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AVG Antivirus

4.83 / 5
Fazit: 
Interessante und nützliche Zusatzfeatures wiegen durchschnittliche Testergebnisse auf.
Pro: 
Solider Antivirenschutz, geringe Systembelastung und hoher Komfort der Benutzeroberfläche, kostenloser Telefonsupport.
Kontra: 
wenig überzeugender Phishing-Schutz – selbst die Schutzmechanismen der Internetbrowser sind wirksamer.

AVG Antivirus Test

Datenblatt
Sicherheit: 
AVG Startseite
Die aktuelle Version von AVG-Antivirus braucht für den Komplettscan des Systems etwas länger als der Erst- der und Zweitplatzierte des Vergleichs.

Exzellente Virenerkennung, verbesserte Performance

Wie auch die Sicherheitsprogramme der Konkurrenz unterzog sich AVG Antivirus 2016 den Untersuchungen von unabhängigen IT-Sicherheitslaboren. Die Ergebnisse von AV-TestAV Comparatives und AV Bulletin bescheinigen der Software exzellente Ergebnisse bei der Virenerkennung und der Abwehr von Mal- und Adware.

In puncto Scangeschwindigkeit und Fehlalarmquote hinkt AVG der Konkurrenz allerdings noch etwas hinterher. Hier haben vor allem die Spitzenreiter Bitdefender und Kaspersky die Nase vorn.

Auch portable Speichermedien können Anwender mit ihrer Antivirus-Software manuell überprüfen. Damit wird einer der größten Gefahrenherde für die Weiterverbreitung von Viren eingedämmt, denn Infektionen über USB-Sticks gehören (neben dem Besuch infizierter Webseiten) zu den häufigsten Ursachen für einen Virenbefall am PC.

Auch CDs, CD-ROMs und DVDs werden nach gefährdenden blinden Passagieren durchleuchtet.

Auf einen Blick – die Feature-Liste der AVG-Produkte

  AVG Antivirus Free AVG Antivirus Pro AVG Internet Security
Antivirus      
Anti-Spyware      
Link-Schutz      
File-Shredder      
Remote-Schutz      
Online Shield      
Daten-Safe      
E-Mail-Schutz      
Erweiterte Firewall      
Anti-Spam      
Vorrangige Updates      
Sichere Transaktionen      

Selbstschutz durch die Community

AVG Community Schutz
Über die Cloud verbreiten sich Informationen über neue Bedrohungen sehr schnell.

Auch AVG setzt in der neuen Antiviren-Version auf tatkräftige Unterstützung aus der Cloud. Mit Hilfe dieser Funktion soll vor allem die sogenannte Zero-Day-Malware (also bisher noch unbekannte, neue Bedrohungen) besser bekämpft und eingedämmt werden.

Stellt eine AVG-Software eine potenzielle Gefährdung fest, wird über die Cloud eine Gefahrenmeldung an die operierende Software ausgegeben. Die Menge der infizierten Rechner wird damit eingedämmt – zumindest unter Nutzern der gleichen Sicherheitssoftware.

Mangelhafte Anti-Phishing-Methodik

Die Anti-Phishing-Methodik des Antivirenprogrammes von AVG unterscheidet sich von der üblichen Vorgehensweise. Anstatt das Laden einer bösartigen Seite zu verhindern, werden lediglich das vollständige Rendern unterbunden und ein Warnhinweis eingeblendet.

Mit dieser Vorgehensweise arbeitet AVG Antivirus 2016 sogar ineffizienter als die integrierten Schutzmechanismen von Firefox und Chrome.

AVG Online Shield

Die Online Shield-Technologie verhindert, dass PC-Nutzer unwissentlich gefährliche Programme und Anwendungen herunterladen. Noch vor dem Download überprüft der Schutzschild die Dateien und stellt deren Unbedenklichkeit fest.

Erweisen sich ein Download oder ein Link als gefährlich, werden sie kurzerhand geblockt. Sehr erfreulich ist, dass auch eingehende Dateien über Cloud-Dienste und Instant Messaging-Anwendungen wie ICQMSN oder Yahoo! auf deren Integrität hin gecheckt werden.

Auf diese Weise gewährleistet AVG sowohl Privatanwendern als auch Unternehmen, die täglich im regen Informationsaustausch stehen, die Sicherheit eingehender Inhalte.

