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McAfee Antivirus Plus

Florian Matheis
Pro Unabhängige Testlabore bescheinigen der Software gute Werte – vor allem der Umgang mit bösartigen URLs überzeugt
Kontra Mangelhafter Schutz vor Phishing-Angriffen – integrierte Firewall kann Windows-interne Firewall nicht schlagen
Fazit Das Killerfeature ist die Nutzung der Software auf einer unbegrenzten Anzahl Geräten mit unterschiedlichen Betriebssystemen
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McAfee Antivirus Plus Test

Sicherheit

4,60 Pkt

Der US-amerikanische Softwareentwickler beliefert nun bereits seit dem Jahre 1987 den globalen Antivirus-Markt. In diesem Jahr wurde das Antivirenprogramm McAfee Antivirus Plus veröffentlicht.

Funktionen, die mehr Sicherheit schaffen​Nichts Neues im Tagesgeschäft

Das Tagesgeschäft eines Antivirenprogrammes besteht aus dem Erkennen und Blockieren jeglicher Malware, wie Trojaner, Viren, Spyware und Rootkits. Hierzu wirft McAfee die typischen Echtzeit- sowie Systemscanner in den Kampf. Verschiedene Intensitätsstufen regulieren die Gründlichkeit und Ressourcennutzung beider Scannertypen. Die diesjährige Revision der Sicherheitssoftware hat zudem eine modifizierte Suchengine erhalten. Modifikationen betreffen vorwiegend Aufdeckungsrate sowie Performance.

Was tun gegen neuartige Bedrohungen?

McAfee setzt im Wettkampf mit der sogenannten Zero-Day-Malware auf die McAfee Active Protection-Technologie samt Global Threat Intelligence. Hinter diesen Funktionsbeschreibungen versteckt sich eine Cloud-Unterstützung, mit deren Hilfe neueste Bedrohungen innerhalb kurzer Zeit schadlos gemacht werden sollen. Zu diesem Zwecke kann auf weltweit mehr als 100 Millionen McAfee-Kunden zurückgegriffen werden. Leistungen und Bedrohungsdaten stehen über die Cloud-Technologie allen Nutzern zur Verfügung, wodurch unbekannte Bedrohungen schnell und problemlos eingedämmt werden.

Verdrängt McAfee die Windows-Firewall?

Zuallererst muss die Existenz einer Firewall als Bestandteil eines Antivirenprogrammes lobenswert erwähnt werden. Dennoch gibt es kleinere Problematiken. Normalerweise sollten Firewalls die Ports des Rechners verstecken, um diese vor Angriffen aus dem Internet zu schützen. Leider ist dies im Falle von McAfee Antivirus Plus nicht immer der Fall. Auch ist eine manuelle Deaktivierung teilweise möglich – Angreifer können mit Fachkenntnis und Geschick problemlos diese Hürde überwinden. Insgesamt erzielt die interne Windows-Firewall bessere Ergebnisse.

Web-Schutz: Eine Medaille mit zwei Seiten

SiteAdvisor: Wie viele andere Antivirenprogramme bietet auch Antivirus Plus eine Toolbar für den Web-Browser an. Eine farbige Statusanzeige gibt hierbei Auskunft über den Sicherheitsstatus der derzeitigen Website an. Natürlich werden auch Links und Suchergebnisse einer Prüfung unterzogen und gegebenenfalls mit einer Warnung versehen. Besonders: McAfee bietet sogar Informationen zur jeweiligen Einstufung an. In der aktuellen Version Antivirus Plus 2016 wurde die SiteAdvisor-Software weiter verbessert.

Phishing-Schutz: Sollten trotzdem bösartige Internetseite angesteuert werden, deren eigentliches Ziel im Ergaunern von sensiblen Daten liegt, kommt ein Phishing-Schutz besonders zum Tragen. Die gängigen Web-Browser Chrome, Firefox und Internet Explorer enthalten mittlerweile eigenständige Schutzmechanismen, trotzdem liegt die Aufdeckungsrate von McAfee Antivirus Plus hinter denen von Chrome und Firefox.

Hochleistungs-Scan-Modul: In der aktuellen Version Antivirus Plus 2016 hat McAfee zudem ein Hochleistungs-Scan-Modul integriert, welches den Computer vor den neuesten Viren, Trojanern, Spyware, Rootkits und anderen Bedrohungen schützen soll. Laut Angaben des Herstellers beeinträchtigt das Programm dabei weder die Akkulaufzeit noch verlangsamt es den PC.

