Anne Röttgerkamp

Alle Tatort-Folgen im Überblick

Rund neun Millionen Menschen von Jung bis Alt zieht er jeden Sonntag erneut in seinen Bann: Der Tatort.
Die am längsten laufende und beliebteste Krimireihe im deutschsprachigen Raum startete 1970 ihre bis heute ungebrochene Erfolgswelle. Bereits über 1.000 Folgen verteilt auf 33 Städte haben ihre Fans zur Sonntags-Primetime an die Fernseher gefesselt. Diese Begeisterung ist kein Zufall, sehen doch rund 26 Millionen Deutschen mit Vorliebe Kriminalfilme und -serien.
Doch wie viele Opfer und wie viele Täter gab es insgesamt in den vergangenen 47 Tatort-Jahren? Waren die Mörder häufiger Frauen oder Männer, und welche Berufe hatten die meisten der Kriminellen?
Netzsieger hat über ein Vierteljahrhundert deutschen TV-Kult analysiert und zeigt die „Abgründe“ hinter dem Serienliebling der Republik.

Tatort Infografik
Tatort Karte
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    Haupt-TodesursacheHaupt-Todesursache
    Baden-Baden
    Folgen pro Stadt:17
    Top-Beruf: Unternehmer/Manager
    Männliche Täter: 10
    Weibliche Täter: 7
    Männliche Opfer: 11
    Weibliche Opfer: 7
    Hauptmotiv: Habgier
    Haupttodesursache: ertränkt/erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Berlin
    Folgen pro Stadt: 81
    Top-Beruf: Berufskrimineller
    Männliche Täter: 80
    Weibliche Täter: 24
    Männliche Opfer: 95
    Weibliche Opfer: 36
    Hauptmotiv: Vertuschung
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Bern
    Folgen pro Stadt: 12
    Top-Beruf: Auftragskiller/Berufskrimineller/Ehefrau/Landwirt/
    Unternehmer/Manager
    Männliche Täter: 10
    Weibliche Täter: 5
    Männliche Opfer: 13
    Weibliche Opfer: 7
    Hauptmotiv: Habgier/Affekt
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Braunschweig
    Folgen pro Stadt: 1
    Top-Beruf: -
    Männliche Täter: 1
    Weibliche Täter: -
    Männliche Opfer: -
    Weibliche Opfer: 1
    Hauptmotiv: -
    Haupttodesursache: erwürgt
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    Haupt-Todesursache
    Bremen
    Folgen pro Stadt: 36
    Top-Beruf: Unternehmer/Manager
    Männliche Täter: 30
    Weibliche Täter: 12
    Männliche Opfer: 50
    Weibliche Opfer: 21
    Hauptmotiv: Habgier
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Düsseldorf
    Folgen pro Stadt: 15
    Top-Beruf: Berufskrimineller/Schüler
    Männliche Täter: 13
    Weibliche Täter: 6
    Männliche Opfer: 14
    Weibliche Opfer: 8
    Hauptmotiv: Habgier
    Haupttodesursache: erschlagen
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    Haupt-Todesursache
    Dortmund
    Folgen pro Stadt: 10
    Top-Beruf: Berufskrimineller
    Männliche Täter: 10
    Weibliche Täter: 3
    Männliche Opfer: 15
    Weibliche Opfer: 6
    Hauptmotiv: Rache
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Dresden
    Folgen pro Stadt:17
    Top-Beruf: Berufskrimineller
    Männliche Täter: 10
    Weibliche Täter: 7
    Männliche Opfer:11
    Weibliche Opfer: 7
    Hauptmotiv: Habgier
    Haupttodesursache: ertränkt, erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Duisburg
    Folgen pro Stadt: 30
    Top-Beruf: Unternehmer/Manager
    Männliche Täter: 27
    Weibliche Täter: 5
    Männliche Opfer: 38
    Weibliche Opfer: 13
    Hauptmotiv: Vertuschung/Rache
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-TodesursacheHaupt-Todesursache
    Erfurt
    Folgen pro Stadt: 2
    Top-Beruf: Polizist/Student
    Männliche Täter: 1
    Weibliche Täter: 1
    Männliche Opfer: 1
    Weibliche Opfer: 1
    Hauptmotiv: Eifersucht/Habgier
    Haupttodesursache: erschlagen/erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Essen
    Folgen pro Stadt: 22
    Top-Beruf: Arbeitsloser/Berufskrimineller
    Männliche Täter: 17
    Weibliche Täter: 4
    Männliche Opfer: 16
    Weibliche Opfer: 9
    Hauptmotiv: Habgier
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Frankfurt
    Folgen pro Stadt: 73
    Top-Beruf: Berufskrimineller
    Männliche Täter: 60
    Weibliche Täter: 20
    Männliche Opfer: 84
    Weibliche Opfer: 37
    Hauptmotiv: Rache
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Freiburg
    Folgen pro Stadt: 1
    Top-Beruf: Schüler
    Männliche Täter: -
    Weibliche Täter: 1
    Männliche Opfer: 1
    Weibliche Opfer: -
    Hauptmotiv: emotionale Kränkung
    Haupttodesursache: erwürgt
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    Haupt-Todesursache
    Hamburg
    Folgen pro Stadt: 79
    Top-Beruf: Berufskrimineller
    Männliche Täter: 63
    Weibliche Täter: 17
    Männliche Opfer: 80
    Weibliche Opfer: 29
    Hauptmotiv: Rache
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Hannover
    Folgen pro Stadt: 28
    Top-Beruf: Arbeitsloser/Berufskrimineller/Polizist/Rentner/
    Unternehmer/Manager
    Männliche Täter: 21
    Weibliche Täter: 7
    Männliche Opfer: 25
    Weibliche Opfer: 20
    Hauptmotiv: Rache
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Heppenheim
    Folgen pro Stadt: 1
