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CFD-Broker

Das beste CFD-Trading im Vergleich

Florian Matheis
Platz Produkt Bewertung
1 CMC Markets 4,86
2 Plus500 4,85
3 ayondo 4,84
4 Comdirect CFD 4,83
5 S Broker 4,81
6 CapTrader 4,79
7 JFD Brokers 4,76
8 FXFlat 4,74
9 IG Markets 4,73
10 Admiral Markets 4,70
11 ETXCapital 4,70
12 CityIndex 4,68
13 GKFX 4,66
14 LYNX Broker 4,65
15 Varengold 4,64
16 AvaTrade 4,62
17 ActivTrades 4,57
18 Markets.com 4,55
19 XTB 4,52
20 ViTrade 4,49
21 QTrade 4,48
22 IronFX 4,45
23 Dukascopy 4,42
24 Agora Direct 4,31

Handelsplattform und -konditionen

Funktionen

Sicherheit

Kontoführung & Gebühren

Support

Mit CFDs handeln

1. Kurzüberblick

Das Wichtigste in Kürze
  • Bei dem Handel mit Differenzkontrakten erwirbt der Anleger keinen physischen Wert von Basiswerten, sondern spekuliert auf die Wertänderung.
  • Differenzkontrakte sind gehebelte Produkte, weshalb Gewinne und Verluste prozentual ansteigen.

2. Die bunte Broker-Welt

Update Dezember 2016: Steht ein Verbot von CFD-Brokern an?

Aktuell gehen wir nicht davon aus, dass CFD-Broker allgemein verboten werden! In Großbritannien wurde kürzlich ein Maximal-Hebel für Brokerkunden eingeführt. Die deutsche Aufsicht (BaFin) plant aktuell ein Verbot der Nachschusspflicht für Privatkunden. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat lediglich die Nachschusspflicht im Visier! Von einem völligen Verbot für CFD-Broker kann nicht gesprochen werden. Das Risiko für Privatanleger sollte somit zukünftig geringer werden, wer Interesse am CFD-Handel hat, sollte sich daher nicht von den falschen Meldungen eines kompletten Verbotes abschrecken lassen. Bis zum 20. Januar 2017 haben die auf dem deutschen Markt tätigen CFD-Broker Zeit dazu Stellung zu nehmen. Es kann aktuell davon ausgegangen werden, dass Angebot und AGB zügig zugunsten der Verbraucher geändert werden, um die BaFin zu besänftigen. 

In den vergangenen 15 Jahren hat der CFD-Handel stark an Bedeutung gewonnen. Innerhalb der letzten vier Jahre hat sich die Zahl der deutschen Nutzer sogar von 32.000 auf 43.000 erhöht, wie das Marktforschungsinstitut Investment Trends kürzlich mitteilte.
Immer mehr Klein- und Privatanleger sind an dem Handel mit den Differenzkontrakten interessiert. Gerade das Spekulieren mit vergleichsweise wenig Geld stellt einen großen Anreiz dar. Die Zugangshürden sind meist niedriger als in nahezu jedem anderen Segment des Finanzmarktes, da sich viele Live-Konten bereits ohne eine Mindesteinzahlung eröffnen lassen. Außerdem wurden CFDs von Anfang an auf das Interesse von Kleinanlegern zugeschnitten, was sich wiederum in den Kostenmodellen bemerkbar macht. Durch die Senkung der Finanzierungs- und Transaktionskosten vieler Broker ist der Handel deutlich attraktiver geworden. Häufig wird der CFD-Handel für Spekulationsgeschäfte betrieben, einige Anleger nutzen CFDs jedoch auch zu Absicherungszwecken, da sich innerhalb kurzer Zeit hohe Erträge erzielen lassen.

BGB § 762 Spiel, Wette
(1) Durch Spiel oder durch Wette wird eine Verbindlichkeit nicht begründet. Das auf Grund des Spieles oder der Wette Geleistete kann nicht deshalb zurückgefordert werden, weil eine Verbindlichkeit nicht bestanden hat.
(2) Diese Vorschriften gelten auch für eine Vereinbarung, durch die der verlierende Teil zum Zwecke der Erfüllung einer Spiel- oder einer Wettschuld dem gewinnenden Teil gegenüber eine Verbindlichkeit eingeht, insbesondere für ein Schuldanerkenntnis.

CFD-Broker – Was ist das überhaupt?

Die Abkürzung CFD stammt aus dem Englischen und steht für contract for difference, zu Deutsch also Differenzkontrakte. Bevor jedoch die eigentlichen Differenzkontrakte in den Fokus der Betrachtung rücken, gilt es, zunächst die zugrundeliegenden Differenzgeschäfte zu definieren.
Der Kern eines Differenzgeschäftes behandelt die Lieferung unterschiedlicher Finanzinstrumente, wobei bereits bei Vertragsabschluss beiden Parteien klar ist, dass lediglich die Differenz zwischen dem vereinbarten und dem am Erfüllungstag aktuellen Preis an den gewinnenden Teil gezahlt werden muss. Weiterhin können Differenzgeschäfte in offene und verdeckte Geschäfte unterschieden werden:

Offene Differenzgeschäfte:

Hier ist die effektive Lieferung vertraglich ausgeschlossen, da es einen bewussten, objektiven und für jedermann erkennbaren Verzicht auf den gegenseitigen effektiven Leistungsaustausch enthält. (§ 762 BGB)

Verdeckte Differenzgeschäfte:

Ist es dagegen unüblich, die tatsächliche Absicht der Vertragspartner vertraglich festzuhalten, handelt es sich um ein verdecktes Differenzgeschäft.
Laut Bundesgerichtshof (BGH) liegt ein verdecktes Differenzgeschäft immer dann vor, wenn die Vertragsparteien zunächst nur ein die Spekulation eröffnendes Geschäft abschließen, die tatsächliche Erfüllung des Geschäfts jedoch nicht erfolgen soll. Zu einem späteren Zeitpunkt soll vielmehr ein Gegengeschäft auf denselben Termin abgeschlossen und im Ergebnis nur die Differenz der Preise aus beiden Geschäften ausgleichen.
Die Voraussetzungen sind immer dann erfüllt, wenn der Käufer keine unbeschränkte Verfügungsbefugnis über die Waren oder Wertpapiere anstrebt und zu ihrer Bezahlung weder eigenes Kapital noch vor Abschluss des Geschäfts vertraglich fest vereinbarte Kreditmittel aufwendet, sondern den Erlös aus einem von vornherein beabsichtigten Gegengeschäft einsetzen will. Wird ein Gegengeschäft mit dem Vertragspartner des Erstgeschäfts geschlossen und stimmt dieses mit dem Erstgeschäft im Wesentlichen überein, handelt es sich laut BGH um ein verdecktes Differenzgeschäft. Anhaltspunkte für ein verdecktes Differenzgeschäft:

