Online-Dating-Tipps: So klappt der Online-Flirt

paar verliebt sich online

Auf Singelbörsen tummeln sich zahlreiche Menschen auf der Suche nach der großen Liebe. Das Online-Dating hat ja auch viele Vorteile. Schließlich kann man viele Gleichgesinnte ganz einfach mit ein paar Klicks kennenlernen. Doch nicht jeder erlangt den erhofften Erfolg. Das liegt häufig an falschen Verhaltensweisen. Denn im Internet gelten andere Regeln als im echten Leben. Wer die unausgesprochenen Benimmregeln einhält, kann allerdings den Partner fürs Leben finden.

Keine falschen Tatsachen vortäuschen

Die Anmeldung an einer Singlebörse beginnt mit dem Erstellen eines aussagekräftigen Profils. Hier kann man bereits in die ersten Fettnäpfchen treten. Gerade bei der Partnersuche spielt Ehrlichkeit eine wichtige Rolle. Falsche Angaben sollten also tunlichst vermieden werden. Nur wer sich authentisch gibt, hat über lange Sicht auch Erfolg. Dabei muss man nicht schonungslos ehrlich sein und direkt all seine Mängeloffenlegen. Es sollte aber vermieden werden sich selbst in einem besseren Licht darzustellen. Unter Vortäuschung falscher Tatsachen flirtet es sich einfach nicht so gut.

Das perfekte Foto

Wenn das Profil ausgefüllt ist und Hobbys und Eigenschaften eingetragen wurden, kann die eigene Persönlichkeit mit einem schönen Bild unterstrichen werden. Doch auch hier gelten klare Benimmregeln. Aufreizende Bilder in eindeutigen Posen sind tabu. Zumindest für alle, die wirklich nach etwas Festem suchen. Menschen, die sich knapp bekleidet im Netz zeigen, kommen schnell als Flittchen oder Player rüber. Genauso wenig ansprechend wirkt ein bewerbungs-ähnliches Foto. Denn auch hier ist Authentizität gefragt.

Ein schönes Foto aus dem Urlaub, ein Schnappschuss von der letzten Party, natürlich im nüchternen Zustand, oder ein Foto, das im Zusammenhang mit den eigenen Hobbys steht, kommt immer gut an. Das wirkt natürlich und ist garantiert weniger aufgesetzt als ein Selfie mit der Handykamera.

Der Betrachter hat so das Gefühl, dass er einen besser kennenlernt. Absolut tabu sind natürlich Bilder von Fremden als das eigene auszugeben. Das kann nicht gut enden. Spätesten beim ersten Date kommt man gehörig in Erklärungsnot.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

In der Kürze liegt die Würze

Nach der ersten Kontaktaufnahme werden dann die ersten Nachrichten hin und her geschrieben. Plaudertaschen sollten sich zurücknehmen. Ernsthafte und ausführliche Gespräche führt man am besten von Angesicht zu Angesicht. Das gilt vor allem dann, wenn man sich kaum kennt. Wer will schon lange Monologe von einem völlig Fremden lesen? Auch die Verwendung von Emoticons sollte eher sparsam gehalten werden. Sonst wird man schnell als zu kindisch verschrien. Ironie und Subtext funktionieren im Internet übrigens nur selten. Auch hierauf sollte weitestgehend verzichtet werden. Stattdessen lieber schnell nach einem Treffen fragen. Dann kann man den anderen hautnah kennenlernen. Auch persönliche Geheimnisse sollte man nicht allzu schnell offenbaren. Auch wenn man das Gefühl hat, seinen Seelenverwandten gefunden zu haben, ist immer eine gesunde Skepsis angesagt. Man weiß schließlich nie, wer wirklich am anderen Ende der Leitung sitzt. Also auch in diesem Fall besser nach einem ersten Date fragen

Die gute Erziehung nicht vergessen

Hartnäckige Verehrer oder Verehrerinnen können schon einmal nerven. Wenn man kein Interesse hat, ist das okay. Eine stilvolle Absage ist durchaus legitim. Abgesehen werden sollte jedoch von Rechtfertigungen und Erklärungen. Das macht den Korb für niemanden besser. Eine kurze, freundliche Absage genügt in der Regel. Nett sein ist die Devise, so möchte man schließlich auch selbst behandelt werden.