    Top-Beruf: Bänker
    Männliche Täter: 1
    Weibliche Täter: -
    Männliche Opfer: 1
    Weibliche Opfer: -
    Hauptmotiv: Affekt/Habgier
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Kiel
    Folgen pro Stadt: 35
    Top-Beruf: Unternehmer/Manager
    Männliche Täter: 28
    Weibliche Täter: 13
    Männliche Opfer: 35
    Weibliche Opfer: 17
    Hauptmotiv: Affekt/Psycho
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-Todesursache
    köln
    Folgen pro Stadt: 75
    Top-Beruf: Arbeitsloser
    Männliche Täter: 51
    Weibliche Täter: 22
    Männliche Opfer: 68
    Weibliche Opfer: 25
    Hauptmotiv: Rache
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Konstanz
    Folgen pro Stadt: 32
    Top-Beruf: Schifffahrt/Schüler
    Männliche Täter: 21
    Weibliche Täter: 14
    Männliche Opfer: 31
    Weibliche Opfer: 10
    Hauptmotiv: Habgier
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Leipzig
    Folgen pro Stadt: 46
    Top-Beruf: Unternehmer/Manager
    Männliche Täter: 42
    Weibliche Täter: 16
    Männliche Opfer: 42
    Weibliche Opfer: 29
    Hauptmotiv: Habgier/Rache
    Haupttodesursache: erschlagen
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    Haupt-Todesursache
    Lübeck
    Folgen pro Stadt: 1
    Top-Beruf: -
    Männliche Täter: 1
    Weibliche Täter: -
    Männliche Opfer: -
    Weibliche Opfer: 1
    Hauptmotiv: Habgier
    Haupttodesursache: erschlagen
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    Haupt-Todesursache
    Ludwigshafen
    Folgen pro Stadt: 65
    Top-Beruf: Schüler
    Männliche Täter: 63
    Weibliche Täter: 16
    Männliche Opfer: 52
    Weibliche Opfer: 37
    Hauptmotiv: Habgier
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Luzern
    Folgen pro Stadt: 12
    Top-Beruf: Auftragskiller
    Männliche Täter: 12
    Weibliche Täter: 2
    Männliche Opfer: 16
    Weibliche Opfer: 10
    Hauptmotiv: Affekt/Habgier/Pyscho
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-TodesursacheHaupt-TodesursacheHaupt-Todesursache
    Mainz
    Folgen pro Stadt: 3
    Top-Beruf: Arbeitsloser
    Männliche Täter: 3
    Weibliche Täter: -
    Männliche Opfer: 2
    Weibliche Opfer: 2
    Hauptmotiv: Habgier
    Haupttodesursache: vergiftet/erschlagen/erstickt
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    Haupt-Todesursache
    München
    Folgen pro Stadt: 99
    Top-Beruf: Unternehmer/Manager
    Männliche Täter: 87
    Weibliche Täter: 31
    Männliche Opfer: 105
    Weibliche Opfer: 41
    Hauptmotiv: Habgier
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Münster
    Folgen pro Stadt: 30
    Top-Beruf: Arzt/Mediziner
    Männliche Täter: 20
    Weibliche Täter: 14
    Männliche Opfer: 34
    Weibliche Opfer: 17
    Hauptmotiv: Rache
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-TodesursacheHaupt-Todesursache
    Norddeutschland
    Folgen pro Stadt: 10
    Top-Beruf: Auftragskiller/Berufskrimineller/Polizist/Rentner
    Männliche Täter: 10
    Weibliche Täter: 1
    Männliche Opfer: 10
    Weibliche Opfer: 3
    Hauptmotiv: Rache
    Haupttodesursache: Expolsion/erstochen
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    Haupt-TodesursacheHaupt-TodesursacheHaupt-Todesursache
    Nürnberg
    Folgen pro Stadt: 3
    Top-Beruf: Arbeitsloser
    Männliche Täter: 3
    Weibliche Täter: 1
    Männliche Opfer: 2
    Weibliche Opfer: 2
    Hauptmotiv: Eifersucht/Verlustangst
    Haupttodesursache: erschossen/vergiftet/erstochen
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    Haupt-Todesursache
    Saarbrücken
    Folgen pro Stadt: 40
    Top-Beruf: Unternehmer/Manager
    Männliche Täter: 29
    Weibliche Täter: 18
    Männliche Opfer: 41
    Weibliche Opfer: 17
    Hauptmotiv: Habgier
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Stuttgart
    Folgen pro Stadt: 63
    Top-Beruf: Unternehmer/Manager
    Männliche Täter: 61
    Weibliche Täter: 8
    Männliche Opfer: 59
    Weibliche Opfer: 28
    Hauptmotiv: Habgier
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Weimar
    Folgen pro Stadt: 4
    Top-Beruf: Rentner/Unternehmer/Manager
    Männliche Täter: 1
    Weibliche Täter: 5
    Männliche Opfer: 3
    Weibliche Opfer: 4
    Hauptmotiv: Vertuschung
    Haupttodesursache: vergiftet
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    Haupt-Todesursache
    Wien
    Folgen pro Stadt: 69
    Top-Beruf: Berufskrimineller
    Männliche Täter: 59
    Weibliche Täter: 15
    Männliche Opfer: 84
    Weibliche Opfer: 34
    Hauptmotiv: Habgier
    Haupttodesursache: erschossen
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    Haupt-Todesursache
    Wiesbaden
    Folgen pro Stadt: 6
    Top-Beruf: Arzt/Mediziner/Berufskrimineller
    Männliche Täter: 6
    Weibliche Täter: 1
    Männliche Opfer: 7
    Weibliche Opfer: 4
    Hauptmotiv: Vertuschung/Rache/Organhandel
    Haupttodesursache: erschossen
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TV-Kult Tatort - Das geschah in 47 Jahren und 1.023 Folgen