  • Markantes Missverhältnis zwischen Vermögen des Bankkunden und dem Umfang des abgeschlossenen Geschäfts
  • Überlassung eines Betrages, der allenfalls einen Verlust in Höhe der Differenz zwischen Erst- und Gegengeschäft abdeckt
  • Fehlen einer Beziehung der erworbenen Waren oder Wertpapiere zum Geschäfts- oder Berufskreis des Käufers
  • Typische Spekulationsobjekte
  • Häufiger An- und Verkauf derselben Spekulationsobjekte bei fortgesetzter Unterlassung effektiver Erfüllung
Steuern und Differenzkontrakte
Seit 2009 fallen in der Bundesrepublik Deutschland sämtliche Gewinne unter die Abgeltungssteuer. Da viele Anleger jedoch auf internationale CFD-Broker vertrauen, liegt die rechtliche Kontoführung außerhalb Deutschlands:
  • Trader müssen Gewinne eigenverantwortlich in der Steuererklärung angeben
  • Oft können hierbei Gewinne und Verluste miteinander verrechnet werden, so dass ausschließlich die reinen Gewinne versteuert werden müssen

Der Differenzkontrakt

Ein Differenzkontrakt ist eine Form des Total Return Swaps, in dessen Zuge zwei Parteien den Austausch von Wertentwicklungen und Erträgen eines Basiswertes gegen Zinszahlungen während einer bestimmten Laufzeit verhandeln. Eine besondere Eigenheit dieser derivativen Finanzprodukte ist ihr zugrundeliegender hochspekulativer Charakter, welcher unter Umständen sogar im Totalverlust des ursprünglich eingesetzten Kapitals und, darüber hinaus, in der sogenannten Nachschusspflicht enden kann.

Der Ursprung des Handels mit Differenzkontrakten

Ursprünglich gehen Differenzkontrakte aus dem Bereich des Investmentbankings hervor und wurden in den 1980er Jahren bei der Union Bank of Switzerland (kurz: UBS) in London entwickelt. Anlass war die Umgehung einer staatlichen Abgabepflicht, welche für jede Aktientransaktion an der London Stock Exchange 0,5 Prozent vorsah. Die Einführung der Differenzkontrakte ermöglichte nun den außerbörslichen Handel unmittelbar mit dem Anbieter, wodurch die Steuern umgangen werden konnten.

Allgemeine Kosten beim CFD-Handel

Transaktionskosten:

Handelsgebühren, Geld-Brief-Spanne Kontoführungsgebühren 


Finanzierungskosten:

Für den Fall, dass Long-Position über Nacht gehalten wird

Was ist ein Differenzkontrakt?

Bei dem Handel mit Differenzkontrakten setzen Anleger sowohl auf steigende als auch fallende Kurse eines Basiswertes, beispielsweise von Rohstoffen, Währungen oder Aktien. Der Trader erhält dementsprechend keinen Basiswert, also ein physisches Objekt, sondern spekuliert ausschließlich auf dessen Preis- und Kursänderung. Differenzkontrakte haben keine normierte Laufzeit oder gar eine Kontraktgröße, vielmehr können diese von den unterschiedlichen Kontrahenten frei verhandelt werden.

Die große Verlockung des CFD-Handels besteht in der Kombination aus einem einfach strukturierten Finanzprodukt und einer Hebelwirkung, mit der die prozentualen Gewinne abhängig vom Handelswert erzielt werden können. Somit lassen sich beispielsweise mit nur 1.000 Euro Einsatz 100.000 Euro auf dem Markt bewegen. Schon die kleinsten Kursänderungen können hohe Gewinne, aber auch Verluste bewirken. Denn selbst mit einem relativ geringen Kapitaleinsatz kann die sogenannte Nachschusspflicht dazu führen, dass der Händler weitaus mehr Geld nachlegen muss, als zu Beginn angesetzt wurde. Im Umkehrschluss lassen sich allerdings auch schneller höhere Gewinne erzielen, als es bei anderen Finanzprodukten der Fall wäre.

Die Margin

Möchte ein Anleger einen Differenzkontrakt abschließen, muss er hierfür eine als Margin bezeichnete Sicherheitsleistung hinterlegen. Diese ergibt sich aus der Gefahr für den Anbieter, welcher dem Bonitätsrisiko des Anlegers schutzlos ausgeliefert ist.
Dementsprechend zeichnen sich Börsentermingeschäfte dadurch aus, dass keinesfalls die volle Wertsumme des entsprechenden Marktgegenstandes als Sicherheit zu hinterlegen ist. Vielmehr können Anleger bereits mit einem geringen Kapitaleinsatz von der vollständigen Wertentwicklung profitieren. Bei einer Margin von 1:10 liegt die Sicherheitsleistung eines Basiswertes von 60 Euro bei lediglich sechs Euro.

Der Handel mit Differenzkontrakten verspricht das schnelle Geld, doch sollten niemals die Gefahren außer Acht gelassen werden! Während zunächst noch großartige Gewinne anwachsen, können im nächsten Moment unerwartete Kursschwankungen herbe finanzielle Einbußen bedeuten.

