Frühblüher richtig pflanzen

Frühblüher richtig pflanzen

Nach düsteren Wintertagen sind sie die ersten Farbkleckse in der wiedererwachenden Natur: die Frühblüher. Die kleinen Blumen faszinieren uns durch ihre Vielzahl an Farben und Formen. In diesem Artikel verraten wir Ihnen, worauf Sie beim Pflanzen der Blumenzwiebeln achten sollten.

Die Vorboten wärmerer Tage

Jeder kennt die kleinen Blumen als Vorboten des Frühlings. Noch im Winter strecken sie ihre Köpfe aus dem Boden und geben so der tristen Jahreszeit etwas Farbe. Aus diesem Grund sind Schneeglöckchen, Primeln und Narzissen allseits beliebt. Frühblühende Blumen haben Speicherorgane wie Zwiebeln oder Knollen, aus denen sie die Energie zum Aufblühen beziehen, denn im Frühjahr reicht das Sonnenlicht noch nicht aus, um diese durch Fotosynthese zu erzeugen.

Zwiebelblumen wie das Schneeglöckchen sind die bekanntesten Frühblüher. Das Austreiben der Blüten wird bei ihnen durch die Bodentemperatur ausgelöst. Sobald es etwas wärmer wird, zeigen sich die ersten Triebe. Hartgesottenen Frühblühern reichen Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, um mit dem Wachstum zu beginnen. Besonders früh dran sind neben dem Schneeglöckchen auch Märzenbecher und Blausternchen. Sie zeigen sich schon im ausgehenden Winter. Krokusse, Tulpen und Narzissen erscheinen etwas später zu Frühlingsbeginn.

Wer sich nach einem grauen Winter über bunte Farbtupfer auf der eigenen Wiese erfreuen möchte, muss ein wenig Vorsorge treffen. Beim Einpflanzen gilt es, etwa die Pflanztiefe und vor allem den Zeitpunkt des Einpflanzens zu beachten.

Blumenzwiebeln kaufen

Die Zwiebeln finden Sie im Gartencenter, im Blumenladen und manchmal auch im Supermarkt. Achten Sie darauf, nur frische Zwiebeln zu kaufen. Das ist leicht durch Anfassen festzustellen: Weiche Zwiebeln haben schon einen Teil ihres Energievorrats verbraucht. Bereits ausgetriebene Zwiebeln sollten Sie auf keinen Fall mitnehmen. Am besten geeignet sind feste, große Zwiebeln, denn aus größeren Energiespeichern wachsen kräftigere Pflanzen mit schöneren Blüten. Pflanzen Sie die Zwiebeln möglichst bald ein. Falls das aus zeitlichen Gründen nicht möglich ist, können Sie die Zwiebeln auch eine gewisse Zeit lang kühl und luftig lagern.

Wann und wie einpflanzen?

Winterfeste Blumenzwiebeln und Knollen, die im Frühjahr austreiben, sollten bereits im Herbst davor gesetzt werden. Es ist empfehlenswert, sie spätestens im November zu pflanzen. Aber auch Zwiebeln, die etwas später vergraben wurden, keimen oft genug noch aus. Am wichtigsten ist es, dass nach dem Pflanzen Bodenfrost auftritt. Denn erst nach diesem Frostimpuls werden die Zwiebeln überhaupt Triebe bilden. Diese Anpassung verhindert, dass die Keime schon an einem warmen Herbsttag und damit viel zu früh zum Leben erwachen.

Nachdem Sie die Zwiebeln besorgt haben, sollten Sie diese zügig in die Erde bringen. Die Pflanztiefe richtet sich dabei vor allem nach der Größe der Blumenzwiebeln. Sie werden zweimal so tief eingegraben, wie sie hoch sind. Das können Sie ruhig nach Augenmaß machen. Abweichungen sind nicht tragisch, denn viele Zwiebelblumen sind in der Lage, ihre Position im Boden mithilfe von Zugwurzeln zu verändern.

In das Pflanzloch füllen Sie zunächst eine Drainageschicht aus Sand. Das ist gerade bei undurchlässigen, lehmigen oder tonigen Böden unverzichtbar. Der Sand verhindert, dass die Zwiebeln aufgrund von Staunässe beginnen zu faulen. Hohe Bodenfeuchte bereitet vielen Zwiebelblumen Probleme. Ideal ist wasserdurchlässige, nährstoffreiche Erde.

Schadet Schnee den Zwiebeln?

Schnee bereitet den meisten Frühblühern keine Probleme. Sie sind von Natur aus mit einer Vielzahl von Kälteschutzmechanismen ausgerüstet. Tatsächlich hat eine Schneedecke isolierende Eigenschaften, welche die Zwiebeln im Boden vor Kälte schützt.

Die Blumenzwiebeln werden mit der Spitze nach oben in das Loch gesetzt und vorsichtig in den Untergrund hineingedrückt. So stehen sie fest und kippen nicht um, wenn das Pflanzloch mit Erde gefüllt wird. Lassen Sie zwischen großen Zwiebeln und Knollen etwa acht Zentimeter, zwischen kleineren mindestens zwei bis fünf Zentimeter Platz.

Standort der Blumen

Die eigentliche Heimat der Frühblüher sind Laubwälder. Dass sie bereits im ausgehenden Winter ihre Blüten bilden, ist eine Anpassung an diesen Lebensraum. Denn sobald die Bäume voll im Laub stehen, fällt nicht mehr genug Sonnenlicht auf den Waldboden. Dementsprechend bevorzugen Frühblüher offene, sonnige Lagen. Wenn Sie sich Jahr für Jahr am bunten Blumenmeer erfreuen wollen, sollten Sie Zwiebeln wählen, die in Ihrem Garten verwildern.