True Key

Lena Groeben
Pro
  • Sehr faires Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Sichere Authentifizierung über mehrere Komponenten
  • Authentifizierung per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung möglich
Kontra
  • Verfügbare Authentifizierungs-Optionen von verwendetem Gerät abhängig
  • Vergleichsweise wenig Zusatzfunktionen
  • Viele Funktionen nicht intuitiv auffindbar
Fazit True Key eignet sich für Anwender, die sich in erster Linie viele Möglichkeiten zur Multi-Faktor-Authentifizierung wünschen, über die entsprechenden Geräte verfügen und dafür Abstriche in puncto Nutzerfreundlichkeit in Kauf nehmen.
True Key Zum Anbieter

True Key Test

Sicherheit & Funktionen

3,70 Pkt

Den Passwort-Manager True Key des Anbieters Intel Security erhalten Anwender in zwei Varianten:

  • Einer kostenlosen Version zum Speichern von 15 Kennwörtern
  • Einer Premium-Version zum Speichern einer unbegrenzten Anzahl von Kennwörtern für 19,95 Euro jährlich.

In ihrem Funktionsumfang unterscheiden sich die beiden Versionen ansonsten nicht. Für Nutzer, die nicht mehr als 15 Kennwörter verwalten möchten, reicht die kostenlose Variante demnach völlig aus.

Anmelden ohne Kennwörter

Die Kennwörter der Nutzer speichert der Passwort-Manager sicher verschlüsselt (AES 256) auf den True-Key-Servern. Um darauf zugreifen zu können, benötigen Anwender ihr Masterpasswort, das niemand außer ihnen kennt. Dieses wählen sie selbst. True Key zeigt dabei an, wie sicher das gewählte Passwort ist (sehr schwach bis sehr stark). Neben dem Masterpasswort bietet True Key aber noch zusätzliche Optionen zur Authentifizierung, von welchen Nutzer immer mindestens zwei kombinieren müssen:

  • Über ein vertrauenswürdiges Gerät
  • Über ein zweites Gerät (etwa ein Smartphone)
  • Über die Gesichtserkennung
  • Über die E-Mail-Adresse
  • Über den Fingerabdruck
  • Über Windows Hello (nur mit Edge)

Dabei stehen dem Nutzer nur die Optionen zur Verfügung, die von dem verwendeten Gerät unterstützt werden. Beispielsweise ist für die Nutzung der Gesichtserkennung natürlich eine Kamera notwendig.

Multi-Faktor-Authentifizierung

Grundsätzlich sind bei True Key immer mindestens zwei Faktoren zur Authentifizierung notwendig. In den Standardeinstellungen sind dies ein selbstgewähltes Masterpasswort und ein vertrauenswürdiges Gerät. Bei Nutzung eines anderen Geräts erhalten Anwender eine E-Mail mit einem Bestätigungslink an ihre als vertrauenswürdig eingestufte E-Mail-Adresse, den sie anklicken müssen, um Zugang zu ihrem True-Key-Konto zu erhalten. Anwender entscheiden, ob sie weitere hinzufügen möchten. Mit unserem Rechner stand uns zusätzlich lediglich die Authentifizierung über ein zweites Gerät zur Auswahl.

True Key Multi-Faktor-Authentifizierung
Anwender wählen, mit wie vielen Kompenten sie ihre Identität bestätigen.

Hinkt im Vergleich etwas hinterher

Neben Passwörtern speichern Anwender mit True Key auch sichere Notizen sowie diverse persönliche Daten wie Adressen, Kreditkarten und Mitgliedschaften ab. Zur Erstellung sicherer Passwörter steht ihnen ein Kennwort-Generator zur Verfügung, bei welchem Nutzer die Kennwortlänge und die enthaltenen Zeichenarten (Groß-, Kleinbuchstaben, Ziffern, Sonderzeichen) bestimmen. Mit 30 Zeichen ist die maximale Kennwortlänge hier allerdings vergleichsweise kurz, wenngleich sie für die Erstellung sicherer Passwörter genügt.

