Antivirus Programme 2015 im Test

39 Produkte im Vergleich
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Titel Übersicht Sicherheit Leistung Bedienung Hilfe & Support
Bitdefender Antivirus Plus 4,90 5.00 4.95 4.85 4.80
Kaspersky Anti-Virus 4,89 4.90 4.85 4.85 4.95
AVG Antivirus 4,83 4.80 5.00 4.80 4.70
Norton Security - Antivirus 4,81 4.85 4.80 4.85 4.75
Avira Antivirus Pro 4,76 4.90 4.70 4.70 4.50
McAfee Antivirus Plus 4,50 4.60 4.40 4.30 4.70
Bitdefender Antivirus Plus Kaspersky Anti-Virus AVG Antivirus Norton Security - Antivirus Avira Antivirus Pro McAfee Antivirus Plus
Sicherheit
Anti Malware
Anti Phishing
Anti Tracking
Anti Spyware
Anti Wurm
Anti Trojaner
Scant komprimierte Datein
Spamschutz
Cloud Scanner
Script Schutz
Netzwerk Schutz
P2P Schutz
IM Schutz
Registry Schutz
E-Mail Schutz
Leistung
Betriebssystem ab Windows XP ab Windows XP ab Windows XP ab Windows XP ab Windows XP (SP2) ab Windows XP
autom. Schädlingsentfernung
Echtzeitscan
Downloadgröße 347,3 - 376,0 MB 190 MB 4,0 - 160,0 MB 110,0 MB 117 MB 130,67 MB
autom. USB Scan
Quarantäne Ordner
Browser Schutz
Bedienung
Spielmodus
Kinderschutz
Statistiken
Sprachen deutsch deutsch deutsch deutsch deutsch + 13 weitere deutsch
temporär deaktivierbar
feste Zeiteinstellungen
keine Werbung
keine Pop Ups
Hilfe & Support
Hilfe Funktionen
E-Mail Support
Telefon Support
Studentenrabatt
Campuslizenzen DACH
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Antivirenprogramme 2015 im Test

Jeder hat einmal von ihnen gehört, viele kennen sie aus bitterer Eigenerfahrung: Computerviren. Oft infizieren verseuchte Websites oder bösartige E-Mail-Anhänge das heimische System. Selbst nützliche Gratis-Programme können getarnte Schadsoftware in ihrem Downloadpaket enthalten. Die Symptome eines Befalls fallen mannigfaltig aus, die Konsequenzen sind jedoch meist dieselben: Ein zerstörtes Betriebssystem, Datenverlust oder gar der Diebstahl von hochsensiblen Informationen wie Konto-Passwörtern. Gerne erbeuten Cyberkriminelle auch intime Nachrichten und Bilder, um diese beispielsweise in erpresserischer Absicht zu veröffentlichen oder für andere verbrecherische Zwecke zu benutzen.
Es ist nicht zuletzt die häufige Unterschätzung der unsichtbaren Bedrohungen aus dem World Wide Web, die immer wieder für die epidemieartige Ausbreitung von ausgefeilten Viren, Würmern,  Rootkits, Spyware und sonstiger Schadsoftware sorgt. Manch ein Nutzer wähnt sich und seinen Computer in trügerischer Sicherheit, da er ausschließlich augenscheinlich sichere Websites besuche. Doch weit gefehlt, bereits ein unbedachter Klick reicht aus, um das System zu infizieren. Vor allem das Windows-Betriebssystem ist das Ziel der Virenautoren. Grund sind die weite Verbreitung auf Computern und Laptops, die Unerfahrenheit vieler Privatanwender sowie ein allzu leichtsinniges Verhalten.

Die typischen Infektionswege

Das World Wide Web ist also ein Tummelplatz für Viren und Malware – aber wie genau läuft die Infektion ab. Digitale Viren ähneln ihren biologischen Vorbildern: Die Ressourcen des Wirtes werden zu Gunsten eigener Zwecke missbraucht, wobei in der Regel Schäden und schwerwiegende Probleme die Folge sind. Erfolgt die Infizierung des Systems erst nach einer manuellen Installation oder der Kopie einer infizierten Datei, handelt es sich um einen tatsächlichen Virus. Bahnen sich Schadprogramme dagegen über Sicherheitslücken und Schwachstellen ihren Weg eigenmächtig und nutzerunabhängig auf den Computer, spricht ein Fachmann vielmehr von Würmern. Trotz dieser unterschiedlichen Infektionswege und Verbreitungsarten werden die digitalen Plagegeister nach wie vor unter dem Sammelbegriff Virus zusammengefasst.

Die Arbeitsweise eines Antivirenprogrammes

Einem jedem Computer-Besitzer ist daher nachdrücklich anzuraten, ein solides Antivirenprogramm zu erwerben. Als Immunsystem des Computers erkennen und vernichten diese die verschiedenen Malware-Arten. Prinzipiell erkennen Antivirenprogramme anhand von Virensignaturen bekannte Schadprogramme. Werden neue Bedrohungen identifiziert, stellen die Hersteller von Antivirensoftware entsprechende Signaturen zur Verfügung, wodurch zügig ein wirkungsvoller Schutz gewährleistet werden kann. Andererseits führen ausbleibende Aktualisierungsvorgänge von Datenbanken zwangsläufig zur Ineffektivität des Programmes. Leider kann die Entwicklung von Virensignaturen nicht mit der rapiden Zunahme an neuen Schadprogrammen Schritt halten, weshalb auf sogenannte proaktive Technologien zurückgegriffen werden muss. Mittels Heuristik, einer ausgeklügelten Verhaltensanalyse oder der Sandbox-Technologie können bisher noch unerkannte Viren erkannt werden – leider ist eine erhöhte Fehlalarmquote die Begleiterscheinung.