Diese Gefahr birgt der CFD-Handel

Differenzkontrakte sind als gehebelte Geschäfte strukturiert – hierin liegt, neben rasanten Gewinnmöglichkeiten, auch das große Gefahrenpotential begründet. Während Hebel von bis zu 1:400 großartige Gewinne versprechen, besteht andererseits natürlich auch ein Risiko über den Totalverlust des ursprünglichen Einsatzes hinaus.
Im Regelfall wird eine offene Position immer dann geschlossen, wenn das Konto des Anlegers nicht mehr über ausreichend Kapital verfügt, um die Sicherheitsleistungen vollständig zu erbringen. Unerwartete Kurssprünge können jedoch dazu führen, dass eine Position zu einem Kurs jenseits der Sicherheitsleistung geschlossen wird. In einem solchen Fall müsste der Trader zusätzlich zu dem bereits hinterlegten Kapital weiteres Geld einzahlen – in der Finanzwelt wird hierbei von der Nachschusspflicht gesprochen.
Daher ist es sinnvoll, sich bereits im Vorfeld über die Höhe der finanziellen Verluste zu informieren. Auch wenn sich an dieser Stelle keine exakten Beträge nennen lassen, sichern einige CFD-Broker ihre Anleger finanziell besser ab als andere. Indem sie beispielsweise auf eine sogenannte Nachschusspflicht verzichten oder verschiedene Risiko-Management-Tools anbieten, lässt sich die Gefahr minimieren.
Ist sich der Händler aller Risiken bewusst und hat zudem bereits Erfahrung an Finanzmärkten, steht dem CFD-Trading nichts mehr im Wege. Da jedes Unternehmen verschiedene Schwerpunkte setzt und nicht für alle Kunden gleichermaßen geeignet ist, sollten die individuellen Anliegen und Ziele vor dem CFD-Handel genau durchdacht werden.

Nachschusspflicht

Die Verpflichtung eines Anlegers, zusätzliches Kapital einzuzahlen, wenn der Depotwert unter die Inanspruchnahme des Kredites fällt 
Die Nachschusspflicht wird in zwei Kategorien unterteilt: 

Beschränkt (bis zur Haftungssumme) 
Hierbei wird ein nachzuzahlender Höchstbetrag ermittelt, welcher sich jedoch nicht nach der Höhe der Geschäftsanteile richtet.

Unbeschränkt 
Der Gesellschafter kann sich aufgrund des Abandonrechts entziehen.

Schnelles Reagieren dank Alarm-Indikatoren

Im Vergleich zu anderen Finanzgeschäften findet der Handel mit Differenzkontrakten nicht an der Börse statt, sondern ausschließlich über CFD-Broker, welche auch die CFD-Kurse festlegen. Der Handel erfolgt meist sehr kurzfristig, da eine eröffnete Position oft innerhalb weniger Stunden wieder geschlossen wird. Gute CFD-Broker bieten hierfür Alarm-Indikatoren an, durch die der Händler automatisch informiert wird, wenn eine bestimmte Position eintritt.
Im außerbörslichen Handel mit Differenzkontrakten können gestellte Kurse von denen der Referenzbörse abweichen, was wiederum das Potential birgt, Aufträge zu einem wesentlich günstigeren Kurs auszulösen, um dadurch mit einer erhöhten Gewinnspanne ein Gegengeschäft einzugehen.

Abgrenzung zu anderen Finanzinstrumenten

CFDs Optionsscheine, Futures und Hebelzertifikate
Wert hängt nicht von der Restlaufzeit und der Votalität ab – Kursänderungen des Basiswertes beeinflussen den Wert des Differenzkontraktes

 

Unregulierte Derivate werden nur über sogenannte Black Pools oder OTC gehandelt, nicht an Börsen – die Gegenpartei bestimmt die Kurse für den Kunden, nicht Angebot und Nachfrage
Restlaufzeit und Votalität des Basiswertes bestimmen den Wert

 

Hebelzertifikate: Anstatt eine Margin zu hinterlegen, muss vom Anleger der aktuelle Wertpapierpreis bezahlt werden. Sie sichern sich durch ein Knock-out-Level ab, bei dem das Zertifikat wertlos wird – eine Nachschusspflicht besteht dagegen nicht

3. So vergleichen wir

Die fünf Bewertungskriterien

Aufgrund der steigenden Anzahl an CFD-Brokern ist es enorm wichtig, sich einen Überblick zu verschaffen und frühzeitig abzuklären, inwiefern sich die jeweiligen Unternehmen und deren Handelsplattformen voneinander unterscheiden. Bevor sich der potentielle Kunde daher auf einen Anbieter festlegt, ist es in jedem Falle sinnvoll, sich die einzelnen Angebote anzuschauen und daraufhin individuell zu entscheiden. Speziell Anfänger, die keine oder nur wenig Erfahrung im CFD-Handel haben, sollten einige Kriterien bei der Auswahl des passenden Brokers beachten. Die Beantwortung folgender Fragen kann bei der Auswahl des CFD-Brokers hilfreich sein:

  • Wie hoch ist die Mindesteinlage?
  • Stehen genügend Basiswerte zur Verfügung?
  • Besteht eine sogenannte Nachschusspflicht?
  • Wie hoch ist der Maximal-Hebel?
  • Fallen Kommissionsgebühren an?

Bevor die Netzsieger-Testredakteure die verschiedenen Handelsplattformen unter die digitale Lupe genommen haben, legten sie zunächst fünf relevante Bewertungs- und Vergleichskriterien fest.  Anhand dieser Angaben untersuchten die Testexperten jeden einzelnen CFD-Anbieter. Die fünf Prüfpunkte lauten: Handelskonditionen, Funktionen, Sicherheit, Kontoführung & Gebühren sowie Support.
Jede Handelsplattform durchläuft nun in den Testberichten der Netzsieger-Redaktion die einzelnen Testkriterien. Pro Bewertungseinheit können maximal 5,00 Punkte erreicht werden – je näher das Endergebnis an der Obergrenze liegt, desto höher ist auch die jeweilige Qualität zu bewerten. Sämtliche Benotungspunkte sind gleich stark gewichtet, was auch Endverbrauchern mit unterschiedlichen Interessenschwerpunkten einen übersichtlichen und neutralen Vergleich ermöglicht. Am Ende eines jeden Testberichtes stellt ein kurzes und knappes Fazit die Kernthesen der vier Prüfpunkte zusammen und hebt die wichtigsten positiven wie auch negativen Aspekte eines jeden CFD-Brokers hervor. Zu den besten CFD-Brokern zählen unter anderem der Broker von ayondo, das Angebot von Comdirect sowie der S Broker der Sparkassen-Finanzgruppe .