Die Netzsieger-Redaktion hat 47 Jahre Serien-Historie ausgewertet und ermittelt, welche Berufsgruppen im Tatort besonders zum Morden neigen und was die häufigste Todesursache ist. Fest steht: die gesamte gesellschaftliche Bandbreite ist vertreten, einige Berufe ragen allerdings heraus.

Der Mörder ist immer der Gärtner – falsch! Entgegen allen Vorurteilen sowie Reinhard Meys bekannten Zeilen, ist der Mörder nur genau einmal der Gärtner – zumindest im Tatort, der beliebtesten TV-Krimireihe im deutschsprachigen Raum. Lediglich in Folge 695, einer Episode des Kölner Tatorts, ist der Mörder der Gärtner, besser gesagt, eine Gärtnerin. Am häufigsten morden in der Krimiserie tatsächlich Unternehmer und Manager. Genau 109 mal tötete diese Berufsgruppe in den 1.023 Folgen, dicht gefolgt von Berufskriminellen, die insgesamt 100 mal eine Waffe zückten oder sich anderweitig an ihren Opfern zu schaffen machten. Auf Platz drei findet sich keine klassische Berufsgruppe wieder: 54 Schüler und Schülerinnen schlugen, stachen und schossen sich durch fast 50 Jahre Tatort – in Ludwigshafen ist die Zukunft der Bundesrepublik sogar die mörderischste Gesellschaftsschicht. Zwar schaffen es Polizisten in keiner Stadt auf den ersten Platz, allerdings belegen Autobahnpolizisten, Polizeischüler und sogar drei Kommissare (Dortmund, Hannover und Stuttgart) bundesweit Platz vier. Dabei war ihr bevorzugtes Mordinstrument ihre Dienstwaffe. Keiner regelmäßigen Tätigkeit geht die fünftplatzierte Gruppe nach. 40 Arbeitslose trieben als Mörder im Tatort ihr Unwesen, wobei Köln mit sieben arbeitssuchenden Killern Spitzenreiter ist. Obgleich es Schüler und Schülerinnen auf Platz drei des Rankings schaffen, liegen Auszubildende auf dem letzten Platz (598 nicht kategorisierbare Berufe ausgenommen). Nur drei Lehrlinge waren in den mehr als 1.000 Tatort-Folgen der Mörder. Auch Rentner waren recht häufig unter den Tätern zu finden – von wegen alt und gebrechlich. Genau 22 mal mordeten die vermeintlich liebenswerten älteren Herren beziehungsweise Damen.

