Bikemap

Jenny Gebel
Bereich:
Pro
  • Personalisierte Routenempfehlungen
  • Über 3,5 Millionen Radwege aus aller Welt
  • Sprachnavigation
  • Offline-Karten
  • Aufzeichnung eigener Routen
  • Upload von Daten aus GPS-Geräten (Webversion)
Kontra
  • Eingeschränkte Funktionalität bei der App
  • Kein Trainingsmodus in der App
Fazit Eine Empfehlung für Menschen, die häufig Radwanderungen oder kürzere Ausflüge mit dem Fahrrad unternehmen und neue Routen ausprobieren möchten.
Bikemap Zum Anbieter

Bikemap Test

Funktionen

4,75 Pkt

Die App Bikemap ist ein Routenplaner mit Navigation, der sich speziell an Radfahrer richtet. Der Service erstreckt sich auf Radwege weltweit. Aktuell enthält die Datenbank etwa 3,5 Millionen Fahrradrouten in mehr als 80 Ländern. Für Menschen, die gerne Radwanderungen oder Fahrradreisen unternehmen, ist dieses Angebot vielversprechend.

Die App bietet folgende Grundfunktionen:

  • Routenplaner
  • Routenaufzeichnung
  • Sprachnavigation
  • Favoritenliste

Was gibt es auf der Routenseite von Bikemap?

Zur Routenanzeige gehören standardmäßig Angaben wie Distanz, Anstieg und Abstieg, jeweils wahlweise in metrischem oder imperialem Maßsystem. Das Höhenprofil wird in einer Grafik veranschaulicht. Praktisch: Wenn der User mit der Maus das Profil nachzeichnet, sieht er in der nebenstehenden Straßenkarte, auf welchen Streckenabschnitt sich die Höhenangabe bezieht.

Bikemap App im Test
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Bikemap empfiehlt Fahrradrouten, die zum User passen.

Bikemap-User können die Route via Facebook, Twitter oder E-Mail teilen oder zu ihrer persönlichen Routensammlung ins Profil laden. In der mobilen App kann der User auch sofort die Navigation starten und die Route abfahren. Im Anschluss kann er zu der Strecke nach dem klassischen 5-Sterne-Prinzip eine Nutzerbewertung abgeben.

Die App lernt mit

Bei der Nutzung verfolgt Bikemap, welche Strecken und welches Höhenprofil der Radfahrer bevorzugt. Passend dazu schlägt die Anwendung dem User neue Fahrradrouten vor. So erhält der Anwender auch in unbekannten Gegenden Routenvorschläge, die auf seine Fahrgewohnheiten abgestimmt sind.

Weitere Funktionen

Der Funktionsumfang der Webversion von Bikemap ist deutlich größer. Hier steht dem User unter anderem ein Trainingsmodus zur Verfügung. Die Suchfunktion bietet nützliche Filtermöglichkeiten, mit deren Hilfe der Nutzer die Suchergebnisse zielgerichtet einschränken kann.

Bikemap unterstützt in der Webversion auch Geodatenformate wie KML und GPX, die GPS-Geräte erstellen. Damit kann der User eigene Routenprofile von Strecken anlegen, die er zuvor mit einem Outdoor-Navigationsgerät oder einem GPS-Fahrradcomputer aufgezeichnet hat.

Premiumfunktionen

Zahlende Nutzer profitieren von einem leicht erweiterten Funktionsumfang. Dazu gehören Offline-Navigation und -Karten. Dies ist vor allem für User relevant, die Datenvolumen oder die Roaming-Gebühren (im außereuropäischen Ausland) sparen möchten. Weiterhin steht den Käufern ein Premium-Support zur Verfügung und die OpenCycleMap. Diese frei zugängliche Online-Fahrradkarte ist bei vielen Radfahrern sehr beliebt, da sie unter anderem für die Routenplanung hilfreich ist. Leider steht diese Premium-Funktion zurzeit nur in der Webversion zur Verfügung.

Insgesamt hat Bikemap zwar vieles zu bieten, was passionierten Radfahrern gefällt. Schade ist nur, dass die App nicht denselben Funktionsumfang mitbringt wie die Webversion. Diese offeriert unter anderem einen Trainingsmodus, der nicht in der App zu finden ist. In dieser Form stellt die mobile Anwendung von Bikemap mehr eine Ergänzung und keine gleichwertige Alternative zum Webangebot dar.