Handelskonditionen

Einer der zentralen Aspekte im Handel mit CFD-Brokern ist die entsprechende Regulierung durch die Finanzaufsichtsbehörden. Die in Deutschland ansässigen Broker sind meist durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) reguliert. Derartige Behörden überwachen die Geschäfte der Broker und sorgen dafür, dass illegale Transaktionen keine Chance haben.
Eine große Rolle bezüglich der Handelskonditionen spielt auch die Höhe der Mindesteinzahlung. Viele Broker ermöglichen den Handel, ohne dass eine bestimmte Summe vorab eingezahlt werden muss. Wiederum andere Unternehmen koppeln im Gegenzug eine Depoteröffnung an die Hinterlegung mehrerer Tausend Euro. Der Handel mit Differenzkontrakten kann mit unterschiedlichen Basiswerten betrieben werden. Oftmals kann der Kunde zwischen Aktien, Rohstoffen, Devisen und verschiedenen Währungen wählen. Hier interessiert die Frage, ob den Kunden noch weitere Optionen zur Verfügung stehen oder sie sich gar mit einer stark eingegrenzten Auswahl begnügen müssen.
Auch die Hebel-Funktion spielt eine wesentliche Rolle, da diese im Idealfall über den prozentualen Gewinn entscheidet. Je nach Handelsplattform und Anbieter liegt der Hebel meist zwischen 50:1 und 400:1 – im Idealfall kann der Kunde sogar selbstständig über die Höhe des Hebels entscheiden.
Damit ein Händler die Kursverläufe nicht rund um die Uhr überwachen muss, sollten ihm verschiedene Order-Anweisungen zur Verfügung stehen. Jene Order-Anweisungen treffen nach vorgegebenen Parametern automatische Handelsentscheidungen und erleichtern somit den Handel ungemein. Folgende Order-Zusätze sollten das Grundrepertoire eines CFD-Brokers bilden:

  • Limit Order
  • Stop Loss Order
  • Take Profit Order
  • If Done Order
  • One Cancels Other

Funktionen

Unter dem Prüfpunkt „Funktionen“ wird gesondertes Augenmerk auf die Browser-Kompatibilität sowie die technischen Hintergründe der Handelsplattform gelegt.
Welche Handelsplattformen bieten die jeweiligen CFD-Broker ihren Kunden an? Muss hierfür zunächst eine Software heruntergeladen und installiert werden oder können Kunden jederzeit und von jedem Ort mithilfe einer browserbasierten Anwendung auf ihr Depot zugreifen?
Wie verhält es sich mit einer Umsetzung für mobile Endgeräte – ermöglicht eine Applikation auch den Zugriff von Smartphones und Tablets oder muss unterwegs auf den Handel mit Differenzkontrakten verzichtet werden?
Welche Funktionen bieten die Handelsplattformen? Können Kunden auch auf Real-Time-Kurse oder Real-Time-Nachrichten vertrauen oder müssen sie sich diese essenziellen Informationen auf einem anderen Wege besorgen? Dieser und vielen weiteren Fragestellungen widmet sich die Kategorie „Funktionen“.

Der Handel mit Differenzkontrakten verlangt von den Anlegern Fingerspitzengefühl und tiefgehende Marktkenntnisse ab.

Sicherheit

Das Thema Sicherheit darf beim CFD-Handel keinesfalls außer Acht gelassen werden. Gerade für Einsteiger empfehlen sich Broker, die über eine optionale Risikobegrenzung verfügen. Enorm vorteilhaft ist zudem die Möglichkeit, auf die Nachschusspflicht zu verzichten. Das heißt, dass über den Betrag der Stammeinlage hinaus kein Nachschuss geleistet werden muss. Gegebenenfalls kann diese nämlich ein sehr hohes finanzielles Risiko bedeuten. Viele CFD-Broker verfügen zudem über eine gute Einlagensicherung, bei der Kundendepots als segregierte Konten geführt werden. Je nach Unternehmen kann die Höhe der Einlagensicherung allerdings stark variieren. Während bei manchen Banken Kundengelder nur bis zu einem Vermögen von 50.000 Euro geschützt sind, sichern andere Anbieter ihren Kunden wiederum einen Schutz bis 100.000 Euro zu.

Kontoführung & Gebühren

Eine Grundvoraussetzung für den Handel mit Differenzkontrakten ist zunächst die Eröffnung eines Kontos und eines Depots bei einem der Anbieter. Können diese Konten online eröffnet oder muss hierfür eine Außenstelle des Anbieters aufgesucht werden? Können sich unentschlossene und unerfahrene Nutzer zunächst an einem kostenlosen Demokonto ausprobieren oder muss sofort echtes Geld in die Hand genommen werden?
An dieser Stelle sollte zudem auf eine transparente Preisbildung geachtet werden. Werden etwaige Kommissions- und Inaktivitätsgebühren offen und übersichtlich kommuniziert oder gibt es eventuell sogar einen Einzahlungsbonus? Auch die Verzinsung der Einlage spielt eine wichtige Rolle und sollte vor Kontoeröffnung berücksichtigt werden.

Der Bulle und der Bär

Markenzeichen der Deutschen Börsen 
Der Bulle (franz. Hausse) oder der Bullenmarkt steht für anhaltend steigende Kurse. 
Der Bär (franz. Baisse) oder der Bärenmarkt steht für anhaltend sinkende Kurse.

