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Android-Antivirus

Die besten Android-Virenscanner im Vergleich

Maria Hansmann
Platz Produkt Bewertung Preis
1 Kaspersky Mobile Security 4,75 10,95 €
2 Bitdefender Mobile Security 4,74 9,99 €
3 ESET Mobile Security 4,65 9,98 €
4 Trend Micro Mobile Security 4,56 19,95 €
5 BullGuard Mobile Security 4,53 19,95 €
6 McAfee Mobile Security 4,50 29,97 €
7 G DATA für Android 4,41 15,95 €
8 F-Secure Mobile Security 4,38 49,90 €
9 Zoner AntiVirus Android 4,25
10 Lookout Premium 4,23
11 Malwarebytes Anti-Malware Mobile

Sicherheit

Performance

Usability

Hilfe & Support

Android-Geräte effektiv vor Viren schützen

    Das Wichtigste in Kürze
  • Durch seine offene Architektur ist das Android-System besonders gefährdet.
  • Android-Virenscanner schützen das Smartphone und Tablet vor der gängigen Schadsoftware.
  • Call-Blocker, Black- & Whitelist sowie ein Diebstahlschutz erhöhen die Schutzwirkung vieler Android-Virenscanner.
  • Die Android-Antivirus-Software verhindert die Weiterverbreitung von Schädlingen.

Fazit der Redaktion

Wir bewerten die populärsten Android-Antivirus-Apps in jeder der vorgestellten Rubriken auf einer Skala von 0,00 bis 5,00 Punkten. Am Ende errechnen wir den Durchschnittswert, aus dem die Platzierung im Android-Virenscanner-Test ermittelt wird. So erhalten alle Interessierten einen Überblick über die besten Android-Antivirus-Apps und können diese miteinander vergleichen. Überzeugend im Test waren vor allem folgende Android-Virenscanner:

Tablets und Smartphones mit Android-Betriebssystem sind in den letzten Jahren zu unseren täglichen Begleitern geworden. Mit den kleinen Android-Geräten führen wir nicht nur Telefongespräche oder versenden Kurznachrichten. Die Android-Computer können inzwischen noch viel mehr: Wir surfen unterwegs durch das Internet, haben Zugriff auf soziale Netzwerke wie Facebook, empfangen E-Mails, spielen und nutzen verschiedene Anwendungen. Einige User wickeln sogar über Online-Banking-Apps oder Fintech-Apps ihre Bankgeschäfte über das Smartphone ab.

IT
Smartphones bieten nahezu alle Möglichkeiten eines Desktop-PCs.

1. Warum brauchen Android-Smartphones und Android-Tablets einen Virenschutz?

Das Android-Betriebssystem ist zweifellos eines der beliebtesten für Smartphones und Tablets weltweit. Auf weit mehr als der Hälfte der Smartphones in Deutschland läuft der Google-Sprössling mit Linux-Wurzeln. Kein Wunder, dass das Android-System mit seiner offenen Architektur durch diesen hohen Marktanteil und ohne zuverlässige Schutzwirkung ein beliebtes Ziel für Cyberkriminelle und ihre Schädlinge geworden ist.

Die Antivirus-Experten vom Sicherheitssoftwarehersteller Kaspersky stellten einen massiven Anstieg der mobilen Schadsoftware im vergangenen Jahr fest. Außerdem zeigte die Kaspersky-Analyse, dass Schädlinge wie Ransomware und datenstehlende Banktrojaner auf Android-Geräten auf dem Vormarsch sind. Damit steht fest: Kriminelle wollen Geld machen und mit Android-Schädlingen funktioniert dies leider ziemlich gut.

2. Welche Bedrohungen lauern im mobilen Internet?

Die Anzahl von Malware steigt stetig und auf Android-Geräten werden fortlaufend neue Sicherheitslücken entdeckt. Welche Bedrohungen und Sicherheitsrisiken sind für Android-Geräte die gefährlichsten?

Android-Trojaner per SMS

Eins der beliebtesten Einfalls-Tore in das mobile Android-Betriebssystem ist der Kurznachrichtendienst. Im Gegensatz zu E-Mail-Spam ist dies dem Großteil der Nutzer gar nicht bewusst, und so klickt mancher User ahnungslos auf die erhaltene SMS. Ähnlich wie beim Phishing sind die Mitteilungen getarnt als Nachricht von großen, bekannten Unternehmen.

2014 wurden Android-User in Deutschland beispielsweise vor einer SMS gewarnt, die angeblich von DHL kam. Darin versteckte sich schädliche Software, die Verbindungen zu verschiedenen kostenpflichtigen Service-Rufnummern aufbaute. Am Ende erwartete die User eine hohe Telefonrechnung. Ein Android-Virenscanner, der auch eingehende SMS und E-Mails prüft, kann die Schutzwirkung gegen solche Angriffe erhöhen, ebenso wie eine gesunde Portion Vorsicht.

