Zimmerpflanzen für schattige Standorte

Zimmerpflanzen für schattige Standorte

Zimmerpflanzen sind ein schöner Anblick und eine optische Aufwertung für jeden Raum. Allerdings ist es nicht immer leicht, einen geeigneten Standort für sie zu finden, denn nicht jede Wohnung ist gleichermaßen lichtdurchflutet. Glücklicherweise sind nicht alle Pflanzen Sonnenanbeter. Diese sieben Schattengewächse gedeihen auch in dunkleren Ecken der Wohnung.

Genügsame Schattenpflanzen für die Wohnung

Viele Wohnungen bieten Pflanzen keine guten Voraussetzungen, um zu gedeihen. Verwinkelte Räume oder Zimmer mit Fenstern nach Norden sind für sie ein Graus. Diese Räume bieten schlicht nicht genug Sonnenlicht für gesundes Pflanzenwachstum. Bei Lichtmangel bilden viele Pflanzen lange, dünne und blattlose Triebe aus. Dieser verzweifelte Versuch, Licht zu erreichen, wird Vergeilung genannt. Oft genug gehen Zimmerpflanzen aufgrund des Lichtmangels ganz ein.

Wer in einer eher schattigen Wohnung lebt, muss aber nicht zwangsweise auf Pflanzen verzichten. In der Natur gibt es viele Gewächse, die an einen Standort mit wenig Licht angepasst sind, da sie zum Beispiel im Unterholz dichter Wälder wachsen. Solche Schattenpflanzen gedeihen auch in der Wohnung. Sie bekommen sogar einen Sonnenbrand, wenn sie an zu hellen Stellen stehen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass ein halbschattiger oder schattiger Standort empfohlen wird. Unter diesen Begriffen können Sie sich Folgendes vorstellen:

Halbschattig: Bei diesen Standorten wechseln sich Sonne und Schatten ab. Sie erhalten keine Mittagssonne, liegen aber zeitweise im Vollschatten. Hier gibt es am Tag nicht mehr als vier bis sechs Sonnenstunden. Ein halbschattiger Standort ist zum Beispiel ein Raum mit Ost- oder Westfenster. Auch die Entfernung der Pflanze zur Lichtquelle spielt eine Rolle. Eine Pflanze, die in einem Zimmer mit Südfenster zwei Meter von diesem entfernt steht, steht halbschattig. Das Gleiche gilt für Stellen mit indirektem Licht, etwa neben oder unter einem Fenster.

Schattig: Diese Stellen haben eine noch geringere Lichtintensität. In der Natur entsprechen sie Standorten unter großen Sträuchern oder Bäumen. Sie erhalten maximal drei Stunden Sonnenlicht und liegen nie in der Mittagssonne. Das entspricht zum Beispiel einem Zimmer mit Nordfenster. Auch wenn die Pflanze hier direkt am Fenster steht, steht sie schattig. Ab vier Metern Entfernung von der Lichtquelle wird ebenfalls von einem schattigen Standort gesprochen.

Diese sieben Pflanzen gedeihen auch an schattigen Plätzen in der Wohnung:

Efeutute – Kletterpflanze aus Ozeanien

Die Efeutute ist ein wahrer Exot: Ursprünglich kommt sie nur auf der Insel Moorea im Südpazifik vor. Dort wächst sie in Ranken an den tropischen Baumriesen empor. Sie ist somit an die Lichtverhältnisse unterhalb der Laubdächer angepasst. Dank ihrer großen Blätter kann die Efeutute genügend Licht für die Photosynthese sammeln.

In der Wohnung sind die gelb gefleckten Blätter ein echter Hingucker. Die Efeutute gedeiht zwar an lichtarmen Standorten, reagiert aber empfindlich auf Zugluft. Sobald die oberste Erdschicht getrocknet ist, sollte sie gegossen werden. Die Pflanze freut sich darüber, mit Wasser besprüht zu werden. Das simuliert die hohe Luftfeuchtigkeit in ihrer tropischen Heimat. Hunde- und Katzenhalter sollten aufpassen: Die Efeutute ist für die Tiere giftig.

Gummibaum – robuster Blickfang

Der Gummibaum gehört zu den Feigen, seine ursprünglichen Verbreitungsgebiete sind Süd- und Südostasien. Die markanten, dicken Blätter können mitunter auffällige Musterungen tragen. Aufgrund seiner Anspruchslosigkeit ist der Gummibaum eine beliebte Zimmerpflanze.