Mann oder Frau – wer mordet häufiger im Tatort?

Rund drei Viertel aller erfassten Tatort-Mörder sind männlich. Exakt sind dies 74,4 Prozent Männer und 25,6 Prozent Frauen. Auch bei den Mordopfern ist das Verhältnis von weiblichen und männlichen Opfern recht ähnlich. Alles in allem kamen 1.057 Männer und 485 Frauen zu Tode. 124 Ermordete konnten nicht eindeutig identifiziert werden.

Tödliche Schüsse – die häufigste Todesursache im Tatort

Bei den Todesursachen, das heißt, den verschiedenen Arten, wie die Täter mordeten, gibt es einen klaren Platz eins. Die meisten Verbrecher griffen zur Pistole und erschossen ihre Opfer einfach. Auf diese Art kamen genau 494 Menschen ums Leben. Auf einem etwas abgeschiedenen zweiten Platz landet der Tod durch Erschlagen, gefolgt von Erwürgen beziehungsweise Ersticken. Auf diese tragischen Weisen wurden je 188 und 132 Personen ermordet. Auch der Mord durch Erstechen scheint beliebt bei den Serienmachern zu sein. Rund 127 Menschen wurden durch ein Messer oder einen anderen spitzen Gegenstand getötet. Doch wer glaubt, die Drehbuchautoren würden sich nur an „klassischen“ Todesursachen bedienen, der irrt. Sieben Mal sind Opfer durch einen Elektroschock umgekommen, neun Personen erlitten den Tod durch Erfrieren und weiteren zwölf Menschen wurde das Genick gebrochen. Ansonsten stehen auch Gift, Explosionen und Stürze ganz oben auf der Todesursachen-Liste der Serienschöpfer.

Die Berufe der Mörder in den quotenstärksten Tatort-Städten

In den vergangenen Jahren sahen durchschnittlich mehr als 13,4 Millionen Zuschauer die Krimiserie mit den TV-Kommissaren Thiel und Boerne aus Münster. Auf Rang zwei kommt mit 10,91 Millionen Zuschauern die Hannover-Ermittlerin Lindholm, gespielt von Maria Furtwängler, gefolgt von den Kölnern Ballauf und Schenck (10,24 Millionen Zuschauer).
Die Berufsgruppen der Münsteraner und Kölner Täter könnte unterschiedlicher nicht sein: Während die Verbrecher in Münster am häufigsten Ärzte beziehungsweise Mediziner sind, kann man die Mörder der Domstadt keiner festen Berufsgruppe zuordnen, denn es handelt sich vorwiegend um Arbeitslose. In Hannover hingegen teilen sich direkt mehrere Gruppen den ersten Platz. Hier liegen Polizisten, Rentner, Berufskriminelle und Arbeitslose vorn. Zwei Gemeinsamkeiten der quotenstärksten Tatort-Städte gibt es allerdings doch: Die Haupttodesursache in allen drei Städten ist Erschießen und das Hauptmotiv jeweils Rache. In rund 47 Jahren gab es 30 Folgen aus Münster, 28 aus Hannover und 75 Folgen mit den Kölner Ermittlern. Kein Wunder also, dass mit einer Gesamtzahl von je 73 Mördern und 93 Opfern die Kölner in diesem Vergleich auf Platz eins liegen. In Münster und Hannover gab es jeweils nur etwa halb so viele Täter und auch Opfer. In allen drei Städten war der Großteil der Täter, aber auch der Opfer männlich. In Münster ist der Frauenanteil der Täter jedoch mit 41 Prozent im Vergleich zu Hannover (25 Prozent) und Köln (30 Prozent) recht hoch. Anders sieht es bei den Opfern der drei Städte aus. Hier ist der Frauenanteil bei den Ermordeten aus Hannover mit 44 Prozent am größten. Es folgen Münster mit 33 Prozent und Köln mit 27 Prozent. Übrigens, lediglich in Freiburg ist der Anteil der weiblichen Täter höher als der der männlichen. Dies könnte aber gut daran liegen, dass es bisher nur eine Folge aus der Universitätsstadt aus dem Schwarzwald gibt. Auch bei der Einschaltquote mit rund acht Millionen ist noch Luft zu den Münsteraner Ermittlern.