Ransomware

Meist haben die Kriminellen es auf das Geld der Nutzer abgesehen. Ein recht neuer Trojaner für mobile Systeme ist die sogenannte Ransomware. Diese schädliche Software manipuliert das Android-Gerät so, dass bestimmte Funktionen und Daten nicht mehr abrufbar sind. Die Öffnung dieser Sperre erfolgt erst dann, wenn der Nutzer einen Betrag als Lösegeld zahlt. Auch hier empfiehlt sich eine mobile Sicherheitssoftware, die einen Browser-Schutz enthält und zudem alle Apps auf Schädlinge scannt.

Phishing

Bankgeschäfte und Online-Shopping wickeln sehr viele Verbraucher heute über Smartphone und Tablet ab. Beim Mobile-TAN-System schickt die Bank zum Beispiel für die Freigabe von Transaktionen einen Code an eine hinterlegte Handynummer. Diese sensiblen Daten schützt ein zuverlässiges Android-Sicherheitsprogramm, indem es manipulierte Weiterleitungen blockiert und ein Diebstahlschutz den Zugriff auf die Daten verhindert. Eine weitere Schwachstelle: Auf den kleinen Displays mancher Android-Handys kann man oft die Web-Adresse nicht vollständig sehen. Viele mobile Antiviren-Security-Apps scannen daher auch URLs auf ihre Seriosität und blockieren bereits für ihre Gefährlichkeit bekannte Webseiten, wodurch die Schutzwirkung weiter erhöht wird.

Keine Updates

Ältere Versionen des Android-Systems sind oft nicht für wichtige Updates vorgesehen, die nicht nur neue Funktionen mitbringen, sondern auch Sicherheitslücken schließen. So entdeckte ein Programmierer kürzlich, dass der Standardbrowser von älteren Android-Versionen ein solches Datenleck enthält. Tipp: Nutzer sollten besser einen alternativen Browser wie Mozilla Firefox als Standard einsetzen. Es ist auch wichtig, alle installierten Apps regelmäßig zu aktualisieren.

Schnüffel-Apps

Bösartige Software ist eine Sache, aber auch neugierige Apps sind eine Bedrohung für die Privatsphäre des Nutzers. Einige Android-Anwendungen lesen viele private Informationen und haben Zugriff auf Kontaktdaten, den Standort und den Internetzugang. Einige mobile Antiviren-Sicherheitsprogramme, wie zum Beispiel Bitdefender Mobile Security, enthalten daher einen AV-Berater, der die Zugriffsrechte der Apps prüft und Optimierungsvorschläge gibt.

Das Android-Betriebssystem bietet eine Vielzahl von Apps, von denen allerdings auch eine Gefahr ausgehen kann. So ist zum Beispiel Gooligan eine potenziell gefährliche App, die bereits eine Million Android-Handys befallen hat. Gooligan richtet erfreulicherweise keinen wirklichen Schaden am Android-Betriebssystem an, es zeigt jedoch das grundsätzliche Potenzial das von mobiler Schadware ausgeht, wenn das Android-Handy nicht durch einen Virenscanner geschützt ist.

3. Worauf sollten Verbraucher bei Antivirus-Apps für Android achten?​

Das Virenscanner und AV-Programme für Computer inzwischen vollkommen selbstverständlich sind, hat sich im Falle von Handys und Tablets noch nicht so recht herumgesprochen. Dabei liegt es auf der Hand: Jedes Android-Gerät, dass Zugriff auf das Internet hat, kann von Viren, Malware & Co. befallen werden. Jeder Handy- und Tablet-Besitzer sollte sich also Gedanken darübermachen, sein mobiles Gerät vor Schadsoftware zu schützen und sich eine entsprechende Antiviren-App auf das Smartphone und Tablet laden. Damit werden zum einen die Funktionen des Android-Smartphones vor Schaden bewahrt. Zum anderen sichert der Anwender seine persönlichen Daten vor Diebstahl durch Cyber-Ganoven.

Ganz im Gegensatz zu den Nutzern, die das mobile Internet bisher noch recht sorglos nutzen, haben die Hersteller von Sicherheitssoftware die Gefahrenquellen und die Risiken die von Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem ausgehen schon längst erkannt. Sie haben Sicherheitsprogramme für das mobile Betriebssystem Android entwickelt, die Cyberkriminalität abwehren sollen. Wie so häufig quillt der Markt über von Antiviren-Apps, sodass Interessierte schnell überfordert sind und nicht die passende Security-App finden.

Die Redaktion hat sich diesem Problem angenommen und in einem Vergleich die besten Antivirus-Programme für Android gegenübergestellt. Ganz besonderen Wert haben die Experten dabei auf die Kriterien Sicherheit, Performance, Bedienung sowie Hilfe & Support im Android-Virenscanner-Test gelegt. Worauf es in dem jeweiligen Bereich ankommt, verraten wir im Folgenden.

