Skymaster DTR5000

Lena Groeben
Pro
  • Kurze Einschaltzeit
  • Timeshift und Aufnahme möglich
  • Geringer Stromverbrauch
  • Acht Favoritenlisten
Kontra
  • Störungsanfälliger Empfang
  • Keine Internetverbindung möglich
  • Fernbedienung erfordert genaues Zielen auf den Receiver
Fazit Der Skymaster DTR5000 ist ein DVB-T2-Receiver mit Highlights und Schwachstellen. Wer sich für dieses funktionsreiche und stromsparende Gerät entscheidet, nimmt Empfangsprobleme und eine vergleichsweise geringe Nutzerfreundlichkeit in Kauf.

Skymaster DTR5000 Test

Skymaster DTR5000 Zum Produkt

Funktionen

4,00 Pkt

Der DVB-T2-Receiver Skymaster DTR5000 kommt in einem handlichen Karton. Punkte gibt es für den großen Lieferumfang: Neben der recht flachen Set-Up-Box erhalten Kunden hier ein abnehmbares Netzteil, die Bedienungsanleitung, eine Fernbedienung mitsamt zwei Batterien der Größe AAA, ein Dokument mit der freenet-ID, die freenet-AGB sowie ein AV-Out-Kabel (SCART auf Klinke). Der TV-Receiver selbst ist recht flach und in mattem Schwarz gehalten. Die Vorderseite ist glänzend schwarz und verleiht dem Empfänger zusammen mit einer Dreiecksform in der Mitte und dem hellblau umrandeten Standby-Knopf links vorne ein leicht futuristisches Aussehen.

Gerät und Inhalt - Skymaster DTR5000
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Der Paketinhalt des DVB-T2-Empfängers auf einen Blick.

Mit 18 Zentimetern Länge fällt der Receiver recht klein und handlich aus. Dafür bringt er mit 0,7 Kilogramm das höchste Gewicht im Test auf die Waage.

Alle wünschenswerten Funktionen im Gepäck

Was die Funktionen betrifft, gelingt es dem Skymaster DTR5000 zusammen mit dem Sky Vision 150 T-HD und dem Strong SRT 8540 die meisten Punkte zu sammeln und die Konkurrenz hinter sich zu lassen. Der DVB-T2-Receiver bringt alle Features mit, die Verbraucher von einem solchen Gerät erwarten können:

  • Eine Irdeto-Entschlüsselung zum Zugriff auf die privaten Sender
  • Einen manuellen und einen automatischen Sendersuchlauf
  • Einen elektronischen Programmführer (EPG)
  • Acht Favoritenlisten zum Speichern der Lieblingssender
  • Eine Timeshift-Funktion zum zeitversetzten Fernsehen
  • Die Aufnahme über USB
  • Die USB-Wiedergabe von Bildern, Videos und Musik
  • Einen Timer zur Erinnerung und zur Aufnahme
  • Eine Altersfreigabe für die Sender in Jahresstufen von vier bis 18

Im EPG (Electronic Program Guide) fiel uns auf, dass für viele Sender keine Informationen verfügbar waren. Internetfunktionen, wie sie zum Beispiel der Sky Vision 150 T-HD bietet, bringt der Skymaster DTR5000 nicht mit, da er nicht über die Möglichkeit einer Internetverbindung verfügt. Im Test haben wir auch die Aufnahme-Funktion ausprobiert. Auffällig ist hierbei, dass während der Aufnahme kein Umschalten möglich ist und die Aufnahmedauer auf 120 Minuten begrenzt ist. Zudem war unsere Testaufnahme etwas ruckelig und Bild und Ton waren teilweise nicht synchron. Möglicherweise lag dies aber an einem wetterbedingten, schwächeren Signal. Zusätzlich zur Timeshift-Funktion, die nur für die freien Programme nutzbar ist, gibt es das Feature „Pause“. Damit halten Fernsehzuschauer das Bild an, während der Ton weiterläuft. Der Sinn dieser Funktion erschließt sich uns nicht ganz, aber es gibt sie.

Inbetriebnahme & Bedienung

3,40 Pkt

Das Anschließen des Receivers an den Fernseher ist recht unkompliziert. Der Nutzer schließt Netz- und Antennenkabel an und verbindet den Receiver mit dem beiliegenden AV-Out-Kabel oder per HDMI-Kabel mit dem TV. Nach dem Einschalten beider Geräte startet die Erstinstallation. Hier legt der DVB-T2-Receiver-Besitzer sein Land fest und wählt aus, ob seine Antenne mit oder ohne Strom läuft. Unter dem Punkt „Erweiterte Einstellungen“ kann er außerdem die Sprache und die Bildeinstellungen ändern. Sind alle gewünschten Einstellungen getroffen, startet der Anwender nach Wunsch einen automatischen oder einen manuellen Sendersuchlauf.

Das numerische LC-Display des Receivers leuchtet in strahlendem Grün und ist selbst bei Spiegelungen durch gegenüberliegende Lichtquellen gut lesbar. Die Einschaltzeit aus dem Standby lag in unserem Test bei sechs Sekunden. Lediglich der Xoro HRT 870 und der Samsung GX-MB540TL sind um zwei Sekunden schneller.