Offline-Funktionen sind zahlenden Nutzern vorbehalten.

Bedienung

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Eine Registrierung und ein Benutzerprofil sind zu empfehlen, wenn der User mehr möchte, als nur den besten Radweg von A nach B herauszufinden. Hand aufs Herz: Dafür werden die meisten User einfach Google Maps aufrufen. Fahrradrouten suchen, aufzeichnen, speichern oder Fahrempfehlungen erhalten, das können nur angemeldete Nutzer. Die Registrierung erfordert nur wenige Klicks, wenn der User auf sein Facebook- oder das Google-Plus-Profil zurückgreift. Aber auch der herkömmliche Anmelde-Weg über die E-Mail funktioniert zügig.

Die Webversion von Bikemap bietet die besten Optionen, um die Profileinstellungen zu verwalten. Erfreulicherweise ist hier auch die Löschung des Accounts mit einem einfachen Klick möglich. Die Einstelloptionen in der App beschränken sich dagegen auf die Änderung von Profil- und Titelfoto sowie die Navigation.

Die ideale Fahrradroute finden

Die Startseite der Bikemap-Webversion ist zunächst recht unspektakulär. Sie erinnert an ein Reiseportal, bei dem die neuesten Top-Angebote im Sekundentakt „hereintickern“. Nur dass es sich hier um die neuesten Fahrradrouten in den verschiedensten Regionen der Welt handelt.

Bikemap Startseite
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Die Webversion von Bikemap bietet mehr Suchoptionen und Einstellmöglichkeiten.

Der Routenplaner im Web ist mit Karte sowie Start- und Ziel-Eingabe recht simpel gehalten. Wenn Start- und Zielpunkt sowie Zwischenstationen feststehen, berechnet die Anwendung eine passende Fahrradstrecke, inklusive Angaben wie Distanz, Höhenmeter, Auf- und Abstieg sowie Navigation. Schade ist nur, dass Bikemap keine Alternativen zu dieser Routenberechnung anbietet. Der User kann sich die Route auf das Smartphone senden, ausdrucken, auf das Endgerät herunterladen oder sie im Profil speichern. Bei letzterer Option ist sie in der App abrufbar.

Mobile Routenplanung

Die Bikemap-App verlangt für die Routenberechnung und neue Streckentipps den Zugriff auf die Google-Standortdienste. Auf der Startseite schlägt sie dem Benutzer mit ihrer Hilfe die besten Routen in der Umgebung vor und sortiert sie nach Beliebtheit und Höhenprofil.

Mit der Suchfunktion in der App kann der User bequem eine Strecke vom aktuellen Standort zu einem gewünschten Ziel ermitteln. Wer in einer Stadt eine empfehlenswerte Fahrstrecke für das Bike sucht, kann einfach auf Bikemap zurückgreifen. Premium-Nutzer profitieren dann von den Offline-Karten.

Filtermöglichkeiten wie zum Beispiel die Eingrenzung von Streckenlänge oder Höhenprofil kann der User nicht nutzen, wenn er aus der App heraus auf die Webversion wechselt. Für die Erstellung einer Fahrradroute, etwa für die Urlaubsreise, ist der mobile Routenplaner in der jetzigen Form daher wenig geeignet. Stattdessen empfiehlt es sich, die Wunsch-Strecke am PC zu planen und in der Favoritenliste zu speichern. Dort kann der User die Route in der App abrufen und die Navigation aktivieren.

Bikemap Favoritenliste
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Interessante Routen sammelt der User in der Favoritenliste.
Bikemap Route speichern
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Mit der Bikemap-App zeichnet der User gefahrene Strecken auf und kann sie anderen Usern als Empfehlung zur Verfügung stellen.

Routen aufzeichnen

Die Aufzeichnung einer Route gelingt ohne Schwierigkeiten. Kleines Manko: Die Stopp-Taste ist etwas versteckt. Alle erforderlichen Streckendaten fügt die App automatisch hinzu. Der User hat die Möglichkeit, über die mobile Anwendung Fotos von der Strecke hinzuzufügen. Nachträgliche Änderungen sind jedoch nur in der Webversion möglich. Bildunterschriften hinzufügen kann der User leider in keiner Version.

Als App, die ein internationales Publikum anspricht, ist Bikemap in vielen Sprachen erhältlich. Neben Deutsch und Englisch zählen dazu unter anderem Französisch, Italienisch, Spanisch und Chinesisch.