Identity Protection

Schild
Ungesicherte Computer ermöglichen es Hackern, an sensible Zahlungsdaten wie Kreditkartennummern zu gelangen.

Identitätsdiebstahl geht weit über das bloße Verfolgen von Surf-Aktivitäten im Netz hinaus und dient Hackern dazu, die persönlichen Daten ihrer Opfer für eigene Zwecke zu verwenden.

Beispielsweise, um in Online-Shops fremde Bestellungen vorzunehmen oder auch einfach, um in sozialen Netzwerken unter falschen Namen kompromittierende Äußerungen zu veröffentlichen und den Ruf des Bestohlenen zu schädigen.

Das Identity Protection-Feature schützt gegen Exploits, also mögliche Schwachstellen im System der User, an denen Hacker ansetzen können, um sensible Daten wie Passwörter, Bankdaten und Kreditkartennummern auf der Festplatte auszuspähen.

Anders als viele der Konkurrenzprodukte überprüft das Feature nicht die Signatur potenziell gefährlicher Software, um zu erkennen, ob es sich um Malware handelt, sondern analysiert deren Verhalten.

Weist eine Anwendung verdächtige Aktivitäten auf, die auf einen Exploit hinweisen, werden deren Aktionen blockiert.

Um unnötige Komplikationen des Programms mit bekannten, vertrauenswürdigen Anwendungen zu vermeiden, können Nutzer das Identity Protection-Feature mit eigenen Regeln anpassen.

E-Mail-Scanner

Mail
Betrügerische E-Mails sind für den Laien nicht immer als solche zu erkennen.

Über E-Mails wird täglich eine ungeheure Menge Computerviren in alle Welt verschickt. Es genügt bereits, wenn der Empfänger unbedacht den Anhang einer infizierten E-Mail anklickt, um etwa einem Trojaner den Zugriff auf den Computer zu ermöglichen.

Oft sind solche betrügerischen E-Mails rasch als Fakes zu erkennen, da sie für gewöhnlich in einem recht zweifelhaften Deutsch geschrieben oder angeblich im Auftrag von Dienstleistern abgefasst sind, bei denen der Nutzer nicht einmal registriert ist.

Doch so manche E-Mail ist in Design und Inhalt so täuschend echt und überzeugend gefälscht, dass viele User dem Schreiben Vertrauen schenken und Anhänge öffnen oder verlinkte Webseiten aufrufen. In diesem Moment ist es ohne effektiven Virenschutz meist bereits zu spät.

Dabei würden seriöse Unternehmen ihre Kunden niemals dazu auffordern, den Links in unverlangt erhaltenen Mails zu folgen oder dort gar sensible Daten einzutragen.

Wer plötzlich Nachrichten erhält, die beispielsweise dazu drängen, persönliche Daten einzugeben, um per Sicherheitsabfrage das Kundenkonto wiederherzustellen, kann sicher sein, dass er es mit einem beliebten Betrugsversuch zu tun hat, und die Mail direkt löschen.

Der E-Mail-Scanner im AVG Antivirus durchleuchtet alle Anhänge der ein- und ausgehenden elektronischen Post. Der Schutz kann nicht nur in E-Mail-Programme als Plug-In integriert werden, sondern unterstützt auch die Internetprotokoll-Dienste POP3SMTP und IMAP, sodass mit E-Mail-Clients stets ein sicheres Empfangen von Nachrichten möglich ist.

Daten-Safe

Mit Hilfe dieses Tools können Anwender einen dedizierten Speicher auf der Festplatte einrichten, um darin besonders sensible Daten zu verwahren. Die Größe dieser Speicherpartition dürfen Anwender frei festlegen.

Wie in einem echten Safe wird der Inhalt durch ein Kennwort vor unbefugtem Zugriff geschützt, zusätzlich bewahrt eine 256 Bit-AES-Verschlüsselung die hinzugefügten Daten vor fremden Zugriffen.

Bereits während der Nutzer sein Passwort festlegt, bewertet der Antivirus die Qualität dieses Schlüssels, stellt dabei aber ganz eigene Qualitätsmaßstäbe unter Beweis – das ebenso verbreitete wie unsichere „Passwort1“ bewertet der Daten-Safe allen Ernstes als stark.

