Anne Röttgerkamp

Suchanfragen und Zahlen

Online-Shopping erfreut sich in Deutschland seit Jahren einer zunehmenden Beliebtheit. Kein Wunder, denn der Online-Handel lockt mit sehr viel Auswahl, Bequemlichkeit und oft auch mit niedrigen Preisen. Sein Umsatz beträgt hierzulande rund 46 Milliarden Euro pro Jahr. Das sind allein 1.487 generierte Euro in der Sekunde. Innerhalb von drei Jahren haben sich die Bruttoeinnahmen fast verdoppelt. Marktführer ist dabei eindeutig der Bekleidungszweig. Großes Potenzial hat jedoch auch die Möbelbranche, deren Absatz sich binnen eines Jahres um fast 50 Prozent steigerte. Elektrogeräte und Unterhaltungsmedien werden ebenfalls sehr häufig über das Internet bestellt. Der allgemeine Trend ist klar erkennbar: Die Deutschen lieben das Online-Shopping. Die neue Netzshopping-Infografik stellt interessante Fakten zu den Suchanfragen und saisonalen Interessen der Online-Käufer dar.

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91930 Euro
mit Bekleidung
30160 Euro
mit Schuhen und
24650 Euro
mit Möbeln umgesetzt.

Suchanfragen und Zahlen

 

Umfragen zum Thema Online-Handel

Welche Produkte kaufen die Deutschen gern über das Internet? Eine aktuelle Studie beantwortet diese Frage.

Im Folgenden präsentieren wir ein Ranking der Produkte, welche die Deutschen lieber über das Internet bestellen, basierend auf den Studienergebnissen. Die Prozentangaben beziehen sich auf die Studienteilnehmer, welche die entsprechenden Produkte bevorzugt online erwerben:

  1. Bücher: 61,6 %
  2. Unterhaltungselektronik, Medien, Bild- und Tonträger: 59,2 %
  3. Telekommunikation, Handy und Zubehör: 58,4 %
  4. Computer und Zubehör: 57,3 %
  5. Gutscheine unterschiedlicher Anbieter: 53,6 %
  6. Spielwaren: 45,1 %
  7. Bekleidung, Textilien, Schuhe: 42 %
  8. Medikamente: 31,1 %
  9. Schmuck und Uhren: 29,5 %
  10. Möbel und Dekorationsartikel: 21,4 %
  11. Heimwerkerbedarf, Gartenzubehör und Blumen: 15,4 %
  12. Lebensmittel, Delikatessen, Wein: 6,8 %

Andere aktuelle Studien in diesem Bereich förderten ähnliche Ergebnisse zutage. So ergab beispielsweise eine Umfrage des Forschungsinstituts ibi research an der Universität Regensburg ebenfalls, dass Bücher, Kleidung und Unterhaltungselektronik zu den Produkten zählen, welche die Deutschen besonders gern über das Internet kaufen. Diese Studie lieferte auch andere interessante Zahlen und Fakten zum Thema Online-Handel. Es zeigte sich zum Beispiel, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den vergangenen zwölf Monaten im Durchschnitt bei sechs verschiedenen Online-Shops bestellt hatten. Darüber hinaus fanden die Regensburger Forscher Folgendes heraus:

  • Die Studienteilnehmer kaufen im Schnitt bei drei verschiedenen Online-Shops regelmäßig (mindestens dreimal pro Jahr) ein.
  • Bei einem neuen Online-Shop haben sie nur zweimal eingekauft.
  • 34 Prozent der Recherchen vor dem Kauf eines Produktes beginnen bei Amazon. Dies gilt für alle Warenkategorien.
  • Nur 15 Prozent der Befragten informieren sich über das Wunschprodukt zunächst einmal via Google.
  • 19 Prozent beginnen ihre Produktrecherche in einem stationären Geschäft, und lediglich 12 Prozent verlassen sich auf die Produktbeschreibungen in Online-Shops.
  • Weniger als zehn Prozent der Befragten suchen zunächst einmal den Rat von Preisvergleichsportalen.

Online-Shopping und Kaufsucht

Kaufsucht ist heutzutage eine durchaus verbreitete psychische Erkrankung. Experten schätzen, dass es in Deutschland etwa 800.000 Menschen gibt, die darunter leiden. Das Internet spielt bei dieser Art des Suchtverhaltens eine besondere Rolle. Der Online-Handel ist nämlich häufig ein Katalysator: Durch die Bequemlichkeit, die Online-Shops bieten, ist die Versuchung, etwas zu kaufen, besonders stark. Die neuen todschicken Schuhe, das neue leistungsstarke Laptop, die neue Wohnzimmer-Deko – all das ist nur ein paar Klicks entfernt. Psychologen warnen daher vor der Gefahr, die Internet-Shops für kaufsüchtige Menschen bergen.

Der deutsche E-Commerce und Versandhandel 2017

Zahlen und Fakten zum Online-Handel 2017

  • Der Gesamtumsatz des Online- und Versandhandels belief sich auf 62,150 Milliarden Euro.
  • Der Umsatz des E-Commerce betrug 58,47 Milliarden Euro und nahm damit 94 Prozent ein.
  • Der Online-Handel wuchs um elf Prozent. Dieser Wert liegt deutlich über dem Wachstum des gesamten Einzelhandels.
  • Insgesamt erzielte der Online- und Versandhandel einen Brutto-Umsatz von 78,14 Milliarden Euro.
  • Die beliebtesten Produktarten im Bereich Online-Handel:
    1. Kleidung (Umsatz: 11,76 Milliarden Euro)
    2. Elektronik (Umsatz: 9,88 Milliarden Euro)
    3. Computer, Softwares und Computerzubehör (Umsatz: 4,45 Milliarden Euro)
  • Hohes Wachstum gab es bei den Umsätzen im Bereich Haushaltswaren. Diese stiegen um 26,5 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro.
  • Auch Online-Lebensmittelhändler verzeichneten mehr Gewinne: Der Umsatz im Bereich E-Food erhöhte sich um 21,3 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.
  • Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland rechnet auch für 2018 mit einem Anstieg des Gesamtumsatzes beim deutschen Online-Handel. Die Prognose: Der E-Commerce wird um 9,3 Prozent auf etwa 63,9 Milliarden Euro wachsen.
  • Nach wie vor ist Amazon.de der größte Online-Shop Deutschlands. 2016 betrug sein Gesamtumsatz ungefähr 13,42 Milliarden Euro.

Online-Handel in Europa 2016

Zahlen und Fakten zum Online-Handel in der EU 2016

  • Rund 45 Prozent der Gesamtbevölkerung der Europäischen Union kauft online.
  • Am meisten Online-Shopper gibt es im Vereinigten Königreich: 78 Prozent der Briten bestellen Produkte über das Internet.
  • Auch geben die britischen Online-Käufer am meisten aus: Im Schnitt zahlt ein Brite jährlich 874 Euro für seine Online-Einkäufe.
  • Zum Vergleich: Der deutsche Online-Shopper zahlt pro Jahr durchschnittlich 647 Euro für seine Internet-Bestellungen.
  • Die europäischen Online-Shopper bestellen längst nicht nur von Anbietern aus dem eigenen Land. So gaben beispielsweise 70 Prozent der befragten Luxemburger an, mindestens einmal etwas von einem Anbieter aus dem EU-Ausland bestellt zu haben.

 

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