Was ist die Energiewende?

Go Green

Die Energiewende meint zum einen den Umstieg von fossiler Energie und Kernenergie auf Energie aus regenerativen Quellen. Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, die benötigte Energie bis zum Jahr 2050 hauptsächlich aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Zu den erneuerbaren Energien, die in unbegrenzter Menge vorhanden sind, zählen:

  • Windkraft
  • Wasserkraft
  • Sonnenenergie
  • Geothermie
  • Nachwachsende Rohstoffe
ratgeber-energiewende.jpg
Die Energiewende bedeutet den Umstieg von konventionellen Energieträgern auf erneuerbare Energien.

Die zweite Säule, auf die sich die Energiewende stützt, ist die Verringerung des Energieverbrauchs, indem Verbraucher Energie sparsamer und effizienter nutzen.

Gründe für die Energiewende

Viele Verbraucher fragen sich womöglich, inwiefern die Energiewende notwendig ist. Wir klären auf. Es gibt nämlich in der Tat sehr gute Gründe für diese Energiepolitik. Folgende vier zählen zu den wichtigsten:

  1. Die Energiewende hilft uns, unsere Umwelt langfristig zu schonen und zu schützen: Während die Umwandlung von Kohle Öl, Gas oder Uran in Strom CO2 oder gefährliche Abfälle erzeugt, sind erneuerbare Energien sauber.
  2. Die Energiewende sorgt dafür, dass uns auch künftig nicht der Strom ausgeht: Regenerative Energien sind unbegrenzt verfügbar, während Öl, Gas oder Kohle immer knapper werden.
  3. Die Energiewende schützt uns vor bestimmten Gefahren: Im Gegensatz zu Atomkraftwerken sind Technologien zur Gewinnung erneuerbarer Energien sicher.
  4. Die Energiewende macht uns weniger abhängig von anderen Ländern: Während konventionelle Energieträger außerhalb Deutschlands eingekauft werden müssen, sind regenerative Energien wie Sonne und Wind direkt vor unserer Haustür verfügbar.

Was die Zukunft in Sachen Energie bringt

Bis zum Jahr 2020

  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch auf 18 Prozent
  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch auf 35 Prozent
  • Reduktion der Treibhausgasemissionen um 40 Prozent
  • Reduktion des Primärenergieverbrauchs um 20 Prozent
  • Reduktion des Stromverbrauchs um 10 Prozent
  • Reduktion des Wärmebedarfs in Gebäuden um 20 Prozent

Bis Ende des Jahres 2022: Ausstieg aus der Kernenergie

Bis zum Jahr 2030

  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch auf 30 Prozent
  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch auf 50 Prozent
  • Reduktion der Treibhausgasemissionen um 55 Prozent

Bis zum Jahr 2040

  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch auf 45Prozent
  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch auf 65 Prozent
  • Reduktion der Treibhausgasemissionen um 70 Prozent

Bis zum Jahr 2050

  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch auf 60 Prozent
  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch auf 80 Prozent
  • Reduktion der Treibhausgasemissionen um 80 bis 95 Prozent
  • Reduktion des Primärenergieverbrauchs um 50 Prozent
  • Reduktion des Stromverbrauchs um 25 Prozent
  • Reduktion des Primärenergiebedarfs um 80 Prozent

Jeder Verbraucher kann seinen Teil zur Energiewende beitragen, indem er zu einem Ökostromanbieter wechselt und Strom und Gas nach Möglichkeit spart.