Kunden sollten sich lieber auf die eigene Kreativität verlassen. Wirklich sichere Passwörter bestehen nicht einmal aus einem Wort und einigen Ziffern, sondern aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen – im Idealfall in Form einer langen, sinnlosen Reihenfolge. Markante Merksätze, von denen man einfach die ersten Buchstaben verwendet, sind eine ideale Eselsbrücke.

Ist der Safe selbst erst einmal eingerichtet und mit einem sicheren Passwort versehen, kann er wie ein Standard-Festplattenlaufwerk verwendet und auch auf andere PCs mit AVG-Software übertragen werden.

File Shredder

Schredder
Um Dateien endgültig zu entfernen, muss ein Daten-Shredder die Festplatte an der Stelle mehrmals überschreiben.

Werden Dateien auf dem üblichen Wege in den Desktop-Papierkorb verschoben und dort endgültig gelöscht, sind sie nichtsdestotrotz noch immer rekonstruierbar. Die Löschen-Funktion von Windows entfernt nämlich nur bestimmte Informationsanteile aus den Dateien, sodass sie im Betriebssystem nur gelöscht zu sein scheinen.

Das kann zu einem ernsten Problem werden, wenn PC-Nutzer sich in Sicherheit wähnen, weil die gelöschten Daten nicht mehr für sie selbst auffindbar sind, während sie sich aber noch immer verborgen auf der Festplatte befinden. Der File Shredder löscht diese Daten sicher, damit sie nicht – absichtlich oder versehentlich – wiederhergestellt werden können.

Sowohl unerwünschte, kompromittierende als auch direkt gefährliche Dateien werden so unwiderruflich vernichtet. Wichtig ist, dass die Dateien nicht wirklich gelöscht werden und dann völlig spurlos verschwunden sind. Die Shredder-Funktion überschreibt sie stattdessen vielfach mit zufälligen Bit-Informationen, wodurch sie völlig unleserlich werden.

Diese Option steht allerdings nicht für gesperrte Dateien, USB-Laufwerke, Flashlaufwerke, Speicherkarten, Netzwerklaufwerke, RAID-fähige Systeme und SCSI-Laufwerke zur Verfügung.

Plug-Ins für den Browser

Site Safety
Auf einen Blick sieht der Nutzer, ob sein System sicher ist.

Site Safety

Diese Funktion zeigt dem Nutzer Sicherheitsbewertungen für besuchte Websites an und hilft ihm so dabei, auf einen Blick zu erkennen, welche Suchergebnisse er nach Anfragen risikofrei aufrufen kann. Die Pop-Ups einer fakultativen Toolbar warnen vor dem Aufrufen von unsicheren und bösartigen Websites. Ein grünes Symbol steht für sichere Seiten, während ein orangenes und ein rotes Symbol nicht genügend gesicherte oder sogar eindeutig gefährliche Webdomains anzeigen. Bisher werden die Browser von Firefox und Internet Explorer von der Toolbar aus dem Hause AVG unterstützt.

Browser Cleaner

Browser Cleaner
Cookies können Anwender einfach über den Browser löschen. Aber nur das AVG-Tool erkennt, welche Daten sensibel sind und gelöscht werden können.

Beim Besuch von Webseiten im Internet hinterlassen Nutzer überall ihre ganz eigenen, nachvollziehbaren Spuren. Das geschieht über sogenannte Cookies.

Diese Informationen werden über den Browser des Benutzers (des „Clients“) auf dessen Rechner gespeichert. Cookies werden zum einen von JavaScript-Anwendungen in den Websites erzeugt, zum anderen von Webservern an die verwendeten Browser gesendet.

Besucht der Client die jeweilige Seite zu einem späteren Zeitpunkt erneut, sendet er automatisch auch wieder die hinterlegten Informationen an sie zurück, wodurch die Seite ihn quasi „wiedererkennt“.

Auf diese Weise ist es den Betreibern möglich, regelmäßigen Besuchern personalisierte Werbung einzublenden. Das kann durchaus seine Vorteile haben, da das Surfen vereinfacht wird, wenn Anwender sich nicht jedes Mal neu anmelden müssen, um Zugang zu bestimmten Seiten zu erhalten.

