Fruchtfliegen loswerden

Fruchtfliegen loswerden

Im Sommer sind sie ein immer wiederkehrendes Problem: Fruchtfliegen. Besonders in der Küche werden sie von Obst und Essensresten angezogen. Da sie sich sehr schnell und in hoher Anzahl vermehren, ist ihnen kaum beizukommen. Mit vorbeugenden Maßnahmen und Fallen können Sie Ihre Küche jedoch vor einer Invasion der lästigen Minifliegen bewahren.

Überreifes Obst als Lockmittel

Fruchtfliegen werden von intensivem Duft angelockt. Je reifer Obst ist, desto mehr Aroma strömt es aus. Eine Möglichkeit, die Insekten von frischem Obst fernzuhalten, ist, überreifes Obst als Falle in einiger Entfernung aufzustellen. Legen Sie zum Beispiel ein Stück Banane oder Trauben in ein Einmachglas und decken Sie die Öffnung mit Folie ab. Stechen Sie dort einige Löcher hinein, damit die Fliegen ins Innere gelangen. Wenn sich nach ein, zwei Tagen einige angesammelt haben, können Sie die Falle draußen ausleeren. Den gleichen Effekt erzielen Sie übrigens mit Zuckerwasser, in das Sie etwas Backhefe auflösen oder ein Stück Zitrone legen.

Rasend schnelle Vermehrung

Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich über Nacht eine große Menge Fruchtfliegen in Ihrem Abfalleimer angesammelt hat, liegen Sie gar nicht so falsch. Fruchtfliegen legen täglich bis zu 100 Eier. Die Larven schlüpfen häufig schon nach einem Tag. Eine Woche später sind daraus Fliegen geworden, die bereits nach einem weiteren Tag geschlechtsreif sind. Da die Männchen nur etwa zehn Tage alt werden, beginnt der Teufelskreis schnell wieder von vorn.

Nicht nur süße Düfte wirken verlockend auf Fruchtfliegen. Auch Reste von Bier oder Wein können zur Falle werden – die Sie für sich nutzen könnten. Lassen Sie einen Schluck Alkohol in der Flasche, damit die Tierchen sich daran laben können.

Ein weiteres Hausmittel gegen die kleinen Insekten ist Essig. Sein beißender Geruch zieht Fruchtfliegen an. Stellen Sie daher ein Schälchen oder Glas mit etwas Apfelessig beziehungsweise Saft mit Essig – etwa im Verhältnis 3:1 – auf und fügen Sie einen Spritzer Spülmittel hinzu. Es verringert die Oberflächenspannung der Flüssigkeit, sodass die federleichten Fliegen nicht darauf stehen können, sondern einsinken.

Warten Sie mindestens einen Tag ab, bevor Sie urteilen, ob die Falle funktioniert. Testen Sie gegebenenfalls verschiedene Standorte und entfernen Sie alle Ablenkungen, wie anderes Obst, Biomüll oder Essensreste, aus der Nähe.

Vorbeugen ist möglich

Die optimale Möglichkeit, sich vor einem Fruchtfliegenbefall zu schützen, ist natürlich, die Plagegeister gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Obst waschen und geschützt lagern

Waschen Sie Obst und Gemüse ab, sobald Sie es gekauft haben, und bestenfalls noch einmal vor dem Verzehr. Oftmals holen Sie sich nämlich Fruchtfliegen selbst ins Haus, weil deren Eier sich bereits auf den Früchten befinden. Bevor Sie das Obst verzehren, überprüfen Sie es sicherheitshalber noch einmal auf Schäden, beispielsweise Risse in der Bananenschale, in welche die Fliegen gekrochen sein könnten. Es ist jedoch gesundheitlich unbedenklich, wenn Sie diese mitessen sollten.

Lagern Sie Früchte an Orten, wo die Insekten nicht so leicht herankommen – idealerweise im Kühlschrank, da die Fliegen zudem die dortigen Temperaturen nicht vertragen. Brauchen Sie das Obst rasch auf und lassen Sie es nicht zu lange nachreifen.

Für die Forschung gezüchtet

So lästig die winzigen Insekten auch sein mögen – Fruchtfliegen sind tatsächlich wichtig für die Genforschung. Ein Großteil ihrer Gene kommen nämlich auch beim Menschen vor. Besonders auf dem Gebiet der Krankheitsforschung können sie daher wichtige Erkenntnisse liefern. Zu diesem Zweck werden in manchen Laboren Fruchtfliegen herangezüchtet.

Biomüll schnell entfernen

Ein wahrer Tummelplatz für Fruchtfliegen ist der Mülleimer, ganz besonders der für Bioabfall. Die Essensreste verrotten bei hohen Temperaturen schnell und ziehen die kleinen Insekten an. Stellen Sie also den Mülleimer möglichst außerhalb des Hauses auf, etwa auf der Terrasse oder dem Balkon. Auch Essensreste oder schmutziges Geschirr sollten Sie nicht zu lange stehen lassen. Wenn Sie keine Geschirrspülmaschine haben, waschen Sie – je nach Menge – etwa alle ein bis zwei Tage ab.