Support

Da der CFD-Handel einige finanzielle Risiken birgt, ist es ratsam auf eine umfassende Betreuung zu achten. Die meisten Anbieter sind per Telefon, E-Mail und teilweise sogar per Live-Chat erreichbar. Wie verhält es sich mit der Sprache des Kundendienstes? Können deutsche Anwender ihre Anliegen in ihrer Muttersprache kommunizieren oder müssen sie auf das Englische ausweichen?
Sind die Service-Kanäle rund um die Uhr besetzt, oder muss sich der Fragensteller an strikte Öffnungszeiten halten? Außerdem stehen dem Kunden oft kostenlose Web-Seminare zur Verfügung, die themenspezifisch Schwerpunkte des Handels mit CFD-Brokern analysieren. Zusätzlich geben regelmäßige Video-Tutorials einen Einblick in das aktuelle Börsengeschehen und informieren über Kursverläufe.

badgeFazit der Redaktion

Alle getesteten CFD-Broker durchlaufen jede dieser fünf Bewertungskategorien. Die ermittelten Einzelnoten werden am Ende in einer Gesamtnote zusammengefasst, aus der sich wiederum die Rangliste ergibt. Auf diese Weise wird versucht, nicht nur die signifikanten Vor- und Nachteile des jeweiligen CFD-Brokers zu erläutern, sondern auch potentiellen Kunden bei ihrer individuellen Entscheidung zur Seite zu stehen.

4. Von Börsen, Finanzgeschäften und Co.

Zahlreiche Sprichwörter und Floskeln widmen sich dem Geld und beschreiben dessen Auswirkungen auf die Menschheit. Fakt ist, dass das Geld aus den modernen Konsumgesellschaften schlicht nicht wegzudenken ist – nicht nur des reinen Lebensunterhalts wegen, sondern vor allem auch zum Erwerb und Erhalt von Luxus.
Eine schnelle und vermeintlich einfache Möglichkeit, das eigene Kapital schnell zu vermehren, ist der spekulative Handel an den Börsenplätzen dieser Welt. Doch was sind Börsen überhaupt?

Handelbare Güter
Wertpapiere (Aktien, Anleihen, …)
Devisen
Bestimmte Waren
Hiervon abgeleitete Rechte

Was ist eine Börse?

Allgemein wird unter einer Börse jeder organisierte Markt zusammengefasst, an dem vertretbare Sachen nach bestimmten Regeln gehandelt werden dürfen. Häufig wird der Handel mit Aktien mit einer Börse gleichgesetzt, wobei hier neben Aktien auch noch viele weitere Güter feilgeboten werden können.
Eine Börse dient somit vielmehr der zeitlichen und örtlichen Zusammenführung des Handels unterschiedlichster Güter unter einer streng beaufsichtigten Preisbildung. Das Wechselspiel aus Angebot und Nachfrage bestimmt schließlich auch die letztendlichen Kurse und den Preis der gehandelten Objekte. Während zunächst der traditionelle Parketthandel dominierte, also der unmittelbare Austausch zwischen zwei anwesenden Parteien, gewinnt die computerbasierte Komponente immer mehr an Zulauf.

Die unterschiedlichen Arten von Börsen
Bezeichnung Definition
Warenbörse Zunächst der Handel von Waren sowie importierter und heimischer landwirtschaftlicher Produkte – später auch speziellere Waren wie Edelmetalle oder Kaffee
Terminbörse Handel von Warentermingeschäften
Wertpapierbörse Handel mit Aktien und festverzinslichen Wertpapieren
Devisenbörse Handel von Fremdwährungen

In der Bundesrepublik Deutschland genießt die Frankfurter Börse das höchste Ansehen. Die Wertpapier-Terminbörse vereint zudem die elektronischen Handelsplattformen Xetra und Eurex auf sich. Darüber hinaus existieren jedoch auch noch sieben weitere Börsenplätze – darunter eine Devisenbörse, eine Wertpapierbörse sowie eine Warenterminbörse. Die sieben weiteren Regionalbörsen tragen folgende Bezeichnungen:

  • Börse Berlin
  • Börse Düsseldorf
  • Hamburger Börse
  • Börse Hannover
  • Börse München
  • Börse Stuttgart
  • Tradegate Exchange Berlin
  • European Energy Exchange Leipzig

Der außerbörsliche Handel

Der außerbörsliche Handel umfasst sämtliche Finanztransaktionen, die nicht über eine Börse abgewickelt werden. Oftmals wird dies auch unter den Bezeichnungen Freiverkehrs-, Direkt- oder OTC-Handel geführt, wobei die Abkürzung OTC für over the counter (dt. über den Tresen) steht. Die Finanzwelt untergliedert den außerbörslichen Handel in drei grundlegende Formen:

  • Außerbörslicher Handel mit börsennotierten Wertpapieren – hierauf wird vor allem dann zurückgegriffen, wenn die Geschäftspartner den Handel nicht publik machen möchten
  • Außerbörslicher Handel mit Finanzderivaten ohne standardisierte Spezifikationen
  • Außerbörslicher Handel mit Wertpapieren, die zum offiziellen Börsenhandel nicht zugelassen sind

Da Börsen ausschließlich standardisierte Produkte anbieten, die jedoch nicht immer den Absicherungswünschen der Anleger entsprechen, nimmt der außerbörsliche Handel eine immer zentralere Rolle ein. Mittlerweile ist auch der OTC-Handel für einige Produkte wichtiger geworden als der traditionelle Handel an einer Börse. Broker bieten Anlegern daher die Möglichkeit, Geschäfte direkt mit einem Makler durchzuführen – folgender Ablauf hat sich hierbei etabliert:

  • Anfrage über Preis – meist via Internet
  • Makler nennt den verbindlichen Kauf- und Verkaufspreis für die angegebene Menge
  • Anleger muss binnen weniger Sekunden entscheiden, ob er das Geschäft abschließen will
Vor- und Nachteile des außerbörslichen Handels
  • Einsparen von Börsengebühren
  • Möglichkeit, das gehandelte Produkt mit individuellen Modifikationen auszustatten
  • Direkter, schneller Handel zwischen zwei Handelspartnern
  • Geld-Brief-Spanne bietet attraktive Margen
  • Hohe Flexibilität begünstigt schnelle Produktinnovation
  • Geringere Kontrolle und Aufsicht
  • Theoretisch fehlende Referenzmärkte
  • Kontrahentenrisiko
  • Nur teilweise Angabemöglichkeiten von Limit-Orders
  • Keine Möglichkeit auf Einsichtnahme in ein Orderbuch, daher wohl auch geringere Markttransparenz
 

Die staatliche Überwachung von Börsen

Anders als bei dem OTC-Handel wird börslicher Handel börsenaufsichtsrechtlich durch staatliche Aufsichtsämter wie beispielsweise die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie durch interne Handelsüberwachungsstellen kontrolliert – die Gründe hierfür sind:

  • Markttransparenz für Wertpapiere
  • Steigerung der Effizienz und Marktliquidität
  • Verringerung der Transaktionskosten
  • Schutz vor Manipulation
 
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin

Die BaFin ist eine rechtsfähige Bundesanstalt, die ihren Sitz in Frankfurt am Main und in Bonn hat. Sie untersteht der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums für Finanzen. Weiterhin beaufsichtigt und kontrolliert die BaFin als Finanzmarktaufsichtsbehörde im Rahmen der Finanzaufsicht alle Bereiche des Finanzwesens in der Bundesrepublik Deutschland.

