Leuchtmittel richtig entsorgen

Leuchtmittel richtig entsorgen

Die klassische Glühbirne wird nach und nach aus den Fassungen der Lampen verdrängt. Inzwischen gibt es sparsamere und haltbarere Versionen. Besonders im privaten Bereich stellt sich jedoch häufig die Frage, wie LEDs oder Energiesparlampen entsorgt werden sollen, denn in den gewöhnlichen Hausmüll gehören sie nicht.

Sammelstellen für bestimmte Leuchtmittel

Die Technik der herkömmlichen Glühbirne ist mittlerweile überholt. In Straßenlaternen, Autoscheinwerfern, öffentlichen Gebäuden und privaten Räumlichkeiten hat sich die LED-Lampe (Abkürzung für „Licht emittierende Dioden“) bewährt. In der Anschaffung ist sie zwar teurer, dafür verfügt sie über eine deutlich längere Lebensdauer als eine Glühbirne. Sie verbraucht außerdem weniger Energie und erzeugt obendrein kaum Wärme. Bei einer Nutzungsdauer von fünf bis sechs Stunden täglich können Sie für eine herkömmliche 60-Watt-Birne bis zu 25 Euro im Jahr einsparen, wenn Sie stattdessen eine 8-Watt-LED-Lampe nutzen.

Irgendwann ist aber auch dieses Leuchtmittel an seine Grenzen gelangt und muss ausgewechselt werden. Das ausgediente Stück sollten Sie allerdings nicht einfach in den Hausmüll werfen und auch im Altglas hat es nichts verloren. Sammelstellen wie der Wertstoffhof, den es in allen Städten und Gemeinden gibt und der beispielsweise auch Elektroschrott annimmt, ist für das korrekte Recycling der LED-Lampen zuständig. Aber auch viele Geschäfte wie Baumärkte und Elektronikfachmärkte, die Leuchtmittel verkaufen, nehmen sie wieder an.

Das Recycling hat einen einfachen Grund: In LED-Lampen sind wertvolle Metalle wie Cadmium oder Gallium verarbeitet, die wiederverwertet werden können. Außerdem wird so verhindert, dass derartige Stoffe ins Grundwasser gelangen, nachdem die Lampen im Restmüll und dann auf der Deponie gelandet sind.

Quecksilber in Energiesparlampen enthalten

Kompaktleuchtstofflampen (KLL), auch Energiesparlampen genannt, werden ebenfalls von den entsprechenden Sammelstellen und Verkaufsgeschäften angenommen. Wichtig ist, dass diese Leuchtmittel nicht beschädigt werden, da sie eine geringe Menge an Quecksilber enthalten. Dieses flüssige Metall setzt giftige Dämpfe frei, wenn es ausläuft.

Energiesparlampen sind effizienter als herkömmliche Glühbirnen. Darüber hinaus halten sie etwa zehnmal so lang. Dafür brauchen sie meist ein bis zwei Minuten, bis sie ihre volle Leuchtkraft entfaltet haben. Für die Lampe im Keller oder Bad ist das häufig keine angenehme Alternative. LEDs sind hier deutlich im Vorteil. Selbst schwächere Varianten halten rund 15.000 Stunden, einige andere sogar bis zu 100.000 Stunden. Es gibt Modelle, die dimmbar sind und in der Anschaffung häufig nicht viel mehr als Energiesparlampen kosten.

Langsam verglüht die Birne

Obwohl bereits seit 2009 der Verkauf von herkömmlichen Glühbirnen eingestellt ist, sind sie noch in vielen Haushalten zu finden. Letztmals 2016 erhob Statista Daten, nach denen diese Glühlampen weiterhin in 54 Prozent aller Haushalte zu finden und damit das drittbeliebteste Leuchtmittel sind. Die Zahlen sind mittlerweile fünf Jahre alt und auch der hartnäckigste Hamsterkäufer dürfte daher seinen Vorrat an Glühbirnen bald aufgebraucht haben. Sie können übrigens, genau wie Halogenlampen, ganz normal im Hausmüll entsorgt werden.

Wenn die Energiesparlampe zu Bruch geht

Sollte bei Ihnen zu Hause einmal eine Energiesparlampe oder Leuchtstoffröhre zerbrechen und Quecksilber auslaufen, halten Sie sich strikt an eine von der Verbraucherzentrale und dem Umweltbundesamt empfohlene Vorgehensweise. Lüften Sie den Raum bei abgestellter Heizung sowie Klimaanlage und verlassen Sie ihn zusammen mit allen weiteren Bewohnern (auch Tieren) für mindestens eine Viertelstunde. Im Anschluss räumen Sie größere Glassplitter weg und kehren die kleineren mit einem Stück festem Papier auf. Ein Staubsauger würde die Quecksilberdämpfe wieder aufwirbeln; in einem Besen würden die Stücke vielleicht hängenbleiben. Nutzen Sie zur Sicherheit bei dieser Arbeit Gummischutzhandschuhe sowie einen Mundschutz und lassen Sie den Raum weiterhin – auch noch eine Weile nach der Reinigung – geöffnet. Übriggebliebener Staub und winzige Splitter können mit einem feuchten Tuch aufgewischt werden.

All dieser Abfall sollte in ein luftdicht verschließbares Gefäß gegeben werden. Dieses können Sie bei der Wertstoff-Sammelstelle abgeben. Sollte Quecksilber in den Teppichboden oder in Polster eingedrungen sein, lüften Sie den Raum zunächst wie oben beschrieben. Danach sammeln Sie zunächst die gröbsten Splitter der Lampe auf und entfernen die kleineren mithilfe von Klebeband. Den übrigen Staub können Sie nun ausnahmsweise mit dem Staubsauger entfernen. Leeren Sie ihn danach jedoch umgehend und achten Sie auch während dieses Vorgangs auf eine gute Durchlüftung.