Steganos Passwort-Manager

Lena Groeben
Pro
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Großer Funktionsumfang
  • Virtuelle Tastatur
  • Mobiler Zugriff auch ohne Cloud-Nutzung möglich
Kontra
  • Ausschließlich für Windows-Rechner
  • Nicht ganz intuitiv bedienbar
Fazit Der Steganos Passwort-Manager überzeugt mit vielen nützlichen Funktionen, einer hohen Sicherheit und einem äußerst fairen Preis-Leistungs-Verhältnis, setzt aber für Neulinge eine gewisse Einarbeitung voraus.
Steganos Passwort-Manager Zum Anbieter

Steganos Passwort-Manager Test

Sicherheit & Funktionen

4,00 Pkt

Mit seinem Passwort-Manager unterstützt Steganos Anwender dabei, zuverlässige Passwörter zu erstellen, diese sicher zu verwahren und anzuwenden. Das Programm bietet seinen Nutzern verschiedene Möglichkeiten, verschlüsselte Kennwörter zu erstellen:

  • Eingabe über die Tastatur
  • Eingabe über eine virtuelle Tastatur
  • Auswahl eines Bilderpassworts (PicPass)
  • Per Kennwort-Generator
  • Optionale Zeichenmischfunktion

Damit sind Anwender optimal abgesichert: Die virtuelle Tastatur verhindert ein Mitschneiden der Eingaben durch Keylogger. Mit der Zeichenmischfunktion schützen sich Nutzer zudem vor einem Mausklick-Rekorder. Wer sich dazu entscheidet, das Erstellen eines sicheren Passworts dem Kennwort-Generator zu überlassen, kann dabei die Länge des Kennworts und die Art der enthaltenen Zeichen (Klein-, Großbuchstaben, Ziffern, Sonderzeichen) festlegen. Das erstellte Passwort wird als eine Verschlüsselung angezeigt. Mit einem Klick auf das Augensymbol können Anwender es unverschlüsselt sehen. Sollte das erstellte Passwort nicht den Ansprüchen des Users genügen, kann er sich beliebig oft ein neues Kennwort erzeugen lassen.

Steganos Passwort-Manager virtuelle Tastatur
Zur Eingabe des Masterpassworts können Anwender unter anderem die nicht transparente virtuelle Tastatur nutzen.

Achtung: Bei Angabe der Passwort-Länge können Nutzer eine beliebig lange Zahl eingeben, ein mehr als 256 Zeichen langes Passwort erstellt der Passwort-Manager Steganos aber nicht. Zudem haben wir in unserem Test die Erfahrung gemacht, dass das Programm nach dem Erzeugen sehr langer Passwörter (etwa 150 Zeichen) abstürzte und neugestartet werden musste. Bei einem neuen Versuch zu einem späteren Zeitpunkt, war der Passwort-Generator von Steganos aber in der Lage, problemlos auch lange Passwörter von mehr als 150 Zeichen zu erstellen.

Ein Schlüsselbund für jede Gelegenheit

Die Passwörter speichert und organisiert der Passwort-Manager Steganos in einem sogenannten Schlüsselbund. Dabei haben Anwender die Möglichkeit, mehrere Bunde anzulegen und so beispielsweise private und geschäftliche Passwörter separat abzuspeichern. Alle Zugangsdaten sind mit einer AES-256-Bit-Verschlüsselung vor unerwünschten Zugriffen geschützt. In der aktuellen Version wird der Nutzer auf Wunsch zusätzlich regelmäßig (in Abständen von wahlweise einem, drei oder zwölf Monaten) daran erinnert, sein Passwort zu ändern, was die Sicherheit noch einmal erhöht. Damit auch keine gespeicherten Passwörter verloren gehen, führt der Steganos Passwort-Manager regelmäßig automatische Sicherungen durch. Zusätzlich können Anwender jederzeit manuelle Backups ihrer Daten erstellen. Die Backups werden lokal auf der Festplatte im Windows-Verzeichnis abgelegt.

Jeder Schlüsselbund ist durch ein eigenes Passwort geschützt, das Anwender selbst wählen und mit einer der genannten Methoden erstellen. Die verschlüsselten Kennwörter für ihre Keybunde sind ausschließlich den Anwendern bekannt. Sollten sie eines dieser Passwörter vergessen, bleibt Ihnen nichts Anderes übrig, als den betroffenen Bund mitsamt enthaltenen Kennwörtern zu löschen und neu anzulegen. Anwender sollten allerdings beachten, dass sie immer nur Zugriff auf einen Bund haben: Sobald sie einen anderen Bund öffnen, wird der aktuelle geschlossen. Um diesen erneut zu nutzen, ist die Eingabe des entsprechenden Passworts notwendig.

Steganos Passwort-Manager Masterpasswort
Jeder Schlüsselbund ist durch ein eigenes, selbstgewähltes Passwort geschützt.