Aufgaben:

  • Aufsicht über Banken, Versicherungen und den Handel mit Wertpapieren in Deutschland:
  • Sicherstellung der Funktionsfähigkeit, Integrität und Stabilität des deutschen Finanzsystems
  • Verantwortung gegenüber Anbietern und Konsumenten


Aufgaben auf der Angebotsseite:

  • Solvenz von Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistungsinstituten gewährleisten
  • Für Anleger, Bankkunden und Versicherte sichert die BaFin das Vertrauen in die Finanzmärkte und die darin agierenden Gesellschaften
 

Daytrading

Spekulationsobjekte
Aktien
Devisen
Futures
Derivate

Risiken bei der Geschäftsabwicklung innerhalb eines Tages entsprechen denjenigen, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, wobei die Wertschwankungen für gewöhnlich geringer ausfallen als bei einem längeren Beobachtungszeitraum. Der kurzfristige spekulative Handel mit Wertpapieren wird auch als Daytrading bezeichnet. Hierbei werden sämtliche Positionen innerhalb des gleichen Handelstages geöffnet und auch wieder geschlossen. Ein derartiges Handelsverhalten zielt darauf ab, bereits von minimalen Kursschwankungen zu profitieren.
Die Ursprünge des Daytradings fallen auf das Jahr 1971 an der New Yorker NASDAQ-Börse und sind eng mit dem computerisierten Börsenhandel verknüpft. Ein Kleinordersystem förderte 1985 abermals die Möglichkeiten des Daytradings.
Trotz enormer Gewinnaussichten bei minimalen Kursschwankungen ist auch das Daytrading keinesfalls frei von Risiken:

  • Um die Profitabilität hochzuhalten, werden die Positionen oftmals gehebelt, wodurch auch im Umkehrschluss die Höhe eines theoretischen Verlustes zunimmt.
  • Der allesentscheidende Faktor beim kurzfristigen Handel ist die Reaktionszeit – hiervon ist sowohl die menschliche als auch die technische Reaktionszeit betroffen.
Die Handelszeiten bedeutender Börsen
An jeder Börse wird zwischen Parketthandel und Computerhandel unterschieden
Frankfurt 08:00 bis 20:00 Uhr
Stuttgart 08:00 bis 22:00 Uhr
Xetra 09:00 bis 17:30 Uhr
NASDAQ (elektronische Börse in den USA) 09:30 bis 16:00 Uhr (Ortszeit)
15:30 bis 22:00 Uhr (deutsche Zeit)
Tokioter Börse 09:00 bis 11:30 Uhr und 12:30 bis 15:00 Uhr (Ortszeit)
01:00 bis 03:30 Uhr und 04:30 bis 07:00 Uhr (deutsche Zeit)

5. Kleines Wörterbuch des Wertpapierhandels

Der Handel mit Differenzkontrakten setzt die Kenntnis wesentlicher Fachbegriffe voraus, ohne die ein sicherer Umgang mit den Brokern kaum möglich ist. Einige Anbieter verfügen daher über verschiedene Tests, mit denen ein Händler sein Wissen überprüfen kann. Bei Unsicherheit stehen den Nutzern zudem auch Finanzberater, die weiterhelfen können, zur Seite.

Die Netzsieger-Redaktion hat außerdem ein themenspezifisches Glossar zusammengestellt, welches die zentralen Begriffe des CFD-Handels erklärt:

Basiswert

Der Basiswert, auch Bezugswert genannt, ist der Vertragsgegenstand eines Termin-, Terminkontrakt- beziehungsweise Optionsgeschäfts oder eines anderen Derivats. Waren und Finanzwerte aller Art (wie beispielsweise Aktien, Rohstoffe, Währungen oder Zinsprodukte) können Basiswerte für Derivatgeschäfte sein. Sie stellen somit die Grundlage für die Erfüllung und Bewertung eines Vertrages dar.

Long und Short

In der Finanzwelt Bezeichnungen für Käufer- und Verkäuferposition, wobei „Long der Käuferposition und „Shortder Verkäuferposition entspricht.
Allgemein bezeichnet Long diejenige Position, bei welcher der Anleger von einer Wertsteigerung des Finanzinstrumentes profitiert. Besitzer einer Short-Position spekulieren dagegen auf den fallenden Wert. Das Neutralisieren einer offenen Position wird dagegen als Glattstellung bezeichnet.

Das folgende Video von Aktien mit Kopf thematisiert das Phänomen der Differenzkontrakte und geht hierbei auf die Long- und Short-Positionen ein:

Leverage-Effekt

Die Hebelwirkung beschreibt das Phänomen, wonach bereits kleine Veränderungen einer Variablen zu großen Ausschlägen führen können. Neben hohen Gewinnen besteht jedoch auch immer das Risiko, den Verschuldungsgrad enorm zu erhöhen. Im Zusammenhang mit Derivaten können hier mit geringen Mitteln verhältnismäßig große Positionen im Basiswert eingegangen werden.
Die prozentuale Veränderung der Gewinne und Verluste auf ein Derivat ist größer als die entsprechende Veränderung des jeweiligen Basiswertes.

Margin

Sicherheitsleistung, die beim jeweiligen Broker hinterlegt werden muss.

Margin Call

Aufforderung zur Aufstockung der hinterlegten Sicherheitssumme.

Nachschusspflicht

Die Pflicht, über den Betrag einer Stammeinlage hinaus noch einen Nachschuss zu leisten.

