sieht Kaspersky in der technischen und funktionalen Weiterentwicklung der mobilen Geräte. So nutzen immer mehr Menschen das Smartphone, um Überweisungen zu tätigen, Kontostände zu prüfen oder um zu bezahlen (Stichwort: Online-Bezahl-Apps). Und an Geld sind auch die Cyberganoven interessiert.

Smartphone mit Virus
Android-Handys waren des Öfteren Opfer von Virenangriffen.

Zugriff auf das Bankkonto der Anwender

Banktrojaner und Ransomware gehörten zu den Malware-Arten, die am häufigsten eingesetzt wurden. Obwohl die Anzahl der Banktrojaner leicht zurückgegangen ist, stellten die Analysten fest, dass die neuen Programme viel hartnäckiger und raffinierter agieren und selbstständig sämtliche persönliche Daten aus dem mobilen Gerät auslesen.

Die Top 5 der von Bank-Trojanern angegriffenen Länder

PlatzLandAnzahl der angegriffenen Anwender
1.Russland45690
2.Deutschland1532
3.Ukraine1206
4.USA967
5.Kasachstan804
Top 5 der von Bank-Trojanern nach Land.

Erpresser-Malware macht mobil

Verdoppelt habe sich die Anzahl der Trojaner vom Typ Trojan-Ransom. Ransomware sperrt bestimmte Daten auf dem infizierten Gerät. Für die Entsperrung werden Lösegeldforderungen gestellt, in der Regel zwischen 10 und 100 Euro. Laut den Daten von Kaspersky hatten auch im deutschsprachigen Raum mehr Nutzer mit Ransomware auf dem Smartphone zu kämpfen. In dem Ranking der Länder nach prozentualem Anteil der Angriffe vom Typ Trojan-Ransom nimmt Deutschland mit 14,5 Prozent den zweiten Platz ein.

Ausblick

Für das Jahr 2016 erwarten die Experten, dass sich Erpresser-Trojaner noch weiter ausbreiten werden. Auch die Banking-Trojaner gehören weiterhin zu den "Hauptverdächtigen", die unter verschärfter Beobachtung stehen. Hier prognostizieren die Analysten ausgereiftere Technologien zum Datendiebstahl und vermehrte Angriffe auf Finanzorganisationen.

Diese Entwicklungen zeigen, dass mobile Geräte wie Smartphone, Tablet und Notebook immer beliebtere Ziele für Cyberkriminelle werden. Ein solides Android-Antivirus-Programm sollte zur Grundausstattung eines jeden Gerätes gehören. Mit den Sicherheits-Apps der großen Anbieter wie Kaspersky und Bitdefender sind sie auf der sicheren Seite. Sie bieten neben Antivirus-Schutz auch Diebstahlschutz-Features zur Sicherung oder Löschung von persönlichen Daten aus der Ferne.

Mobile Schadsoftware im Jahr 2013

Das Jahr 2013 stand im Zeichen der mobilen Bedrohungen. Die höchsten Zuwachsraten aller Malwareangriffe erreichten mobile Schadprogramme. 98 Prozent von ihnen zielten auf das Google-Betriebssystem Android ab. Von der Art der Malware waren 33,5 Prozent aller mobiler Malware SMS-Trojaner. Sehr hohe Zuwachsraten hatten zudem mobile Banking-Trojaner. Ihre Anzahl stieg im Laufe des Jahres von 67 auf insgesamt 1321 am Ende des Jahres.

Mobile BedrohungenAngriffe
1DangerousObject.Multi.Generic40,42% aller Angriffe
2Trojan-SMS.AndroidOS.OpFake.bo 21,77% aller Angriffe
3AdWare.AndroidOS.Ganlet.a12,40% aller Angriffe
4Trojan-SMS.AndroidOS.FakeInst.a10,37% aller Angriffe
5RiskTool.AndroidOS.SMSreg.cw8,80% aller Angriffe
Top 5 der mobilen Bedrohungen des Jahres 2013.
Angegriffene LänderAngriffe
1Russland40,34% aller Angriffe
2Indien7,90% aller Angriffe
3Vietnam3,96% aller Angriffe
4Ukraine3,84% aller Angriffe
5Großbritannien3,42% aller Angriffe
Die Top 5 der Länder mit den meisten angegriffenen Usern.

Auf Platz sechs folgt Deutschland, auf dessen User 3,20 Prozent aller mobiler Angriffe verübt wurden. Deutschland nimmt damit Platz 1 auf der Liste aller westeuropäischen Länder ein. Cyberkriminelle ergaunern in Deutschland ihr Geld vor allem mit Premium SMS-Service-Diensten.

Malware in DeutschlandAngriffe
1RiskTool.AndroidOS.SMSreg25,88% aller Angriffe
2DangerousObject.Multi.Generic20,83% aller Angriffe
3Trojan-SMS.AndroidOS.Agent9,25% aller Angriffe
4Trojan.AndroidOS.MTK8,58% aller Angriffe
5AdWare.AndroidOS.Ganlet5,92% aller Angriffe
Die Top 5 der weitverbreitetsten Malwarefamilien in Deutschland.

Der beste Virenscanner

Die Bedrohungen auf mobilen Endgeräten steigen gerade massiv an. Auch im Jahr 2014 werde die Angriffe immer weiter zunehmen, zukünftig wird es immer mehr Malware mit root access geben, diese wird noch schwerer zu entfernen sein und noch größeren Schaden anrichten können. Die Sicherheitssoftware Hersteller haben, ähnlich wie im Antivirus Bereich bei Windows, schon längst reagiert und eine Vielzahl unterschiedlichster Apps auf den Markt gebracht.