Einige Cookies können jedoch durchaus die Privatsphäre des Nutzers gefährden. Der Browser Cleaner löscht diese Cookies und verwischt auch sonst jede hinterlassene Spur im Internet. Allerdings funktioniert das Tool allein mit den Browsern Firefox und Internet Explorer

Diese verfügen zwar bereits von Haus aus über Anti-Tracking-Funktionen, doch dafür übernimmt der Browser Cleaner die Löschung der unerwünschten Spuren von einer zentralen Verwaltungsoberfläche aus, während User die korrekten Einstellungen für die No-Tracking-Befehle in den Browsern zum Teil etwas mühselig zusammensuchen müssen.

Ein Wächter für das WLAN

Sollte der Computer den Versuch unternehmen, auf ein unbekanntes WLAN zuzugreifen, schlägt AVG Antivirus umgehend Alarm. Auf diese Weise kann die Gefahr, welche von infizierten WLAN-Zugriffspunkten ausgeht, deutlich minimiert werden.

4.80 von 5,00 Punkten

Performance: 

Gute Sicherheitssoftware zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass Sicherheit nicht auf Kosten der Performance erreicht wird. AVG kommt in diesem Jahr mit einer modifizierten Scan-Engine daher, deren Hauptmerkmale kurz dargestellt werden sollen.

Turboscan

AVGs Turboscan orientiert sich an der Speicherreihenfolge von Datensätzen auf der Festplatte. Dementsprechend erreicht die intelligente Scanabfolge weitaus geringere Zeiten für Scanvorgänge.

Intelligenter Scanner

Zusätzlich sorgt eine intelligente Scanabfolge für eine Entlastung des Systems. Dementsprechend werden automatische Suchläufe ausschließlich dann gestartet, wenn sich der Computer in einer Inaktivitätsphase befindet.

Sobald diese unterbrochen wird, erhält der Scanvorgang die niedrigste Priorität. Obendrein sparen bereits gescannte und eingestufte Dateien die Scanzeit ein.

Systemauslastung

Die von den Prüfinstituten ermittelten Werte hinsichtlich der Ressourcenbeanspruchung von Echtzeit- und Systemscan liegen im optimalen Bereich. Während der Echtzeitscanner maximal ein Prozent der vorhandenen CPU sowie 22 Megabyte des Arbeitsspeichers beansprucht, schwellen diese Werte im Zuge einer vollständigen Systemprüfung auf 40 Prozent und 45 Megabyte an.

Auch die häufigen, aber unregelmäßigen Aktualisierungsvorgänge der Sicherheitssoftware führen zu keinerlei Beeinträchtigungen des operierenden Systems.

Systemvoraussetzungen PC

Betriebssystem
  • Windows XP SP3
  • Windows XP Pro x64 Edition
  • Windows Vista
  • Windows Vista x64 Edition
  • Windows 7
  • Windows 7 x64 Edition
  • Windows 8 x32 Edition
  • Windows 8 x64 Edition
Festplattenspeicher 1500 Megabyte
Prozessor
  • mindestens 1,5 Gigahertz oder schneller
  • empfohlen 1,8 Gigahertz oder schneller
Arbeitsspeicher 512 Megabyte RAM
Browser
Die Link-Scanner-Technologie ist kompatible mit:
  • Internet Explorer, ab Version 6
  • Mozilla Firefox
  • Google Chrome

Systemvoraussetzungen Mac

Betriebssystem Ab OS X 10.8 Mountain Lion
Festplattenspeicher 500 Megabyte
Prozessor Intel 64 Bit
Arbeitsspeicher 2 Gigabyte RAM

Systemvoraussetzungen Android

Betriebssystem Ab Android 2.2

5.00 von 5,00 Punkten

Bedienung: 

Die Benutzeroberfläche des Antivirenprogrammes aus dem Hause AVG Technologies wurde in diesem Jahr nicht signifikant umgestaltet. Das Interface ist stark an den Look von Windows 10 angelehnt, wodurch zugleich eine Nutzung auf touchfähigen Endgeräten enorm vereinfacht wird.