Mehr Nutzerfreundlichkeit erwünscht

Das Menü gliedert sich in sechs Punkte, die in einer quer verlaufenden Bildleiste erscheinen. Leider sind die entsprechenden Symbole nicht in allen Fällen selbsterklärend. Die sechs Menüpunkte sind:

  • Senderliste
  • Einstellungen
  • USB + PVR
  • freenet-TV
  • Irdeto-Status
  • Installation
Skymaster DTR5000 Timer programmieren
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Nicht alle Symbole im Menü des TV-Empfängers sind selbsterklärend.

Die weiße Schrift auf dunklem Hintergrund ist gut lesbar. Allerdings leidet die Übersichtlichkeit an den teilweise recht umfangreichen Untermenüs. Ähnlich verhält es sich mit der beiliegenden Bedienungsanleitung: Die große Schrift und die anschauliche Bebilderung machen einen guten ersten Eindruck, der jedoch aufgrund der unlogischen Anordnung der Gliederungspunkte schnell verfliegt. Zu bemängeln sind auch die Bilder, die sehr dunkel und teilweise schwer erkennbar sind. So werden beispielsweise Grundfunktionen vor der Erstinbetriebnahme erklärt. Das ginge durchaus nutzerfreundlicher.

Punktabzug gibt es auch für die Fernbedienung. Zum einen liegt sie nicht ganz so angenehm in der Hand wie beispielsweise die Fernbedienung des Sky Vision 150 T-HD. Zum anderen ist ihre Bedienung wenig komfortabel: Wir mussten im Test die Tasten recht fest drücken und die Fernbedienung genau auf den Receiver richten, damit dieser reagiert. Das ist bei einigen Konkurrenten deutlich besser gelöst. Hinsichtlich ihrer Größe liegt die Fernbedienung in unserem Test mit 17,5 Zentimetern Länge im Mittelfeld. Die Knöpfe sind mit ausreichendem Abstand voneinander nutzerfreundlich angeordnet.

Fernbedienung - Skymaster DRT5000
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Die Fernbedienung des Skymaster DRT5000-Empfängers könnte noch nutzerfreundlicher sein.

Der Receiver verfügt lediglich über einen Standby-Knopf – über ihn kann der Nutzer weder in das Menü kommen noch den Sender wechseln. Auch ist es nur mit der Fernbedienung möglich, das Gerät vollständig auszuschalten. Dafür punktet der Receiver mit seinem sparsamen Stromverbrauch: Bei Betrieb liegt dieser laut Herstellerangaben unter 7,5 und im Standby unter 0,5 Watt. Damit ist der Skymaster DTR5000 der stromsparendste DVB-T2-Receiver in unserem Test.

Bild, Ton & Signal

2,70 Pkt

Während die anderen TV-Receiver im Test je nach Wetterlage unterschiedlich viele Kanäle empfingen, war die Senderanzahl beim Skymaster DTR5000 in allen drei Versuchen gleich. Uns standen stets 35 Sender zur Verfügung. Fast gleich waren auch Qualität und Stärke des Signals:

  • Signalstärke: 71/70 Prozent
  • Signalqualität: 93/99 Prozent

Nach dem Ein- und Umschalten waren Empfangsstörungen spürbar, die sich in einem stockenden Bild oder einem verzögerten Ton zeigten.

Skymaster DTR5000 Sendersuche
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Unter der manuellen Sendersuche finden sich Signalstärke und -qualität.

Beim Umschalten fiel uns zudem auf, dass der Wechsel zu einem privaten Sender länger dauert als zu einem freien Sender.

Der automatische Sendersuchlauf dauert beim Skymaster DTR5000 1:55 Minuten, womit er im guten Mittelfeld liegt. Insgesamt gehört der Receiver im Bereich „Bild, Ton & Signal“ dennoch zu den schlechteren Geräten in unserem Test.

Anschlüsse

3,10 Pkt

Alle Anschlüsse des DVB-T2-Receivers befinden sich auf dessen Rückseite. Dabei handelt es sich um

  • einen Antenneneingang („ANT.IN“),
  • einen Antennenausgang („LOOP“), um einen weiteren Receiver anzuschließen,
  • einen USB-Anschluss,
  • einen HDMI-Anschluss,
  • einen Mini-RCA-Anschluss für das enthaltene AV-Out-Kabel und
  • den Eingang für das mitgelieferte, abnehmbare Netzteil.

Das Gerät verfügt weder über einen Ethernet-Anschluss noch über ein WLAN-Modul. Wer seinen Receiver mit dem Internet verbinden möchte, wählt ein anderes Modell.

Skymaster DTR5000 Anschlüsse
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Alle Anschlüsse des Skymasters befinden sich auf der Rückseite des Geräts.

Zusammenfassung

3,30 Pkt

Insgesamt ist das, was der Skymaster DTR5000 bietet, recht durchwachsen. Positiv fallen im Test der große Funktionsumfang und der niedrige Stromverbrauch auf. Dem gegenüber stehen durchgängige Empfangsschwierigkeiten, eine anwenderunfreundliche Fernbedienung und eine fehlende Internetverbindung. Die Bedienungsanleitung ist anschaulich bebildert und gut lesbar, aber unübersichtlich strukturiert. Wer sich aufgrund seiner Highlights für das Gerät entscheidet, sollte sich also bewusst sein, dass er dafür hinsichtlich anderer Aspekte Abstriche machen muss.