Sollten Anwender feststellen, dass sie ihre verschlüsselten Kennwörter umständlich aufgeteilt haben, können sie jedoch problemlos verschiedene Schlüsselbunde zu einem zusammenführen. Hierfür gehen sie auf die Schaltfläche „Datei“, „Importieren“, wo sie die Funktion „Zusammenführen“ finden, und wählen die gewünschten Keybunde aus. Dabei wählen sie, ob sie alle Einträge synchronisieren oder bestimmte Einträge verschieben, kopieren oder entfernen möchten. Neben Passwörtern speichern Anwender mit dem Passwort-Manager Steganos Konto- und Kreditkarten-Daten. Zudem besteht die Option, Dateianhänge (Text-Dokumente, JPG- und PNG-Bilder) wie etwa eine TAN-Liste zu einem Passwort hinzufügen.

Mobiler Zugriff und portabler Passwort-Manager Steganos

​Die aktuelle Version des Steganos Passwort-Managers hat noch mehr praktische Funktionen im Gepäck. Der Nutzer hat nun zusätzlich zu Dropbox auch über OneDrive, MagentaCLOUD und Google Drive von überall aus Zugriff auf seine Passwörter. Darüber hinaus ist der mobile Zugriff jetzt auch ohne Cloud-Nutzung möglich, indem Anwender ihren Schlüsselbund manuell auf ein mobiles Gerät übertragen. Für iOS-Geräte fällt der mobile Zugriff auf den Bund dank Unterstützung für Touch ID noch einfacher aus.

Sehr praktisch: Der Steganos Passwort-Manager beinhaltet eine portable USB-Version des Programms, dank der Anwender von jedem PC aus Zugriff auf ihr Programm und ihre damit gespeicherten Kennwörter haben.

Kompatibilität & Performance

3,50 Pkt

Während unseres Tests stellten wir weder nach der Installation noch während der Nutzung des Kennwortmanagers eine Verlangsamung des PCs fest. Die Desktop-Anwendung ist mit den Betriebssystemen Windows 7, 8 und 10 kompatibel. Mit Betriebssystemen wie Mac OS oder Linux ist der Steganos Passwort-Manager bislang nicht kompatibel. Im App Store beziehungsweise bei Google Play erhalten Anwender jedoch eine kostenlose mobile iOS- oder Android-Version des Programms.

Die Systemanforderungen

Die Installationsdatei des Programms ist 16,4 Megabyte groß. Nach der Installation belegte das Programm 44,7 Megabyte unseres Festplattenspeichers. Steganos Passwort-Manager empfiehlt einen freien Festplattenspeicher von 200 Megabyte sowie einen Arbeitsspeicher von mindestens einem Gigabyte RAM.

Damit der Steganos Passwort-Manager Nutzerdaten und verschlüsselte Kennwörter im Browser automatisch ausfüllt, ist die Aktivierung der entsprechenden Erweiterung notwendig. Eine solche Erweiterung ist für folgende Browser verfügbar:

  • Internet Explorer (ab Version 7)
  • Google Chrome
  • Mozilla Firefox

Bei allen drei Browsern erfolgte die Aktivierung der Erweiterungen in unserem Test problemlos. Für den Windows-10-Browser Microsoft Edge ist aktuell noch keine Erweiterung vorhanden, Steganos Passwort-Manager kündigte aber an, dass eine solche bald verfügbar sei.

Bedienung

3,60 Pkt

Download und Installation des Programms gestalteten sich in unserem Test sehr einfach und schnell. Während der Installation müssen Nutzer keinerlei weiteren Aufforderungen nachkommen. Die Möglichkeit, zwischen einer benutzerdefinierten und einer automatischen Installation zu wählen, besteht bei Steganos. Ebenso wenig ist eine Anmeldung bei einem Nutzerkonto notwendig, wie dies bei anderen Passwort-Managern der Fall ist.

Zu Beginn legen Anwender zunächst ihren Schlüsselbund mit zugehörigem Passwort an und füllen diesen dann mit Einträgen.

Übersichtliche & anwenderfreundliche Programmoberfläche

Die übersichtliche, aufgeräumte Programmoberfläche unterteilt sich in vier Kategorien:

  • Passwörter
  • Bankkonten
  • Kreditkarten
  • Private Favoriten

Allerdings trägt die Aufteilung mit dazu bei, dass das Programm stellenweise etwas verschachtelt wirkt und nicht alle Funktionen schnell und intuitiv auffind- und nutzbar sind. Punkte sammelt Steganos Passwort-Manager dafür mit vielen Einstellungsmöglichkeiten. Hierzu zählen etwa die Wahl der Sprache (Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch oder Französisch), die Änderung der Passwörter sowie Einstellungen zur Cloud-Anbindung und zum portablen Steganos Passwort-Manager. Zudem legen Anwender unter den allgemeinen Einstellungen fest, ob und nach welcher Zeitspanne sich das Programm automatisch schließen soll. Ein Vorteil: Im Gegensatz zu den meisten anderen Programmen wählen User die gewünschte Zeitspanne hierbei frei und sind nicht auf eine Handvoll festgelegter Zeitintervalle beschränkt.