Auskünfte über den momentanen Status der Software und des Rechners erhält der Nutzer bereits auf der Startseite. Fünf große Schaltflächen im typisch schwarz-grünen Design prägen den Startbildschirm der Software:

  • Computer
  • Web
  • Identität
  • Firewall
  • E-Mails
Software Sicherheit
Taucht man tiefer in das Programm ein, wird das Design schnell funktional und nüchtern.

Solange die Kreise rund um die Bedienelemente grün leuchten, arbeitet die Software problemlos und sicher. Ändert sich deren Farbe jedoch zu Orange oder gar Rot, bestehen ernstere Probleme im System, die unverzüglich behoben werden sollten.

Die Menü-Unterseiten sind – typisch für die allermeisten Virenschutzprogramme – deutlich kleinteiliger und weniger schick designt.

Die Seiten mit den erweiterten Einstellungen für die jeweiligen Oberfunktionen glänzen eher durch schlichte, funktionale Listen. Die Unterpunkte gliedern sich wiederum in Dropdown-Menüs, wo der Nutzer sämtliche Feinjustierungen nach persönlichem Geschmack vornimmt.

Die Funktionen der Firewall stehen jedoch erst nach dem Kauf der teureren Security Suite zur Verfügung.

Aufgrund sehr guter Werkseinstellungen sind manuelle Modifikationen nicht zwingend notwendig – ein Vorteil für unerfahrene Nutzer. Trotzdem bietet das Programm erfahrenen Anwendern leichten Zugang zu Optionen in Untermenüs.

Hier fallen begleitende Erklärungstexte leider oftmals zu klein oder etwas verwirrend aus.

Ruhe im Vollbildmodus

Dem branchenüblichen Standard entsprechend bietet auch die Sicherheitssoftware von AVG einen sogenannten Game-Modus an. Diese Funktion erkennt automatisch, wenn eine Anwendung im Vollbildmodus abläuft, und unterdrückt störende Prozesse und Meldungen der Antivirensoftware.

Auf diese Weise werden etwa Updates und automatische Scanvorgänge für den entsprechenden Zeitraum ausgesetzt, um dem Nutzer nicht beim Spielen oder Filmeschauen mit Pop-up Meldungen in die Parade zu fahren oder durch ressourcenintensive Aktualisierungen beim Arbeiten zu behindern.

Darf’s noch etwas mehr Sicherheit sein?

Der modulare Aufbau des Programmes erlaubt es dem Kunden, bei der Bestellung weitere Zusatzpakete zum Antivirus hinzuzufügen.

So erhalten Käufer mit dem AVG Performance Pro-Feature ein Tune-up-Tool, das beispielsweise dabei hilft, das Hochfahren des Computers zu beschleunigen, die Akkulaufzeit von Notebooks zu verlängern oder unnützen Datenmüll von der Festplatte zu räumen, um zusätzliches Speicherpotenzial freizulegen.

Auch Mac- und Android-Geräte profitieren von der Funktion und erhalten mit Performance Pro vor allem mehr Speicherplatz. Außerdem können Käufer ihrer Bestellung eine Backup-DVD für unkomplizierte Offline-Neuinstallationen der AVG-Produkte beigeben.

Und mit der Express Install-Option übernehmen AVG-Techniker per Remote-Zugriff die Installation, Einrichtung sowie Optimierung der Software für den Kunden – eine Empfehlung für alle, die noch unerfahren sind und im Umgang mit so wichtigen Programmen wie einer Antiviren-Software auf Nummer sichergehen wollen.

4.80 von 5,00 Punkten

Hilfe & Support: 
Supportseite
Die Übersetzung der Webseite des Herstellers ist nicht perfekt gelungen.

Besuchen deutsche Nutzer die Website des Unternehmens, irritiert sie eventuell der ein oder andere Rechtschreib- und Zeilenfehler auf den Produktseiten. Die für deutsche Kunden lokalisierten Webpages erwecken nämlich stellenweise den Eindruck, mit der heißen Nadel gestrickt worden zu sein.

Bei einem Security-Anbieter, für den Sorgfalt und Genauigkeit die essenziellen Grundlagen des Erfolges bedeuten, schreckt das potenzielle Kunden zunächst einmal ab. Nicht zuletzt ist ein gewissenhaft aufgebauter und designter Internetauftritt bereits Teil des Kundensupports.