Insgesamt kann McAfee Antivirus Plus vor allem vor bösartigen URLs schützen, im Falle von Phishing-Angriffen hinkt der Schutz jedoch im Vergleich zur Konkurrenz hinterher.

Weitere überzeugende Produkte von McAfee sind unter anderem McAfee Family Protection, McAfee Mobile Security und McAfee LifeSafe.

 

Überzeugender Spyware-Schutz

Viel zu häufig werden die persönlichen Daten oder Kontoinformationen ahnungsloser Nutzer im Internet ausspioniert. Um den Zugriff sogenannter Spyware auf den Computer zu verhindern und den daraus resultierenden Schaden abzuwehren, sollte in eine solide Sicherheitssoftware mit entsprechenden Programmfunktionen investiert werden. McAfee beinhaltet auch in seiner neuesten Version McAffee AntiVirus Plus 2016 einen zuverlässigen Spyware-Schutz.

Testergebnisse bestätigen den ersten Eindruck

Weltweit bescheinigen verschiedene Testlabore der Antivirensoftware von McAfee einen soliden Schutz. Das britische Dennis Technology Labs einigte sich auf eine gute AA-Bewertung. Die Versuche des deutschen Laboratoriums von AV-Test konnte in den drei Rubriken "Schutzwirkung", "Geschwindigkeit" und "Benutzbarkeit" insgesamt 17,5 von 18 möglichen Punkten vergeben. Aufgrund einiger Falschmeldungen im sogenannten "Real-World-Test" erhielt das Programm nur eine "Standard"-Wertung von AV-Comparatives.

Die Ausstattung

  McAfee Antivirus Plus McAfee Internet Security McAfee Total Protection
McAfee Active Protection & NetzGuard
Global Threat Intelligence & Schwachstellenscanner
Netzwerk Manager & Site Advisor
McAfee QuickClean & McAfee Shredder
Kindersicherung  
E-Mail-Spam-Filter  
Schutz in sozialen Netzwerken    
File Lock    

Für eine unbegrenzte Zahl an Geräten

Die mit Sicherheit größte Neuerung in der aktuellen Ausgabe der Sicherheitssoftware ist die Möglichkeit sie auf allen persönlichen Geräten zu nutzen. Diese Nutzung kann natürlich nur so lange erfolgen, wie das Abonnement besteht. Sie umfasst Geräte mit den Betriebssystemen Windows, iOS, Android und Mac OS X. Nutzer die eine Vielzahl verschiedener Hardware nutzen, können somit ein Schnäppchen machen, da die Sicherheitssuite nicht auf eine bestimmte Anzahl von Geräten begrenzt ist. 

Performance

4,40 Pkt

Nach der Installation der Sicherheitssoftware waren gravierende negative Auswirkungen auf Systemgeschwindigkeit oder Programmabläufe nicht feststellbar. 

Mit QuickClean performancestark unterwegs

Der aktive Echtzeitscanner nimmt maximal ein Prozent der CPU bei 140 Megabyte des Arbeitsspeichers in Anspruch. Ein anderes Bild ergibt sich bei einer vollständigen Systemprüfung. Während die Verwendung des vorhandenen Arbeitsspeichers lediglich auf 160 Megabyte ansteigt, kann es durchaus zu einer vollständigen CPU-Auslastung kommen.

Ebenso sprengt die benötigte Zeit eines Suchdurchlaufes den Rahmen. Mit nahezu einer Stunde fällt dies eindeutig zu lange aus – selbst ein Folgescan dauert noch dreizig Minuten. Abhilfe kann die Regulierung der Scan-Intensität schaffen, wodurch zugunsten der Zeit weniger Ressourcen beansprucht werden.

Systemanforderungen
Betriebssystem ab Windows 7 / Mac OS X 10.8 / Android 4.0 / Apple iOS 8
Prozessor mindestens 1GHz-Prozessor
freier Arbeitsspeicher mindestens 1 GB Ram
Festplattenspeicher mindestens 500 MB verfügbarer Speicher
Sonstiges Zum Updaten und Initialisieren ist zudem eine aktive und schnelle Internetverbindung nötig.

