Anne Röttgerkamp

Was kostet eine Website

Die Kosten der eigenen Internetpräsenz

Die Antwort auf die Frage, was eine Website kostet, lässt sich auf zwei Weisen beantworten. Zum einen gibt es eine Mindestsumme, die der Kunde zu zahlen bereit sein muss, um eine Website zu betreiben. Zum anderen ergibt sich ein (nach oben offener) Betrag, für den man in der Regel alles bekommt, was die Webhoster und Webdesigner anzubieten haben. Alternativ gibt es Homepagebaukästen oder Webdesign Softwares, die wesentlich günstiger sind. Wie viele Features der Kunde wirklich benötigt, muss er letztendlich selbst entscheiden. Doch schon mit den günstigsten Angeboten sind für Endverbraucher meist ausreichende Funktionen enthalten.

 

Was kostet eine Website

 

Geld verdienen mit der eigenen Internetpräsenz

Was eine eigene Website kostet, hängt also vor allem von den individuellen Ambitionen im World Wide Web ab. Je raffinierter und persönlicher das Website-Design, je größer die Web-Präsenz und je umfangreicher die Suchmaschinenoptimierung, desto höher für gewöhnlich die Kosten. Da stellt sich die Frage, wie man etwas von den verursachten Kosten wieder hereinholen kann. Denn auch zum eigenen Vergnügen und mit Herzblut gepflegte Projekte dürfen im Idealfall ja gern etwas zusätzliches Geld in die Haushaltskasse spülen, statt einfach nur monatlich von ihr zu zehren. Auch wer einfach nur einen Blog betreibt und eigene Artikel, Geschichten, Essays, Fotos oder Videos online stellt, kann mit seinen Inhalten durchaus Geld verdienen. Wovon in jedem Fall abzuraten ist: irgendwelchen beliebigen Content einfach ziellos in den Äther blasen. Auch allzu unregelmäßige Intervalle für neue Posts wirken sich ungünstig auf die Sichtbarkeit bei Suchmaschinen, vor allem aber auf das Interesse der Seitenbesucher aus. Ein Mindestmaß an planerischem Vorgehen hingegen hilft dabei, Besuchern stets relevanten Content anzubieten, sodass es sich für sie auch lohnt, mal wieder vorbeizuschauen.

Inhalte, die die Welt bewegen

Essenziell sind die Vorüberlegungen über das eigene Thema und die anvisierte Zielgruppe. Etwas Feingefühl für kulturelle Befindlichkeiten wirkt da wahre Wunder: Eine hervorragende Ausgangslage eines neuen Blogs ist es, wenn sein Thema eine Nische besetzt, die einerseits noch nicht allzu breit abgedeckt ist, die andererseits aber nicht so verschroben und speziell ist, dass kaum jemand danach sucht. Hier gilt es, ein günstiges Verhältnis aus Suchanfragen und Wettbewerb zu finden. Wer ein Spezialthema bedient, muss sich gegen verhältnismäßig wenig Konkurrenz im Netz durchsetzen, darf aber auch nur mit einem kleineren Interessentenkreis – und damit Suchvolumen – rechnen. Wer sich aber an ein Thema von höchstem Interesse wagt und etwa das Keyword „Fußball-Bundesliga“ zu seinem Motor macht, spricht zwar eine gigantische Masse potenzieller Besucher an, befindet sich aber in einem Konkurrentenfeld professioneller Magazine und News-Pages, das einem neu gestarteten Blog wohl kaum Chancen sich durchzusetzen lässt – und wenn, dann nur mit grandiosen Inhalten, einer Menge Kreativität und ganz viel Geduld.

„Give us internet money!“ – Online-Content monetarisieren

Es gibt einige standardisierte Wege, seine Website zur Goldgrube zu machen, daneben aber auch ganz eigene Möglichkeiten, die je nach Betätigungsfeld nicht weniger kreative Cleverness erfordern als der zu monetarisierende Seiteninhalt selbst. Die relevantesten unter ihnen stellen wir im Folgenden vor.

Affiliate Marketing

Beim Affiliate Marketing kooperieren eine Website, beispielsweise der eigene Blog, und ein kommerzieller Anbieter miteinander. Der Websitebetreiber muss sich dazu beim jeweiligen Partnerprogramm des Dienstes beziehungsweise Anbieters anmelden. Dieser wiederum stellt dem Betreiber dann einen Affiliate-Link zu seinen Produkten zur Verfügung. Ist der Link auf der Website platziert und folgen Website-Besucher ihm durch einen Klick zur kommerziellen Produktseite, erhält der Website-Betreiber eine Provision dafür. Das Modell des Affiliate-Marketings sieht verschieden hohe Vergütungen für unterschiedliche Zielerreichungen vor. Für einen erfolgreichen Verkaufsabschluss über den Affiliate-Link zahlt der kommerzielle Anbieter beispielsweise mehr Provision als für das bloße Anklicken eines Werbebanners.

Artikel und Backlinks einbinden

Wünscht sich eine Internet-Plattform mehr Bekanntheit, Vernetzung und Präsenz im Netz, um ihre Relevanz für Suchmaschinen zu steigern, ist es für sie ein probates Mittel, ihre Inhalte, etwa Texte, Produkte oder Videos, auf anderen Websites zu platzieren und deren jeweiligen Betreibern eine Vergütung dafür zukommen zu lassen. Je höher das Ansehen und die Bekanntheit etwa eines Blogs sind, desto attraktiver ist es für kommerzielle Anbieter, sich dort verlinken, erwähnen und einbetten zu lassen, und desto großzügiger fällt die Vergütung für den Websitebetreiber aus. Besonders wertvoll sind Eigenleistungen des Betreibers, beispielsweise wenn dieser Tests oder Berichte über die Produkte eines Unternehmens selbst anfertigt. Von rein monetären Vergütungsformen abgesehen können Websitebetreiber aber auch ganz eigene Übereinkünfte mit den anfragenden Anbietern treffen. Von Gutscheinen über kostenfreie Produkte bis hin zu Reisen ist da alles möglich. Wer sich für diesen Weg entscheidet, sollte sich allerdings idealerweise stets hinsichtlich seiner Seriosität und Authentizität hinterfragen: Welche Inhalte kann man guten Gewissens vertreten, wo überschreitet man die Grenze zu plumper Werbung und Geldmacherei?

Selbst verkaufen

Die nächstliegende Möglichkeit, eigentlich, aber zugleich auch eine der schwierigsten. Wer etwas verkaufen will, muss einerseits überzeugende Qualität abliefern, darf aber andererseits keine horrenden Preise dafür verlangen. Selbst in aufwendigster Handarbeit getöpferte und bemalte Eierbecher lösen keinen Kaufrausch aus, wenn ihr Schöpfer sich erst ab 50 Euro Kaufpreis von ihnen lösen will. Zudem sind die Versandkosten und -zeiten zu berücksichtigen sowie je nach Größe der Vertriebsplattform eine Umsatzsteuer zu entrichten, AGB zu erstellen und eine Datenschutzerklärung zu verfassen. Sind aber erst die richtigen Voraussetzungen geschaffen, bietet eine eigene Website die ideale Präsentationsfläche für Produkte jedweder Art, ob E-Books, Näharbeiten oder eben Eierbecher.

Siehe auch

Webhosting

Homepage-Baukästen