Order

Eine Wertpapierorder ist der Auftrag zum Kauf oder Verkauf einer bestimmten Menge von Anteilsscheinen an einer Aktiengesellschaft oder einem ähnlichen Finanzinstrument. Der Antrag zum Kauf oder Verkauf kann dem Geldinstitut oder Broker dabei persönlich, schriftlich oder fernmündlich angetragen werden.

Orderdesk

Die telefonische Annahmestelle eines Brokers von Kauf-, Verkauf- und Änderungsaufträgen. Anders als bei einer Eingabe über eine elektronische Handelsplattform muss hier der Auftrag mündlich abgegeben werden.

Slippage

Die Differenz zwischen den veranschlagten und den tatsächlichen Kosten bei dem Handel mit Wertpapieren. Häufig entsteht Slippage durch mangelhafte Effizienz bei der Orderdurchführung durch den Broker oder geringe Votalität.

Spread

Spread bezeichnet die Differenz zwischen zwei einheitsgleichen Größen. Vor allem im Wertpapierhandel und in der Volkswirtschaftslehre findet der Spread eine besondere Anwendung – unterschieden wird hier zwischen kursbezogenem Spread und zinsbezogenen Spread:

  • Kursbezogene Spreads
    Sowohl im börslichen als auch im außerbörslichen Handel beschreibt dieser Begriff die Spanne zwischen Geldkurs (die Nachfrage des Marktes) und Briefkurs (das Angebot im Markt). Eine hohe Spanne ist ein Indikator für fehlende Liquidität auf einem Markt.
  • Zinsbezogene Spreads
    Vergleich zweier Zinssätze, die nach Laufzeit oder Kreditqualität unterschieden werden. Die Differenz zwischen langfristigen und kurzfristigen Zinsen wird als Steigung der Zinsstruktur bezeichnet.

Votalität

Die Schwankung von Zeitreihen – in der Finanzmathematik beschreibt die Votalität das Maß für die Schwankung von Finanzmarktparametern wie Aktienkursen und Zinsen. Wird häufig als Risikomaß herangezogen.

Misstrade

Das fehlerhafte Geschäft mit Wertpapieren im börslichen und außerbörslichen Wertpapierhandel – häufig auch mit einem Verlustgeschäft gleichgesetzt.
Die Regeln für einen Misstrade an der Frankfurter Börse lauten:

  • Fehler im technischen System der Börse
  • Irrtum bei der Eingabe des Limits eines Auftrages, wodurch der Preis nicht marktgerecht ist
  • Bei einem offensichtlich nicht marktgerechten Preis
  • Wenn bei Nichtaufhebung des Geschäfts ein Schaden von mindestens eintausend Euro entstünde

Total Rate of Return Swap (TRS)

Ein Kreditderivat, bei dem die Erträge und Wertschwankungen des zugrundeliegenden Basiswertes gegen fest vereinbarte Zinszahlungen getauscht werden. Im Laufe eines TRS transferiert ein Vertragspartner – der Sicherungsnehmer – das gesamte Risiko des Basiswertes auf den zweiten Vertragspartner – den Sicherungsgeber. Durch einen Total Rate of Return Swap tragen beide Parteien ein gewisses Risiko: Bei einer Kurssteigerung des Basiswertes muss der Sicherungsnehmer diese dem Sicherungsgeber begleichen – andererseits erleidet der Sicherungsgeber Verluste aus dem TRS, sobald der Basiswert Kursverluste aufweist.

Market-Maker

Der Marktpfleger oder Marktmacher, der die Handelbarkeit von Wertpapieren durch beständiges Stellen von Geld- und Briefkursen sichert und zwischenzeitliche Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage in weniger liquiden Werten ausgleicht. Zur Sicherstellung der Liquidität veröffentlicht der Market-Maker verbindliche Geld- und Briefkurse börsennotierter Handelsgegenstände

Arten von Market Making

  • Bei einer permanenten Quotierung stellt der Market-Maker dauerhafte Kauf- und Verkaufsaufträge auf einen Wert in das Handelssystem ein
  • Bei der erweiterten Quotierung werden von der jeweiligen Börse vorgegebene Mindestkriterien erfüllt, um entsprechende Rückvergütungen oder Vergünstigungen zu erhalten
  • Bei der Quotierung auf Anfrage stellt der Market-Maker einen Preis auf spezielle Anfrage eines Marktteilnehmers zur Verfügung

Derivat

Der Begriff Derivat lässt sich von dem lateinischen Wort derivare herleiten und bedeutet etwa ab- oder wegleiten.
Hierunter ist ein gegenseitiger Vertrag zu sehen, der seinen wirtschaftlichen Wert vom beizulegenden Zeitwert einer marktbezogenen Referenzgröße ableitet. Derivative Finanzinstrumente können sowohl börslich als auch außerbörslich gehandelt werden. Hierbei muss der zugrundeliegende Basiswert selbst nicht erworben oder veräußert werden – allgemein dienen Derivate dazu, Risiken zu transferieren. Sie bieten dabei ein Höchstmaß an vertraglicher Gestaltungsfreiheit.

Arten von Derivaten
Festgeschäft Der Verkäufer verspricht bei Vertragsabschluss, den Basiswert zum Fälligkeitszeitpunkt zu liefern oder einen Barausgleich in Höhe des dann aktuellen Marktpreises des Basiswertes zu liefern – im Gegenzug verpflichtet sich der Käufer dazu, eine fixe Zahlung zu leisten. Sollte nun während der Laufzeit der Basiswert steigen, ist das Geschäft folglich für den Käufer vorteilhaft, bei einem fallenden Marktpreis liegen die Vorteile dagegen auf der Seite des Verkäufers.
Swapgeschäft Eine Serie hintereinander geschalteter Festgeschäfte.
Optionsgeschäft Gibt einem Käufer das Recht an die Hand, zum Fälligkeitszeitpunkt oder während eines definierten Zeitraums vor der Fälligkeit eine bestimmte Menge des Basiswertes zu einem fixen Preis zu kaufen oder zu verkaufen – die Gewährleistung einer solchen Option wird dem Verkäufer bei Vertragsabschluss entsprechend vergütet.