Steganos Passwort-Manager Programmoberfläche
Die übersichtliche Programmoberfläche unterteilt sich in vier Hauptbereiche.

Darüber hinaus beinhaltet der Steganos Passwort-Manager einige Funktionen, die für mehr Komfort sorgen. Hierzu zählen etwa das Ausfüllen von Formularen per Drag-and-Drop oder vollautomatisch sowie Im- und Export-Optionen. Letztere sind allerdings im Vergleich zu anderen Passwort-Managern im Test weniger umfangreich. So besteht beispielsweise nicht die Möglichkeit, Passwörter aus dem Browser zu importieren. Leichte Abzüge hinsichtlich seiner Bedienoberfläche erhält der Passwort-Manager aus dem Hause Steganos zudem dafür, dass er die Hilfe im Programm auf den Link zu einer Online-Hilfe beschränkt. Insgesamt bietet das Programm dennoch eine anwenderfreundliche Oberfläche. Im Vergleich zu anderen Passwort-Managern benötigen Neulinge bei Steganos aber voraussichtlich etwas mehr Einarbeitungszeit, um sich gut zurechtzufinden.

Automatisches Ausfüllen

Sowohl am PC als auch auf Mobilgeräten haben Anwender die Möglichkeiten, ihre Daten bequem aus der Taskleiste per Drag-and-Drop in die passenden Felder zu ziehen oder sie vom Steganos Passwort-Manager automatisch ausfüllen zu lassen. Für die Nutzung der Drag-and-Drop-Funktion finden Anwender rechts über der Taskleiste ein Widget mit einem Feld zur Auswahl des benötigten Eintrags sowie drei Symbole: Über ein Globus-Symbol rufen sie mit nur einem Klick die Webseite auf; über das Personen- und das Schloss-Symbol ziehen sie Benutzername und Passwort in das passende Feld. Das Ausfüllen per Drag-and-Drop funktionierte in unserem Test problemlos, während wir für das automatische Ausfüllen mehrere Anläufe benötigten und stellenweise Fehler auftraten.

Steganos Passwort-Manager Einstellungen
In den Einstellungen unter „Passwort-Manager“ aktivieren Anwender den automatischen Login.

30 Tage kostenlos testen

Wer unsicher ist, ob der Steganos Passwort-Manager das passende Programm für seine Bedürfnisse ist, kann ihn in einer kostenfreien Testversion 30 Tage lang unverbindlich ausprobieren. Diese Version beinhaltet alle Funktionen der kostenpflichtigen Variante. Allerdings weist der Passwort-Manager Steganos die Anwender sehr häufig darauf hin, wie lange ihre Testversion noch gültig ist und fragt nach, ob sie das Programm für 19,95 (Lizenz für fünf Geräte) kaufen möchten. Diese Meldung empfanden wir während unseres Tests doch zunehmend als störend, hinderlich für den Arbeitsprozess und aufdringlich.

Hilfe & Support

3,90 Pkt

Hilfesuchende finden im Steganos Hilfecenter Unterstützung. Hierfür benötigen allerdings eine Seriennummer, die sie erst beim Kauf eines Produkts erhalten. Allerdings können sich Anwender auch ohne Seriennummer per E-Mail an den Support wenden oder im hauseigenen Blog stöbern. Zusätzlichen Support erhalten Nutzer über die Hilfsfunktion im Programm (auch über die kostenlose Testversion). Diese führt nämlich zu einer Online-Hilfe, die alle wichtigen Funktionen und Bestandteile des Steganos Passwort-Managers ausführlich und verständlich erklärt. Die persönlichen Kontakt-Optionen beschränken sich auf den E-Mail-Support. Hierbei verspricht Steganos Passwort-Manager eine Antwort innerhalb von 36 (wochentags) beziehungsweise 72 Stunden (am Wochenende). In unserem Test hält der Passwort-Manager Steganos dieses Versprechen auch: Auf unsere E-Mail an den Support mit einer Frage zum Funktionsumfang der Testversion erhielten wir innerhalb eines Tages eine freundliche, zufriedenstellende Antwort. Hiermit verdient sich Steganos Passwort-Manager zusätzliche Punkte und gleicht damit die fehlenden Kontaktoptionen ein wenig aus.

Zusammenfassung

3,75 Pkt

Der Steganos Passwort-Manager 18 löst alle Passwort-Probleme. Anwender organisieren und speichern damit ihre Passwörter in Schlüsselbunden und müssen sich pro Bund nur noch ein Passwort merken. Dank kostenloser Apps für iOS und Android sowie eines portablen Passwort-Managers für den USB-Stick nutzen Anwender das Programm von überall aus. Im Vergleich zu anderen Programmen im Test erweist sich der Steganos Passwort-Manager zwar als etwas weniger intuitiv bedienbar und erfordert etwas mehr Einarbeitungszeit. Dafür überzeugt das Programm aber mit vielen nützlichen Funktionen, diversen individuellen Einstellungen, einer hohen Sicherheit und einem äußerst fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer sich noch nicht ganz sicher ist, kann den Steganos Passwort-Manager 30 Tage lang kostenlos testen.