Diese Stars waren 2016 am gefährlichsten

Jedes Jahr veröffentlicht die Computersicherheitsfirma McAfee eine Studie über die gefährlichsten Stars. Damit sind die Stars gemeint, deren Namen Nutzer bei einer Online-Suche am wahrscheinlichsten auf gefährliche Websites bringen.

News und Gerüchte über Stars und Promis gehören zu den beliebtesten Inhalten im Netz. Das wissen auch Cyberkriminelle, die diesen Umstand ausnutzen. Sie lancieren Websites und Social-Media-Profile mit Schadsoftware, auf die unbedarfte Computernutzer gelangen, wenn sie nach Informationen aus der Welt der Berühmten und Schönen suchen.

Die zehn gefährlichsten Stars: Comedians und Musiker

McAfee Most Dangerous Celebrities heißt die Studie, auf ihrer Top-Ten-Liste tummeln sich ausschließlich große Namen der Unterhaltungsbranche. Wer so berühmt ist, dass sein Name von Hackern als Köder verwendet wird, ist offenbar wirklich berühmt. Angeführt wird die aktuelle Liste aus dem Jahr 2016 von der Komikerin Amy Schumer. Wer im Internet nach ihr sucht, landet mit einer Wahrscheinlichkeit von 16 Prozent auf einer Website, die ihm Schaden zufügen möchte. Da vergeht das Lachen ganz schnell wieder.

Frau vor Tablet
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Wer Prominews liest, kann Cyberkriminellen zum Opfer fallen.

Justin Bieber ist Schumer dicht auf den Fersen. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 15 Prozent werden Fans bei der Suche nach ihm zum Opfer von Internetkriminalität. Wer hätte gedacht, dass der Junge aus Kanada, dem noch immer das Image eines niedlichen Teenie-Schwarms anhaftet, so gefährlich sein kann?

Auf dem dritten Platz folgt der amerikanische Fernsehmoderator Carlson Daly, der in Deutschland kaum bekannt ist. Den vierten Platz belegt der Schauspieler Will Smith mit einer Gefährlichkeit von mehr als 13 Prozent, fast gleichauf mit Rihanna auf Platz fünf. Auch die Musikerinnen Miley Cyrus, Selena Gomez und Kesha haben es in die Top Ten der gefährlichsten Stars im Internet geschafft.

Auffällig ist, dass viele der Stars auf der McAfee-Liste Comedians sind. Neben Amy Schumer und Will Smith finden sich auch Daniel Tosh und Chris Hardwick darauf wieder. Die beiden dürften vielen Deutschen nichts sagen, was daran liegt, dass sie Spezialisten für Stand-Up-Comedy sind, also für eine Kunstform, die sich nur schlecht in andere Sprachen übersetzen lässt. Aber warum werden gerade lustige Stars als Vehikel für Schadsoftware benutzt? Vielleicht liegt es daran, dass Humor entwaffnet. Wer lacht, ist entspannt und rechnet nicht mit Gefahren, er wird unvorsichtig.

Auch Stars aus Deutschland sind gefährlich

Weltweit bekannte Stars führen zwar die McAfee Most Dangerous Celebrities an, aber auch bekannte Persönlichkeiten aus Deutschland sind für Kriminelle im Netz interessant. Ganz vorne mit dabei ist Heidi Klum, die als Deutschlands schönster Exportartikel internationale Prominenz genießt. Die nächste in der Liste der gefährlichsten deutschen Promis ist Gina-Lisa Lohfink, die durch Klums Castingshow Germany‘s Next Topmodel Bekanntheit erlangte.

Die beiden gefährlichsten Promis Deutschlands sind also schöne, blonde Frauen. Wer hätte das gedacht? Platz drei belegt dann aber ein lustiger Mann, nämlich Christoph Maria Herbst. Der Schauspieler ist für seinen eher eigenwilligen Humor bekannt. Penisverletzungen bei Masturbation mit Staubsaugern war der Titel seiner denkwürdigen Leserreise mit Charlotte Roche.

Weiter geht’s mit noch mehr schönen Frauen und lustigen Männern: Auch Diane Kruger und Oliver Pocher haben es ins Ranking der deutschen McAfee Most Dangerous Celebrities geschafft und ja, auch nach Dieter Bohlen und Micaela Schäfer kann man im Internet nicht gefahrlos suchen.

So schützen Sie sich gegen digitale Gefahren

Wie ganz allgemein im Web müssen Anwender also auch ganz besonders beim Suchen nach Promigeschichten vorsichtig sein und ihren gesunden Menschenverstand einsetzen. Links, die zu bekannten Seiten großer Medien führen, sind sicherer als Links zu dubiosen Seiten mit ungeläufigen Namen. Ganz besondere Vorsicht ist bei allen Arten von Downloads geboten. Will eine Website gar Software auf dem eigenen Computer installieren, sollten sofort die Alarmglocken schrillen.

Zusätzlich zur Anwendervernunft ist es ratsam, Software zu verwenden, welche die Gefahr durch Malware und Viren minimiert. Internet-Security-Suites bieten einen Rundumschutz vor allen möglichen Bedrohungen aus dem Netz. Sie warnen vor gefährlichen Websites, erkennen die meisten Phishing-Versuche, schützen vor erpresserischer Ransomware und vieles mehr. Wer nach einer guten Internet-Security-Suite sucht, findet in unserem ausführlichen Vergleich eine Entscheidungshilfe.

Laptop mit Virenprogramm
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Antivirusprogramme schützen vor vielen Gefahren aus dem Internet.

Als Minimum an Sicherheitsmaßnahmen sollte auf allen Computern mit Internetverbindung – also auf fast jedem Computer – eine Antivirus-Software installiert sein. Antivirus-Software bietet zwar nicht die erweiterten Sicherheitsfunktionen von Internet-Security-Suites, verfügt aber so gut wie immer über einen Echtzeit-Scan, der das Schadensrisiko erheblich reduziert.