Glücklicherweise weisen die eigentlichen AVG-Produkte eine deutlich höhere Qualität als die etwas holprige Präsentation auf.

AVG-Technologies stellt ein vielfältiges Supportangebot bereit. Beispielsweise können Handbücher, Hilfen und Tipps bereits über die Software erreicht werden.

Dabei gliedern sich die Hilfe-Seiten in Bereiche für AVG-Partner, Geschäftskunden und die Privatkunden. Von diesen Bereichen aus verästelt sich das Support-Angebot weiter über die jeweiligen Produkt- und Themenwelten.

Es bedarf also durchaus des einen oder anderen Klicks mehr, um letztendlich zu den eigentlichen FAQ-Seiten von AVG vorzudringen.

Diese fallen dafür aber sehr ausführlich aus; jeder Menüpunkt liefert angenehm detaillierte Anleitungen dazu, wie Kunden bei Problemen wie einem Virenbefall oder Konflikten mit anderen Programmen am besten vorgehen sollten.

Kontaktaufnahme mit Hindernissen

Etwas ungewöhnlich ist die direkte Kontaktaufnahme zu den Service-Mitarbeitern bei AVG. Es gibt keine einheitliche Service-Telefonnummer.

Helfen die aufgeführten Lösungen nämlich nicht weiter oder sind speziellere Problemfälle gar nicht erst aufgelistet, finden ratsuchende User direkt unter den FAQ die Links zum technischen sowie dem Vertriebssupport.

Dahinter verbergen sich Kontakt-Formulare, in die Kunden ihre Anfrage samt E-Mail-Adresse und Namensangabe eintragen. Erst daraufhin öffnen sich die eigentlichen Kommunikationskanäle über E-Mail, Chat und Telefon.

Zu beachten ist dabei: Je nachdem, zu welchem Produkt und zu welcher Uhrzeit die Kunden Fragen stellen möchten, stehen bestimmte Kommunikationswege eventuell nicht zur Verfügung.

​Notfall-Support zu jeder Zeit

Remotezugriff
Der Telefonsupport ist nicht 24 Stunden am Tag erreichbar.

Wer bisher nicht Kunde von AVG ist und – ob nun trotz eines vorhandenen oder fehlenden Virenschutzes – den Verdacht hegt, sich eine Infektion eingefangen zu haben, dem bietet das niederländische Unternehmen im ersten Schritt an, die kostenlose Software AVG Protection FREE herunterzuladen.

Dieses Programm entfernt laut Hersteller den Virus beziehungsweise die Malware und schützt danach den Computer vor neuen Infektionen.

Ist das Programm allerdings nicht in der Lage, die Bedrohung zu entfernen, schickt AVG sein Notfall-Support-Team ins Rennen. Die Techniker stehen jeden Tag in der Woche ganztags zur Verfügung. Im Bedarfsfall bauen sie eine Remote-Verbindung zum Computer des Kunden auf und führen die Reparaturmaßnahmen per Fernsteuerung durch.

Darüber hinaus richten sie den Virenschutz optimal für den Kunden ein, um neuen Infektionen vorzubeugen. Die Rettung aus der Ferne hat allerdings ihren Preis. Knapp 70 Euro kostet das Notfall-Support-Angebot die Hilfesuchenden.

Immerhin gewährt AVG den Nutzern eine Geld-zurück-Garantie: Können die Techniker die Infektion nicht entfernen, erhält der Kunde sein Geld vollumfänglich zurückerstattet. Auch für den Fall, dass Anwender es zunächst selbst versuchen wollen, ihren PC zu retten, hat AVG fairerweise vorgesorgt.

Auf seiner Support-Seite versammelt der Anbieter eine Liste spezieller (kostenloser) Security- und Rettungs-Tools, die allerdings explizit zur Anwendung durch erfahrene Nutzer empfohlen werden. Bei einem Virenbefall kann auch das Notfall-Startmedium helfen. Jedoch muss dieses zwingend vor einer Infektion erstellt werden.

Ausprobieren erwünscht

AVG betont auf der Firmen-Website den großen Wert der Kundenzufriedenheit für das Unternehmen. Interessenten für den Antivirus 2016 rät der Hersteller, zunächst die kostenlose Version des Programms auszuprobieren, um ganz sicherzugehen, dass sie ihren Anforderungen an Sicherheit und Bedienbarkeit entspricht.

