Diebstahlschutz Fahrradcodierung

Fahrradcodierung

Unter Fahrradfahrern, die auf den Schutz ihres wertvollen Eigentums großen Wert legen, erfreut sich die Fahrradcodierung einer immer steigenden Beliebtheit. Der Service wird von der deutschen Polizei in Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e. V. (abgekürzt: ADFC) angeboten. Das System soll der Behörde dabei helfen, gestohlene Fahrräder schneller aufzufinden und dem ursprünglichen Besitzer zurückzugeben.

So funktioniert die Fahrradcodierung

Die Funktionsweise der Fahrradcodierung ist im Grunde genommen sehr einfach. Auf dem Fahrradrahmen wird ein Code aus Zahlen und Buchstaben graviert oder per Aufkleber angebracht. Der Code setzt sich aus den persönlichen Daten des Besitzers zusammen, so etwa dem Autokennzeichnen oder seinem Wohnort. Die Kombination funktioniert wie ein Ausweis für das Fahrrad. Anhand des Codes kann die Polizei leicht erkennen, ob ein Fahrrad gestohlen wurde und den ursprünglichen Besitzer über den Fund sofort informieren. Für den Eigentümer erhöhen sich dementsprechend die Chancen, das geklaute Fahrrad aufzufinden und schnell wiederzubekommen.

Das Codierungsverfahren ist für Fahrradfahrer nicht besonders aufwändig. Um eine persönliche Codiernummer zu erhalten, benötigt der Besitzer den Eigentumsnachweis für das Fahrrad, Die Gravierung des Codes auf dem Fahrradrahmen schlägt zudem mit zehn Euro zu Buche – mit fünf Euro, falls der Besitzer des Fahrrads ADFC-Mitglied ist – und dauert circa 15 Minuten.

Das sollte beachtet werden

Fahrradschlösser - Fahrradcodierung
Eine Fahrradcodierung unterstützt die Polizei bei der Auffindung gestohlener Fahrräder.

Vor allem in Großstädten, in denen Diebstähle ein weit verbreitetes Problem sind, bewährt sich die Codierung des Fahrrades als eine nützliche Maßnahme zur Abwehr von Dieben und Schlossknackern. Einige Hinweise zur Nutzung der Fahrradcodierung sollten Radfahrer beachten:

  • Beim Umzug stimmt die neue Adresse mit der Kombination des Codes nicht mehr überein. Wird das Fahrrad wiedergefunden, kann die Suche nach dem Besitzer etwas länger dauern als erwartet.
  • Auf Fahrrädern mit Carbon-Rahmen kann die Kombination nicht graviert werden. In diesem Fall ersetzt ein Aufkleber die übliche Gravur. Mit der Zeit kann sich das Klebeetikett ablösen und verlorengehen.

Seit etwa einem Jahr stellt die Berliner Polizei allerdings einen verbesserten Codierungs-Service zur Verfügung, der den Fahrradfahrern einen effizienteren Schutz verspricht. Im neuen Verfahren erfolgt die Kennzeichnung des Fahrrads mittels eines speziellen Aufklebers, der nicht abgekratzt werden kann. Neben dem üblichen Code für das Fahrrad erhält der Besitzer außerdem einen zusätzlichen Identitätsausweis, der zusammen mit den persönlichen Informationen in der elektronischen Datenbank der Polizei aufbewahrt wird. Das System soll etwaige Änderungen der Daten des Eigentümers erleichtern und beschleunigen.