Fachtermini des CFD-Handels

Die Ausführung einer Order setzt sich aus vielen unterschiedlichen Bestimmungen und Parametern zusammen – folgende Begrifflichkeiten begleiten eine jede Order:

  • Anzahl und Art des zu ordnenden Marktgegenstandes – Name, Symbol, Werkpapier-Kenn-Nummer (WKN) oder International Securities Identification Number (ISIN)
  • Orderaktion: Kauf oder Verkauf
  • Orderzusatz: Limit, Market oder Stopp-Limit
  • Orderlaufzeit
  • Börsenplatz

Die unterschiedlichen Ausführungsarten

  • Market Order (best price order)
    Eine solche Order wird zum nächstmöglichen Kurs ausgeführt. Während im Falle einer Kauf-Order das niedrigste Verkaufsangebot von entscheidender Relevanz ist, richtet sich die Verkaufs-Order dagegen nach dem höchsten Verkaufsangebot. Da natürlich der jeweilige Ausführungskurs bei der Erteilung des Auftrages noch nicht feststeht, ist auch der letztendliche Gesamtbetrag nicht vorhersehbar.
     
  • Limit Order
    Die Order wird zu einem Kurs ausgeführt, der gleich oder günstiger als ein angegebenes Limit ist – bei einer Kauf-Order muss der Kurs auf dem Limit oder darunter notieren, bei der Verkauf-Order dagegen auf dem Limit oder darüber. Im Gegensatz zu unlimitierten Orders ist durch die Angabe eines Limits der maximale Betrag für die gesamte Order bekannt und kann auch nicht überschritten werden.
    Die Order wird also zu einem vorgegebenen Preis oder besser – aus Sicht des Anlegers – ausgeführt. Wird während der Laufzeit einer Order der angegebene Preis jedoch nicht erreicht, so wird die Order automatisch aus dem System gelöscht.
     
  • Pegged Order
    Programmierte Kaufaufträge, deren Angebotspreis sich automatisch in einem festgelegten Abstand zu dem entsprechenden Basiswert bewegt – folgende Aufträge sind zu unterscheiden:
    • Pegged to Market
      Orderpreis orientiert sich am aktuell besten Marktpreis
    • Pegged to Primary
      Orderpreis ist in einem festgelegten Abstand stets besser als der jeweils aktuelle beste Marktpreis
    • Pegged to Stock
      Orderpreis orientiert sich an dem aktuellen Marktpreis der unterliegenden Aktie

Zusätze

Weiterhin können Anleger mithilfe von Orderzusätzen eine Wertpapierorder spezifizieren oder gar bestimmte Bedingungen stellen, unter denen eine Order ausgeführt werden soll – neben limitierten und unlimitierten Aufträgen kann hiermit auch die Gültigkeitsdauer oder der Ausführungszeitpunkt definiert werden.

Stopp-Zusatz

Dieser Zusatz bewirkt, dass eine Order solange ruht, bis ein bestimmter Kurs – der Stopp-Kurserreicht wird. Im Regelfall wird die Order beim Erreichen des Stopp-Kurses in eine andere Order umgewandelt

Trailing-Zusatz

Der Ausführungskurs einer Order überschreitet zu keinem Zeitpunkt einen bestimmten Abstand zum aktuellen Kurs – der Kurs wird dementsprechend nachgezogen. Der relevante Abstand kann relativ oder absolut angegeben werden.

Neben diesen eindeutigen Begrifflichkeiten sind vor allem folgende Abkürzungen für viele Trader unverständlich – die Netzsieger-Redaktion bringt Licht ins Dunkel.

Abkürzung Begriff Bedeutung
GFD Good for day Die Order gilt nur für den jeweiligen Handelstag – spätestens zu Börsenschluss wird die Order gelöscht
GTD Good till date Die Order gilt bis zu einem bestimmten Datum in der Zukunft
GTC Good till cancelled Order gilt, bis der Auftrag widerrufen wird – die maximale Gültigkeitsdauer liegt hier jedoch bei 90 Tagen
Ultimo   Order gilt bis zum Ende des laufenden Monats
MOO Market on open Eine unlimitierte und priorisierte Order, die direkt am Anfang des Handelstages ausgeführt werden soll – muss daher auch vor Marktöffnung aufgegeben werden.
MOC Market on close Eine unlimitierte und priorisierte Order, die am Ende eines Handelstages ausgeführt werden soll – muss daher auch vor der Schließung des Marktes aufgegeben werden.
AON All or nothing Vermeidet die Teilausführungen von Aufträgen, da entweder die komplette Stückzahl oder überhaupt nichts ausgeführt wird. Hat nur eine sehr geringe Priorität.
IOC Immediate or cancel Auftrag wird umgehend vollständig oder zumindest teilweise ausgeführt
FOK Fill or kill Eine Kombination aus AON- und IOC-Auftrag – sollte die gesamte geforderte Menge zum Limit-Preis nicht sofort ausgeführt werden können, wird der Auftrag gelöscht
OCO One cancels the other Kombination aus Stopp-Loss und Verkaufslimit – wird das gesetzte Limit oder der Stopp-Kurs erreicht, wird der Auftrag ausgeführt und der jeweils andere Auftrag gelöscht
TS Trailing Stopp Order, bei der das Stopp-Limit automatisch nachgezogen wird
BOC Book or cancel Eine Order wird nur dann platziert, wenn diese nicht sofort ausgeführt werden kann – dient generell dazu, Liquidität in den Orderbüchern aufzubauen

Kombinationen

Je nach Handelsplatz können unterschiedliche Zusätze auch miteinander kombiniert werden – im Folgenden sollen die bekanntesten Kombinationen kurz vorgestellt werden.

Stopp-Loss

Eine unlimitierte Verkauf-Order, die aktiviert wird, sobald der Kurs unter eine angegebene Schwelle fällt – da es sich hierbei um eine unlimitierte Order handelt, kann der Ausführungskurs auch unter dem Stopp-Kurs liegen

Stopp-Buy-Limit

Ein Kauf-Auftrag, der zum Zeitpunkt des Überschreitens des Stopp-Kurses zu einem limitierten Kaufauftrag umgewandelt wird.