Performance

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Die App für Bikemap ist für Android (ab 5.0 Lollipop) und iOS (ab 10.3) erhältlich.

Eine dauerhafte Internetverbindung ist für die Nutzung der mobilen Anwendung nicht zwingend erforderlich. Für die Navigation und der Routenaufzeichnung braucht Bikemap aber Zugriff auf die GPS-Funktion. Premium-Nutzer profitieren auch von den bereits erwähnten Offline-Funktionen.

Wenn der User eine Fahrradstrecke aufnimmt, die durch eine wunderschöne Landschaft führt, dann sind Bilder natürlich eine Bereicherung für die Routenbeschreibung. Hierfür haben die Entwickler eine Kamerafunktion und ein Galerie-Zugriff in die App integriert.

Sparsam im Energieverbrauch

Wir haben Bikemap auf Android getestet. Dort nimmt die App rund 46 Megabyte vom Speicher in Anspruch. Bei der Streckenaufnahme nutzte die App lediglich etwa 50 Megabyte vom Arbeitsspeicher, vom Akku gar nur zwei Prozent. Sie ist somit sehr ressourcenschonend.

Support

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Die Webversion von Bikemap bietet ein umfangreiches Hilfe-Center mit Suchfunktion sowie FAQs zu App, Bikemap-Account, Premium-Nutzung und Bikemap.net. Der User kann selbstständig in dieser Wissensdatenbank stöbern oder, wenn er nicht fündig wird, eine Anfrage an das Support-Team senden. Die Mitarbeiter antworten per E-Mail. Premium-Nutzer können sich direkt aus der App heraus per E-Mail an das Team wenden.

Bikemap verfügt über eine aktive Community

Darüber hinaus betreibt der Anbieter ein User-Forum. Die Community von Bikemap ist sehr aktiv und hilft Usern mit Tipps auf Deutsch und Englisch weiter. Ein Support per Telefon oder per Chat ist nicht vorhanden.

Auf dem Bikemap-Blog postet das Team regelmäßig Tipps rund ums Radfahren, stellt empfehlenswerte Radwanderungsregionen vor und informiert über neue Funktionen der App.

Weiterhin ist Bikemap in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, Twitter sowie LinkedIn vertreten. Auf der Blog-Plattform Medium betreibt der Anbieter einen Tech-Blog. Dieser umfasst zurzeit nur wenige Einträge, wird aber, der letzten Aktivität nach zu urteilen, in Zukunft weiter ausgebaut.

Bikemap Blog
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Auf dem Bikemap-Blog finden User neue Reiseempfehlungen, Tipps rund ums Bike und Infos zur App.

Zusammenfassung

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Bikemap ist nicht nur ein klassischer Routenplaner für Radstrecken, sondern auch ein Verzeichnis für beliebte und empfehlenswerte Fahrradrouten weltweit. Etwa 3,5 Millionen Strecken umfasst die Datenbank aktuell, und stets kommen weitere hinzu, die von den Usern selbst angelegt werden.

Die Anwendung ist im Web sowie als App für Android und iOS verfügbar. Leider unterscheidet sich der Funktionsumfang zwischen Webversion und mobiler Anwendung deutlich.

Über die Android-App kann der Nutzer eine grobe Suche nach Radstrecken starten (entweder in unmittelbarer Nähe oder in einer bestimmten Region), eigene Routen aufzeichnen und hochladen, Routen als Favoriten speichern und im Web gespeicherte Favoriten abrufen, die Navigation nutzen und das Profil anpassen. Premium-User können darüber hinaus Karten und Navigation auch offline nutzen und die OpenCycleMap einblenden. Ansonsten sind alle Funktionen auch in der kostenlosen Free-Version verfügbar.

Im Performance-Test erwies sich Bikemap als ressourcenschonend und schnell. Der Support ist hinsichtlich des Umfangs angemessen und punktet vor allem durch Online-Hilfen und Radreise-Tipps auf dem Blog.

Features wie die Trainingsfunktion oder Suchfilter würden die mobile Anwendung ideal ergänzen und den Bedienkomfort verbessern. Insgesamt ist Bikemap eine Empfehlung für Menschen, die auch im Urlaub und bei Wochenendausflügen gern und oft mit dem Fahrrad unterwegs sind und hierfür neue Strecken erkunden möchten.