Tinder

Alexander Eichner
Bereich:
Pro Tinder zu nutzen, macht Spaß. Vor allem abends und am Wochenende nutzen viele angemeldete Singles diese App.
Kontra Es gibt bei Tinder einige Schwächen in Sachen Datenschutz und in Deutschland ist dieses mobile Dating-Portal noch nicht so gut besucht. 
Fazit Eine App, die durch ein sehr schönes Design und dem hohen Spaß beim Nutzen besticht. Leider gibt es in Deutschland noch verhältnismäßig wenige Mitglieder.
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Tinder Test

Datingpotential

4,85 Pkt

Qualitativ hochwertige Kurzprofile

In Deutschland nutzen zwei Millionen User die Dating-App Tinder und die Tendenz ist steigend. Vor allem in größeren Städten ist die Chance hoch, das ein oder andere Match zu haben. In Amerika haben prominente Nutzer wie Katy Perry, Lindsay Lohan und Lily Allen dazu beigetragen, dass die App durchgestartet ist. Das Geschlechterverhältnis wird von einem leichten Männerüberschuss bestimmt. 55 Prozent der Mitglieder sind männlich und dementsprechend 45 weiblich. Die Zielgruppe liegt zwischen 18 und 35 Jahren. Die Mitglieder in diesem Alter haben auch die besten Chancen, nette Bekanntschaften zu machen. In den meisten Fällen dauert es gute zehn Minuten, bis das erste Match zustande kommt, in dem die Leute, welche sich sympathisch waren, chatten können. Dies ist sicherlich kein Durchschnittswert, spricht aber für den Algorithmus der App. Auch die Qualität der Profile hat sich von denen anderer Dating-Apps abgehoben.

Performance

4,80 Pkt

Mit dem Wisch zur großen Liebe – oder auch „Nope“

Tinder ist eine Dating-App, die gerade bei jüngeren Smartphone-Nutzern beliebt ist. Das Prinzip der App ist denkbar einfach. Nach dem „Hot-or-not"-Prinzip werden Fotos anderer User in der näheren Umgebung bewertet. Mit einem Klick beziehungsweise einem Wisch kann der User das Bild als „gefällt mir“ oder „gefällt mir nicht“ markieren. Kommt es zu einer Übereinstimmung – ein sogenanntes Match – wird die Chat-Funktion freigeschaltet. Jetzt können die User miteinander chatten, flirten und sich verabreden. Über das GPS wird die Umgebung nach potentiellen Matches abgesucht. Dabei lässt sich der Radius einstellen, was jedoch oft nicht richtig funktioniert und von Usern bemängelt wird. Sollte sich etwas auf dem eigenen Tinder-Profil tun, wie zum Beispiel ein neues Match, eine Nachricht oder ein Like der Profil-Momente, wird der User benachrichtigt. In der aktuellen Version der App wurde unter anderem die Match-Liste neugestaltet, um den Nutzern einen besseren Überblick über ihre Matches zu ermöglichen.

Liebe Tinder
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Mit einem "Wisch" wird entschieden, ob ein Bild "hot-or-not" ist.

Ohne Facebook-Profil geht nichts

Die Anmeldung ist so einfach gestaltet wie die App selbst. Voraussetzung dafür ist allerdings ein bestehendes Facebook-Profil. Das Ganze dauert wenige Sekunden. Der User loggt sich lediglich über das Profil in die App ein und der Dienst zieht sich die notwendigen Daten für die Gestaltung des Tinder-Auftritts heraus. Insgesamt können sechs Fotos und 500 Zeichen auf dem Profil befindlich sein. Mehr ist nicht zu sehen. Da die App wirklich nur auf den oberflächlichen ersten Eindruck abzielt, muss vor allem darauf geachtet werde, dass ein interessantes und aussagekräftiges Bild in guter Qualität platziert wird. Je besser das Foto, desto besser sind auch die Chancen für Matches. Die aktuelle Version der App gibt ihren Nutzern zusätzlich die Möglichkeit in ihren Profilen etwas mehr über sich – etwa über Arbeit und Schulausbildung – preiszugeben.

Dem User werden nach der Anmeldung direkt Partnervorschläge aus der Umgebung gemacht. In der kostenlosen Version gibt es allerdings nur eine begrenzte Anzahl von Likes pro Tag. Ist das Kontingent verbraucht, muss 24 Stunden auf die nächste Session gewartet werden. User, die es nicht abwarten können, haben die Möglichkeit, auf die Bezahlvariante Tinder-Plus umzusteigen und sich somit an unbegrenzter Anzahl von Likes zu bedienen. Im Netz gibt es allerdings einige Anleitungen, wie die Like-Begrenzung umgangen werden kann.

