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Zweitspracherwerb bei Kindern

Dass heute wohl niemand, der beruflich etwas erreichen will, an so genannten Fremdsprachen vorbeikommt, ist Fakt. Da das Erlernen einer neuen Sprache aber immer schwerer wird, je älter der Lernende ist, wird heute verstärkt darauf gesetzt, dass es bereits Kinder mit dem Erwerb von Fremdsprachen zu tun bekommen – spielerisch und möglichst natürlich. Letzteres ist eigentlich kein Thema, denn ein Kind nimmt bis zu einem Alter von etwa sechs Jahren Sprachen generell als ein Gebilde wahr und unterscheidet darum auch nicht zwischen der Muttersprache und einer fremdem Sprache.

Das kindliche Gehirn: ein Schwamm

Diesen Umstand können Eltern sich zunutze machen, indem Kinder schon sehr früh, wenn sie es noch gar nicht aktiv als "Pflicht" wahrnehmen, an eine andere Sprache herangeführt werden. Da Kids generell neugierig sind, werden sie alles, was man ihnen anbietet, erst einmal neutral wahrnehmen und sich ihm zuwenden. Vor der Einschulung bestehen besonders gute Chancen, ein Kind an eine zweite Sprache heranzuführen, denn es befindet sich noch in der glücklichen Phase, nicht bewertet zu werden und einfach das lernen zu können, was es interessant findet. Natürlich merken Kinder auch schon, dass manche Wörter "cool" sind – eine gute Ansatzmöglichkeit. Englisch, auch ohne andere Sprachen abstufen zu wollen, hat sich zur „Lingua Franca“ entwickelt, zur Weltsprache, die uns alle täglich umgibt: Ob im Radio, in der Werbung, am Arbeitsplatz oder am PC. Auch wenn nicht zuletzt aufgrund dieser Tatsache Englisch eine wunderbare Lösung für eine zweite Sprache darstellt, haben natürlich auch andere Fremdsprachen ihre Daseinsberechtigung, besonders wenn die familiären und kulturellen Umstände eine entsprechende Basis darstellen.

Erste Schritte am PC

Auch wenn ein Kind noch nicht viel von der "Globalisierung" weiß, wird es deren Auswirkung doch zeitnah zu spüren bekommen. Und damit verknüpft ist auch, dass Eltern dem Kind den Umgang mit dem PC nicht verwehren sollten. Kinder spielen gerne am PC, allerdings sollten die Games auf gute und passende Inhalte hin überprüft und ausgewählt werden. Eltern sollten ihre Kinder nicht zu Außenseitern machen, indem sie das Kinderzimmer zur PC-freien Zone erklären, sondern vielmehr den PC auch in die Erziehung und Bildung der Kinder einbeziehen. So kann man Lernsoftware Englisch, die in kindgerechter Form vorliegt, nutzen, um das Kind mit den Lauten und Bildern dieser Sprache spielerisch vertraut zu machen. Spannende Geschichten und lustige Bilder sprechen die Kinder an, was zu einer positiven Verknüpfung des Gesehenen und der Sprache führen kann.

Zwanglosigkeit bringt die besten Ergebnisse

Der relative Freiraum, in dem sich Kinder vor der Einschulung befinden, kann sehr gut dafür genutzt werden, ihnen Angebote zu machen, die sich später durchaus auszahlen werden. Das Hänschen aus dem Sprichwort, das schon erste englische Sätze bilden darf, muss als Hans bestimmte Hürden nicht mehr nehmen. Die Fremdsprache ist sozusagen zur eigenen Sprache geworden, Das heißt, das mühsame strukturelle Denken, das in der Schule oft als so schrecklich empfunden wird, entfällt. Was ein Kind nachahmt bzw. womit es sich gerne beschäftigt, das verinnerlicht es in aller Regel sehr gut. Die "magischen Jahre", in denen noch alles möglich ist, sollten ganz ohne Zwang genutzt werden. Das aufnahmefähige und flexible Gehirn der Kinder zu füttern und dadurch auch Interessen und Hobbys zu fördern, sollte allen Eltern ein wichtiges Anliegen sein.