Funktionen wie das sichere Teilen von Notizen oder Passwörtern mit vertrauten Personen, das Erstellen von Sicherungskopien des Datenspeichers oder das Hinzufügen von Notfallkontakten fehlen True Key. Eine detaillierte Analyse der Sicherheit vorhandener Passwörter sowie Warnungen bei der Nutzung schwacher Kennwörter beinhaltet der Passwort-Manager des Anbieters Intel Security ebenfalls nicht. Beim Bearbeiten der Kennwort-Einträge zeigt True Key lediglich an, ob ein Passwort stark oder schwach ist. Hier fiel in unserem Test auf, dass True Key ein aus Groß- und Kleinbuchstaben bestehendes Kennwort als stark kennzeichnete, welches die anderen Programme in unserem Test durchgängig für schwach befanden. Hierfür erhält das Programm in der Kategorie Sicherheit leichte Abzüge.

True Key Daten bearbeiten
Nur beim Bearbeiten ihrer Anmeldedaten sehen Nutzer, ob True Key ihr Passwort als sicher oder unsicher einstuft.

Kompatibilität & Performance

3,70 Pkt

Die Desktop-App True Key steht für Windows- und Mac-OS-Systeme zur Verfügung. Zusätzlich ist eine mobile Version für iOS- und Android-Geräte erhältlich. Während die Installationsdatei (Windows-Version) lediglich 297 Kilobyte groß ist, benötigt der Passwort-Manager des Anbieters Intel Security in unserem Test nach der Installation mit 116 Megabyte vergleichsweise viel Festplattenspeicher. Eine spürbare Verlangsamung unseres Rechners fiel in unserem Test weder während noch nach der Installation von True Key auf. Allerdings braucht der Passwort-Manager selbst relativ lange, bis die Anwendung geladen und einsatzbereit ist.

Mit welchen Browsern das Plug-in von True Key kompatibel ist, hängt vom verwendeten Betriebssystem ab:

BrowserWindowsMaciOsAndroid
Internet Explorer
Google Chrome
Mozilla Firefox
Microsoft Edge
Safari
Die Browser-Kompatibilität von dem True Key Passwort-Manager des Anbieters Intel Security.

Die Möglichkeit, den Passwort-Manager True Key über einen USB-Stick auf anderen Geräten zu nutzen, besteht hier nicht.

Bedienung

3,90 Pkt

Unkomplizierte Installation

Download und Installation des Password-Managers gestalten sich sehr einfach und wenig aufwendig. Nach dem schnellen Download stimmen Anwender lediglich dem Lizenzvertrag und den Datenschutzhinweisen zu. Darüber hinaus erfolgen keine weiteren Aufforderungen während der Installation. Um den Passwort-Manager True Key des Anbieters Intel Security nutzen zu können, ist im Anschluss noch das Erstellen eines kostenlosen True-Key-Profils notwendig. Hierfür geben Anwender ihren Namen, ihre E-Mail-Adresse und ein selbstgewähltes Masterpasswort an. Damit der Passwort-Manager True Key des Anbieters Intel Security gespeicherte Passwörter und Nutzerdaten automatisch einträgt, aktivieren Nutzer die entsprechende True-Key-Erweiterung für ihren beziehungsweise ihre Browser. Praktisch: Wer die Erweiterung in mehreren Browsern aktivieren möchte, kann diese zeitgleich auswählen, anstatt dies für jeden gewünschten Browser einzeln zu tun. Nach der Aktivierung erscheint das True-Key-Logo im Browser oben rechts neben der Adresszeile. Per Mausklick auf dieses öffnen Anwender die Desktop-App. Ein eigenes Menü enthält die Browser-Erweiterung nicht.

Versteckte Funktionen

Auf den ersten Blick wirkt die Nutzeroberfläche des Passwort-Managers True Key des Anbieters Intel Security geordnet und übersichtlich. Sie unterteilt sich in Anmeldedaten, sichere Notizen und die Börse zum Speichern diverser Daten fürs Online-Shopping. Dabei sind allerdings nicht alle Funktionen einfach zu finden. Beispielsweise verstecken sich der Kennwort-Generator hinter einem kryptischen Schloss-Symbol bei den Anmeldedaten, die Importoptionen hinter der Schaltfläche „Neue Anmeldedaten hinzufügen“ und die Exportfunktion in den App-Einstellungen. Vor allem unerfahrene Anwender werden danach vermutlich etwas länger suchen. Hier sind andere Passwort-Manager im Test anwenderfreundlicher.