Sicherheit

Möchte der Nutzer ein Antiviren-App auf seinem Tablet oder Smartphone installieren, das vor Online-Bedrohungen schützt, sollte er unbedingt darauf achten, wie gut die jeweilige Security-Software Malware überhaupt erkennt, da der Virenschutz sonst überflüssig erscheint. Darüber hinaus haben viele Anbieter Funktionen in petto, die praktisch und unverzichtbar sind. Dazu zählt ein Virenscanner, der jede App auf dem Handy oder Tablet in regelmäßigen Abständen auf Sicherheit überprüft.

Die Zahl neuer Malware für mobile Geräte vervielfacht sich von Jahr zu Jahr.

Die Antiviren-Programme können mobile Endgeräte vor Diebstahl und Verlust schützen, indem sie die Ortung des vermissten Geräts per GPS ermöglichen, ein Alarmsignal auslösen oder eine persönliche Nachricht an den Finder oder Dieb verfassen. Mit dem sogenannten Call-Blocker blockieren sie nicht gewünschte Anrufe, mit der so erstellten Black- und Whitelist können die Nutzer mit Hilfe der AV-App also selbst bestimmen, wer sie anrufen kann und wer nicht.

Gerade für Eltern ist eine integrierte Kindersicherung interessant. Mit dieser können beispielsweise Inhalte bestimmt werden, auf die die Kleinen zugreifen können. In dem Bereich Sicherheit wird im Test herausgearbeitet, inwieweit die Funktionen der Android-Apps ausgebaut wurden und wie nützlich die Android-Virenscanner tatsächlich sind.

Performance

Ganz egal, wie gut ein Android-Virenscanner seine Arbeit verrichtet, es sollte die Leistung des Geräts nicht beeinflussen. Bei der Wahl des richtigen Virenscanners klärt diese Rubrik darüber auf, ob die App der jeweiligen Sicherheitslösung das Handy oder Tablet extrem verlangsamen. Auch wird angegeben, welches Programm mit welchem Android-Betriebssystem kompatibel ist, denn nichts ist ärgerlicher als ein gekauftes Programm, das nicht für das eigene Android-Smartphone entwickelt wurde.

Außerdem sollte der Nutzer noch darüber Bescheid wissen, wieviel Speicherplatz das Antiviren-Programm benötigt, um die passende App für sein Tablet oder Smartphone zu finden.

Bedienung

So viele Funktionen einer App und so kleine Smartphones – da kann die Gestaltung einer solchen Android-Antivirus-App schon einmal hoffnungslos überladen wirken, sodass sich kein User mehr wirklich zurechtfinden kann. Dabei ist es wichtig, dass die Sicherheitslösungen strukturiert und übersichtlich aufgebaut sind. Schließlich sollen sich auch Einsteiger mit der Bedienung der Antiviren-App schnell zurechtfinden. Denn nur, wenn auch die richtigen Einstellungen vorgenommen werden, ist der Antivirus-Schutz vor Viren, Malware und Co. garantiert.

Viele Programme sind Anwendern schon von ihren PCs bekannt. Die Bedienung der App fällt dann besonders einfach.

Neben der Übersichtlichkeit der Android-Virenscanner ist es ebenso wichtig, in Erfahrung zu bringen, ob die Software auch auf deutscher Sprache erhältlich ist. Denn nicht selten führen Verständnisprobleme zu falschen Einstellungen der Android-Security-App, diese begünstigen wiederum die Kriminalität. Also bitte darauf achten: Nur Android-Programme installieren, deren Sprache man auch sicher beherrscht. Wie die verschiedenen Android-Security-Apps in Sachen Bedienung abschneiden, bewertet dieser Punkt.

Hilfe & Support

Entwickler können ihre Antivirus-Software noch so strukturiert aufbauen, Probleme mit Security-Apps sind niemals ausgeschlossen. In Situationen, in denen Fragen auftauchen, sollten Kunden sich jedoch nicht allein fühlen. Daher ist es umso wichtiger, dass der Hersteller der App ausreichende Hilfe- und Support-Maßnahmen eingerichtet hat. Doch auf welche Support-Leistungen sollten Nutzer Wert legen?

Für kleinere Probleme sind ein Forum, in dem sich die Nutzer gegenseitig austauschen können, Tipps und FAQ, in denen die häufigsten Fragen aufgelistet und beantwortet werden, hilfreich. All diese Bereiche sollten über die Homepage des Herstellers möglichst einfach erreichbar sein. Von dort aus sollten Kunden auch die Möglichkeit haben, Servicemitarbeiter persönlich zu kontaktieren. Dies kann über Email, Live-Chat oder gar eine Hotline erfolgen.

Die meisten Anbieter entwickeln für den internationalen Markt, weshalb die Programme in der Regel zumindest auf Englisch vorliegen. Damit es bei der Bedienung nicht zu Missverständnissen kommt, ist es aber wichtig, dass Software und Support auch in einer Sprache verfügbar sind, die der Nutzer problemfrei beherrscht.