​Die vier Bewertungskategorien

Antivirus Vergleich

Mittlerweile existieren Antivirenprogramme wie Sand am Meer. Doch worin unterscheiden sich die einzelnen Vertreter ihrer Zunft. Bedeutet teurer auch gleichzeitig besser oder worauf sollte vor dem Kauf geachtet werden. Die Netzsieger-Redaktion stellt vier relevante Kriterien eines Antivirusprogrammes vor, die maßgeblichen Einfluss auf die Qualität und Erfahrbarkeit der Software haben:

Sicherheit

Die Königskategorie – der Zweck eines jeden Antivirusprogrammes ist es natürlich, für Sicherheit zu sorgen. In dieser Rubrik untersuchen wir, ob und wie zuverlässig das jeweilige Programm vor Malware schützt. Wie funktioniert die Erkennungstechnologie? Werden Funde stets sicher und rückstandslos entfernt? Agiert die Software selbstständig oder liegen die letztendlichen Entscheidungen beim Nutzer?
Auch soll der Frage nachgegangen werden, welche nützlichen Zusatzfeatures das Paket komplementieren. Viele gute Virenschutzprogramme bringen u. a. einen Passwortmanager, eine Kindersicherung und spezielle Profi-Tools wie beispielsweise einen Daten-Shredder mit.

Leistung

Hier stellt sich die Frage: Wie viel verlangt das Programm dem PC ab? Letztlich nützt ein bombenfester Schutz nichts, wenn die Rechnerleistung überstrapaziert wird. Natürlich bewirbt einer jeder Entwickler die geringfügige Auslastung von Systemressourcen, aber entsprechen diese Angaben auch der Realität? Ist ein effektives Arbeiten während eines vollständigen Suchdurchlaufes überhaupt noch möglich? Auch die Suchdurchläufe sind von gesondertem Interesse. Unterstützt das Antivirenprogramm ausschließlich manuelle Systemscans oder geht es in Echtzeit selbstständig auf die Jagd nach digitalen Plagegeistern? Ebenso relevant ist der Umgang mit portablen Speichermedien – werden diese, umgehend nach dem Verbinden, automatisch überprüft oder bleiben USB-Sticks ein unberechenbares Pulverfass?
Wie es sich in diesem Punkt bei den ausgewählten Produkten verhält, soll die Rubrik „Leistung“ aufklären. 

Bedienung

Die Feature-Hierarchie einer guten Schutzsoftware sollte einfach und logisch aufgebaut sein, sodass sie eine intuitive Bedienung erlaubt. Wünschenswert ist, dass die einzelnen Funktionen, falls nicht selbsterklärend, mit einer kurzen Erläuterung versehen sind. Da auch Neueinsteiger das Programm nutzen, sollte eine notwendige Einarbeitungsphase sehr gering ausfallen. Zudem sollten nervige Werbeeinblendungen oder sonstige Pop-ups keinesfalls Bestandteil einer kostenpflichtigen Antivirussoftware sein. Ein integrierter Kinderschutz oder ein spezieller Spielmodus führt dagegen zu wertvollen Pluspunkten. 

Hilfe und Support

Komplikationen sind leider nie auszuschließen. Im Fall der Fälle sollte der Nutzer auf einen kompetenten und freundlichen Support-Service vertrauen können. Für eine zügige und zielgerichtete Lösung ist vor allem ein sofortiger Direktkontakt zum Expertenteam des Herstellers per Hotline oder Live-Chat notwendig. Aber auch ein Angebot zur Selbsthilfe in Form von FAQs und Tipps sollte auf der Herstellerwebsite zu finden sein. Bietet ein Forum den Nutzern der Software eine Plattform, sich auszutauschen und gegenseitige Hilfe zu gewähren? Natürlich sollten jegliche Dienstleistungen in deutscher Sprache verfügbar sein.
Netzsieger zeigt, welche Anbieter ihre Kunden nie in Stich lassen.

Das Fazit der Redaktion

Die derzeit besten und populärsten Antivirenprogrammen durchlaufen jede der vier Bewertungskategorien. Die ermittelten Einzelnoten werden schließlich zu einer Gesamtnote verrechnet, anhand derer wiederum eine Rangliste erstellt werden kann. Auf diese Weise hofft die Netzsieger-Redaktion nicht nur die spezifischen Vor- und Nachteile der Antivirenprogramme vorzustellen, sondern auch potentiellen Kunden bei ihrer Individuellen Kaufentscheidung zu unterstützen. 

ähnliche Suchbegriffe: Virenscanner, Antivirus Software, Sicherheitssoftware bei Freeware

Timm Hendrich

Autor