True Key Nutzeroberfläche
Nicht alle Funktionen sind auf der übersichtlich wirkenden Benutzeroberfläche intuitiv auffindbar.

Leichte Abzüge hinsichtlich seiner Bedienoberfläche erhält der Passwort-Manager True Key außerdem dafür, dass sich die Hilfefunktionen im Programm auf den Link zum Hilfe-Center mit häufig gestellten Fragen beschränken und die individuellen Einstellungsoptionen im Vergleich zu anderen Programmen weniger umfangreich ausfallen.

Im Rahmen unseres Tests haben wir in dem Passwort-Manager True Key des Anbieters Intel Security neun verschiedene Login-Daten (unter anderem für Facebook, Outlook, Amazon und Trello) abgespeichert. Per Mausklick auf den entsprechenden Eintrag öffnet True Key die Webseite und trägt die passenden Daten selbstständig ein. Wenn Anwender in ihren Einstellungen die Funktion „Sofortanmeldung“ aktivieren, sind zum Login keine weiteren Klicks notwendig. Ansonsten müssen sie die Anmeldung noch per Mausklick bestätigen. Beide Optionen funktionierten in unserem Test mit allen neun Login-Daten ohne Probleme.

Hilfe & Support

4,20 Pkt

Hilfesuchende finden im Passwort-Manager True Key Help Center eine umfangreiche, nach Themen sortierte FAQ-Sammlung sowie wenige Video-Lernprogramme. Wer hier nicht die gesuchte Antwort oder Lösung findet, hat drei Möglichkeiten, sich persönlich an den Support zu wenden. Die folgende Tabelle bietet einen Überblick darüber, über welchen Kanal der Kundendienst zu welchen Zeiten erreichbar ist und mit welchen Wartezeiten Kunden laut Anbieter rechnen sollten:

KontaktoptionGeschäftszeitenUngefähre Wartezeit
ChatMontag-Freitag, 09:00-18:00 Uhr2 Minuten
E-MailMontag-Freitag, 18:00-09:00 UhrKeine Angabe
TelefonMontag-Freitag, 09:00-18:00 Uhr5-10 Minuten
Die Kontaktoptionen von dem Passwort-Manager im Überblick.

Als günstigste Anrufzeitpunkte empfiehlt der Passwort-Manager True Key Mittwoch, Donnerstag und Freitag gegen 12:00, 14:00 und 15:00 Uhr.

Der Chat-Support

Um den Chat zu nutzen, geben Anwender Vor-, Nachname, Telefonnummer, E-Mail-Adresse sowie eine Beschreibung ihres Problems an. Wir haben uns während unseres Tests an einem Freitag gegen 12:30 Uhr an den Chat-Support gewandt und wurden innerhalb einer Minute mit einem Mitarbeiter verbunden. Dieser teilte uns zunächst freundlich mit, dass er sich kurz das Anliegen durchlese und unser Konto aufrufe. Nach kurzer Wartezeit erhielten wir eine freundliche, aber nicht ganz zufriedenstellende Antwort. Auf erneutes Nachfragen konnten wir unser Anliegen aber klären. Daher erhält der Anbieter hierfür weder Abzüge noch Pluspunkte.

Zusammenfassung

3,88 Pkt

Im Bereich Sicherheit punktet der Passwort-Manager True Key mit der Möglichkeit der sicheren Multi-Faktor-Identifizierung. Allerdings sind die gebotenen Möglichkeiten immer vom verwendeten Gerät abhängig. Zudem vermissen wir andere Funktionen wie das sichere Teilen von Kennwörtern, das Erstellen von Backups oder eine detaillierte Analyse der vorhandenen Passwörter. Auch in puncto Bedienbarkeit erhält True Key im Test Abzüge, da viele Funktionen nicht intuitiv auffindbar sind. Insgesamt erhalten Nutzer mit dem True Key dennoch einen soliden Passwort-Manager, der vor allem mit einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt: Die Basis-Version, bei der lediglich die speicherbaren Einträge auf 15 beschränkt sind, ist dauerhaft kostenlos und auch die Premium-Variante kostet nur 19 Euro im Jahr. Personen, die bei der Wahl ihres Passwort-Managers vor allem Wert auf diverse Optionen zur Multi-Faktor-Authentifizierung legen und über die entsprechenden Geräte verfügen, finden in dem Passwort-Manager True Key das passende Programm.