Bedienung

4,30 Pkt

Auch in diesem Jahr bleibt McAfee der Oberflächengestaltung seines Antivirenprogrammes treu. Nach wie vor prägen sechs große Kacheln das Hauptfenster, welche mit kurzen Texten über den momentanen Status informieren. Neu ist an der aktuellen Version, dass die Startseite auf die Bedienung per Finger ausgelegt ist, was besonders die Nutzer touchfähiger Geräte freuen dürfte. 

Sicher ist sicher

Für alle anderen ist die Bedienung jedoch auch per Trackpad oder Maus möglich. Menüführung und Informationsgehalt wirken insgesamt sehr überfrachtet und aufwendig, weshalb vor allem unerfahrene Anwender abgeschreckt sein dürften. Glücklicherweise ist ein Abstieg in die Untiefen der Software aufgrund überzeugender Werkseinstellungen nicht zwangsläufig notwendig.

Ein schlichtes Grau mit wenigen farblichen Highlights bildet das Farbschema.

​Am rechten Bildschirmrand eröffnet die Option "Navigation" den Zugang zu einer aufgabenorientierten Gliederung der Ansicht. Leider schneidet der Aufbau des Interfaces am schlechtesten in den hier untersuchten Kategorien ab. Mehr Detailliebe sowie Nutzerfreundlichkeit würden der Oberfläche sicher gut tun.

Hilfe & Support

4,70 Pkt

​Die Supporteinheit kommt meist erst dann zum Einsatz, wenn die Kohlen aus dem Feuer geholt werden müssen. Gerade deshalb sollten Übersichtlichkeit und zielgerichtete Hilfen angeboten werden, um das gehobene Stresslevel nicht zusätzlich zu belasten.

Der Internetauftritt unterscheidet in der Sektion "Hilfe" private und gewerbliche Nutzer der Software. Im ersten Falle stehen die Optionen "Support" und "Virus Removal Service" zur Verfügung. Sollten Grundprobleme das Leben des Softwareanwenders belasten, so ist der technische Support hierfür bestens gerüstet. Video-Tutorials, FAQs, E-Mail-Kontaktdaten sowie ein Nutzerforum sorgen für eine zügige Aufklärung. Falls die gewünschte Lösung nicht gefunden wird kann, besteht die Möglichkeit auf den "Virus Removal Service" zurückzugreifen.

Hierbei handelt es sich um ein kostenpflichtiges Modell. Ausgebildete Supportmitarbeiter können via Remote-Zugriff die gewünschte Leistung erbringen. Zusätzlich steht werktags zwischen 9:00 und 18:00 Uhr eine Telefonhotline für weitere Fragen zur Verfügung. Die Kosten einer einmaligen Hilfe betragen 89,95 Euro, während ein Jahres-Abo mit 179,95 Euro zu Buche schlägt. Eine stolze Summe für die Beseitigung einer Virusinfektion.

Zusammenfassung

4,50 Pkt

Unter dem Strich bietet McAfee Antivirus einen ordentlichen Schutz vor digitalen Schädlingen. Besonders der Schutz vor bösartigen URLs konnte unsere Redaktion überzeugen.

​Extras bringen Pluspunkte ein

Einen großen Malus bildet der hohe Preis, welcher auf gar keinen Fall durch das unbefriedigende Interface gerechtfertigt wird. Ebenso hat das Supportangebot noch reichlich Luft nach oben. Trotzdem sollten die Zusatzfunktionen nicht in Vergessenheit geraten, die ansonsten nur in teureren Antiviren-Suiten zu finden sind.

Das Logo von McAfee

  • Ein Schwachstellenscanner überprüft das Betriebssystem und installierte Software auf Sicherheitslücken. Patches und Aktualisierungen werden daraufhin selbstständig bezogen und installiert. Da Malware oft über veraltete Software in das System gelangt, handelt es sich hierbei um ein sehr gelungenes Tool

  • Zu einer deutlichen Leistungssteigerung trägt der McAfee QuickClean bei. Das Tool löscht unnötige Dateien und Registry-Einträge und beseitigt jegliche Spuren der Internetnutzung.

  • Das rückstandlose Vernichten sensibler Daten übernimmt schließlich der McAfee Shredder. Ein Rechts-Klick auf eine Datei leitet einen entsprechenden Löschvorgang ein. Zusätzlich kann die Intensität des Löschvorgangs bestimmt werden.

  • Für eine unbegrenzte Anzahl Geräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen. 
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