Erfolgreicher Flirten mit korrekter Rechtschreibung

Es kommt beim Flirten nicht so sehr darauf an, was man schreibt, sondern darauf, wie man es schreibt. Fehler lassen den Absender dumm, ungebildet, nachlässig und langweilig erscheinen – und die Verständigung wird schwierig, wenn der Leser erst raten muss, was denn eigentlich gemeint ist. Für die Nachrichten an einen potentiellen Partner gilt dasselbe wie für ein Bewerbungsschreiben an eine Firma: Diese Worte sind das allererste, was das Gegenüber sieht. Profil und Fotos werden gar nicht mehr angeschaut, wenn der erste Eindruck nicht passt. Wer hier ein wenig Sorgfalt investiert, hat von vornherein die besseren Karten.

Der erste Kontakt

An Chats, Foren und Singlebörsen herrscht kein Mangel, an interessanten Singles auch nicht – aber mit ihnen ins Gespräch zu kommen, das ist eine andere Geschichte. Kontaktsuchende verschicken oft Dutzende von Nachrichten, bis überhaupt einmal eine Antwort zurückkommt. Da bleibt wenig Lust, noch groß Zeit und Mühe in eine erste Nachricht zu investieren. Die häufigste Strategie: Ein einfaches "hi" und auf das Beste hoffen. Nur ist das Scheitern hier schon vorprogrammiert. Wenn die erste Begrüßung aus zwei Buchstaben besteht, dann entsteht beim Gegenüber der Eindruck, dass es dem Absender mehr Aufwand nicht wert war, und nie sein wird.

Online-Dating-Regeln
Mit gutem Benehmen punkten Singles garantiert.

Die allererste Kontaktaufnahme verlangt nach Stil. Das bedeutet nicht, einen Roman zu schreiben. Es reichen zehn Buchstaben: "Guten Abend."

Deutsche Sprache, schwere Sprache: Groß- und Kleinschreibung

Die Unsitte, im Chat einfach alles mit gedrückter Feststelltaste zu schreiben, hört sich - dem Herrn sei Dank - inzwischen wieder auf. Stattdessen findet sich immer öfter das Gegenteil: Die Leute schreiben grundsätzlich nur noch klein. Es sieht jetzt zwar nicht mehr wie Geschrei aus, aber besser ist diese Vorgehensweise auch nicht, denn sie schafft Missverständnisse.

Am Anfang eines Satzes steht in fast jeder Sprache ein Großbuchstabe. Den Aufwand, danach jedes einzelne Substantiv groß zu schreiben, macht sich fast nur noch das Deutsche. Und mit Grund: "Die Großen bauten" und "die großen Bauten" sind nicht ganz das Gleiche. Ob Autos und andere Fahrzeuge gefahren sind, oder ob sie Gefahren sind, macht auch einen Unterschied. Wer auf Deutsch schreibt, der braucht die Groß- und Kleinschreibung. Ansonsten muss der Empfänger ständig raten oder nachfragen, was gemeint ist - und das stört gewaltig beim Flirten.

Ein zweiter Blick macht den Unterschied

Je schneller man tippt, desto leichter vertippt man sich. Da kommt das Leerzeichen einen Buchstaben zu früh, man hat zwei Tasten statt einer gedrückt, oder einen Punkt statt einem Komma gesetzt. Und schon wird aus einer sorgfältig überlegten Nachricht etwas, das von einem Erstklässler stammen könnte. Tippfehler machen einen schlechten Eindruck. Gerade Frauen finden es wichtig, dass der Absender einen Moment investiert und das Geschriebene nochmals durchliest, bevor er es abschickt. Das zeigt Wertschätzung und Sorgfalt - zwei der Dinge, die ein Partner haben sollte.