Er bevorzugt zwar helle Standorte, kommt aber ebenso ohne Probleme im Halbschatten zurecht. Auch gegenüber Trockenheit ist der Gummibaum tolerant, wobei er feuchtes Erdreich ohne Staunässe bevorzugt. Es reicht aus, ihn nur mäßig zu gießen. Insgesamt ist der Gummibaum nicht sehr pflegeintensiv. Wer nicht gerade einen grünen Daumen hat, aber trotzdem seine Wohnung mit Grün verschönern möchte, ist mit ihm also gut beraten.

Bogenhanf – anspruchslose Büropflanze

Das Markenzeichen des Bogenhanfs sind seine aufrecht stehenden, langen und spitz zulaufenden Blätter. Der Bogenhanf ist eine beliebte Büro-Dekoration, denn als Wüstenpflanze ist er sehr widerstandsfähig. Er kommt auch mit widrigen Umständen wie trockener Luft, unregelmäßiger Bewässerung und Lichtmangel zurecht. Bis zu zwei Monate kann die Sukkulente ohne Bewässerung überleben. Der Bogenhanf wächst selbst in schattigen Räumen mit Kunstlicht, etwa Konferenz- und Empfangsräumen oder Fluren.

Grünlilie – Meisterin der Anpassung

Die pflegeleichte Grünlilie kommt mit nahezu jedem Standort zurecht. Sie stellt weder an die Lichtverhältnisse noch an die Temperatur hohe Ansprüche. Nur regelmäßig gegossen werden muss sie, denn sie bevorzugt ein leicht feuchtes Erdreich. Wer der Grünlilie etwas Gutes tun möchte, kann ihre Blätter mit lauwarmem Wasser einnebeln. Optisch besticht die Grünlilie durch ihre in Rosetten stehenden, weiß gestreiften Blätter.

Steckenpalme – üppige Erscheinung

Die imposante Steckenpalme sorgt auch in schattigeren Ecken für üppiges Grün. Ihre schlanken, bis zu zwei Meter hohen Stängel tragen dicht stehende, fächerförmige Blätter. Bei guten Voraussetzungen bildet die Pflanze weiße bis cremefarbene Blüten aus. Vor etwa 100 Jahren lag sie schon einmal voll im Trend und zierte die Salons der wohlhabenden Gesellschaft. Heute feiert die pflegeleichte Steckenpalme ein Revival.

Sie gedeiht an halbschattigen Standorten und bevorzugt kühlere Temperaturen von 15 bis 20 Grad Celsius. Vor direkter Sonneneinstrahlung sollte die Palme geschützt werden. Gegenüber Staunässe ist sie weniger empfindlich als viele andere Zimmerpflanzen, das Substrat sollte dennoch nicht dauerhaft feucht sein.

Schwertfarn – urzeitlicher Schattenfreund

Farne fühlen sich im Schatten besonders wohl, nicht von ungefähr sieht man sie oft unter Bäumen wachsen. Diese Tatsache macht sie zu idealen Zimmerpflanzen für dunklere Räume. Farne sind eine sehr alte Pflanzenfamilie und versprühen einen urwüchsigen Charme.

Besonders beliebt ist der Schwertfarn. Er stammt zwar aus den Tropen, sieht mit seinen langen, gefiederten Blättern unseren heimischen Arten aber ziemlich ähnlich. Der Schwertfarn ist pflegeleicht, robust und verkraftet auch Pflegefehler. Nur genügend Wasser sollte er bekommen, denn er bevorzugt Substrat, das permanent feucht ist. Pflanzenfreunde müssen darauf achten, dass der Wurzelballen des Farns niemals austrocknet.

Philodendron – pflegeleichter Baumfreund

Ursprünglich ist der Philodendron in den tropischen Gebieten Mittel- und Südamerikas zu Hause. In unseren Wohnungen sorgt der immergrüne Urwaldbewohner für Dschungel-Feeling. Markantestes Merkmal des Philodendrons sind seine großen Blätter, die in verschiedenen Formen daherkommen. Manche Exemplare haben gefächerte, andere herzförmige Blätter.

Dem Philodendron gefällt es an schattigen Standorten gut. Er kann sogar drei Meter von einem Nordfenster entfernt stehen, ohne einzugehen. Die Mittagssonne schätzt er hingegen gar nicht, weshalb er für Räume mit Südfenster weniger gut geeignet ist. Der Philodendron bevorzugt stets leicht feuchte Erde.