Sind Käufer dennoch nicht zufrieden, weil sie etwa die Wirksamkeit des Virenschutzes bezweifeln, bietet ihnen AVG ein dreißigtägiges Rückgaberecht an. In diesem Fall verzichtet der Hersteller auf lästige Nachfragen nach dem Grund für die Reklamation und zahlt den Kaufbetrag zurück.

Ist diese Bedenkzeit bereits verstrichen, erstattet das Unternehmen zwar nicht mehr den Betrag, steht dem Käufer allerdings mit dem technischen Support bei, um das Programm optimal einzurichten.

4.70 von 5,00 Punkten

Zusammenfassung: 

Alles in allem handelt es sich bei AVG Antivirus 2016 um ein grundsolides Antivirenprogramm mit nützlichen Funktionen in Sachen Ressourcenauslastung. Das Interface auf dem Startbildschirm ist sehr übersichtlich und praktisch designt.

Die in weniger ansprechenden Listen aufgeteilten Untermenüs fallen da in puncto Ästhetik zwar ab, sind aber ohnehin eher für Profis interessant und auf Effizienz ausgelegt.

AVG wertet das hauseigene Antivirenprogramm zudem mit einigen Zusatzfeatures auf, die sonst ausschließlich in teureren Security Suiten zu finden sind. Mit Hilfe der Data Safe Encryption können Dateien und Dokumente problemlos verschlüsselt und mit einem Passwort vor unbefugtem Zugriff gesichert werden. Gleichzeitig ermöglicht ein File Shredder das rückstandslose Entfernen von Datensätzen.

Ein gewisser Negativpunkt bleiben die allgemeine Scan-Geschwindigkeit sowie die Fehlalarm-Quote. Hier haben die Konkurrenzprodukte auf dem Antivirus-Markt meist die Nase vorn. AVG Antivirus 2016 bietet damit einen sehr guten Rundumschutz für Privatkunden und Familien.

Über AVG Technologies

Seit fast dreißig Jahren bieten die Softwareentwickler von AVG Technologies unterschiedliche Sicherheitslösungen an. Was mit Jan Gritzbach und Thomas Hofer im Jahre 1990 in Tschechien begann, hat sich bis heute zu einer Aktiengesellschaft mit Sitz in Amsterdam entwickelt.

Das Unternehmen fokussiert sich insbesondere auf den digitalen Schutz für Privatpersonen beziehungsweise Familien. Dabei sichert sich AVG die Dienste von Location Labs, einem amerikanischen Spezialisten für mobile Sicherheit.

Zusätzlich bietet der Hersteller mit AVG Business auch vermehrt Cloud-basierte Sicherheitslösungen und Verwaltungsplattformen für kleinere Unternehmen an. Bei der Erschließung des Marktes für Geschäftskunden steht AVG der im Jahre 2014 aufgekaufte Security-Experte Norman zur Seite. Unter dem Namen Norman Safeground werden neue Produkte und Dienste für Unternehmen entwickelt.

Die diesjährige Revision des hauseigenen Antiviren-Programmes trägt den traditionellen Namen AVG AntiVirus 2016. Ein Echtzeitscanner sowie ein gezielter Systemscan bieten den Kunden einen Rundumschutz gegen Viren und Malware.

Software

Name Kasperksy Antivirus Box
Anbieter Kaspersky
UVP 29,95€ 
Gratisnutzung / Testversion

Sprachen Deutsch
 

 

Funktionen

  • Antivirus
    Blockiert Viren, Spyware und andere Malware
  • Linkschutz
    Scannt jegliche Links
  • File Shredder
    Löscht Dateien sicher, um Spionage vorzubeugen
  • E-Mail-Schutz
    Warnt vor schädlichen Anhängen
  • Online Shield
    Schützt vor schädlichen Downloads
  • Date-Safe
    Verschlüsselt persönliche Dateien und sichert diese mit einem Kennwort

 

Systemanforderungen

Windows kompatibel ab Microsoft Windows XP
Freier Speicherplatz mindestens 1300 MB
Arbeitsspeicher  mindestens 512 MB RAM
 
Prozessor mindestens 1,5 GHz