Bedienung

4,95 Pkt

Tinder ist die intuitivste Dating-App

Benutzerfreundlicher geht es kaum: Tinder punktet mit einer äußerst intuitiven Bedienung. Keine andere App lässt sich leichter und benutzerfreundlicher handhaben als Tinder. Das moderne Design und das "Hot-or-not"-Prinzip machen die App zum optimalen Flirt-Tool. Die Filterfunktionen beschränken sich auf das Geschlecht, den Suchumkreis (1-160 Kilometer) und die Altersgruppe (18-55+). Durch die Einfachheit und Oberflächlichkeit der App ist der Entertainment-Faktor enorm hoch. Etwas überspitzt formuliert, macht Tinder die Suche nach der großen Liebe zu einem kinderleichten Spiel. Jedoch sollte einem bewusst sein, dass es den meisten Nutzern bei Tinder nicht unbedingt darum geht, die große Liebe zu finden, sondern eher darum, angenehme Bekanntschaften zu machen. Aber sag niemals nie. So wirbt Tinder auf seiner Website mit Pärchen, die sich über die App kennengerlernt haben. Allerdings sind die Intentionen der User ebenso verschieden wie zwei Millionen Mitglieder.

Sicherheit und Zahlung

3,00 Pkt

Tinder nimmt den Datenschutz nicht ganz so ernst

Mit dem Datenschutz nimmt es Tinder leider nicht so genau, da Nutzer mit dem ersten Login sämtliche Rechte an das amerikanische Unternehmen abtreten. In erster Linie handelt es sich um die Fotos. Zudem werden persönliche Daten kopiert, übertragen und teilweise weiterverwendet. Auch Background-Checks der Nutzer behält sich Tinder vor, was der intuitiven und spielerischen App dann doch einen faden Beigeschmack beschert.

Tinder Plus-Funktionen

Die Undo-Funktion kann ein versehentliches Wegklicken der Traumfrau oder des Traummanns ungeschehen machen.

Auch der Standort kann mit der Bezahlvariante manuell eingeben werden - in der kostenlosen Version ist der Umkreis auf 160 Kilometer beschränkt.

Zudem lässt sich mit einem kostenpflichtigen Paket die Werbung abschalten.

Es gibt vier kostenpflichtige Versionen, die sich jeweils in drei Abo-Pakete unterteilen: "Tinder Plus unter 28" und "Tinder plus über 28" sowie "Tinder Gold unter 28" und "Tinder Gold über 28". Die "Tinder Plus"-Pakete sind günstiger. Mit 2,62 Euro pro Monat ist das einjährige "Tinder plus unter 28"-Abo das billigste Angebot. Den höchsten Monatspreis hat die einmonatige Nutzung von "Tinder Gold über 28", die mit 27,49 Euro zu Buche schlägt.

Die angebotenen Zahlungsmethoden sind:

  • Kredit- oder Debitkarte
  • PayPal
  • Abrechnung über den Mobilfunkanbieter
Tinder Logo
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Die Kosten für Tinder-Plus sind nicht immer durchschaubar.

Hilfe & Support

4,50 Pkt

Der Kunden-Support kümmert sich um die Anliegen der flirtwilligen User

Tinder sorgt selbstverständlich für einen Support-Service. Jederzeit kümmert sich ein Team um die Anliegen der User. Deshalb bietet Tinder auf der Internetseite einen großen FAQ-Bereich an, der von allen Nutzern problemlos genutzt werden kann. Die FAQs gliedern sich in drei Kategorien: “A Guide To Tinder“, “Something's Not Working” und “Safety, Security and Legal”. Es ist möglich, das Support-Team durch eine Online-Formular direkt zu kontaktieren. 

Zusammenfassung

4,50 Pkt

Das Kennenlernen wird zum spaßigen Spiel – wisch und weg

Tinder

Tinder macht einfach Spaß. Das Besondere an der App ist, dass sie sich sehr intuitiv bedienen lässt. Nach kurzem Einloggen über das Facebook-Profil kann es direkt losgehen. Die App hat ein hohes Dating-Potential und ist unter anderem für Menschen, die neu in eine Stadt kommen, das ideale Mittel, um erste Kontakte zu knüpfen. Die Profile sind zwar deutlich kürzer gefasst als bei anderen Apps, dennoch ist die Qualität insgesamt wesentlich höher als bei anderen Anbietern. Ob unter den Millionen Usern wirklich die große Liebe zu finden ist, das weiß niemand. Passieren kann für gewöhnlich alles. Nutzer sollten sich trotzdem nicht allzu große Hoffnungen machen, denn es gilt: Je oberflächlicher die App, desto oberflächlicher auch die Intentionen der User. Dazu trägt natürlich das "Hot or not"-Prinzip bei, auf dem die App aufgebaut ist. Somit ist der erste Eindruck entscheidend für das Verteilen der Herzen. Ein Knackpunkt der App ist der fast fahrlässige Umgang mit dem Datenschutz. Jegliche persönliche Daten werden von Tinder kopiert, gespeichert und teilweise weiterverarbeitet. Dieser Aspekt zieht den positiven Eindruck der Dating-App etwas herunter.